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Thema: Seit gestern in der Klinik

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  1. #1

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    Standard Seit gestern in der Klinik

    Ich habe J. gestern in die Klinik gebracht, die Fahrt war sehr harmonisch, ich hatte befürchtet er hält mir wieder Vorträge was alles für Opiate spricht, nichts der gleichen ist passiert. Er hat sogar mehrmals versichert wie wichtig er die Entgiftung findet und das er sich auf ein leben danach freut. Wir mussten 2Stunden warten bis er sein Bett bekam, auch das hat er sehr geduldig ertragen. Ich habe ihm vorgeschlagen das er sich bei mir meldet wenn er Lust auf ein Gespräch oder auf einen Besuch hat, er hat mich gerade angerufen und mir berichtet wie es geht. Er hat heute ein Pflaster mit 75 mg Fenthanyl geklebt bekommen, das wird jetzt jeden 2.Tag reduziert, er sagt, es geht ihm gut, er hat viel Ablenkung, klingt aber sehr müde und verwaschen. Ich glaube er hat jetzt die größte Angst überwunden und kann sich auf den Entzug einlassen. Er will es wirklich. Ich hoffe so sehr das er es schafft. Er wünscht sich das wir ihn bald besuchen, was wir am Freitag machen. L.g. Bis bald Leni

  2. #2
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    Hey, das hört sich sehr gut an! Ich drück euch die Daumen, dass er es packt!

  3. #3

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    Hi Leni,

    das ist ganz ganz toll.
    Das er so optimistisch ist und es auch selber feste möchte. Das ist ja Grundvoraussetzung.
    Wenn er es so feste will, dann schafft er es bestimmt.
    Ich wünsche es ihm und Euch von ganzem Herzen.

    Alles erdenklich Gute weiterhin.

    Liebe Grüße,

    Leben

  4. #4
    -
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    Super Leni,

    ....besser geht fuer den Moment nicht und darueber das er sich im Moment muede anhoert brauchst Du Dir keine Sorgen machen, das ist normal in der Situation.

    ...ich drueck Dir alle Daumen das er das komplett durchzieht und nach der Entzugsbehandlung auch weitermacht und sich eine Therapie sucht ...

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  5. #5
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    Standard Gewitterwolken ziehen auf

    Hallo ihr lieben, nachdem ich gestern so zuversichtlich war kam heute schon die grosse Keule. J. hat gerade angerufen u. mir mitgeteilt, das ich damit rechnen muss das er am Montag entlassen wird. Er musste einen Pieseltest machen und dabei wurde THC festgestellt, er hat in Berlin nochmal die Sau rausgelassen und gekifft. Wie wir wissen ist das illegal und illegale Drogen dürfen nicht in einer Schmerzklinik entzogen werden, dazu muss er in eine Drogenentzugsklinik, das lehnt er aber vehement ab. Er hat wohl versucht klarzumachen wie wichtig ihm der Entzug ist, weiss aber nicht ob er Erfolg hatte. Am Montag ist der Oberarzt wieder da und der muss entscheiden. J.meint er wird das dann zuhause auch schaffen ha,ha. Ich weiss nicht was das werden soll wenn der heimkommt, er wird dann nicht mehr substituiert und der Hausarzt macht 100% nicht mit. Meint ihr wir sollen mal mit dem Arzt reden, oder sollen wir uns raushalten. Morgen fahren wir ihn besuchen, hoffentlich gibt es dann nicht die nächste Hiobsbotschaft. Übrigens körperlich geht es ihm recht gut, er hat heute schon nur noch 50 mg.
    L.g. Leni

  6. #6

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    Hi Leni,

    wie geht es J.?

    Konntet Ihr mit dem Doc nochmal reden?

    Hoffe nicht das unterbrochen werden musste.

    Alles Gute,

    Leben

  7. #7
    Themenstarter

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    Hallo Leben, danke für dein Interesse, musste J. Am Dienstag aus der Klinik abholen, aber nicht wegen der kifferrei er wollte auf seinen Wunsch entlassen werden. Er war psychisch total am Ende hat nur noch geheult, wollte nicht mehr leben wenn ich ihn da lasse. Wärend eines 2 stündigen Spazierganges hat er mir dann gestanden das er zu seinem 10ml Methadon noch 200 mg Fenthanyl geklebt hat. Den Ärzten hat er nur von 100mg Fenthanyl berichtet weil er Angst hatte das sie ihn sonst nich nehmen. Er wurde innerhalb der 7 Tage auf 25 mg Fenthanyl , da hat er natürlich abgedreht und der Arzt hat noch zu ihm gesagt er soll sich nicht so haben dieser Enzug sei nicht schlimmer als Nikotin Entzug. Alls ich mit dem Arzt gesprochen habe,hat er mich gefragt warum er überhaupt das Fenthanyl nicht mehr will, das schädigt doch im Prinzip die Organe nicht, lediglich die Beschaffung ist etwas schwierig, als ich ihn auf die Persönlichkeits Veränderung angesprochen habe hat er gemeint das ist von Typ zu Typ verschieden aber J. hat ja Depressionen . Er war natürlich ziemlich sauer weil er angelogen wurde, versteh ich, aber diese Aussage war doof. Im Endeffekt hat er uns aber dann doch geholfen er hat uns in " die Villa" empfohlen und hat gleich eine telefonisch Beratung organisiert. J. kann ab Montag dort die Entgiftung richtig machen, die Ärztin hat das Fenthanyl sofort wieder hochgedreht und möchte ab Montag dann mit Methadon entziehen. Sie meint an Weihnachten ist er entgiftet und danach geht er zur Therapie . War schon ganz schön heftig die letzten Tage, aber jetzt schauen wir wieder nach vorne und hoffen das beste.L.G. Leni

  8. #8

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    Hallo Leni

    Alls ich mit dem Arzt gesprochen habe,hat er mich gefragt warum er überhaupt das Fenthanyl nicht mehr will, das schädigt doch im Prinzip die Organe nicht, lediglich die Beschaffung ist etwas schwierig
    Was ist denn das für ein Typ?????????? Der hat sie doch nimmer alle.

    Ohjeh - Mensch, dann hoffe ich feste, dass das mit der Entgiftung nun an anderer Stelle klappt und alles in Ordnung kommt.

    Die Karten muss man schon auf den Tisch legen, sonst wissen die ja gar nicht wie sie die Entgiftung bestmöglich durchführen sollen und wundern sich dann. Kommt keinem zugute.

    Ich drück die Daumen und wünsche J. ganz ganz viel Mut und Wille.

    Alles Liebe,

    Leben

  9. #9
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    Hallo Leben, ich denke der Arzt ist ein guter Schmerztherapeut aber als Entzugsarzt ungeeignet. Der Neurochirurg der J. eine Nadel in den Rücken gesetzt hat kam zufällig ins Zimmer als wir zusammengepackt haben, er hat J. ganz Mitleidig angeschaut u. gemeint er hat sich das sofort gedacht das er hier nicht richtig ist aber er kann ja dem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen. Ein gutes hat das ganze aber gehabt, er wurde bezüglich seiner Schmerzen gründlich untersucht und es hat sich herausgestellt das er wahrscheinlich mit Restschmerzen Leben muss, die aber mit Krankengymnastik und höchstens Iboprofen in den Griff zu kriegen sind. Das J. die Karten nicht auf den Tisch gelegt hat, hat mich auch geschockt vor allem das ,das Ausmass der Suchtmittel so gross ist wusste ich nicht. Aber ich hoffe das er jetzt kapiert hat das man mit Lügen oder mit Verschweigen so wie er es nennt nicht sehr weit kommt. Ich bringe ihn Morgen früh in die Villa und dann muss er sehen wie er klar kommt. Man darf ihn nicht besuchen und Handy darf er einmal in der Woche für 5 Minuten benutzen, Laptop darf auch nicht mit, somit werde ich nicht viel wissen, tut mir vielleicht auch ganz gut, wenn es mir auch sehr schwer ums Herz ist. Ich hoffe er nutzt die Chance und hält durch. Einen schönen Abend und liebe Grüße, Leni

  10. #10

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    Hi Leni,

    ja - das ist leider ein Klassiker; verniedlichen und auch lügen bis zum Schluß.
    Nun, ich denke, er kommt jetzt zu Leuten, die sich mit der Sucht gut auskennen & die werden ihm - zu seinem Besten natürlich - schon das Ein oder Andere flüstern!

    Jo, ne Woche Abstand ist dir bestimmt dienlich; versuche wirklich, bissel abzuschalten !!!

    LG.Ganesha

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