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Thema: Tablettensucht meiner Schwester

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  1. #1

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    Standard Tablettensucht meiner Schwester

    Ich fang einfach mal an zu schreiben, weil ich echt nicht mehr weiss wie ich mich verhalten soll, was ich tun kann, was überhaupt geht und ob es was nutzt wenn diejenige gar keine Hilfe will?

    Meine Schwester ist also seit ca. 4 Jahren Tablettenabhängig. Nach einem Unfall hat sie im Krankenhaus wohl ziemlich starke Schmerzmedikamente bekommen, die sie auch Zuhause noch nehmen musste, welche das waren weiss ich nicht. Da sie auch ca. 100 Km von mir entfernt wohnt, sehen wir uns eigentlich nur zu Feiertagen, hab also von dem ganzen Dilemma gar net so viel mitbekommen. Vor zwei Jahren zu Weihnachten bin ich halt mal wieder da gewesen, mann hab ich einen Schreck bekommen, eine abgemagerte alte Frau hat mir die Tür geöffnet, das war doch nicht meine hübsche Schwester
    Sie hat ganz merkwürdig gesprochen und sich ganz langsam bewegt, hat nichts geschnitten, saß irgendwie vor einem Telefonkabelknoten und ist daran verzweifelt diesen zu entwirren.....

    Mein Schwager hat mir dann halt von diesem ganzen Mist erzählt, Tramadol , Benzo , Alkohol , alles in wilder Unordnung wurde eingeschmissen und getrunken, meist dazu dann wohl Klosterfrau Melissengeist.

    Ihr ganzes Leben ist den Bach runter, Zwangseinweisung in die Klinik, selbst entlassen nach meist drei Tagen (ist bisher 3 Mal so gewesen). Das letzte Mal wäre sie wohl fast gestorben durch diesen Scheiss-Tab-Alk-Mix, wenn wir ihr nicht die Polizei nach Hause geschickt hätten. Sie war mit ner Freundin verabredet und die rief uns an als sie nicht erschienen ist.

    Das war die letze Einweisung am letzen Sonntag, wegen Suizid . Am Donnerstag hab ich sie besucht und ihr Zigaretten vorbeigebracht. Sie war vollkommen klar, will nie wieder so einen Mist bauen.......heute mit ihr Telefoniert, sie war wieder zugedröhnt, die Tabletten bestellt sie übers Internet in den USA.


    Was soll ich machen? Kann mir jemand einen Rat geben?

  2. #2
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    Hallo schneepfote!

    Klingt heftig und ich kann verstehen, dass dich das sehr mitnimmt und dich belastet.
    Und leider wirst du hier nicht wirklich etwas hören, was deiner Schwester helfen wird, denn so wie du beschreibst, macht es ja auch nicht den Anschein, dass sie Hilfe will.
    Du solltest auf dich schauen!
    Vielleicht kannst du überlegen, ob du mal zu einer Beratungsstelle gehst als Angehörige oder zu einer Gruppe, damit du etwas tun kannst, um dich zu entlasten.
    Solange deine Schwester nicht den Willen hat sich helfen zu lassen, wirst du nichts tun können. So schwer es auch sein wird und so schmerzhaft das sich anhört.

  3. #3
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    Danke Lady, hab ich fast befürchtet. Wenn jemand keine Hilfe will, zwingen kann man ihn ja nicht, leider. Scheiss Süchte, ich mein ich rauch auch, aber davon bin ich nicht high und wenn ich mich nach "geraucht zu haben" hinters Steuer setzte, gefärde ich ja niemanden, schade ja nur mir selbst, aber, mist verdammter, puhhh, das tut echt weh nix machen zu könnenund mein Leben ist eigentlich o.k. so wie es is, tut mir halt auch nur um die Kinder leid...

  4. #4

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    Hi,

    natürlich kann man jemanden zwangseinweisen lassen, bloß - wie Lady schon schrieb & dir ja auch klar ist - das bringt ja nicht wirklich was,
    wenns danach quasi übergangslos weitergeht.
    Was die Sache natürlich extrem macht, ist die Tatsache, dass da Kinder sind & das mitleben müssen!

    Wie alt sind die denn?

    LG.Ganesha (schön, dasses geklappt hat mit dem Thema eröffnen!)

  5. #5
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    Hi Ganesha, ja danke, hat prima geklappt

    Die Lütten sind eine 10 und die Zwillinge sind 8 Jahre alt. Beim vorletzten Mal mussten die ihre zugedröhnte Mutter vom Fussboden aufs Sofa heben und dann auch noch einen Krankenwagen organisieren, in dem Alter, erschreckend. Sie sind jetzt beim Vater und möchten auch die Mutter nicht sehen, verständlich....

  6. #6
    - ModeratorIn
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    Hey schneepfote,

    dass die Kinder ihr Heim bei ihrem Vater haben und der Kontakt zu ihren Eskapaden nicht so gegeben ist, ist erst einmal äußerst positiv. Vor allem im Grundschulalter ist sowas ja katastrophal.

    Ansonsten kann ich meinen Vorrednern nichts weiter hinzufügen. Irgendwo muss das Ganze bei ihr selbst klick machen, von Außen, und schon gar nicht auf diese Entfernung, kann man da fast gar nichts machen.

    LG
    WbD

  7. #7
    Themenstarter

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    Hi WbD,
    trotzdem danke für die Antwort Ich finds auch gut das die Kids beim Vater sind, aber ich befürchte das ihr das den Rest geben wird. Aber trotzdem, die Kinder zu schützen ist auf jeden Fall wichtiger.

  8. #8

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    Oder vielleicht das Gegenteil,das es in ihr etwas bewegt und sie erkennt wie weit unten sie schon ist. Und sie für die Kinder kämpft und sich ihrer Sucht stellt,was natürlich das Beste wäre. Wenn sie jetzt jedoch den anderen Weg wählt und zwar den des Selbstmitleides und sich der sucht hin gibt,dann ist es sehr traurig,aber du kannst da wirklich nichts machen. Ich hoffe das sie den 1.Weg wählt und sich Hilfe sucht ,im Interesse ihrer Kinder.

  9. #9
    - ModeratorIn
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    Hallo schneepfote,

    ist schon heftig aber auch traurig was da bei Deiner Schwester abgeht. Ihr zu helfen geht leider gar nicht wenn sie selbst nicht etwas aendern will.

    Du kannst ihr nur Hilfe in so weit anbieten das Du sie unterstuetzt (soweit es auf Grund der Entfernung moeglich ist) wenn sie etwas gegen ihre Sucht unternehmen will, ansonsten kannst Du gar nichts machen und wirst zusehen muessen wie sie auf die Nase faellt. Hoert sich bloede an, aber so wie ich das bisher sehe ist die beste Hilfe, gar keine Hilfe, sie muss erst tief genug gefallen sein bevor sie daran denken wird Hilfe zu suchen oder anzunehmen.

    Im Moment ist wichtig das die Kids das nicht taeglich miterleben und das Du bei der ganzen Sache auch auf Dich aufpasst und Dich dadurch nicht runterziehen laesst.

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  10. #10
    Themenstarter

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    Standard

    Hallo Mona und Siegfried,

    vielen Dank für Eure Antworten. Ich denke auch das meine angebotene Hilfe erst dann fruchten kann, wenn SIE es will. Habe auch meinem Schwager geraten, vielleicht mal ein Psychologen mit den Kids aufzusuchen, was die alles durchgemacht haben, möcht ich ehrlich gesagt net wissen. Aber das die älteste schon einen Knoten im Magen bekommt, wenn es Richtung Ort geht wo die Mutter wohnt, sagt ja schon einiges aus. Mir hat es schon sehr geholfen alles mal von der Seele zu schreiben und Eure Antworten zu bekommen, ist echt nett hier bei Euch

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