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Thema: Muss ich mir Sorgen machen, weil er soviel kifft?

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  1. #1
    Santi

    Standard Muss ich mir Sorgen machen, weil er soviel kifft?

    Hallo, bin noch relativ neu hier und hab über mein Problem erst mal mit ein paar Leuten hier per PN gesprochen. Es geht darum, dass mein Freund kifft, und zwar schon seit 20 oder 25 Jahren. Wir sind jetzt seit knapp zwei Jahren zusammen.
    [m]edit: Man sollte sich nicht selber einer Straftat bezichtigen oder das über den Freund machen. ~Franz~[/m]
    Er raucht 5 bis 8 mal am Tag Joints und begründet das damit, dass Tabak pur ihm nicht so gut schmeckt (rauchen tut er deswegen auch nur einige wenige Zigaretten am Tag).
    Am Anfang der Beziehung war ich ziemlich entsetzt, als ich von seiner Kifferei erfahren hab, aber weil er das als völlig harmlos hingestellt hat und ich auch null Erfahrung mit sowas hab, wollte ich das erstmal beobachten, bevor ich es beurteile. Ich dachte, ich könnte mit der Zeit schon rausfinden, was das Zeug mit ihm anstellt.
    Aber inzwischen kenne ich ihn gut und es verwirrt mich total, dass man ihm anscheinend überhaupt nichts anmerkt. Also Dinge, die ich mit Kiffen immer in Verbindung gebracht hab, wie mangelnde Konzentration, schlechtes Gedächtnis, Antriebslosigkeit oder irgend so was kann ich überhaupt nicht feststellen. Ganz im Gegenteil, er kommt mir vor, der sein Leben ziemlich gut meistert, der alles unglaublich schnell rafft, Freunde hat usw. Er hat auch im Job eine "denkende" Tätigkeit, er arbeitet in der Solarbranche und ist da eigentlich sehr geschätzt.
    Also alles in allem ist er überhaupt nicht so, wie ich mir einen Kiffer immer vorgestellt hab bzw. wie einige andere Kiffer, die ich kenne, auch sind und denen ich das total anmerke, obwohl sie viel weniger kiffen .
    Obwohl ich also quasi keine Auswirkungen bemerke, bedrückt mich seine Kifferei trotzdem, und mir macht das Gefühl zunehmend Angst , dass er vielleicht ganz anders wäre, wenn er damit aufhören würde.

    Das wollte ich einfach nur mal erzählen. Er will nicht aufhören und versteht meine Bedenken vielleicht auch gar nicht, weil das für ihn wirklich was Harmloses ist. Deswegen wollte ich mal mit jemand anderem als nur mit ihm darüber sprechen.

    Lg, Santi

  2. #2

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    Standard

    Hallo Santi,

    ich selber hab kein Kiffproblem, kenne aber einen guten Freund,
    mit dem ich erst letztens drüber sprach.

    Er selber kifft auch seit über 20 Jahren und sagt, wenn er nicht kifft kommen genau die Punkte zutage, die man sonst als Nicht-Kiffender vermuten würde.

    Antriebslosigkeit usw. Das hat mein Freund halt nur gehabt, als er nach der langen Zeit mal aufhören wollte.

    Nun macht ers wieder, und ist "fit" wie ein Turnschuh.

    Kann es sein, das sich bei so langem Konsum die Zeichen einfach wandeln?

    LG von nick

  3. #3

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    Standard

    Was genau stört Dich daran, dass er kifft, Santi?

    Kannst Du das mal näher beschreiben?

    Gruß

    schell

  4. #4
    Santi

    Standard

    Hm, ja also wir streiten schonmal öfter über das Thema Rauchen allgemein. Wenn ich bei ihm bin, geht er mirzuliebe immer auf den Balkon dafür, was ich eigentlich sehr nett finde. Andererseits finde ich es ziemlich stressig, dass man nicht einfach mal 'nen Abend mit ihm vor dem Fernseher verbringen kann, ohne zugequalmt zu werden oder ihm durch die Balkontür zuzuwinken. Das ist aber jetzt etwas, was mich generell an Rauchern nervt, und was wir auch in den Griff kriegen...

    Beim Kiffen stört mich halt, dass ich das eigentlich für nicht so harmlos gehalten hab. Ich kenne einige Kiffer in meinem Alter, das find ich also absolut schrecklich, wie die drauf sind. Und auch, wenn das bei meinem Freund jetzt offensichtlich nicht solche sichtbaren Wirkungen hat, finde ich es nicht gut, sich von sowas abhängig zu machen. Er sagt, er braucht das zum Entspannen, aber ich fänd's schöner, wenn ich ihm dafür auch mal reichen würde oder wenn er das einfach aus sich heraus könnte, ohne sich mit irgendwas zu benebeln.

    Und hauptsächlich stört mich halt die Tatsache, dass ich die Wirkung so überhaupt nicht einschätzen kann. Ich bin, was rauchen, trinken, Drogen und so angeht, total abstinent und kann daher auf sehr wenig eigene Erfahrungen zurückgreifen. Das einzige, was ich mal mit meinem Freund gemacht hab, war Hanfkekse gebacken. Von denen hab ich trotz seiner Warnung gleich zwei gegessen, weil die einfach so lecker waren *g*. Naja, was danach kam, fand ich dann nicht mehr so toll und würde sowas auch nie wieder zu mir nehmen...

    Mir macht der Gedanke Angst , dass irgendso ein Kraut einen anderen Menschen aus dem Mann macht, den ich eigentlich zu kennen glaube und mit dem ich gern mein Leben verbringen würde. Das ist eigentlich das, was mich in letzter Zeit am meisten bewegt.

    Hm, ja ich hoffe, ich konnte das einigermaßen gut beschreiben. Ist echt schwierig.

  5. #5
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    Standard

    @Santi
    Bitte achte was du schreibst, du willst doch nicht ungebetenen Besuch im Haus haben, oder?

    Nur ganz kurz, dein Freund ist süchtig, so denke ich da drüber und alle Verharmlosungen der "weichen" Droge ist sträflich.

    Ich kenne auch viele die schon sehr lange kiffen und ich hab auch seit über 25 Jahren Erfahrung (aber ich kiffe nur im Ausland und das paarmal im Jahr )!
    Die meisten steigern ja die Dosis und dann kommen die "Ausfallerscheinungen" und entwickeln sich zu dem, was viele sich unter einem Kiffer vorstellen.

    Andere halten immer konstant eine geringe Dosis ein, dann merkt man dem es auch kaum an und da kann auch Konzentrationssteigerung erzielt werden.

    Was aber passiert, wenn solchen Leuten mal in eine kritische Phase kommt, ich meine irgendwas im Leben, mit dem man nicht so toll zurecht kommt? Sollte derjenige dann mal über einen längeren Zeitraum dicht machen wollen, dann geschieht genau das gleiche wie bei allen anderen Süchtigen.

    Dein Freund Santi, der ist aber selber für sich verantwortlich. Was ich gar nicht toll finde, dass er dich da mit rein zieht und zusammen konsumiert

    LG Franz

  6. #6
    Santi

    Standard

    Also zu deinem letzten Punkt muss ich klar stellen, dass ich die Sache mit diesen Keksen mein eigener Wille war. Normalerweise verschwendet er sein Zeug auch nicht für Gebäck
    Ich dachte auch eigentlich, dass so ein Keks nicht so 'ne große Auswirkung haben kann, da wurde ich dann eines Besseren belehrt.
    Ansonsten versucht er aber nicht, mich zu irgendwas zu verführen und spricht sich auch dafür aus, dass ich die Finger vom Kiffen und auch vom Rauchen lasse.

    Falls ich wirklich davon ausgehe, dass es eine Veränderung durch's Kiffen bei ihm gibt, müsste man ja einen Unterschied merken, wenn er aufhört zu kiffen . Wie lange müsste er denn dazu aufhören? Er kifft eigentlich nur dann nicht, wenn z.B. seine Eltern zu Besuch sind oder er in Urlaub ist. Wir werden im März unseren ersten Urlaub zusammen verbringen, 11 Tage, und da wird er nicht kiffen . Reicht das für einen Abbau im Körper?

    Lg, Santi

  7. #7

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    Standard

    Hast Du ihn denn schon mal erlebt, wenn er nichts gekifft hat?

    Ich kann nur Dir nur meine Erfahrungen mit meinem Freund schreiben.
    Er wurde immer ganz nervös und die Gedanken kreisten sich nur noch darum, wo er was herbekommen kann.

    THC baut sich im Körper sehr langsam ab, d. h. wenn jemand regelmäßig kifft, ist es teilweise noch Wochen nach dem letzten Joint im Blut nachweisbar

    LG

    schell

  8. #8
    unbekannt_3

    Standard

    vorweg zum mod kommentar von franz ... der konsum ist keines wegs eine straftat ... der konsum ist LEGAL doch besitz und handel nicht ^^

    aehm ... ich selbst bin auch langjaehriger kiffer und durfte die letzten tage feststellen, dass auch ich aehnliche (eher kiffer typische) "entzugserscheinungen" habe, wenn ich nicht rauche ... also antribslos etc ... ich kam mit der sache immer gut klar und komm auch kopftechnisch mit der sache bestens hin ... sicher irgendwo brauch ich es aber wenn ich weiss, dass ich einfach mal ein paar tage net Will (aber koennte) ist es kein problem fuer mich ... dann entfaellt auch die antriebslosigkeit ...

    mein fazit ... mach dir keine sorgen solange es so bleibt und wenn die gefuehle fuer ihn da/gross genug sind, dann bleib bei ihm und werde mit ihm gluecklich kiffer sind mit die friendlichsten menschen die es gibt und der ein oder andere wird dadurch auch noch verdammt kreativ (was sehr schoen werden kann, wenn dies noch auf ein wenig romantik trifft )

    mfg kleines ich bin ich

  9. #9
    Santi

    Standard

    @ schell:

    Das einzige Mal war im Herbst 2006, da waren seine Eltern knapp zwei Wochen da. Dann kifft er nicht. Allerdings lag ich zur der Zeit krank im Bett und hab ehrlich gesagt von ihm nicht viel mitgekriegt. Und die nächste Gelegenheit wird wie gesagt jetzt erst der Urlaub sein.

    @ Kleines Ich Bin Ich:

    Ich hatte da in meinem ersten Eintrag ja noch was anderes geschrieben, das hat Franz rausgelöscht
    Glücklich bin ich mit ihm eigentlich sehr, weil er ein ganz ganz lieber Schatz ist, wir lachen viel und er ist ein totaler Kuschelbär. Bisschen mehr Phantasie würd ich mir von ihm zwar eher wünschen, da hab ich nicht das Gefühl, dass er da groß mit gesegnet ist, aber ich weiß nicht, ob das am Kiffen liegt. Er ist sehr auf die Realität bezogen und kann mit Träumen oder sowas nicht so viel anfangen. Das find ich manchmal etwas schade, aber da ist halt auch jeder Mensch anders.

  10. #10
    unbekannt_3

    Standard

    "aber ich weiß nicht, ob das am Kiffen liegt. Er ist sehr auf die Realität bezogen und kann mit Träumen oder sowas nicht so viel anfangen. Das find ich manchmal etwas schade, aber da ist halt auch jeder Mensch anders."

    das kenne ich auch gut ... war bei mir langezeit ebenso, dass ich alles einfach nur realistisch betrachtet habe, dennoch stellte ich fest, dass mir persoenlich das auf dauer nicht sooo gut tat und da kam die fantasie, weil ich mir vorstellte, wie es anders (schoener) sein koennte (also mein leben) ich habe mich demzufolge irgendwo selbst geformt/erzogen daher wuerd ich auch dabei die hoffnung noch nicht aufgeben

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