Hallo Ihr da draußen!
Ich bin neu hier im Forum .... und total verzweifelt. Ich könnte nur noch heulen und schreien ....
Seit einem Jahr kenne ich nun schon meinen Lebenspartner/Wegbegleiter. Und seit 7 Monaten wohnen wir zusammen, ich und meine Tochter 8 Jahre.
Mein Partner ist Cannabisabhängig. Zu Beginn unserer Beziehung hat er
3 Monate lang nichts konsumiert ... und dann ging es los .... Am Anfang wohl dosiert und dann stetig immer mehr. Jeden Tag ob früh oder spät, er war nur noch am Rauchen.
Da ich durch meine 1. Ehe schon ein bisschen Erfahrung gesammelt habe
(Ehemann war/ist 'jetzt trockener' Alkoholiker), erkannte ich viele Ver-
haltensweisen wieder .....
Oft habe ich meinen Wegbegleiter unter Druck gesetzt und gesagt, daß
ich mich vom ihm trenne, wenn er sich nicht endlich Hilfe sucht.
Tja, im Frühjahr dann, als es bei mir sehr schlecht ging (durch Miß-
brauchserfahrung in der Kindheit) bin ich für 2 Monate ins Krankenhaus
gegangen.
In dieser Zeit (nach ca. 2 Wochen) ist mein Wegbegleiter auch in ein
Krankenhaus gegangen für ca. 3 Wochen.
Dort war er aber nur in einer Auffangstation und es wurde rein garnicht
therapiert. .... Schade?
Während meines Krankenhausaufenthaltes habe ich dann festgestellt,
daß ich von ihm schwanger war. Erst wußte ich nicht, ob ich weinen
oder lachen sollte. Das war garnicht geplant und angedacht.
Dann habe ich mich für dieses Leben entschieden und mein Partern
freute sich auch sehr (er hat noch keine eigenen Kinder). Jedoch
hat sich dieses Kind anders entschieden und das Seelchen ist gegangen und ich mußte operiert werden.
In dieser bewegenen Zeit Klinik, Kind haben mein Wegbegleiter und ich uns verlobt und uns irgendwie 'zusammengeschweißt' .
Tja, und dann ging alles wieder von vorne los. Er hat wieder gekifft, wie
immer. (Er sagt immer seine Medizin, gegen die Welt da draußen).
Jedoch habe ich 3 mal miterlebt, was passiert wenn er nichts mehr zu
rauchen hat.
Er wird aggressiv und jähzornig (NIE GEGENÜBER MIR UND MEINER TOCHTER). Nur mit sich selbst und ich kann die Folgen dann sehen.
Einmal hat er mit der Faust eine Tür eingeschlagen und das letzte Mal
(vor einer Woche) hat er den Küchentisch abgeräumt mit allem was
drauf war. Hat sich in der Küche eingeschlossen und ist aus dem Küchen-
fenster raus und zu einem für ihn sicheren Ort geflüchtet.
Tja, und da stand für mich fest, jetzt muß ich gehen .... ich ziehe aus.
Egal wie weh es tut .... ich liebe ihn überalles ..... er ist so ein lieber
Mensch .... und auch er hat mir viel viel geholfen ..... und auch meine
Tochter liebt ihn ...
Na ja, am Freitag habe ich ihn auf seinem Wunsch hin in eine Klinik
gefahren.
Und seit dem könnte ich nur noch heulen ..... zum einen freue ich mich,
daß er den Mut aufgebracht hat sich endlich Hilfe zu holen .....
zum Anderen merke ich wie fest wir miteinander verwurzelt sind.
Ich möchte jetzt irgendwie garnicht gehen (ausziehen) .... ich möchte
da sein, wenn er mich braucht .... ich möchte ihm den Rücken stärken
und ihm sagen 'DU BIST NICHT ALLEIN' und 'DU SCHAFFST DAS'.
Alle um mich herum sagen, Du mußt trotzdem gehen .... und ich denke,
ist das wirklich so? ..... ist das der richtige Weg?
Nur weil ihn schon hunderte gegangen sind (und das auch richtig war),
muß ich ihn doch noch lange nicht gehen?
Vielleicht ist unser bzw. mein Weg ein ganz anderer?
Ich weiß einfach nicht mehr weiter .... was soll ich nur tun????
Ich vermisse ihn doch jetzt schon so sehr und ich spüre ja auch eine
ganz große Liebe zu ihm.
So etwas habe ich noch nie in meinem ganzen Leben gefühlt und gehabt.
Ach, jetzt habe ich Euch einen Kurzroman geschrieben ....
Hat jemand von euch Erfahrung damit??? Nicht zu gehen???? Oder gibt
es einen ehemalige/n Abhängige/n, die/der mir sagen kann, wie es ihm
ergangen ist und was wichtig war.
Ich möchte meiner Liebe, die Unterstützung geben, die er braucht.
... auch wenn das heißen sollte, das ich gehen/ausziehen muß.
Dazu lieb ich ihn zu sehr.
Lieben Gruß
Luna1
PS: Ich weiß auch, daß ich als Co-Abhängige nochmal genau schauen muß, was das für eine Liebe ist. ....






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