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Thema: Patientenverfügung - ein notwendiges Übel?

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  1. #1
    Mitglied SuS e.V. Administrator
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    Standard Patientenverfügung - ein notwendiges Übel?

    Liebe Mitglieder und Mitleser,

    oft liest man drüber, aber dann lässt man es doch meist ...

    Habt ihr eine, wollt ihr eine, was denkt ihr über eine solche Verfügung??

    Hier mal ein paar Eckpunkte:

    Worauf kommt es bei einer solchen Patientenverfügung an?
    Mit einer Patientenverfügung legt ein erwachsener und eigenverantwortlich handelnder Mensch fest, ob und in welchem Ausmaß im Falle eines Unfalls oder einer Erkrankung lebensrettende und lebensverlängernde Maßnahmen erwünscht sind.
    Damit dieses Dokument Rechtsgültigkeit besitzt, muss man einige Regeln beachten. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind im Bürgerlichen Gesetzbuch unter § 1901a geregelt.

    Vollmachten, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung

    Die Patientenverfügung muss schriftlich verfasst werden.
    Zahlreiche karitative Einrichtungen und Hilfsorganisationen bieten dazu seit einigen Jahren Formulare an. Diese sind kostenfrei und enthalten bereits die wichtigsten Angaben, die nur angekreuzt werden müssen.

    Beispiel ==> BMJ | Patientenverfgung



    Der Vorteil ist, dass die Regelungen hier so formuliert sind, dass sie tatsächlich rechtliche Gültigkeit besitzen.

    Die Unterschrift ist eigenhändig und im Idealfall vor einem Notar zu leisten. Grundsätzlich sollten Zeugen die Unterschrift bestätigen können. Zusätzlich muss ein Notar zur Beglaubigung berufen werden, wenn der Verfasser nicht in der Lage ist, eigenhändig eine rechtskräftige und nachvollziehbare Unterschrift zu leisten.

    Ich für meinen Teil werde in Kürze eine machen, Notargang erspare ich mir, weil meine Ehefrau und Eltern Bescheid wissen. Unterschriftleistung erfolgt natürlich unter Zeugen

    LG Franz
    Geändert von Franz (25.01.2011 um 16:16 Uhr)

  2. #2

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    Also ich habe eine und ich bin auch Mitglied in einem Verein, wo diese hinterlegt ist und ggf. ein Anwalt meinen Willen vertritt. Meine Freunde und Ärzte wissen das, in meinen Unterlagen ist ein Vermerk, ich habe einen Organspendeausweis immer dabei, da ist das auch nochmal vermerkt.

    Finde ich einfach wichtig und richtig, da im schlimmstem Fall die Entscheidung, ob Maschinen abgestellt werden, nicht andere Menschen, die einen lieben, machen müssen. Mir ist es auch ein Greul zu wissen, dass ich dann vor mich hin vegetieren könnte. Ein weiterer Grund, das alles genau definiert zu haben, ist für mich, Besuchs- /Entscheidungsrechte von Personen, wenn ich mich nicht artikulieren kann, auszuschließen.

  3. #3

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    Super!!!
    Ein Thema, welches ich immer wieder aus den Augen verliere...
    Sollte wirklich jeder haben!

    LG.Gane

  4. #4

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    Ja.. also fürs reanmieren bin ich... Auch auf die Gefahr hin dass ich danach trotzdem Gemüse bin. Immerhin habe ich somit eine Chance zu überleben und vielleicht hab ich auch nochmal Glück und überstehe das ohne Schäden. Wieso sollte ich mir diese Chance im Vorhinein selbst nehmen? Was die Maschinen betrifft, die werden dann abgeschaltet, wenn einfach keine Chance mehr zu überleben besteht und meine Hirnaktivität weg ist. Ich habe keinen Organspendeausweis weil ich Organspenderin bin. Eine zeitlang war mir der Gedanke nicht so recht, dass mir alles weggenommen wird. Auf der anderen Seite denk ich mir, wenn wer damit weiterleben kann, nur zu.. Irgendwas bleibt von mir schon übrig und das kann man ja dann ins Grab legen... Und wenn mein Herz in nem andren Menschen weiterschlägt, find ich das irgendwie auch toll .

  5. #5
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    Keine Frage q-brunnen,

    deswegen sollte man sich auch wirklich mit dem Thema auseinandersetzen, nicht einfach mal aus Lust und Laune was unterschreiben.
    Daher wird auch empfohlen, dass man zusammen mit einem Doc medizinische Fragen vorher abklärt.

    Hätte ich eine pauschale Verfügung (was alles ausschließen würde) vor 5 Jahren gehabt (mir fällt gerade auf, in einer Woche ist das genaue Datum), dann würde ich heute nicht mehr leben.
    Damals wurden zig lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen und das war auch gut so.
    Trotzdem hab ich mir gerade deswegen viele Gedanken gemacht und auf den rechtlichen Rahmen gewartet.
    Ich bin seitdem auch Gehbehindert, doch für mich persönlich gibt es auch Grenzen, wie ich nicht weiter leben wollen würd - schon allein wegen der fortwährenden Belastung meines Umfeldes.

    Aber bitte auch nicht falsch verstehen, ich will hier drüber diskutieren, nicht wen zu was umleiten.

    Ein ähnliches Thema gibt es auch über Organspende von mir vielmehr über den Organspendenausweis.
    Auch da sollte man wissen was zu beachten ist, auch da gibt es ein klares Ausschlussverfahren, eben genauso wie bei einer Patientenverfügung.

    Es spielen ja einige Faktoren mit, allein schon der Glaube hat seine Berechtigung ...

    Ein weiterer Grund des Themas ist, wie ganesha schreibt, man überlegt da immer mal, geht aber oft nicht den Weg zu ende.
    Ich hab auch Jahre gebraucht, bis ich nen Organspendeausweis hatte

    future, ich versteh ned ganz, du bist Organspenderin, hast aber keinen Ausweis?

    LG Franz

  6. #6

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    Hier habe ich auch noch einen Link von Frau Hagen bei Facebook:
    PatVerfü - die schlaue Patientenverfügung
    da wird auch der Aspekt der Entmündigung mit einbezogen.

    LG.Gane

  7. #7

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    Ja Franz, weil das in Österreich so geregelt ist. Jeder der KEINEN Ausweis bei sich trägt ist potenzieller Organspender. Will man nicht dass die eigenen Organe gespendet werden, muss man DAS schriftlich vermerkt bei sich tragen.
    Allerdings wollte ich mich schon seit Ewigkeiten mit diesen Themen näher auseinandersetzen, das mach ich sobald Abi um ist. Im Großen und Ganzen wird es aber denke ich bei meiner jetzigen Einstellung bleiben.

  8. #8

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    Also ich denke auch, dass ich die normalen Reanimationen und was so dazugehört auf jeden Fall weiterhin zulassen werde.
    Was ich auschließen werde, sind zum Beispiel Organverpflanzungen, wenn ich eh im (Wach)koma liege...
    Ich gebe recht regelmäßig Fernreiki an einen WachkomaPatienten & habe dabei mitbekommen, wie sich seine liebe Frau mit dieser Frage gequält hat.

    Aber es ist schon schwer, sich damit auseinanderzusetzen & wohl noch schwerer, da seine eigenen Grenzen zu finden.
    Dabei will man ja auch bedenken, was man seinen Angehörigen zumuten will (oder kann).

    WIE schwer es ist, zeigt sich ja auch hier, da es kaum Resonanz gibt... ...

    Ich finde übrigens die Lösung für Organspenden, wie es in Austria praktiziert wird, recht pragmatisch.
    Ich selber habe meinen Spenderausweis immer dabei - habe den gemacht, als ich ca.ein Jahr nach Drogenstop und Comedown einen Generalcheck machen ließ
    & zu meiner (und des Arztes) großer Verwunderung, keine Schäden hatte...*hust* also keine körperlichen

    LG.Gane

  9. #9
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    Die Lösung wird ja bei uns auch angestrebt, aber das unsere Nachbarn das schon so haben - Respekt!
    Ich hoffe D zieht da bald nach, am besten ganz EU, dann sollte es genug Organe geben.

    Wenn das Thema Organspenden weiter gehen soll, dann bitte auch hier ==> Organspendeausweis
    Oder von mir aus auch ein neues Thema

    LG Franz

  10. #10

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    ich hab mich mit dem Thema schon vor ein paar Jahren auseinander gesetzt
    man kann so eine Verfügung ja auch ändern und ich denke solange man noch jung ist sollte man eine Reanimation nicht ausschließen
    bei älten Menschen also über 65 würd ich da noch mal drüber nachdenken
    ich hab schon das eine oder andere leider gesehen und da waren auch weniger schöne Dinge dabei die vielleicht mit Verfügung nie passiere wären
    ich hab ja nun leider jeden tag damit zu tun und ich bin froh das das Thema immer ernster genommen wird auch von Ärzten ich kann mich an die Anfänge erinnern wo es hieß ganz egal ob so was da ist das interessiert uns nicht und das aus dem Mund eines Chefarztes
    Mitlerweile ist das echt gut Nur muss die Verfüngung im Ernstfall halt auch da sein das heißt eigentlich müsste man sie immer mit sich rumtragen
    weil wenn man ne reanimation ausschließt dann muss das ein Notarzt wenn man z.B im Geschäft umkippt auch wissen.
    und da seh ich leider das problem
    Also man fixiert keine Reanimation im Ernstfall woher weiß das der Notarzt der kommt
    Das ist so ne stelle wo das System noch ein klein wenig harken hat aber es wird besser und da bin ich bin froh.
    Für mich gilt zur Zeit noch Reanimation ja Beatmung Ja solange Hirnaktivität da ist Tracheotomie NEIN und keine künstlicher Ernährung über Sonde
    Im Ernstfall wird mein Mann entscheiden wann nix mehr gemacht wird und ich vertrau ihm da das er das richtige entscheiden wird
    Er vertraut mir ja auch und wir haben beide sehr genau darüber gesprochen und uns damit auseinander gesetzt

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