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Thema: 29 jahre Gras und Shit

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  1. #1

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    Standard 29 jahre Gras und Shit

    Hallo Freunde,

    ich, (m) 47 Jahre alt, habe mit 18 Jahren angefangen zu kiffen . Zuerst nur am Wochenende, dann ca. mit 20
    Jahren täglich. Die ersten Jahre täglich ca. 1 g, daraus wurden dann schnell 2-4 g am Tag.
    Und Freunde immer nur TOP Qualität. Shit oder Gras.

    Ich bin Grafik Designer und auch Sportler. Letzteres passt eigentlich gar nicht zum Kiff. Jedoch habe ich alle
    Aktivitäten sowie beruflich als auch privat auch im Sport bekifft erledigt. Morgens den ersten Joint und vor
    dem Schlafen gehen den Letzten. Am Tag rauchte ich dann um die 8 Joints. Ab und zu bei Kollegen auch
    Bongs (verdammt haben die reingehauen).
    Im Monat waren es dann um die 250-300 Euro die ich für für Gras und Shit ausgegeben habe.

    Beim Sport (damals Kampfsport, dann Leichtathletik und jetzt MTB Marathons) habe ich immer davor
    ein oder zwei Joints geraucht und los ging es. Meine Freunde haben dies nie verstanden wie ich überhaupt
    fähig war bekifft trotzdem solche Leistung zu bringen. Wichtig, ich habe mich nie gehen lassen sondern
    versucht den Kiff mit meinem Leben zu vereinbaren.
    Meine Lebensgefährtin war immer sehr tolerant und akzeptierte dies. (Gott sei Dank)

    Aber irgendwann bemerkte ich dass sich mein Leben nur noch um das eine dreht.
    KIFFEN! KIFFEN ! KIFFEN !
    Priorität war immer was zu Hause zu haben, das hatte ich auch immer. Es gab keinen Tag in den letzten
    27 Jahren wo ich nichts hatte. Immer wieder wollte ich mal pausieren, aber ich habe es nie geschafft.

    Ich bin selbstständiger Grafik Designer und es gab nichts geileres als während der Arbeit zu kiffen .
    Meine Kreativität hing vom kiffen ab, dachte ich. Jedoch war ich später eher blockiert als kreativ
    (habe es aber damals nicht so empfunden).

    Vor 7 Jahren habe ich mit den Zigaretten aufgehört. Also musste ich lernen das Zeug pur zu rauchen.
    Ein bisschen Gras mit Shit in einer Purpfeife. Anfangs war es mir unangenehm, aber nach gewisser Zeit
    war es ok .
    (noch was, ich trinke absolut kein Alkohol )

    Abends vor der Glotze habe ich es selten geschafft einen Film fertig anzuschauen, da ich in der Werbepause
    meisten wegzappte und oft sekundenschnell vergaß welchen Film ich gerade gesehen habe (wie peinlich).
    Bei Gesprächen, privat wie beruflich habe ich oft den Faden verloren und das war mir als sehr unangenehm.
    Unter Leuten bin ich dann selten gegangen (außer im Sport) und ich wurde immer mehr leicht paranoid und
    sah immer müde aus (so mies!!!!) und Probleme konnte ich auch schlecht verarbeiten.

    Weihnachten 2010 hatte ich dann mein Schlüsselerlebnis. Mein damaliger Lieferant hatte mich das erste
    mal vergessen. Ich dachte das kann nicht sein. Ich wurde nervös und habe ihn versucht zu erreichen. Scheiße,
    er war weg. Nix im Haus und es war ein Tag vor Heilig Abend. Alte Kontakte konnten mir an diesem Tag
    auch nicht helfen.

    Wow dachte ich, was geht hier ab. Was soll ich denn jetzt machen? Egal, den Tag überlebst Du schon.
    Aber ich wusste aus Erfahrung das es immer schwierig war genau an Weihnachten jemanden mit gutem
    Zeug zu finden. Und auf der Straße einkaufen das konnte ich mit mir nicht vereinbaren.

    Es war dann endlich Abend und ich war dermaßen aufgedreht und ich dachte mir
    „wie soll ich den einschlafen“? Hey es ging. Ich lag zwar ca. eine Stunde wach, aber bin dann doch
    eingeschlafen. Der erste Gedanke am Morgen war, Gras besorgen…….aber, verdammt es ging nichts
    (ich wußte es, es war Weihnachten)….was für ein scheiß Film……..Der zweite Tag ohne Gras und Shit. (heul)

    ABER!

    Da war er!!!!! Der klare Zustand. Das erste mal wieder nüchtern! Klare Gedanken, ohne Hirnwix…
    Verdammt war das geil!
    Da war mir klar, JETZT oder NIE.

    Jetzt sind es 4 Wochen ohne Kiff. Und ich habe es nach 29 Jahren geschafft, aufzuhören.
    Ich hatte die erste Woche sogar einen körperlichen Entzug. Mir war kalt und scheiße aufgedreht
    war ich, aber jetzt ist es gut.

    Ich träume endlich wieder, und was für Träume. Es ist traumhaft. Meine Frau und Freunde sind so
    stolz auf mich und ich fühle mich überlegen und stark. Alles geht besser und es gibt kein zurück mehr.
    Ich bin ein neuer Mensch geworden.

    Du musst nur wollen und den RICHTIGEN TAG abwarten.
    DANN BIST DU DRAN. ICH WÜNSCHE ES EUCH VON HERZEN. LEBT WOHL UND GESUND.

  2. #2

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    Hallo Friedrich,

    da kann mal sehen was es heute zu damals in den Achzigern für einen Unterschied gibt.
    Habe damals natürlich auch ständig gekifft aber wenn es mal nichts gab oder ich kein Geld hatte, dann war das absolut kein Problem weil die Stärke des Stoffs nicht so war wie Heute.
    Wünsche Dir alles Gute und das Du es schaffst, davon dauerhaft wegzubleiben.

    Habe gerade neulich einen kennengelernt der hatte seit seinem 14 Lebensjahr jeden Tag geraucht, ist heute 23 und selbst eine Langzeittherapie hat nichts mehr geholfen. Hatte auch einen guten Job als Verkaufsleiter aber sein Leben und vor allem seine Agressionen wenn er nichts zu rauchen hatte, hat er nicht mehr in den Griff bekommen.
    Und da gibt es tatsächlich noch Idioten die immer noch behaupten, THC ist eine weiche Droge.
    So ein Schwachsinn !!

    Gruss Si

  3. #3

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    Hi Friedrich,
    erstmal herzlich willkommen hier im Forum und eine dicke Gratulation zu deinem neuen Kifffreien Weg.
    Na das klingt ja echt super und es freut mich riesig für dich,hab mich total (bis auf den Sport und den Grafik Designer)
    in deinem Text wiedererkannt.
    Hab auch mit 16 angefangen bin Politox aber das Hasch war mein täglicher begleiter in allen Lebenslagen und Tageszeiten.
    Bin jetzt im Febr. 2 Jahre kifffrei ausser mit den Kippen will es nicht klappen,die ess ich fast zur Zeit
    Naja aber damit komm ich klar,naja und bissl knabber ich auch immernoch am Kiff aber ich hoffe das gibt sich noch,war ja auch schon schlimmer der Fieper dadrauf.
    Na dann wünsch ich dir weiterhin ganz viel Glück und Sturheit für deinen neuen Lebensabschnitt.
    L.g. Hexy


  4. #4
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    Danke. Tut gut sowas zu lesen.

  5. #5

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    Hallo Friedrich,

    willkommen hier! Bei mir ist es ganz ähnlich wie bei dir - auch viele Jahre gekifft, (zwar zunehmend mit Pausen - aber eben auch einige Jahre täglich von morgens bis abends) - und auch ein paar Jahre vor dem Kiff-Stop ohne Zigaretten, und ebenso konnte ich immer dem Job, den Verpflichtungen, Verabredungen etc nachgehen. Wobei ich das Aufhören mit den Kippen deutlich schwerer fand, als das Kiffen aufzuhören.

    Zu Ostern hörte ich auf zu Kiffen und es war eine super Entscheidung - aber ich stimme dir zu: der RICHTIGE Tag kann so viel bewirken. Ich vermisse es nicht, ich habe nur das Gefühl Freiheit gewonnen zu haben. Ich kann Verabredungen nun richtig genießen, und muss nicht darauf achten, wann und wie ich wieder das Pfeifchen benützen kann. Einfach toll. Nach einigen Wochen war es dann so, daß es mir ziemlich genauso geht, wie mit Dauerkiff, nur ohne Stress und Nerv; und mit mehr Zeit und Wahlfreiheit.

    LG und weiterhin gutes Gelingen
    Wolke

  6. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Wattewolke Beitrag anzeigen
    Hallo Friedrich,

    willkommen hier! Bei mir ist es ganz ähnlich wie bei dir - auch viele Jahre gekifft, (zwar zunehmend mit Pausen - aber eben auch einige Jahre täglich von morgens bis abends) - und auch ein paar Jahre vor dem Kiff-Stop ohne Zigaretten, und ebenso konnte ich immer dem Job, den Verpflichtungen, Verabredungen etc nachgehen. Wobei ich das Aufhören mit den Kippen deutlich schwerer fand, als das Kiffen aufzuhören.

    Zu Ostern hörte ich auf zu Kiffen und es war eine super Entscheidung - aber ich stimme dir zu: der RICHTIGE Tag kann so viel bewirken. Ich vermisse es nicht, ich habe nur das Gefühl Freiheit gewonnen zu haben. Ich kann Verabredungen nun richtig genießen, und muss nicht darauf achten, wann und wie ich wieder das Pfeifchen benützen kann. Einfach toll. Nach einigen Wochen war es dann so, daß es mir ziemlich genauso geht, wie mit Dauerkiff, nur ohne Stress und Nerv; und mit mehr Zeit und Wahlfreiheit.

    LG und weiterhin gutes Gelingen
    Wolke

    Danke das wünsche ich Dir auch.
    Liebe Grüße
    Friedrich

  7. #7

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    Jo, schließe mich an: Politoxler, seit 10 Jahren nix Hartes mehr, seit 3 Jahren Kippen & Kiff weg.
    Ergebnis: Endlich frei & endlich zufrieden...

    Willkommen im Club. LG.Ganesha

  8. #8
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    Zitat Zitat von ganesha Beitrag anzeigen
    Jo, schließe mich an: Politoxler, seit 10 Jahren nix Hartes mehr, seit 3 Jahren Kippen & Kiff weg.
    Ergebnis: Endlich frei & endlich zufrieden...

    Willkommen im Club. LG.Ganesha
    Respekt! Das gibt Kraft! Klasse!

  9. #9

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    Hallo Friedrich,
    auch von mir erstmal herzlich WIllkommen hier.
    Ich selber habe zwar kaum Erfahrung mit Drogen aber ich finde deine Entscheidung echt bewundernswert! Ich wünsch dir das du weiter durchhälst und das du dich auch in eventuell kommenden, schweren Zeiten daran erinnerst, was das für ein Gefühl ist wenn man sich von den Drogen befreit hat.
    Wieter so!
    LG, lotte

  10. #10

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    Super! Du hast eine Woche vor mir aufgehört, zwar hast du fast 10 mal so lange geraucht, aber ich kann dich momentan gut verstehen. Bei mir war auch einfach der Tag ausschlaggebend Ich wünsch dir für die Zukunft alles Gute und immer schön Clean bleiben!

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