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Thema: Der Anfang ist gemacht!

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  1. #1

    Registriert seit
    05.05.2011
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    Schwobaländle
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    Standard Der Anfang ist gemacht!

    Hallo liebe Community!

    Ich bin seit heute registriert und schreib jetzt einfach mal los.
    Also ich bin 36 und kiffe seit ungefähr 12 Jahren regelmäßig, d.h. eigentlich jeden Tag. Zu meiner Anfangszeit war ich arbeitslos und habe zusammen mit nem Kumpel den ganzen lieben langen Tag gekifft. Das waren so 1,5 Jahre. Immer volle Pulle Bong geraucht. Das hat sich dann mit der Zeit immer wieder verändert. Mal Bong, dann wieder nur Joints. Immer hin und her. Ansonsten habe ich außer Alkohol keine anderen Drogen zu mir genommen. Als ich dann wieder einen Job hatte beschränkte sich der Konsum auf die Abende und Wochenenden.
    Vor ungefähr 2 Jahren fingen dann meine Depressionen und Ängste an. Ausgelöst wurden diese durch die Trennung von meiner damaligen Freundin. Sie hat sich nach 10 Jahren von mir getrennt. Wie gesagt, das war, meines Erachtens, nur der besagte Tropfen der Fass überlaufen liess. Ich war dann zwei Monate krankgeschrieben. Habe aber "fröhlich" weitergekifft.
    Ich habe mich dann relativ schnell in die nächste Beziehung "geflüchtet". Und dann gab es wiederum keine Not über meine Sucht nachzudenken. Beide Freundinnen haben das Kiffen mehr oder weniger akzeptiert.
    Und die letzte Beziehung ist vor 2 Monaten ebenfalls zu Ende gegangen.
    Seither habe ich sehr viel über meinen Drogenkonsum nachgedacht. Dabei bin ich auch zu dem Schluss gekommen, dass der Konsum schon lange zur Sucht geworden ist. Ich habe nicht mehr aus Lust gekifft, sondern weil ich es musste.
    Vor 10 Tagen habe ich dann zu mir gesagt: " So jetzt reichts - Du hast Dir durch die Kifferei so viel zerstört - Schluss". Seither habe ich keinen Joint o.ä. mehr angerührt.
    Ich habe schon seit längerem gemerkt daß ich nach dem Kiffen nur noch schlecht drauf gekommen bin. Auch wenn ich nüchtern gut gelaunt war gings dann nach dem Kiffen steil bergab. Durch die gröbsten körperlichen Symptome bin ich hoffentlich durch. Einschlafen kann ich schon wesentlich besser und schwitzen tue ich auch nicht mehr so arg. Allerdings ist der Schlaf noch nicht sehr erholsam. Ich schlafe zwar ca. 7 Stunden, aber wirklich gut aufstehen (dauert noch locker eine dreiviertel Stunde) kann ich noch nicht. Auch bin ich den Tag über extrem müde und ständig am Gähnen. Des Weiteren ist mir permanent kalt und ich bin noch sehr unkonzentriert. Wirklich produktiv bin ich somit im Job nicht. Ich hoffe daß die Symptome sich langsam aber sicher aus dem Staub machen.
    Meine Motivation nach der Arbeit was zu machen ist momentan auch fast bei Null. Ich leg mich nach der Arbeit aufs Sofa und surfe im Internet. So bin ich auch auf diese Seite gestossen.
    Vielleicht habe ich mir auch ganz schön viel auf einmal aufgeladen. Trennung, Depressionen sowieso und dann auch noch Cannabisentzug. Irgendwie habe ich schon ganz schön Angst dass alles nicht auf einmal zu stemmen.

    Ich hoffe ich habe nicht allzu unverständlich und ohne Zusamenhang geschrieben.
    Alle Details habe ich sicher auch nicht erwähnt. Aber ich werde immer sehr schnell müde und bin schon froh hier erstmal den Anfang gemacht zu haben.

    Liebe Grüße

    der_Fan

  2. #2

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    Standard

    SUPER...GRATULATION!!!!

    Find ich klasse von dir.....weiter so.

    Mach dir keine Illusion kann schwer werden, kann aber auch flutschen.....finds raus!

    Ich kann dir nur empfehlen jeden Tag dein Konsumtagebuch und die Selbstbeobachtung zu führen.
    Hat bei mir wunder bewirkt, ist fast so wie ein Seelenmülleimer mit Recykling funktion deiner selbst.
    Da kannst du echt neues über dich jeden Tag enddecken und jeden Tag wild drauflostippen.
    Jede Woche kriegste eine Rückmeldung und bloss keine Scham so können dir die Leute vom Team besser helfen.
    Dich kennt doch keiner hier!

    Du glaubst gar nicht wie ein Lob nach der ersten Woche einen pusht.


    Und denk an die ganze Kohle die du sparst...HolladieWaldfee!


    Hast alle meine guten Gedanken für dein Weg von mir und allles, alles gute,

    bigM

  3. #3
    Marion

    Standard

    Hallo der_Fan,

    auch von mir herzlich Willkommen hier im Forum, und, toll, dass du schon einige Tage gut geschafft hast, und soviel Einsicht in die Situation hast.

    Hast du mal überlegt, wegen der depressiven Symptome zu einem Arzt zu gehen? Wenn die in nächster Zeit nicht besser werden, würde ich das auf jeden Fall tun, weil du sonst immer tiefer ins Stimmungsloch fällst.

    Marion

  4. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    05.05.2011
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    Schwobaländle
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    Standard

    Hallo Marion, hallo BigM.

    Vielen Dank für Eure Posts.

    Ich bin gleich vor zwei Jahren zum Hausarzt gegangen. Der hat mich dann gleich zum Psychiater überwiesen. Da bin ich dann zum ersten Mal mit Antidepressiva versorgt worden. Des Weiteren haben wir dann einen Antrag auf Reha gestellt. Der auch problemlos genehmigt wurde. Im Herbst 2009 war ich dann für vier Wochen in einer psychosomatischen Klinik. Damals habe ich meine Sucht leider für mich behalten. Ich hatte das auch überhaupt nicht mit dem Kiffen verbunden. Ich hatte damals so viel Streß im Job daß alles darauf geschoben wurde. Nach der Reha habe ich dann auch ziemlich schnell eine Therapie begonnen. Da ich in einer ländlichen Gegend wohne habe ich nicht sehr viel Auswahl bei der Therapeutensuche gehabt. Die Pausen zwischen den Terminen liegen leider auch so bei ca. vier Wochen. Ich war damals froh überhaupt einen Platz zu bekommen. Aber irgendwie bringt mir die ganze Therapie nicht viel. Mein Therapeut ist fest davon überzeugt, dass meine Ängste und Depressionen nur Aufgrund von falschen Denkmustern zustande gekommen sind.
    Mittlerweile bin ich aber überzeugt, dass die depressiven Verstimmungen wohl vom Cannabiskonsum kommen.
    Momentan habe ich soviel zu verarbeiten daß ich gar nicht weiß wo anfangen. Trennung, Entzug, Depressionen , scheiß Job, Angst vor Veränderungen. Ich würde mich momentan am Liebsten nur noch verkriechen. Was ich aber nicht tue. Ich gehe immerhin noch arbeiten. Und am Wochenende schau ich auch, daß ich nicht zu viel alleine zu Hause rumhänge. Aber da fängt das nächste Problem an. Meine Freunde sind, wie nicht anders zu erwarten, fast alle Kiffer. Selbst meine Schwester und mein Schwager. Und zu denen habe ich das beste Verhältnis. Die sind allerdings auch die zwei die mich am meisten im Entzug unterstützen.
    Ist alles ganz schön verfahren. Ich versuche nun mir kleine Ziele zu setzten und eins nach dem anderen zu erreichen. Zum Glück habe ich kein Verlangen zu Kiffen . Sonst würde alles wahrscheinlich noch viel schwerer werden.
    Ich freu' mich aber in diesem Forum ein breites Spektrum an Meinungen zur Verfügung zu haben.

    Liebe Grüße
    der_Fan

  5. #5

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    Standard

    gute einstellung.
    ist genau der richtige denkansatz den du schilderst.
    in meinen umfeld sind se auch fast alle am gasen, ist mir aber egal, ist deren leben und ich hab meins.

    ich verbitte mir aber strickt die laberei ums kiffen und will auch nicht das in meiner gegenwart gekifft wird.
    bei mir zuhause ist eine absolute nulltolleranz zone.
    mein reich , meine regeln.
    wenn ich woanders bin bitte ich um rücksicht, geht dies nicht, gehe ich weg....fertig!

    habe auch alle kontakte abgbrochen zu vertickern und besorgern, alle handy daten gelöscht und alles an rauchutensielien feierlich verbrannt.
    hab ne richtige zeremonie draus gemacht und einen schwur mir selber geleistet.
    mag sich für andere albern anhören, mir aber scheissegal.
    möge die spötter der blitz beim kacken treffen, am besten genital!

    und lass dir zeit...keinen stress.
    lieber viele tappser als grosse schritte...dann stolpert du auch nicht....
    das motto bei mir in der ersten zeit:
    geduld,geduld,geduld...ach ja....geduld!

    lobe dich für jeden kleine schritt den du schaffst, jeden neuen tag und find auch scheisse gut die dir passiert und lerne daraus....versuche alles in positive neue licht zu rücken...

    ich hab viel mit meinen onkel telephoniert, der wohnt 500 kilometer weg und ist trockener akoholiker.
    von dem hab ich viele tolle neue ansichten gelernt und sich abzugrenzen von negativen scheiss der mir im kopf rumschwirrte.
    vileicht hast du ja auch so jemanden der clean ist und dem du dich öffnen willst.....


    und die heilige regel für mich ist absolute ehrlichkeit mir selbst gegenüber, ich lass mir keinerlei selbstbeschiss zu.
    klappt wohl nicht immer, aber wenn du dein konsumtagebuch pflegst, weist du schnell wovon ich schreibe.



    lg,
    bigM

  6. #6

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    Hallo fan,

    vorneweg gleich mal: Gutes Gelingen zu deinem Vorhaben. Da du die ersten Tage schon hinter dir hast, dürften die körperlichen Symptome ja bald abklingen. Es ist ne super Entscheidung!

    Allerdings fällt mir auf, daß du die Kifferei nun für viel Schlechtes in deinem Leben verantwortlich zu machen scheinst. Det halte ich für ein etwas zweischneidiges Schwert. Glaubst Du wirklich, daß sich dein Leben ändert, weil du mit der Kifferei aufhörst? Ich wär da einfach vorsichtig in den Erwartungen - hab das oft erlebt hier. Mensch hört auf zu kiffen , weil das Leben in vielen Punkten nicht schön ist - und dann? Dann ist es ganz genauso wie vorher - nur eben nicht bekifft.
    Das ist zwar eine super Vorraussetzung, um selber in vielen Punkten neu zu entscheiden, was will ich eigentlich mit meinem Leben. WAs ist Prägung, was ist "eigene Entscheidung" - aber die Veränderungen, die muss man selber machen.

    Aber - ganz klar, ein Kiff-Stopp erweitert die Möglichkeiten ganz ungemein. Schafft eine Freiheit, an die vorher gar nicht zu denken war.

    Das Programm "Lass das Gras" kennste ja wohl schon, oder? Das fand ich so super - ganz ähnlich, wie es auch BigM beschreibt. Das Aufschreiben, das Feedback und und und.

    MIr hat in der Anfangszeit auch das Forum mal doll aus einer "Wanke-Situation" geholfen. Hab hier nen Hilferuf losgelassen und es kamen Reaktionen und so war der Fokus weg vom Kiffwunsch hin zum Wunsch, den Kiffwunsch zu überwinden. Hat geklappt

    LG Wolke

  7. #7
    Themenstarter

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    Hallo Wolke.

    Jetzt habe ich bestimmt ne viertel Stunde eine Antwort geschrieben, dann kam ne PN, ich hab 'Abbrechen' geklickt, und auf einmal war mein Text weg. So ein Mist.

    Also nochmal von vorne.
    Vielen Dank für das Feedback. Ich weiß schon dass ich mein Leben selbst verändern muss. Wäre ja auch zu schön wenn das automatisch durchs nicht kiffen gehen würde.
    Ich meinte eigentlich eher dass die Kifferei mein Leben stark eingeschränkt und auch meine eigenen Ansprüche stark gedämpft wurden.
    Momentan fühle ich mich aber auch nicht wirklich in der Lage Veränderungen herbeizuführen. Ich bin ständig müde, mir ist kalt und ich bin total antriebslos. Ich würde am Liebsten die Abende und Wochenenden auf
    dem Sofa verbringen. Zum Glück habe ich noch meine Schwester und eine gute Freundin die mich davon abhalten. Oder es zumindest versuchen.

    Heute vormittag hab ich mich für das Programm angemeldet. Ich hoffe es wird mir helfen da durch zu kommen.
    Wobei ich im Augenblick absolut kein Bedürfnis habe zu kiffen . Ich habe regelrecht Angst davor. Aber ich habe auch sonst vor vielem Angst . Muss also nichts heissen.

    Ich WILL mein Leben auf jeden Fall in andere Bahnen lenken. Und mit kleinen Schritten komme ich doch hoffentlich voran.

    Heute Abend gehe ich schon mal zu der Geburtstagsfeier einer meiner Lieblingskolleginnen. Dann bin ich schon mal versorgt.

    LG
    der_Fan

    Und mal wieder habe ich ein wenig wirr geschrieben. Sorry. Das muss ich auch erstmal wieder lernen.

  8. #8

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    Hey, herzlich willkommen hier & viel Kraft für deinen Weg!
    Das Wesentliche wurde ja bereits geschrieben - für den Moment... LG.Ganesha

  9. #9
    Themenstarter

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    Hi Ganesha.
    Vielen Dank.
    Ja die Kraft kann ich gebrauchen. Unglaublich viel davon wäre nicht schlecht.
    Ich habe viel vor mir und muss hart dran arbeiten.
    Aber mich hier auszutauschen hilft auf jeden Fall.

    LG
    der_fan

  10. #10

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    weiter so...ist der richtige weg.

    lg,
    bigM

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