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Thema: Was ist zu tun?!

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  1. #1

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    Standard Was ist zu tun?!

    Hallo zusammen,
    Ich bin nun 21 und kann auf 3-4 Jahre mit Dope in allen Varianten zurückblicken, Ich denke das ist die typische Karriere, am Anfang ein zwei mal im Monat, irgendwann dann aus Kult öfters und am Ende täglich.
    Bis zu diesem Alter war ich nie ein Charakter mit selbstvertrauen, mein Freundeskreis war klein und die Welt war für mich einfach verschlossen.
    Ich beobachtete während dieser Zeit diese typischen Leute, auf der Couch 24/7, Küche verwarlost aber immer was zu rauchen im Haus, für mich stand fest ich wollte nie so werden, ich war ja schliesslich anders.
    Schöne heile Welt, nun lieg ich auf meinem Sofa und ich müsste abwaschen, soviel dazu.
    Um was weiter vorne zu beginnen. Am Anfang war der Spass, ich hatte eine wundervolle Beziehung, der Konsum war damals noch nicht so exzessiv, das war bis ca. vor eineinhalb Jahren. Ich fing an mich für Kultur und wieder der Gitarre zu interessieren, ich hatte schon immer gespielt, allerdings intensivierte ich nun alles, schrieb sogar eigene Songs, bis heute halte ich daran fest, für mich ein gutes Ventil und laut ein paar Aussagen hab ich sogar Talent. Ich fing an Sport zu treiben, fing Sprachkurse aus interesse an, auch wenn ich 50 km weit fahren musste, und begeisterte mich für diverses anderes, kochen etc. Mir gings richtig gut.
    Allerdings kam mir die Beziehung nicht genug vor, ich chancelte die Geschichte und fing mit Pickup an, der ein oder andere mags kennen.
    Das war letztes Jahr im Sommer. Ich kiffte kaum noch, krempelte mein Leben komplett um, veränderte meinen Freundeskreis und ging sogar am Wochenende in Clubs etc., was ich mich vorher nie getraut hatte, warscheinlich eine Art soziale Phobie , ich kriegte tatsächlich Angstattacken bei grösseren Menschenmengen.
    Wie gesagt änderte ich alles, mir machte es Spass, ich lernte viele für mich immer noch wichtige Menschen kennen, auf einmal lachte mir das Leben ins Gesicht!
    Das ging ein paar Monate gut, die Anerkennung machte mich glücklich, ich vertraute mir selbst, bis dahin hatte ich das Gefül noch nie!
    Nach ein paar unglücklichen Geschichten mit Frauen ging es für mcih dann wieder bergab, ca. letzten Winter, ich kiffte wieder sehr regelmässig und schrieb sehr niedergeschlagenen Kram, isolierte mich weiter. Am Anfang des Jahren wollte ich dann alles komplett stoppen, ich kündigte meinen gutbezahlten Job, zog nach Köln und schrieb mich für das Abitur ein, woran ich auch gerade bin und was mir halt gibt!
    Ich begann eine Therapie von mir aus. Ich erschien regelmässig, allerdings kam mir der Therapeut zu lasch vor, es erschien mir eher so als würde er sich alles erzählen lassen nur weil jemand mal nicht mit "Ey Alter" und seinen Eltern reinkommt.
    Wir zogen die Termine durch. Problematisch war nur, das ich mit einer Freundin nach Indien flog, just an dem Tag als eigentlich schicht mit dem Rauchen sein sollte. In Indien hatte ich am Anfang arge probleme und trank viel. Schliesslich begann ich dann auch dort wieder mit dem kiffen ("wenn du schon mal in Kashmir bist und die Chance hast das Peace hier zu testen...").
    Jetzt bin ich meilenweit von meinem wirklich unglaublichen Leben von letztem Jahr entfernt.
    Ich vergehe in Selbstzweifel, traue mich nichts mehr zu und habe einen argen Drang mich zu verletzen, trinke viel und denke beinahe täglich an Selbstmord .
    Mich andern Leuten anzuvertrauen konnte ich noch nie, ich muss dazu sagen das ich es einfach sehr unangenehm finde über mich zu reden.
    Ich schreibe das so platt, weil ich mittlerweile einfach resigniert habe, die Dinge sind wie sie sind und es gibt nichts zu beschönigen.
    Ich rauche nur 1-2 ca. ein zwei Tüten am Tag, allerings reicht das schon das ich mich für nichts mehr begeistern kann, früher bin ich einfach beispielsweise einfach nur rumgelaufen und habe Leute kennen gelernt, heute is das nciht mehr möglich.

    Das war die kurze Version. Ich würde gerne wissen wie ich aus diesem Trott wieder rauskomme? Ich habe jede Minute das Gefühl, das ich alleine nicht mehr zurechtkomme bzw. daraus und was zu verpassen, gehe am Wochenende nicht mehr und mag mich nciht mehr ansehen. Ich bin im Moment denke ich sehr frustriert und empfindlich aggressiv dadurch. Ich hoffe jemand hat Rat, man lebt schlieslich nur einmal!

    lg Marcel
    Geändert von Quzen (25.09.2011 um 15:13 Uhr)

  2. #2
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    Hi Marcel und willkommen bei SuS.

    Pickup kenne ich. Ich halte das Ganze allerdings für ein zweischneidiges Schwert. Das Problem hierbei ist, dass letztlich doch nur eine Fassade mit einer gewissen Außenwirkung aufgebaut wird, auch wenn die entsprechende Literatur etwas anderes propagieren mag. Soll heißen, dass die Veränderung der Lebensweise und auch der Push in Sachen positives Selbstempfinden von eher oberflächlicher und auf eine Weise auch künstlicher Natur sind. Erfahrungsgemäß bekommt da manch einer langfristig so etwas wie einen Rückschlag.

    Auf den ersten Blick habe ich so den Eindruck, als würde bei dir vieles stehen und fallen mit funktionierenden Beziehungen. Da würde ich gern einmal nachhaken, was du damit meinst, dass dir deine damalige Beziehung nicht genug vorkam? Du scheinst in dieser Zeit ja eigentlich relativ aufgeblüht zu sein?

    Was meinst du damit, dass dir der Therapeut zu lasch vorkam? Was hättest du dir von ihm eher gewünscht? Hast du die Therapie bis zum Ende durchgezogen?

    Zu deinem Entschluss dein Abi nachzuholen kann ich dich nur beglückwünschen. Ist sicher eine prima Investition in dich und deine Zukunft. So einen ähnlichen Cut habe ich vor ein paar Jährchen auch vollzogen, und mich hatte es damals auch erst mal wieder ein wenig aus der Bahn gehauen. Wie lange lebst du denn schon in Köln? Hast du da schon ein paar Freunde gefunden, mit denen du regelmäßig Kontakt pflegst? Wie läuft es denn in der Schule?

    Ich persönlich habe so den Eindruck, als rührten deine Probleme nicht allein vom Kiffen her, sicher wirkt selbiges aber noch als ein Verstärker und du könntest bestimmt davon profitieren den Konsum einzustellen. Wie siehst du das? Kennst du schon "Lass das Gras"? Vielleicht wäre das ja etwas für dich?

    Fragen über Fragen, ich weiß.

    LG
    WbD

  3. #3

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    Hi,

    ich würde sagen, du hast ein Problem mit Depression, klingt bissel nach manisch- depressiv !
    Bin allerdings auch nur Laie, würde dir erstmal empfehlen:
    Geh zum Doc, mach nen großen Generalcheck - es könnte sein, dass die Depris einfach auch stoffwechselbedingt sind.
    Das würde ich auf jeden Fall mal ausschließen...
    Dann kannst du ja weitersehen, ob du "bloß" ein Suchtproblem hast, oder halt zusätzlich noch nen Depri hast.

    Kann dir nur raten, hebe deinen Hintern vom Sofa runter, fange an dich täglich an der frischen Luft/Licht zu bewegen.
    Was du machst ist zweitrangig; wichtig ist das regelmäßige.
    So habe ich es geschafft, mich mit meinen dunklen Seiten zu arrangieren.

    Umgezogen biste ja - EIGENTLICH kannste ja echt neu durchstarten!

    LG.Ganesha

  4. #4

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    @ Quzen...
    sei dir sicher das du umsorgt bist. das bedeutete soviel wie, hole dir deine anerkennung.
    natürlich geht das nicht von jetzt auf gleich...nimmt etwas zeit in anspruch...aber zu wissen, das man auf dem richtigen pferd sitzt, ist schonmal sehr gut und wichtig.
    alsbald, wirst du in deinem tun - dich auch selber wiedererkennen.

    1-2 joints am tag sind eine relative menge.
    das kann tages-erfüllend bedeuten.
    oder es bedeutet, das du nur mal eben einen durchgezogen hast.
    ein ansatz...

  5. #5
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    Ich kann zwar nicht nachvollziehen was dir laterne sagen will, aber ich teile die anderen Beiträge.

    Daher würde ich auch gern wissen was du von einem Therapeuten erwartest.
    Ansonsten mach mal was ganesha vorschlägt, körperliche Sachen sollten geprüft werden, dann kann man weiter eingrenzen.

    Nur nichts tun wird dich nicht weiter bringen

    LG Franz

  6. #6
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    Hi und danke für die schnelle und zahlreiche Antwort..

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Pickup kenne ich. Ich halte das Ganze allerdings für ein zweischneidiges Schwert.
    Sehe ich genau, ich habs als Tool gesehen, du nimmst dir was du brauchst. Die Möglichkeiten dich zu entwickeln und zu öffnen für alle Arten von Leuten hat mir sehr geholfen Menschen kennenzulernen, das ist der Fakt den ich schätze!


    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Auf den ersten Blick habe ich so den Eindruck, als würde bei dir vieles stehen und fallen mit funktionierenden Beziehungen. Da würde ich gern einmal nachhaken, was du damit meinst, dass dir deine damalige Beziehung nicht genug vorkam? Du scheinst in dieser Zeit ja eigentlich relativ aufgeblüht zu sein?
    Hm gutes Gespür
    Ja bei mir ist es definitiv so das sehr viel an Beziehungen hängt, es kam irgendwann die Phase das ich zu schnell oder zu weiss ich was geworden bin, aufjedenfall dann auf Monate gesehen ein paar Abfuhren hintereinander.
    Woran es lag... ich denke wohl an mir.
    Ich bildete mir ein das mir diese Frau nicht genug geben kann und ich so meine Zeit verschwendete. Auf der einen Seite rückblickend kann ich sagen es war gut für die Erfahrungen die ich seitdem machen konnte, auf der anderen hat die ganze Geschichte glaub ich bis heute ihre Spuren.


    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Was meinst du damit, dass dir der Therapeut zu lasch vorkam? Was hättest du dir von ihm eher gewünscht? Hast du die Therapie bis zum Ende durchgezogen?

    Ja, bis "zum Ende", Ich zog genau an dem 0-Termin weg, also konnten keine Stunden mehr abgehalten werden bzw ich wurde nicht begleitet bei meiner Abstinenz, auch weil ich in Indien war.
    Ich denke zeitmässig war auch nicht mehr für den Therapeuten drin. Gewünscht.. Ich kanns nicht genau erklären. Ich komme recht souverän rüber und sehr selbstbewusst an sich.
    Ich denke das ich schon meine Meinungen vertrete, allerdings ist hinter der Fassade doch eine grosse Unsicherheit. Der Therapeut konnte es halt nicht sehen bzw hat sich von meinen Aussagen leiten lassen, wie gesagt ich kann nciht innerhalb weniger Wochen auf einer tiefen Ebene mit jedem sein


    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Zu deinem Entschluss dein Abi nachzuholen kann ich dich nur beglückwünschen. Ist sicher eine prima Investition in dich und deine Zukunft. So einen ähnlichen Cut habe ich vor ein paar Jährchen auch vollzogen, und mich hatte es damals auch erst mal wieder ein wenig aus der Bahn gehauen.
    Wie lange lebst du denn schon in Köln? Hast du da schon ein paar Freunde gefunden, mit denen du regelmäßig Kontakt pflegst? Wie läuft es denn in der Schule?[/QUOTE]

    Hey nice, macht sympathisch dann wirst du wissen wovon ich rede!
    Ich war vorher schon in Köln unterwegs, entweder sind die bekanntschaften "verflossene" oder die Leute aus der Schule, und das sind wohl, wie ihr euch vielleicht denken könnt, eher die Leute die auch kiffen und Gitarre spielen. Es ist nicht so das ich nicht neues Suche, seit ein paar Wochen mache ich Yoga, einfach um einen Ausgleich zu finden, Tipp von einer Freundin.
    Nur diese Energie aufzuwenden ist jedes mal Überwindung.
    In der Schule läuft alles Top, ich denke ich liege locker im oberen Drittel der Notenriege
    Ich habe mich nunmal aus interesse fürs Abi eingeschrieben, die Leute sind super und alles stimmt in die Richtung!

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Ich persönlich habe so den Eindruck, als rührten deine Probleme nicht allein vom Kiffen her, sicher wirkt selbiges aber noch als ein Verstärker und du könntest bestimmt davon profitieren den Konsum einzustellen. Wie siehst du das? Kennst du schon "Lass das Gras"? Vielleicht wäre das ja etwas für dich?
    Ich denke du hast recht. Zum einen durch die Fehlschläge in letzer Zeit.
    Für mich ist das schon lange eine Art Teufelskreis.
    Wenn ich einen rauche, ist der Tag gegessen, depris und und und.
    Dann bin ich wieder zu faul raus zu gehen, das ist nicht das ich mich vor die Wahl stelle, eher ist die Option schon nicht mehr in meinem Universum. :/
    Das Alleinsein zieht mich dann auch wieder runter. Teilweise denke ich es lohnt sich nicht mal was zu tun oder es würde mir eh nichts bringen..


    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Fragen über Fragen, ich weiß.
    Nein, völlig super, sonst würde ich nicht posten
    Lass dir als Feedback gesagt sein, fühlt sich gut an wenn sich jemand mal Gedanken um dich macht!


    Zitat Zitat von ganesha Beitrag anzeigen
    ich würde sagen, du hast ein Problem mit Depression, klingt bissel nach manisch- depressiv !
    Bin allerdings auch nur Laie, würde dir erstmal empfehlen:
    Geh zum Doc, mach nen großen Generalcheck - es könnte sein, dass die Depris einfach auch stoffwechselbedingt sind.
    Das würde ich auf jeden Fall mal ausschließen...
    Dann kannst du ja weitersehen, ob du "bloß" ein Suchtproblem hast, oder halt zusätzlich noch nen Depri hast.

    Kann dir nur raten, hebe deinen Hintern vom Sofa runter, fange an dich täglich an der frischen Luft/Licht zu bewegen.
    Was du machst ist zweitrangig; wichtig ist das regelmäßige.
    So habe ich es geschafft, mich mit meinen dunklen Seiten zu arrangieren.

    Umgezogen biste ja - EIGENTLICH kannste ja echt neu durchstarten!
    Ja objektiv schon.. Nur wo soll man anfangen wenn man schon ncihtmal mehr ein paar Wochen aushält wo man sich fangen könnte ://
    Ich habe schon oft drüber nachgedacht, Manisch- Depressiv usw.. aber ich möchte trotzdem irgendwie rauskommen aus dem ganzen Kreis, aus eigener Kraft, auf andere bin ich leider nicht gerne angewiesen, ein weiterer blöder Zug von mir, fremde Hilfe akzeptiere ich nicht mit reinem Willen..
    Wie hast du dich hochgerafft?
    Mit durchgeplanten Tagesabläufen oä..?

    Im Moment merke ich einfach eine grosse Ohnmacht, selbst Leute die mir helfen wollten kontaktiere ich nciht mehr weil ich denke es bringt nicht und sie möchten nicht gestört werden..

  7. #7

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    Hi,

    ich kenne das gut.
    Ich habe auch meine Entzüge alle kalt gemacht und so.
    Bloß keine Hilfe brauchen!
    Naja - bei meiner letzten depressiven Phase hatte ich dann die Schnauze echt voll & gestand mir noch EINEN Versuch zu.
    Seitdem bleibe ich am Ball & ey - ich habe auch mal nen Misttag und so...ist jetzt nicht alles Gold etc.
    Aber es bleibt dann bei EINEM blöden Tag und ich hänge keine Wochen mehr im Loch.

    Mit deinem Level, was den Kiff angeht; ist immer noch Belag für die Rezeptoren und benebelt, ganz klare Sache...

    Also, ich habe mir dann PROGRAMM gemacht:
    Wichtigster Punkt auf dieser Liste: EINMAL AM TAG FÜR NE STUNDE in die Natur.
    Ich kriege mich da leider nur über strikte Auflagen - wobei ich inzwischen soweit bin, dass ich mir zu Übungszwecken EINEN Tag die Woche genehmigen darf,
    an dem ich nicht raus 'muß'.
    Was ich zu meiner Freude eigentlich nie in Anspruch nehme...

    Diese eine Stunde bringt mir soviel Licht und Luft ins System, dass es mir gut geht.
    Ganz ohne Pillen etc
    Probiere es einfach mal aus.
    Die Regelmäßigkeit macht es - und irgendwann ist es ein dankbares Gefühl, was Gutes für sich zu tun.

    jogmap | Laufstrecken, Marathon, Joggen, Abnehmen durch Laufen
    Hier kannste dir deine Läufe (ich gehe zügig spazieren, joggen ist mir - Achtung - zu schnell) auf ner Karte abstecken und hast ne Statistik;
    bin jetzt bei über 4000km - recht motivierend (in 2.5 Jahren).

    Was du dir auch überlegen kannst, das ist, zusätzlich ne Johanniskrautkur über Winter zu machen, hilft ganz gut, bei 'leichteren' Depris
    (kann man die WIEGEN????), hat keine komischen Nebenwirkungen & läßt sich im Frühjahr problemlos absetzen...

    so, fürs Erste......LG.Ganesha

    PS. Pickup ist ja lustig, ts ts ts - wasses nicht alles gibt *amüsier* Ich dachte natürlich ERST an die Zupftechnik, da ich auch klampfe...
    aber *hust* da wird wohl anderes gezupft.

  8. #8
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    Hi Quzen,

    da haben wir gewisse nicht von der Hand zu weisende Parallelen. Ich nehme privat eigentlich auch nur ungern Hilfe in Anspruch. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meinen kompletten Alltag, von Banalitäten bis hin zu den größeren Dingen des Seins. Aber, das kann man lernen, und ich mache das seit ein paar Jährchen Stück für Stück, überwinde mich mal bewusst, jemand Kundigen zu fragen, anstatt selbst stundenlange Recherchen in Angriff zu nehmen, lasse auch mal Andere Teile meiner Einkäufe schleppen. Finde ich für mich persönlich wichtig, auch mal meine Hilfsbedürftigkeit bewusst wahrzunehmen und leben zu können. Mittlerweile fühle ich mich auch immer wohler damit.

    Ich komme recht souverän rüber und sehr selbstbewusst an sich.
    Ich denke das ich schon meine Meinungen vertrete, allerdings ist hinter der Fassade doch eine grosse Unsicherheit. Der Therapeut konnte es halt nicht sehen bzw hat sich von meinen Aussagen leiten lassen, wie gesagt ich kann nciht innerhalb weniger Wochen auf einer tiefen Ebene mit jedem sein
    Ja, so ein Therapeut ist auch nur ein normaler Mensch, und lässt sich dementsprechend ebenso leicht manipulieren, wenn man das möchte. Ich kenne die Situation auch, und brauche auch eine gehörige Zeit, um tatsächlich aufzutauen und mit jemandem warm zu werden. Heutzutage nehme ich das "Sich-Öffnen" bei Medizinern und Co. als bewussten Kraftakt in Angriff und gerade bei Therapeuten betrachte ich so etwas wie eine schonungslose Offenheit und Ehrlichkeit als persönliche, sportliche Herausforderung. Die Geschichte mit der Fassade ist mir auch mehr als vertraut. Ist oberflächlich betrachtet ein prima Schutzmechanismus, hat aber seine gehörigen Schattenseiten. Was machte für dich denn den Aufbau einer Solchigen erforderlich?

    Zum Thema Struktur und die ersten Anfänge finden hat der liebe Elefantenkopf ja eigentlich schon alles gesagt. Strukturen sind wichtig. Mir fällt das zwar auch äußerst schwer, mir die Einhaltung Selbiger abzunötigen, aber selbst schon grobe Strukturen führen zu überraschend positiven Effekten.
    Ich persönlich halte ja vor allem feste Schlafens- und Aufstehzeiten für äußerst wichtig. Das gibt dem Tag schon einmal einen gewissen Rahmen. Rausgehen ist mir auch wichtig... Licht, Natur soweit das möglich ist einmal pro Tag und sich selbst im Rahmen der Möglichkeiten gut bekochen. Das macht erst einmal schon einen gewaltigen Unterschied, finde ich. Bei mir gibt's auch so einen "Quatsch" wie eine tägliche Tea-Time und seit einer ganzen Weile meditiere ich täglich.

    Prima finde ich, dass es bei dir mit dem Abi so gut läuft. Machst du dafür regelmäßig etwas? Solltest du dir vielleicht auch von anfang an angewöhnen, weil das hintenraus auf jeden Fall notwendig wird. Da sind wir mal wieder bei den lieben Strukturen.

    LG
    WbD

  9. #9
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    Zitat Zitat von ganesha Beitrag anzeigen
    Also, ich habe mir dann PROGRAMM gemacht:
    Wichtigster Punkt auf dieser Liste: EINMAL AM TAG FÜR NE STUNDE in die Natur.
    Ich kriege mich da leider nur über strikte Auflagen - wobei ich inzwischen soweit bin, dass ich mir zu Übungszwecken EINEN Tag die Woche genehmigen darf,
    an dem ich nicht raus 'muß'.
    Was ich zu meiner Freude eigentlich nie in Anspruch nehme...

    Diese eine Stunde bringt mir soviel Licht und Luft ins System, dass es mir gut geht.
    Ganz ohne Pillen etc
    Probiere es einfach mal aus.
    Die Regelmäßigkeit macht es - und irgendwann ist es ein dankbares Gefühl, was Gutes für sich zu tun.

    jogmap | Laufstrecken, Marathon, Joggen, Abnehmen durch Laufen
    Hier kannste dir deine Läufe (ich gehe zügig spazieren, joggen ist mir - Achtung - zu schnell) auf ner Karte abstecken und hast ne Statistik;
    bin jetzt bei über 4000km - recht motivierend (in 2.5 Jahren).
    Hey, was soll ich sagen, bin auch absolut der "Fuck ist halt n Kacktag also ists drin"-Typ, sobald mich der kleinste Mist aus dem Gleichgewicht bringt, lauf ich wieder zu den betreffenden Personen um was zu rauchen aufzutreiben.. absolut schwache Leistung!
    Habs gestern mal angefangen und mich abends ne Stunde rausgequält, sogar noch eingekauft und nen Brief weggebracht der schon lange hätte weg sein sollen, werde auch versuchen das beizubehalten, einfach weil mir das Ding der Regelmässigkeit absolut Sinn macht!

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    da haben wir gewisse nicht von der Hand zu weisende Parallelen. Ich nehme privat eigentlich auch nur ungern Hilfe in Anspruch. Das zieht sich wie ein roter Faden durch meinen kompletten Alltag, von Banalitäten bis hin zu den größeren Dingen des Seins. Aber, das kann man lernen, und ich mache das seit ein paar Jährchen Stück für Stück, überwinde mich mal bewusst, jemand Kundigen zu fragen, anstatt selbst stundenlange Recherchen in Angriff zu nehmen, lasse auch mal Andere Teile meiner Einkäufe schleppen. Finde ich für mich persönlich wichtig, auch mal meine Hilfsbedürftigkeit bewusst wahrzunehmen und leben zu können. Mittlerweile fühle ich mich auch immer wohler damit.
    Ich denke ist aufjedenfall schonmal ein guter Vorschlag, allein um der Kommunikation willen!

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    ...Die Geschichte mit der Fassade ist mir auch mehr als vertraut. Ist oberflächlich betrachtet ein prima Schutzmechanismus, hat aber seine gehörigen Schattenseiten. Was machte für dich denn den Aufbau einer Solchigen erforderlich?
    Ich kanns nicht sagen.
    Auf der ersten weiteren Schule (Gymnasium) hatte ich arg Probleme mit den Leuten und bin nicht wirklich klar gekommen, die Noten gingen in den Keller, die Motivation dazu. Nach der 8ten Klasse gings dann auf die Realschule, auf einmal konnte ich aufblühen und notenässig war ich auch weit oben, danach kam die Ausbildung.
    Dort ging es vor allem um Souveränität, teilweise im damaligen Freundeskreis auch, ich glaub da ist was hängen geblieben. Ich kann es aber nicht sagen..

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Zum Thema Struktur und die ersten Anfänge finden hat der liebe Elefantenkopf ja eigentlich schon alles gesagt. Strukturen sind wichtig. Mir fällt das zwar auch äußerst schwer, mir die Einhaltung Selbiger abzunötigen, aber selbst schon grobe Strukturen führen zu überraschend positiven Effekten.
    Ich persönlich halte ja vor allem feste Schlafens- und Aufstehzeiten für äußerst wichtig. Das gibt dem Tag schon einmal einen gewissen Rahmen. Rausgehen ist mir auch wichtig... Licht, Natur soweit das möglich ist einmal pro Tag und sich selbst im Rahmen der Möglichkeiten gut bekochen. Das macht erst einmal schon einen gewaltigen Unterschied, finde ich. Bei mir gibt's auch so einen "Quatsch" wie eine tägliche Tea-Time und seit einer ganzen Weile meditiere ich täglich.
    Meditieren oder Autogenes Training würde ich auch sehr gerne Lernen, habe mich damit vor einigerzeit auch auseinander gesetzt, bzw angelesen, aber ihr könnt euch denken woran es gescheitert ist.. :/
    Das mit dem kochen kann ich nachvollziehen, bin auch Kochaholick, zu jeder Tag und Nachtzeit Bei mir steht aber eher der Spass im Vordergrund als der Zwang, glücklicherweise!

    Zitat Zitat von WrongByDesign Beitrag anzeigen
    Prima finde ich, dass es bei dir mit dem Abi so gut läuft. Machst du dafür regelmäßig etwas? Solltest du dir vielleicht auch von anfang an angewöhnen, weil das hintenraus auf jeden Fall notwendig wird. Da sind wir mal wieder bei den lieben Strukturen.
    Um ehrlich zu sein, nein ich tuhe nicht wirklich was.. natürlich habe ich mir viel vorgenommen, allerdings verlangt der Stoff im Moment noch gar nichts.
    Blöderweise habe ich das Lernen auch nie gelernt, ein "Regelmässiges vor die Bücher setzen" hat bei mir noch nie wirklich merklich gefruchtet.
    An sich bin ich jemand dem meistens alles zufliegt, was die Schule angeht, dass man vorher oder später im Abitur was tuhen muss, dessen bin ich mir bewusst, naiv wärs wenn nicht


    Ein wenig Brocken und 1-2g Grünzeug habe ich noch da, wir werden gleich mit den Intrumenten in den Park und ich hoffe stark das sich das dann auch erledigt hat, danach will ich endgültig den Riegel vorschieben!
    Die Competition ist bei mir eher das langfristige, nach 2-3 Wochen red ich mir meistens wieder alles aus.

  10. #10
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    Na, Meister, wie läuft's? Ist die Competition im Gange oder wurden die Vorräte wieder aufgestockt? Was machen die strukturbildenden Maßnahmen?

    Wie schon gesagt, erinnerst du mich ganz stark an meine Wenigkeit. Mir hat ja seinerzeit gerade beim langfristigen Dranbleiben unser "Lass das Gras" auf vielerlei Ebenen ungemein geholfen. Ich kann mir vorstellen, dass das echt was für dich wäre.

    Wenn du mal in eine konsumfreie Zeit starten solltest, dann erinnere dich wieder an die Entspannungsübungen... ist wirklich sehr hilfreich und macht auch eine Menge Spaß, finde ich.

    Ich bin mal so frei und empfehle dir in Sachen Meditation einfach mal einen Autor, weil ich den wirklich klasse finde:

    Jack Kornfield in unserer Bücherecke

    LG und ein schönes WE
    WbD

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