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Thema: Linkspartei fordert Cannabis-CLubs in Deutschland

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  1. #1
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    Standard Linkspartei fordert Cannabis-CLubs in Deutschland

    Immer wieder wurde der Ruf nach einer Legalisierung von Cannabis laut. Nun auch von einer Partei.
    Linke fordert Cannabis -Clubs600.000 Menschen konsumieren in Deutschland laut Bundesärztekammer Cannabis – die Dunkelziffer liegt deutlich höher. Häufig pfeifen die Konsumenten auf das geltende Verbot und machen sich damit strafbar. Hier weiterlesen.


    Wie seht ihr das? Ist Cannabis eine Einstiegsdroge ? Sollte es legalisiert werden? Manche meinen ja, dass der Konsum nach einer Legalisierung zurück gehen würde, da der Reiz des Verbotenen weg wäre. Wie ist eure Meinung dazu?

  2. #2

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    Hi Rose,

    ich fände eine "kontrollierte" Legaliesierung nicht verkehrt - obwohl ich nicht davon ausgehe, dass der Konsum insgesamt dadurch zurückgehen würde.

    Der Schwarzmarkt - der sowieso kaum zu kontrollieren ist - würde aber aufhören.

    Das viele Geld - womit sich einige Wenige am Elend anderer eine goldene Nase verdienen - würde somit nicht mehr den falschen Händen landen.


    Dagegen spricht m.E. (wie schon erwähnt) der höchstwahrscheinliche Anstieg der Konsumenten!

    Gruß
    Dry
    Geändert von dry68 (25.01.2012 um 19:48 Uhr)

  3. #3

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    Die Niederlande macht es uns vor..., und die haben trotz alle dem weniger Drogentote als Deutschland
    Ich denke mit einer Legalisierung würde auch der Reiz des Verbotenen verfliegen...
    Zudem müssten sich die Leute nich mehr so nen Dreck wie Räuchermischungen oder gepunchtes Gras geben...
    Ich bin definitiv dafür, also für eine kontrollierte Legalisierung, dadurch würden auch endlich mal die kleinen Kiffer, die eh keiner Sau ein Haar krümmen würden, entkriminalisiert...
    Die Polizei könnte sich endlich mal um wichtiger Dinge kümmern, als ein paar grünen Büscheln hinterherzurennen...
    Das alles zahlt der Steuerzahler, und ich finde es extrem lächerlich, wegen sowas so nen Aufwand zu betreiben..

    my 2 cents

  4. #4
    - ModeratorIn
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    Hmm..

    meine Haltung ist ambivalent, aber im Allgemeinen plädiere ich bei Gras eher für eine kontrollierte Abgabe. Bei anderen Drogen wäre die Debatte absurd, jedenfalls für mich. Da lehne ich das Thema generell ab. Es gibt kein Recht auf Rausch, ein Selbiges liese sich durch kaum eine Ethik rechtfertigen. Am ehesten wäre ich da noch bereit, die Debatte bei bestimmten Halluzinogenen aufzunehmen, aber auch nur unter Vorbehalte und auf Basis meiner eigenen ganz begrenzten Erfahrungslage.

    Ich bin der Ansicht, dass die Leute, die eben dazu kommen, so oder so dazu kommen. (Man bemerke den einwandfreien Satzbau. *g*) Das legen auch die Erfahrungen der Niederlande nahe. Die Statistik hat sich vor und nach der de facto Legalisierung dort nicht sonderlich verändert. Auch die Geschichte mit der Einstiegsdroge , die ich nicht von der Hand weisen möchte, hat sich statistisch auch nicht niedergeschlagen. Ich denke halt, dass manche Menschen wie magisch von Drogen angezogen werden, und sich die prozentualen Anteile daher kaum verschieben. Und sind wir doch einmal ehrlich: Bei der heutigen Jugend habe ich manchmal das Gefühl, dass es zum guten Ton gehört, es wenigstens einmal probiert zu haben.

    Dem gegenüber gibt es halt eine Menge an Vorteilen die eine Legalisierung böte, dich ich jetzt nicht hier im einzelnen aufzählen muss. Bei cannabis -legal findet sich da eine große Liste, deren Argumente ich im Wesentlichen folgen kann. Einerseits werden mafiösen Strukturen ganz klar eine Menge Gelder entzogen. Auch wenn der wirklich große Pott mit anderen Drogen zu holen ist, so ist und bleibt das Basisgeschäft Gras. Ein doch eher funktionierender Jugendschutz. (Zu mir sagte mal jemand, den Rotzern muss es wohl im Moment leichter fallen an Gras zu kommen, als sich "ausreichend" mit harten Alkoholika einzudecken. Was da dran ist, kann ich schwerlich beurteilen.)
    Für mich aber eines der weitreichendsten Argumente: Die Jugendlichen aus der Dealerszene raushalten. Da wo's Gras zu kaufen gibt, kursieren auch die anderen Sachen, und die Verkäufer haben ein nicht unerhebliches Interesse den "kleinen Kiffer" auch auf anderes Zeug zu bekommen. -> Das erste Mal gibt's immer gratis. Jo, und wenn ich mich recht zurückerinnere war die Illegalität für mich als Jugendlicher tatsächlich ein Thema. Nachdem mit dem vermeintlich "harmlosen Kiffen " diese Schwelle übertreten, das Gesetz einmal gebrochen war, fiel dieser Hinderungsgrund auch gleichermaßen bei anderen Substanzen gänzlich weg.
    Der nächste Punkt ist die Überzüchtung. Ich warte ja noch auf die ersten genmanipulierten Sorten. Irgendwo gehört der Wirkstoffgehalt überwacht und standardisiert. Ich weiß selbst wie es ist, wenn man außerhalb der üblichen, schon mehr als guten Stoffqualität mal ein paar Wochen den "Oberkracher" hat. Das kann die Lebensführung empfindlich einschränken. Sowas geht aber nur durch kontrollierende Maßnahmen, und nicht auf dem Schwarzmarkt.
    Ach, gibt so viele Punkte, über die man sich jetzt lang und breit auslassen könnte.

    Versteht mich nicht falsch: Ich führe hier keineswegs einen Legalisierungsfeldzug, denn ganz schmeckt mir der Braten auch nicht. Schon allein, weil durch die veränderten Zeichen kurzzeitig die Konsumstatistik wohl mal in die Höhe schnellen wird, was trotz des Umstands, dass es sich mittelfristig wieder einpegelt, bedenklich ist.
    Ich für meinen Teil weiß nur, dass es so wie momentan einfach nicht weiterlaufen kann, als wäre nichts geschehen. Die Repression war ein legitimer Versuch, aber wenn man sich da nicht weiterentwickelt und nachbessert, wird's einfach nur teuer und vielleicht irgendwann einmal gefährlich.

    LG
    WbD

  5. #5
    uwe53

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    jo die linken,

    da krieg ich schon hals, wenn ich so einen schwachsinn lese.
    es ist auch ne überlegung wert. dann kifft die halbe republik, die linken kommen vorher an die macht und nach 40 jahren ist alles vorbei.
    vorab, ich mag die linken nicht. diese konsorten sollten mal ihre spesen unterm volk aufteilen. nein, das ist kein neid.
    es ist mir heute noch schleierhaft wie sich das system(DDR) 40 jahre halten konnte.
    alkohol gehörte zum guten ton. morgens auf arbeit mit fahne, kein problem, das war nichts.
    dann hatten die kommunisten ein beruhigungsmittel erfunden, was angeblich nicht abhängig machen sollte, pustekuchen. ich bin in die falle getappt.
    es ist ja kein geheimnis, dass es im osten deutschlands prozentual mehr alkis gibt, als im westen.
    derjenige, der auf diese grasidee gekommen ist, gehört eingesperrt.

    meine meinung .

    lg uwe
    Geändert von uwe53 (25.01.2012 um 22:18 Uhr)

  6. #6
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    @WbD:
    Bei anderen Drogen wäre die Debatte absurd, jedenfalls für mich. Da lehne ich das Thema generell ab.
    hm, was sagst du dann dazu, dass man an jeder Ecke Alkohol und Zigaretten bekommt?

  7. #7
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    Zitat Zitat von gelberose Beitrag anzeigen
    @WbD:

    hm, was sagst du dann dazu, dass man an jeder Ecke Alkohol und Zigaretten bekommt?
    Was bedeutet diese Aussage?
    Heißt das, deswegen muss man weitere Suchtstoffe freigeben und dadurch gleichstellen?

    Wenn ja, dann müsste es aber anders rum gehen, also Alk und Kippen verbieten

    Und zum generellen Thema sag ich nix mehr, hab ich hier und an anderer Stelle schon hundert mal getan - solange kein fertiges Konzept vorliegt, kann man weder ja oder nein dazu sagen.
    Alle plappern se, aber klare Aussagen kommen von den Lautesten leider nicht ...

    LG Franz

  8. #8
    Mitglied SuS e.V. Forenleiterin
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    Wenn ja, dann müsste es aber anders rum gehen, also Alk und Kippen verbieten
    Genau darauf wollte ich hinaus, weil ich WbD so verstanden habe, dass Cannabis für ihn auf ner anderen Position steht und er aber es so sieht, dass alle anderen Drogen verboten werden sollen. Aber zu Alkohol und Nikotin , die ja auch Drogen sind, hat er jetzt nicht konkret Stellung genommen und da hat es mich interessiert, wie er das sieht.

  9. #9
    - ModeratorIn
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    @rose:
    Bei Alk und Kippen ist Legalisierung, oder Kriminalisierung einfach kein Thema, weil es im Moment einfach nicht zur Debatte steht. Mein Beitrag bezieht sich also reinweg auf gegenwärtig illegale Drogen. Pff... als ob ich Gras zur neuen Kulturdroge erheben wollte.

    Wenn ich aber was dazu sagen müsste, dann stehe ich in meiner Position überhaupt nicht so weit vom Generalverbot entfernt. Vor allem beim Nikotin sehe ich da fast schon einen akuten Handlungsbedarf. Was dann allerdings passiert, lässt sich im Rückblick ganz leicht an einer gewissen US-amerikanischen Episode erraten.

    Cannabis steht aber für mich nicht auf einer gesonderten Position auf Grund des Charakters des Stoffes, sondern wegen einer gesellschaftlichen Entwicklung. Daran könnten auch die vielen Kiffer-Filme in den frühen 2000ern ihren maßgeblichen Anteil haben.

    Klar mangelt es da an Konzepten, und das ist auch einer der Gründe, warum mir der Braten nicht schmeckt. Aber darum finde ich, dass eben die Debatte mal objektiv geführt werden sollte. Den Ist-Zustand finde ich jedenfalls nicht gerade optimal, genauso wenig wie das holländische Modell.

  10. #10

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    Hui,

    hier finden sich ja viele Gegenstimmen!

    Also ich bin für die Legalisierung, finde aber die Idee der "Cannabis-Clubs" sonderbar. Erinnert mich an die KoksJahre aus den 20ern.

    Aber eine saubere Legalisierung, bei gleichzeitiger verstärkter Aufklärung und einer Anhebung der Altersgrenze auf mind. 18 (und das sollte auch für Alkohol so sein - eventuell wäre da sogar über ein 21 als die bessere Altersgrenze für Drogen nachzudenken) wär in meinen Augen eine sehr gute Lösung. Die Leute werden entkriminalisiert, die Geldverdienerei mit der Sucht verändert sich, dieses immer weiter hochzüchten bzw mit Mist zu strecken kann viel einfacher kontrolliert werden.

    Und ja - ich wäre auch für eine Legalisierung von anderen Drogen, denn verfügbar sind sie so oder so - und je dunkler die Kanäle, umso weniger transparent das Thema.

    Nun kam hier am Anfang der Satz auf "Recht auf Rausch" - gefolgt von etwas Empörung. Ich weiß nicht, ob man in diesem Zusammenhang von "Recht" sprechen kann, aber es gibt ein Bedürfnis nach Rausch - vergl. das Tierreich - und wenn es ein Recht auf freie Entfaltung gibt, dann gibt es auch das Recht auf Rausch. Und der Rausch an sich ist bestimmt nicht das Problem - der Dauerrausch und die Flucht in diesen ist das Problem.

    LG Wolke

    PS - da war ja noch der Punkt - Cannabis als Einstiegsdroge .
    Ach - und warum gibt es dann soviele Kiffer, die nie Anderes konsumiert haben? Müsste dann doch so sein, oder?
    Ne, also da denke ich doch, daß der Konsum von Rauschmitteln an sich der Anfang ist - und Alkohol kommt meist vor den anderen Drogen, oder auch die Kippen - aber ein geringes Selbstwertgefühl oder der Wunsch nach Zugehörigkeit kann da ein viel größerer Risikofaktor sein.
    Geändert von Wolke (27.01.2012 um 09:07 Uhr)

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