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Thema: dEPRESSIONEN DURCH cANNABIS eNTZUG?

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  1. #1

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    Standard dEPRESSIONEN DURCH cANNABIS eNTZUG?

    ich weiss garnicht, wo ich anfangen soll.
    Ich bin eine langzeitkifferin, habe es ewige Jahre exzessiv betrieben (überwiegend am abend zum einschlafen) und vor 4 wochen beschlossen, dem ein ende zu setzen. es hat mir einiges im Leben verbaut, und es fühlte sich immer wie eine "starke Liebe" (die ich loslassen muss) an, denn dieses Gras gab mir etwas, was ich nirgendwo fand, nämlich diese entspanntheit, zentriert sein usw.(illusion, ich weiss)

    Heute 4 wochen später muss ich feststellen, dass es mir immer schlechter geht (ohne) und zugeben muss, dass ich i.wie depri bin.

    Naturell bin ich eh schon ein nervöser typ, hab immer spass am leben gehabt, ein extrovertiertes verhalten, keine scheu, usw.
    Weiss noch nicht mal, wieso ich damals angefangen habe zu rauchen.
    Ich glaube, es hat mich verändert.

    In den ersten tagen OHNE gings mir gut, konnte es kaum glauben, dass ich nicht sterbe, wenn ich nicht rauche.
    OK, Einschlafprobleme mal mehr, mal weniger. Baldrian nehme ich derzeit und manchmal gelingt es mir ganz gut abzuschalten am abend. Mein partner hat mich anganfs unterstützt, aber mittlerweile leidet er auch sehr unter meiner verhaltensstörung, meiner abendlichen unruhe, was mir so weh und leid tut.

    Tagsüber ist es eh kein problem gewesen, nicht zu rauchen, aber am abend verfalle ich in eine "STARRE" ... kann es schwer beschreiben.
    Eine innere unruhe, ich weiss nicht woher es kommt. Als ob etwas an mir zerrt und ich kann den gedanken ncht folgen, was es sein könnte, nerve mich selbst damit.
    Tausene gedanken, die nicht greifbar sind... seit 1 woche ist es ganz schlimm, ich sehe so vieles negativ, hab wieder aufgehört sport zu treiben, lasse mich gehen und bin wie ein trotziges Kind teilweise.

    Ich bin unkonzentriert, traurig, genervt von mir selbst .. während ich dies hier schreibe, denke ich "mensch Mädel" reiss dich zusammen, aber irgendwie weiss ich nicht, woran es liegt.

    meine vermutung geht bis dahin, dass ich evt in meiner kindheit ein erlebnis verdrängt habe, das dies jetzt durch das NichtKiffen hochkommt, komme aber nicht dahinter.
    ich suche mir auch psychologische hilfe, aber an einen kurzfristigen termin zu kommen, ist nicht möglich, so dass ich dann wieder aufgebe.

    Einserseits hab ich eine starke psyche (gerade eine ausbildung abgeschlossen, ziele im leben) und einen großen willen, nicht mehr zum gras zu greifen, und frage mich, ob ich schizo bin.

    es fällt mir auch schwer, hier eine reihenfolge hineinzubringen, ich hoffe, ihr könnt mir folgen.
    Sind das cannabis depris...??
    ich möchte einfach ein normales leben führen, meinen partner wieder glücklich machen und vorallem in mir selbst ruhen.

    Wenn ich abends diese Gefühle, gedanken bekomme, die mich wachhalten und die mich so hin und herreißen, versuch ich tief in mich zu hören, was es sein könnte, aber ich komme nicht dahinter.
    ich bin nicht mehr ich, aber mit der kifferei war ich ja auch nciht wirklich ich :-(

    Das erstmal von mir, vll lese ich ein paar zeilen von euch dazu???
    Liebste Grüße Antary

  2. #2

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    Standard

    Hi,

    also da kann ich dich im Großen & Ganzen erstmal etwas beruhigen!
    Gerade nach Langzeitkonsum ist da so vieles: Erstmal das permanente "bei sich sein", dann das Verändern der Muster.
    Die Droge rutscht langsam aus deinem System heraus - deswegen waren auch die ersten Tage - für dich nicht soo schlimm.
    Da hat dir dein starker Wille geholfen.

    Jetzt ist es halt so, das man automatisch erwartet, dass es einem besser gehen müße.
    Und genau das ist der Knackpunkt beim clean BLEIBEN!
    Nach Jahren des Konsums ist das eben nicht soo einfach, das Zauberwort hier ist GEDULD (und Sturheit).
    Versuche dich wieder zum sporteln zu bewegen, das powert dich einerseits aus & macht anderseits zufrieden.
    Nen Termin zur Betreuung hast du dir ja schon gemacht, super!
    Baldrian ist voll okay - wenn du nicht die (Anti Baby) Pille nimmst, könntest du mal an ne Johanniskrautkur denken.
    Das unterstützt deine Bemühungen in deine Mitte zu kommen ohne dich zu sedieren.
    Braucht allerdings schon so 3-4 Wochen, bis es anschlägt!

    Und - lies dir hier im Forum artverwandte Themen durch.
    Du wirst dich oft gespiegelt sehen, wirst auch merken, das es für manche noch viel schlimmer war, wirst Anregungen bekommen
    und vor allem Verständnis!

    Selbsthilfe hilft LG.Ganesha

  3. #3
    -
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    Standard

    Zitat Zitat von antary Beitrag anzeigen
    ich suche mir auch psychologische hilfe, aber an einen kurzfristigen termin zu kommen, ist nicht möglich, so dass ich dann wieder aufgebe.
    ...suche doch mal eine Klinik in der auch psychotraumatologische Behandlungen durchgefuehrt werden und versuche es da mal mit der Ambulanz...die haben ein- oder zweimal in der Woche eine offene Sprechstunde und so kannst Du vielleicht irgendwie schon mal was anfangen...war bei mir auch so...vielleicht bringt es Dir ja was...

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  4. #4
    Themenstarter

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    Standard

    Vielen dank für deine Reaktion :-)
    wahrscheinlich muss ich wirklich einfach durchhalten, und erkennen, das dies gerade die "SchwerePhase" ist....
    Diese depris sind echt die Hölle. Ich bin stolz darauf, es bis hierhin geschafft zu haben, aber was da alles so hochkommt, ein ätzender preis, den man zahlt.

    ich hab bestimmt 10 jahre am stück gekifft, es hat mich so beruhigt, dauert das wirklich Monate?
    Ich hoffe nicht, das es was anderes ist, was mich so zerreißt.
    Alles fällt mir so schwer.

    Ist Johanniskraut noch besser, habe mal gelesen, es könnte eine Abhängikeit auftreten??
    OhJeh
    Liebster Gruss

    ----------Beitrag automatisch hinzugefügt um 15:32 ---------- Vorheriger Beitrag war um 15:31 ----------

    Siegfried, Hallo :-)

    das nehme ich in Angriff, aber selbst dafür bin ich soo unkonzentriert. da mir dies aber keiner abnehmen kann, muss ich tätig werden.
    Werde gleich mal recherchieren, DanKE :-)

  5. #5

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    Hi Antary,

    bei mir ist/war es ähnlich. Nach 14 Jahren THC & Alk (jetzt seit mehr als 1,5 Jahre clean) fehlt die Süchteilei immer noch irgendwo – und hat sich auf Kaffee und Zigaretten verlagert.

    Leichte Depressionen sind wahrscheinlich „ganz normal“ – hier hilft Johanniskraut-Tee aus der Drogerie, das hat GANESHA bereits angeregt. Das Belohnungszentrum im Gehirn wird nicht mehr durch Cannabis stimuliert, natürlich fehlt da was. Nach einem Monat Cleanzeit war ich übrigens aus dem Gröbsten raus, das ist bei jedem individuell verschieden. Im zweiten Monat hatte ich einfach nur erschöpft auf dem Sofa gelegen - nach drei Monaten war alles raus. Du solltest viel Sport und Frischluft tanken - das lenkt ab und macht müde.

    Sicherlich erlebst Du Deine Gefühlswelt ohne Drogen ganz anders, da gibt es einiges zu sortieren. Die Synthese aus Drogen und Emotionen zu entwirren nimmt leider etwas Zeit in Anspruch.

    Schicke Dir viel Kraft rüber.

    LG Mickey
    Geändert von Mickey69 (06.02.2012 um 15:54 Uhr)

  6. #6
    Themenstarter

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    Hallo Mickey, lieben Dank für deine antwort.
    wie gesagt, am anfang war es leichter...
    trinke viel tee, ernähre mich halbwegs gut, und ja Zigaretten rauche ich mehr als vorher. Abends war der Joint am Start, jetzt die Zigarette & Baldrian
    Wenn ich jetzt an heute ABEND DEnke, werd ich schon unruhig... zu erkennen, das dies dazu gehört, muss ich wohl jetzt begreifen & aufhören, es zu schnell zu wollen...(heilung)
    Diese Depris kann ich auch noch nicht wirklich einordnen, es schwankt immer so extrem, wobei ich so ein lebensbejahender Mensch bin, anderen kann ich meist super helfen, an mir selbst scheitert es.
    Selbst mir eine Suppe zu kochen,wird zur Qual. Dieser innere Konflikt macht mich noch richtig bekloppt.
    Ich freue mich, hier auf menschen zu stoßen, mit denen ein austausch möglich ist.

    Diese momentane gefühlswelt is seltsam.
    Danke, und ich wünsche dir auch alle kraft für alles im Leben :-)

  7. #7

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    Hi Antary,

    Du wirst das Ding schon rocken und Dein Projekt durchziehen. Die richtigen Suchtdruck-Strategien hast Du bereits drauf. Sicherlich ist der Lebensalltag ohne Drogen zunächst schwierig – aber es wird leichter werden, von Tag zu Tag besser.

    LG Mickey

  8. #8
    Themenstarter

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    ich wünsche es mir sooo sehr :-)

    mir ist aufgefallen, wenn ich mal zurück denke, dass ich schon immer "extrem hibbelig" war, damals im Kiffen meine "Ruhe" fand
    und durch das Aufhören kommt das alles zusätzlich zum Vorschein. Ich vermute, es ist eine Mischung aus Entzugserscheinungen (Depris) und irgend etwas nicht verarbeitetem, Hoffe, dass ich einen Psychologen finde, der mit mir dahinter steigt...

    Alles Liebe... für euch, mich, uns allen ..

    *ich fühle mich hier gut aufgehoben*

  9. #9

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    Hi Antary,

    der Weg ist das Ziel und umgekehrt.

    Derzeit konnte ich mit der Kifferei nicht aufhören, weil ich den Gute-Nacht-Joint vor dem Einschlafen brauchte. Ohne den lag ich fast die halbe Nacht wach. Und nervös war ich sowieso immer schon und konnte einiges mit dem THC ausblenden. Das ist dann schon ein sehr fortgeschrittenes Stadium.

    Letztendlich ist die Sucht hier ein „Selbstzweck“ und Drogen eine Eigenmedikation – aber leider der falsche Weg.

    Du siehst das schon ganz richtig.

    LG Mickey
    Geändert von Mickey69 (06.02.2012 um 18:20 Uhr)

  10. #10

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    hi,

    das ist ja durchaus möglich, dass da noch einiges "unter der Haube" steckt, was du ergründen und erarbeiten musst.
    Aber erstmal richtig clean werden/bleiben; dieses Neue verankern.
    Dann anfangen tiefer zu gehen, würde ich sagen...

    Es gibt da keinen genormten Zeitraum, das ist einfach bei jedem anders.
    Also von ner Anhängigkeit bei Johanniskraut habe ich jetzt noch nie gehört; ich selber Habe schon 2 mal nen Winter durch damit gearbeitet, direkt nach meinem Entzug,
    habe es im Frühjahr dann immer einfach bleiben lassen.
    Man hat ja im Winter wesentlich weniger Licht; das ist das, was dann auch gerne den Depri auslöst.
    Da kommt dann das Johanniskraut ins Rennen & wenn die Tage dann wieder länger werden, setzt man es ab und so passt das wunderbar.

    Da kommt mir gerade ein Gedanke: Nimmst du Baldrian in Tropfenform???
    Da haste dann nämlich - wenn auch minimal, so doch immerhin - Alkohol drinne...
    KÖNNTE unter Umständen den "Lust auf Rausch" Teufel aktivieren.

    Das Johanniskraut nehme ich diesen Winter auch wieder, da ich im Herbst merkte, dass ich echt nen Durchhänger kriege.
    Das ist natürlich nur ein Teil der Strategie, aber es hat mir echt wieder geholfen bzw tut es ja noch.
    Ich nehme da die Dragees aus der Drogerie; man sollte schauen, das man ne Tagesdosis von 900mg - 1800mg hat.

    Jo, soweit erstmal wieder. LG.Gane

    PS:
    Diese depris sind echt die Hölle. Ich bin stolz darauf, es bis hierhin geschafft zu haben, aber was da alles so hochkommt, ein ätzender preis, den man zahlt.
    Einfach mal als Denkansatz:
    Du zahlst diesen Preis NICHT, weil du NICHT mehr kiffst - das ist der Preis für all die Jahre des Kiffens !!!

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