Momentan nagt es aber echt hart an mir. Manchmal rettet mich nur der unbedingte Wille, nicht wieder zu rauchen (also kippen und/oder gras) vor der Kifferei. Um mich herum sind leider auch immer viele Leute die kiffen, vor allem am Wochenende. Zum Glück rauchen die nicht neben mir, die gehen raus, aber trotzdem liegt überall Zeugs rum und ich sehe andauernd wie gebaut wird. Nicht besonders hilfreich. Im Prinzip bin ich der einzige aus meinem alten Freundeskreis, der nicht kifft.
Eigentlich zeigen solche Attacken doch vor allem eins: dass ich momentan nicht zufrieden bin. Die ganze scheisse mit meinem Bruder nervt auch echt hart ab (siehe forum stoffgebundene), job stresst (zum Glück Probezeit am Montag vorbei yeehaa), ich hab gesundheitliche probleme. Ich denke ich werde erst einmal gesunden und mich bis dahin schonen, und dann werde ich mir noch mal einen Arschtritt verpassen um aus meiner trüben Stimmung auszubrechen.
Unabhängig ob ich das Zeug noch konsumiere oder nicht: Es geht darum Verhaltensweisen zu überwinden. Und das habe ich bis heute nur teilweise geschafft. Veränderung kann so weh tun. Fordert so viel Kraft und Disziplin. Aber lohnt sich auch sowas von. Ich meine welcher Mensch hat schon Bock darauf sich täglich seine Defizite zu vergegenwärtigen, und dann jeden einzelnen Tag etwas für die Erreichung seiner Ziele zu tun? Manchmal ist man müde, hat keinen Bock, kann nicht. Aber man darf sich halt auch nicht selbst bescheissen und einfach alles Unangnehme vermeiden, weil man tief im Kern immer noch ein Süchtiger mit seinen unproduktiven Verhaltensweisen ist. Ich denke ich habe es aufgrund der Veränderungen in meinem Leben (Studium beendet, Bewerbungsphase, erster Job, zurückgezogen in die Heimatstadt) ein wenig schleifen lassen und habe alte Verhaltensweisen an den Tag gelegt. Hab einfach nur so drauf los gelebt ohne zu reflektieren.
Und jetzt noch ein ganz anderer Denkansatz: Vielleicht sind Suchtattacken für mich ja sogar etwas positives! Sie sind ein ganz deutliches Signal das was passieren muss. Sozusagen eine Erinnerung dass ich weiter an meiner Persönlichkeitsentwicklung arbeiten und dabei immer ehrlich zu mir selbst bleiben sollte.
Ich weiß, viel Erkenntnis-blabla, aber dieses Forum ist halt Teil meiner Therapie![]()
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Liebe Grüße
Firestarter
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Sehr schön beschrieben: Raus aus der Komfortzone | ALICE HIVE






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