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Thema: 9 Monate nicht gekifft ... (jetzt wieder) Suchtdruck

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  1. #1
    Chefkoch³

    Standard 9 Monate nicht gekifft ... (jetzt wieder) Suchtdruck

    .............. Fortsetzung:

    Wie dem auch sei, ich habe auch, heute auf den Tag, genau 9 Monate nicht gekifft. Hab eine Therapie
    gemacht und vor 1,5 Monaten in eine Andere Stadt gezogen um hier nochmal ein Studium anzufangen... Und mir gehts genau wie dir... obwolh ich solange nicht gekfft hab und an meinen Probleme hart gearbeitet hab hab ich seit ca. 2 Wochen relativ starken Suchtdruck.
    Bei mir ist es anders, es sind keine besonderen Ereignisse, die den Druck in mir wecken, es ist mehr eine schleichende Entwicklung, ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt im Grunde kein einziges Mal Suchtdruck und ich hab schon oft da gesessen und kollegen zu gesehen wie sie sich einen Rauchen, ansich kein Problem auch wenns schönere Situationen gab. Nein bei mir ist es etwas anders, es ist fast so, als hätte es schon klick gemacht, als hätte ich innerlich schon beschlossen, wieder stehen zu bleiben und mir wieder einen zu kiffen . Ich schaffe es wieder immer besser mir einzureden, dass es möglich sei, sich einen zu kiffen und dann ist auch wieder schluss, nur um mal zu gucken wie es so ist. Ich kenne das von den letzten Malen bei denen ich aufgehört habe, es ist nicht dieser eine Rückfall, und dann sitz ich wieder in der Scheisse drin, es ist mehr ein innerer Beschluss, mich wieder in die Scheisse rein zu legen, kein Ausrutscher. Ich spüre es, dass es kommt, das es wieder nicht gereicht hat, ich war ganz nah dran. Wäre das Leben ein Computerspiel, dann hätte ich es eine Stufe zu schwer gespielt, aber wirklich nur eine Stufe, ich hätte fast gewonnen .... Und ich könnte mir dafür so dermaßen in den Arsch beissen. Irgendwie haut es nicht hin, ich hab mir in meiner alten Stadt ne gute Basis aufgebaut, dann zieh ich natürlich um, mit nem Bekannten in eine WG, irgendwie ist es mir nur mittelmäßig gut gelungen einen Freundeskreis hier aufzubauen, das Studium ist auch argh schwer (Physik) und irgendwie läufts nicht so wirklich (privat). Für mich hört sich das so an als wärst du in einer ganz guten Situation Firestarter. Du hast 1 Jahr aufgehört, ohne Therapie . Das kann man positiv oder negativ bewerten: Negativ weil du nicht an deinen wahren Problemen, die dich zum kiffen gebracht haben gearbeitet hast, du hast "lediglich" bewiesen, dass du ein wahrer Meister der "Selbstdisziplin" bist, was immer das auch sein mag.
    Positiv, weil du dein Pulver noch nicht verschossen hast, wenn du 1 Jahr durchgehalten hast ohne Therapie , dann wird es mit Therapie vermutlich in Zukunft für dich leichter werden.
    Manche sagen auch, die Therapie sei sehr belastend für sie, das mag schon sein, aber mir hat sie auch zum Teil sehr geholfen mich wohler zu fühlen, auch kurzfristig, d.h. direkt nach einer solchen Stunde. Langfristig ist so eine Therapie soweiso das Richtige.

    Wie dem auch sei, ob meine Therapie so erfolgreich war, wenn ich sehe an welchem Punkt ich jetzt bin, ist eine andere Frage, dessen Antwort wir nun alle kennen. Wie dem auch sei, ich denke ich hab einfach zu hoch gepokert, ich hatte echt ne ganz gute Basis und dann bin ich in eine andere Stadt gezogen mit nem argh harten Studium, keine Leute die ich hier kenne, mit nem WG Mitbewohner, mit dem es doch nicht ganz so gut wie läuft wie angenommen und so weiter... Obwohl... wenn ichs mir so recht überlege wärs mir in Düsseldorf nicht anders ergangen, irgendwie bin ich einfach zu kaputt um den Absprung zu schaffen... Ich weiss noch nicht was ich tun werde aber ich weiß das ich VERDAMMT nah dran bin, wieder alles hinzuwerfen...

    Ihr wundert euch, villeicht warum ich schon so rede als wär es schon zu spät, es geht mir seit 1-2 Wochen relativ scheisse, und ich vermisse das alte Leben im Dreck, ihr nicht auch? Man war zwar ein häufchen elend das mag schon sein, aber man sich gefühlt, als hätte das Leben einen Sinn. Als gäbe es etwas für das es sich zu kämpfen, nämlich sich einen zu kiffen wenn man den Tag geschafft hat. Heute gibt es das nicht mehr. Ich lerne ein Menge für mein Studium und so, aber wofür? Ich habe nichts wofür es sich zu kämpfen lohnt. Ich mein ich will jetzt nicht pathetisch werden oder so und übertrieben dick auftragen, aber es ist einfach so, da darf ich mir nichts vormachen.

    Ich hoffe ihr habt es besser hinbekommen als ich, irgendwas hab ich falsch gemacht, ich weiss nur noch nciht was. Ich mein DIESES einemal hab ichs echt versucht! Ich hab echt hart an mir gearbeitet und ne Menge getan aber es hat irgendwie nicht gepasst.

    Das ich mein Studium schaffe, das glaub ich ehrlich gesagt auch nciht, dafpr brauch ihc mehr Motivation als ich aufbringen kann. Aber das ist auch zweitrangig...

    Hast du nicht manchmal auch dieses Gefühl Firestarter? Ich meine das es doch eh keinen Sinn hat und wofür man das alles macht? Was nützen einem die Dinge die man "Vorankommen" nennt, wenn man nichts hat, was man wirklich genießen kann, worauf man sich freuen kann?

    Früher hab ich mal auf so na Philosophie Seite gelesen, ich bin lieber ein unglücklicher Sokrates, als ein glückliches Schwein, damals war ich mit der aussage d´accord, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.







    Geändert von Franz (02.05.2008 um 23:39 Uhr)

  2. #2

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    Standard

    Ey Chefkoch;

    nix für ungut - aber genug im Selbstmitleid gewälzt?
    Solche Phasen hat jeder denkende & vor allem jeder fühlende Mensch !!!
    N bissel den romantisch Kaputten raushängen lassen & so....kenn ich zur Genüge, nur: ES GILT NICHT !!!

    Was meinen wir denn? Jahrelang das System zuschütten & die Synapsen umpolen & nach n bissel Abstinenz meinen, jetzt müßte uns die Erleuchtung aus den Augen tropfen??? lol....
    Wie gesagt: Ich kenns zur Genüge !

    Also, wieder auf den Teppich kommen, Erdung einschalten & weiter den aufrechten Gang üben !!!
    Glücklich wirste mit den Drogen bei deinem Bewußtseinsstand eh nicht mehr (falls du es je wirklich warst) - also, was gibts zu verlieren?
    Zur Info: Bin trockener Alki/Polytoxomane seit Ende des letzten JAHRTAUSENDS...klingt das geil....*g* & seit Januar auch Rauch & Rauschfrei (Kiff & Kippen) ...Mittlerweile fühle ich mich meistens ziemlich wohl, aber frach net , durch was für dunkle Zeiten ich mich durchmanövriert habe !

    es lohnt sich...

    "get up - stand up, stand up for your right
    get up - stand up, don't give up the fight..."

    *NebelschwadenWegBlas/Durchatmen & Weiter* Mann, ey !!!!

    LG. Ganesha.

  3. #3
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    Standard

    Ich denke es ist besser wenn man seinen eigenen Thread führt, weil wie soll man sonst gezielt darauf antworten.

    Also haben wir deinen Beitrag getrennt und die Antwort von ganesha gleich mitverschoben

    Ich hoffe es ist soweit ok, du hast auch ne PN von Julchen, wegen Threadtitel hier

    LG Franz

  4. #4

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    Standard ging nicht anders :(

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Du bist doch der firestarter aus dem ...Kiffen aufhören aber wie... Thread oder nicht? Villeicht errinerst du dich noch an mich...
    Ja, ich bin es, so sieht man sich wieder , lol

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Und mir gehts genau wie dir... obwolh ich solange nicht gekfft hab und an meinen Probleme hart gearbeitet hab hab ich seit ca. 2 Wochen relativ starken Suchtdruck.
    ...
    Ich kenne das von den letzten Malen bei denen ich aufgehört habe, es ist nicht dieser eine Rückfall, und dann sitz ich wieder in der Scheisse drin, es ist mehr ein innerer Beschluss, mich wieder in die Scheisse rein zu legen, kein Ausrutscher. Ich spüre es, dass es kommt, das es wieder nicht gereicht hat, ich war ganz nah dran. Wäre das Leben ein Computerspiel, dann hätte ich es eine Stufe zu schwer gespielt, aber wirklich nur eine Stufe, ich hätte fast gewonnen .... Und ich könnte mir dafür so dermaßen in den Arsch beissen.
    Hast du denn nun schon wieder gekifft oder nicht? Du bist doch sauber, oder? Na also. Du musst ja jetzt nicht nachgeben. Ich habs auch nicht mehr ausgehalten und hab mir Hilfe (Psycho Gespräche und Forenschreiberei) gesucht.

    Wir beide wissen, das es Selbstbelügerei ist, dass einmal Kiffen nicht so schlimm ist. Jemand mit so endstadialen Konsummustern wie wir sie mal hatten für den ist der Zug abgefahren. Es ist einfacher abstinent zu sein als selten zu rauchen. Punkt.

    Das weisst du aber auch alles. Du willst es bloß nicht wahrhaben. Glaub mir, ich kenn die Gedanken die in deinem Kopf herumwuseln . Man ist traurig und sauer dass man seine Lieblingsdroge aus Maßlosigkeit verloren hat, und will einfach nicht glauben, dass man nie wieder gemütlich einen rauchen DARF.

    Andere können schließlich auch damit umgehen, und die kommen aufs Leben klar blablabla = Selbstbelügerei der allerschlimmsten Art.

    Verdammt ich will es auch (noch) nicht akzeptieren, dass ich nie wieder einen kiffen werde, aber ES IST HALT SO, ES GEHT NICHT ANDERS. Diese Droge hat mich soviel Zeit gekostet, hat mich so in meiner persönlichen Entwicklung gebremst, eine Menge (nein, Geld ist nicht gemeint) gekostet.

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Irgendwie haut es nicht hin, ich hab mir in meiner alten Stadt ne gute Basis aufgebaut, dann zieh ich natürlich um, mit nem Bekannten in eine WG, irgendwie ist es mir nur mittelmäßig gut gelungen einen Freundeskreis hier aufzubauen, das Studium ist auch argh schwer (Physik) und irgendwie läufts nicht so wirklich (privat).
    Jaja, das gute alte "Ich kiffe bis ich umfalle anstatt Sozialkompetenz zu erwerben"-Problem. Kenne ich selber, habe ich akzeptiert und eingesehen dass ich lernen muss. Ich geh raus, mach viel Sport, versuche Leute kennenzulernen. Du musst jetzt nicht denken ich wär der Partylöwe. Aber ich habe einen kleinen (aber feinen ) Freundeskreis, darüberhinaus einen großen Bekanntenkreis. Ich würde selbst gerne mehr Freunde haben. Ich bin nicht unzufrieden, ich könnte allerdings noch weitaus zufriedener sein, soviel ist sicher. Aber ich arbeite dran. Und ich werde nicht aufgeben und ein richtig geiles Leben haben. Tschakka.

    Man muss nur den Arsch hochkriegen und erkennen dass der Weg nicht einfach ist, besonders nicht für jemanden der lange Zeit in seinem selbstgewählten Kiff-Exil gelebt hat.


    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Für mich hört sich das so an als wärst du in einer ganz guten Situation Firestarter. Du hast 1 Jahr aufgehört, ohne Therapie. Das kann man positiv oder negativ bewerten: Negativ weil du nicht an deinen wahren Problemen, die dich zum kiffen gebracht haben gearbeitet hast, du hast "lediglich" bewiesen, dass du ein wahrer Meister der "Selbstdisziplin" bist, was immer das auch sein mag.
    Positiv, weil du dein Pulver noch nicht verschossen hast, wenn du 1 Jahr durchgehalten hast ohne Therapie, dann wird es mit Therapie vermutlich in Zukunft für dich leichter werden.
    Naja, ich bemühe mich es positiv zu sehen. Ich verfüge (mittlerweile) über die Einsicht, dass Kiffen schlecht für mich ist und mich nicht nach vorne bringt, sondern sogar ganz im Gegenteil nach hinten zieht.
    Das gab mir die Willenskraft es durchzuhalten (bisher), und das wäre fast gescheitert (siehe diesen Thread). Da sieht man mal wie unglaublich blöd einen der Suchtdruck macht.

    Aber wenigstens hab ich jetzt mit Arbeit angefangen und arbeite es nochmal auf.

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Ihr wundert euch, villeicht warum ich schon so rede als wär es schon zu spät,
    Ja, das wundert mich in der Tat. Warum so pessimistisch?

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    es geht mir seit 1-2 Wochen relativ scheisse, und ich vermisse das alte Leben im Dreck, ihr nicht auch? Man war zwar ein häufchen elend das mag schon sein, aber man sich gefühlt, als hätte das Leben einen Sinn.
    Nene, du vermisst nicht dein Leben im Dreck mit 5 Gramm pro Tag durch die Bong.

    DU bist mit deiner jetzigen Situation nicht zufrieden und glorifizierst "die gute alte Zeit". Du bist unglücklich weil du immer noch sozial isoliert bist und nicht genug Interaktion mit netten Menschen hast.

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Ich lerne ein Menge für mein Studium und so, aber wofür? Ich habe nichts wofür es sich zu kämpfen lohnt. Ich mein ich will jetzt nicht pathetisch werden oder so und übertrieben dick auftragen, aber es ist einfach so, da darf ich mir nichts vormachen.
    Das ist schlichtweg falsch. Ein Mensch holt sich seine Zufriedenheit aus drei großen Bereichen (dieses Modell hab ich in Pickup-Literatur gesehen und fand es sehr treffend):
    Gesundheit
    Liebe
    Karriere

    Dein Beruf ist nach diesem Modell ein großer Teil deines Lebens, also sehr wohl etwas für das sich das Kämpfen lohnt. Und du weisst auch dass dich ein Leben mit nem korrekten Beruf mit guter Bezahlung zufriedener machen wird als ein verkiffte Existenz an der Armustgrenze.

    Du stellst jetzt die Weichen für die Zukunft und entscheidest darüber, welchen Weg du gehst.

    Verdammt mein Studium ist ebenfalls nicht ohne und ich hasse einzelne Fächer, aber ich weiss genau dass es das Richtige für mich ist. Und da kämpfe ich mich durch, komme was da wolle. So wie ich bisher gelitten hab, das wird erfolgreich beendet.

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Hast du nicht manchmal auch dieses Gefühl Firestarter? Ich meine das es doch eh keinen Sinn hat und wofür man das alles macht? Was nützen einem die Dinge die man "Vorankommen" nennt, wenn man nichts hat, was man wirklich genießen kann, worauf man sich freuen kann?
    Ich will es mal so sagen: Ich hatte dieses Gefühl mal. Aber ich habe es nicht mehr.

    Ich habe zum Beispiel Erfolg im Studium, in 4 Semestern bin ich fertig. Ich weiss, dass es sich lohnt dafür zu kämpfen, denn es macht mich zufrieden. Letztes Semester hab ich nen 1er Schnitt hingelegt. Das macht mich glücklich und gibt mir Gewissheit dass ich mich auf dem richtigen Weg befinde.

    Ich befinde mich nicht mehr in dieser unglaublich negativen Isolation. Die hat mich wirklich fertig gemacht. Glaub mir, interagiere mit anderen Menschen, mach Sport, und es geht direkt viel besser. Ist leichter gesagt als getan (auch das weiss ich), aber es geht.

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen

    Früher hab ich mal auf so na Philosophie Seite gelesen, ich bin lieber ein unglücklicher Sokrates, als ein glückliches Schwein, damals war ich mit der aussage d´accord, heute bin ich mir da nicht mehr so sicher.
    Verdammt, dein Problem ist doch nicht die Kifferei. Das weisst du auch. Dein (und mein) Problem sind die Lektionen in sozialer Kompetenz, die wir kiffenderweise verpasst haben. Hol die Lektionen nach, lass den Kopf nicht hängen, zieh es durch, dann kannst du sogar ein glücklicher Sokrates werden.

    Zu deiner momentanen Lage fällt mir folgender Spruch ein (der ist jetzt hart aber ich meins gut mit dir):

    Hinzufallen ist keine Schande. Aber Liegenbleiben schon.

    Denk mal drüber nach.

    Viele Grüße

  5. #5
    Chefkoch³

    Standard Seit 9 Monaten mit Kiffen aufgehört ... Suchtdruck

    Ja, das war erstmal genug. Jetzt gehts mir wieder besser

    Trotzdem hat sich was geändert ich weiss auch nicht warum, früher gings mir echt ganz gut und ich hab NIE an das scheiss zeug gedacht... ich denk mir immer du bist das selbst schuld, tu was dafür das es dir besser geht, aber irgendwie klappts immoment nicht so wirklich.

    JA, mit dem aufrechten Gang is das so ne Sache, wird schon wieder, ich bin zu weit gekommen um wieder alles hinzuwerfen oder nicht? 9 Monate sind ne lange Zeit!

    Ich hab übringens auch seit 01. Januar mit dem Rauchen aufgehört...

    Hoffe du schaffst ganesha...
    Geändert von Chefkoch³ (03.05.2008 um 00:24 Uhr)

  6. #6
    Chefkoch³

    Standard

    Hi Firestarter, wir ham unsere beiden Texte wohl gleichzeitig geschrieben, daher bin ich nicht darauf eingegangen was du geschrieben.

    Es freut mich das du so schnell geantwortet hast...

    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen

    Wir beide wissen, das es Selbstbelügerei ist, dass einmal Kiffen nicht so schlimm ist. Jemand mit so endstadialen Konsummustern wie wir sie mal hatten für den ist der Zug abgefahren. Es ist einfacher abstinent zu sein als selten zu rauchen. Punkt.
    Das wissen wir beide, aber es nochmal gesagt zu bekommen, stärkt einem in seiner annahme. Vorallem der letzte Satz ist für mich entscheidend:
    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen
    Es ist einfacher abstinent zu sein als selten zu rauchen. Punkt.
    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen
    Jaja, das gute alte "Ich kiffe bis ich umfalle anstatt Sozialkompetenz zu erwerben"-Problem. Kenne ich selber, habe ich akzeptiert und eingesehen dass ich lernen muss. Ich geh raus, mach viel Sport, versuche Leute kennenzulernen. Du musst jetzt nicht denken ich wär der Partylöwe. Aber ich habe einen kleinen (aber feinen ) Freundeskreis, darüberhinaus einen großen Bekanntenkreis. Ich würde selbst gerne mehr Freunde haben. Ich bin nicht unzufrieden, ich könnte allerdings noch weitaus zufriedener sein, soviel ist sicher. Aber ich arbeite dran. Und ich werde nicht aufgeben und ein richtig geiles Leben haben. Tschakka.
    Naja Party mach ich schon ziemlich viel, leider hat das nichts mit sozialkompetenz zu tun! Du hast schon zu 100% recht, ganz genau das ist es, ich muss mir sozialkompetenz aneignen, das ist auch eines meiner Therapieergebnisse gewesen. Bei mir scheiterts son bisschen an Arroganter ausstrahlung (zu unrecht wie ich meine, ich geb mir mühe die Leute freundlich zu behandeln) das hab ich oft gespiegelt bekommen und so leicht assoziales Verhalten, wobei ich das schon extrem verbessert hab, wie mir gesagt wurde.

    Ich hab als Diagnose neben Depression auch ne Narzistische Störung bekommen, das is wenn man andere Leute abwertet, sich selber abwertet und son mist. Aber das hab ich schon alles ziemlich unter kontrolle gekricht, bei mir scheiterts echt noch gut an den Sozialkompetenzen, ich komm halt wien arschloch rüber glaub ich, dabei versuch ich immer voll einen auf nett zu machen aber das kaufen mir nicht so viele ab glaub ich. Es ist echt frustrierend das ist auch voll die Ausstrahlungsache meinte meine Therapeutin. Dabei bin ich eigentlich voll schüchtern zumindest was Frauen angeht aber ich wirke dann immer arrogant, das wurd mir oft gesagt ... schlechte Kombination, verdammt schlechte Kombination!



    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen
    Naja, ich bemühe mich es positiv zu sehen. Ich verfüge (mittlerweile) über die Einsicht, dass Kiffen schlecht für mich ist und mich nicht nach vorne bringt, sondern sogar ganz im Gegenteil nach hinten zieht.
    Das gab mir die Willenskraft es durchzuhalten (bisher), und das wäre fast gescheitert (siehe diesen Thread). Da sieht man mal wie unglaublich blöd einen der Suchtdruck macht.
    Genau diese Einsicht hätte ich fast verloren. Der Affe an meinem Bein, wie ihr so schön sagt, hat mich nonstop verwirrt: Es ist wirklich so schlecht? Du schaffst das Studium doch auch mit, selbst wenn du wieder anfängst, jeden Abend einen, das würd schon gehen, du schaffst dein Studium fühlst dich wohl dabei und alles wird gut werden. Und wenn sie nicht gestorben sind dann Leben sie noch heute.

    Ja, das wundert mich in der Tat. Warum so pessimistisch?
    Ja ich weiß... ich hatte ne sau schlechte Zeit grad hinter mir...

    Nene, du vermisst nicht dein Leben im Dreck mit 5 Gramm pro Tag durch die Bong.

    DU bist mit deiner jetzigen Situation nicht zufrieden und glorifizierst "die gute alte Zeit". Du bist unglücklich weil du immer noch sozial isoliert bist und nicht genug Interaktion mit netten Menschen hast.
    Du hast völlig Recht, besser hätte ich es nicht formulieren können. Dem ist auch nichts mehr hinzuzufügen.


    Das ist schlichtweg falsch. Ein Mensch holt sich seine Zufriedenheit aus drei großen Bereichen (dieses Modell hab ich in Pickup-Literatur gesehen und fand es sehr treffend):
    Gesundheit
    Liebe
    Karriere
    Das mag sein,
    Liebe? Limis x-->0
    Gesundheit limes x-->0
    Karriere, naja mal sehen.

    Nee, aber ich denke ein fettes Problem war, was die Gesundheit betrifft, dass ich in der letzten Zeit (3 Monate) überhaupt keinen Sport mehr gemacht habe. Hab dann heute im SPIEGEL gelesen, wie wichtig Sport fürs Gehirn ist, sowohl für die Konzentrationsfähig, als auch für das Wohl-Gefühl und das es das gleiche wie Anti-depressiva bewirken würde, wissenschaftlich erwiesen usw.. Ich wollte grade anfangen Anti-Depris zu nehmen, hab ich bis jetzt zum Glück nicht gebraucht, jetzt werd ich einfach mal mehr sport machen, statt ADs . Ich hab mich körperlich teilweise so schlapp und schlecht gefühlt, als hätte ich Malaria. Heute war ich Joggen das hat echt gut getan.


    Verdammt mein Studium ist ebenfalls nicht ohne und ich hasse einzelne Fächer, aber ich weiss genau dass es das Richtige für mich ist. Und da kämpfe ich mich durch, komme was da wolle. So wie ich bisher gelitten hab, das wird erfolgreich beendet.
    Studierst du jura oder bwl? ^^


    Wie dem auch sei, ich finds krass, das du soviel erkannt hast, auch ohne Therapie . Du bist weit gekommen, das was du schreibst zeigt mir, das du es echt geschafft hast auf den richtigen Weg zu kommen. Dafür verdienst du ne Menge respekt, ich glaube du bist einer der ganz wenigen aus dem alten Thread die es schaffen werden, bzw. schon geschafft haben.

    Machs gut

    Chefkoch

  7. #7

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    Standard

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen
    aber ich wirke dann immer arrogant, das wurd mir oft gesagt ... schlechte Kombination, verdammt schlechte Kombination!
    Ja, ich hab auch nen Kumpel der extrem arrogant ist. Teilweise so übertrieben, das umstehende Leute nur die Augen verdrehen und denken wasn das für ein Idiot.

    Ich verstehe das auch nicht so ganz: Kann man sich nicht einfach höflich und respektvoll, hilfsbereit und offen verhalten? Vor allem wenn man weiss dass man dazu neigt arrogant rüberzukommen?

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen
    Liebe? Limis x-->0
    Gesundheit limes x-->0
    Karriere, naja mal sehen.
    Für Gesundheit kann man was tun --> Rauchen aufhören, Sport. Idealerweise Ausdauertraining und Kraftraining wenn es um reine Fitness geht. Mach ich beides, und man fühlt sich einfach besser.

    Für Karriere kann man ebenfalls was tun --> fleissig lernen und sich in der Klausurphase verdammt noch mal auf den Arsch setzen und alle Klausuren beim ersten Anlauf bestehen.

    Diese beiden Punkte sind wenn man mal genauer drüber nachdenkt super einfach abzuhaken. Ich sag nicht, dass es nicht viel Arbeit ist, aber man kann einfach loslegen und auf gehts.

    Tja, und unter den Bereich Liebe fallen dann alle sozialen Kontakte zu Mitmenschen.
    Und das ist halt nicht so einfach diesen Punkt zu verbessern, wenn einem soziale Kompetenzen gänzlich fehlen.
    Aber auch das kann man lernen. Ich finde Unisportgruppen (egal welche Sportart) sind ne super Sache um neue, entspannte Leute kennenzulernen. Engagier dich in irgendwelchen Studenten-Organisationen (Fachschaften, Bonding usw. VWI, VDI Hochschulgruppen), mach Sprachkurse oder watt weiss ich.

    Möglichkeiten gibts genug. Nur eine Sache ist sicher: Das passiert alles nicht von allein. Man muss selbst den Arsch zur Tür herausschwingen und auf andere Menschen zugehen, und genau das wird von uns (fälschlicherweise) als unangenehm gesehen (und daher kommen dann diese Gedanken "Jetzt nen Tütchen und der Abend ist gerettet". Kiffen ist halt sehr einfache, künstliche Zufriedenheit ohne Einsatz, und dieses "Glück" gibt es sogar abgepackt in Tüten zu kaufen)

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen
    Studierst du jura oder bwl? ^^
    Wirtschaftsingenieurwesen, ein Studium für Masochisten

    Zitat Zitat von Chefkoch³ Beitrag anzeigen
    Wie dem auch sei, ich finds krass, das du soviel erkannt hast, auch ohne Therapie . Du bist weit gekommen, das was du schreibst zeigt mir, das du es echt geschafft hast auf den richtigen Weg zu kommen. Dafür verdienst du ne Menge respekt, ich glaube du bist einer der ganz wenigen aus dem alten Thread die es schaffen werden, bzw. schon geschafft haben.
    Danke für das Lob, aber ich seh mich doch wesentlich kritischer. Ich bin mir selbst bewusst, dass ich momentan auf nem guten Weg bin. Ich bin nicht unzufrieden mit meinem Leben, und ich arbeite an der Verbesserung. Dennoch gibts noch viel zu tun, und eigentlich ist die ewige Kifferei sein lassen nur der erste, vielleicht gar nicht so schwere Schritt.

    Grüße

  8. #8

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    Standard

    Namaste

    Danke für das Lob, aber ich seh mich doch wesentlich kritischer. Ich bin mir selbst bewusst, dass ich momentan auf nem guten Weg bin. Ich bin nicht unzufrieden mit meinem Leben, und ich arbeite an der Verbesserung. Dennoch gibts noch viel zu tun, und eigentlich ist die ewige Kifferei sein lassen nur der erste, vielleicht gar nicht so schwere Schritt.
    Da hats firestarter doch sowas von auf den Punkt gebracht:

    Es geht eben eines ins andere über: Erkennen, Handeln, und weiter...
    Die Energie, die das NichtMehrKiffen bringt; das SichSelbst besser Erkennen ( auch wenns weh tut) & das auf andere Menschen zugehen...
    Wobei letzteres ziemlich schwierig ist, da wir Drogis wirklich 'leichte'*g* Störungen der Sozialfunktionen haben...Aber, es geht & wird immer besser !

    Wie so oft rate ich auch hier mal zu Yoga oder Qi Gong; das holt runter, erdet & kann dir, Chefkoch, auch helfen, dich n bissel besser rüberzubringen!
    So'n Kurs kostet über die Volkshochschule ca. 30-40 Euro & die scheißen euch auch nicht mit übertriebener EsoMeso zu ....*ggg*....
    Abt: Vom Kiffer zum ÜberrEsoteriker...igitt!
    Ist n gutes Gefühl, etwas für seine Stimmung zu tun & statt zu Kiffen auf einmal 10 min. bewußt zu atmen !
    Wirkt auch, ohne Nebenwirkungen & die schlimmste soziale Folge wäre, dass ihr im Kurs 'neue' leute kennenlernt.

    Power! Ganesha.

  9. #9
    Chefkoch³

    Standard

    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen
    Ja, ich hab auch nen Kumpel der extrem arrogant ist. Teilweise so übertrieben, das umstehende Leute nur die Augen verdrehen und denken wasn das für ein Idiot.

    Ich verstehe das auch nicht so ganz: Kann man sich nicht einfach höflich und respektvoll, hilfsbereit und offen verhalten? Vor allem wenn man weiss dass man dazu neigt arrogant rüberzukommen?
    Ich bin höflich und respektvoll, das is mehr ne ausstrahlungsache...

    Zitat Zitat von firestarter Beitrag anzeigen
    Für Gesundheit kann man was tun --> Rauchen aufhören, Sport. Idealerweise Ausdauertraining und Kraftraining wenn es um reine Fitness geht. Mach ich beides, und man fühlt sich einfach besser.
    Mit dem Rauchen hab ich seit dem 1.1. aufgehört, nur sport hab ich überhaupt nicht gemacht, damit hab ich grade angefangen, war heute wieder laufen und fühlt sich entspannend an, danach. Ich hab früher immer autogenes Training gemacht, das hab ich nach na Zeit aufgegeben obwolhs immer super gut getan hat. Das werd ich wohl wieder in Angriff nehmen...

    Grüße

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