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Thema: 21 Jahre THC Geschichte

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  1. #1
    Schattenwesen

    Standard 21 Jahre THC Geschichte

    Hallo zusammen ,

    so dann will ich mal ein Stück von mir erzählen .

    Beginn ich mal ganz vorn .

    Mit 15 Jahren kam ich das erste Mal mit THC in Kontakt .
    Durch meine damalige Ausbildungskollegen , wir befanden uns auf einem einwöchigen Betriebsausflug , damit sich die Leute untereinander besser kennen lernen .
    .....hat geklappt ja .
    Naja , was folgte waren 4 Jahre , ich will`s mal kontrolliertes Genußkiffen nennen .
    Soll heißen ich habe in diesem Zeitraum unregelmäßig und dann höchstens mal zum Wochenende hin was geraucht und dann eigentlich auch nie alleine .
    Dann wollten meine Freundin und ich ne eigen Wohnung , das ging aber damals aus finanziellen Gründen nicht , bot sich also ne WG mit meinem besten Freund und seiner Freundin an , welche zu diesem Zeitpunkt schon recht gut unterwegs war was das rauchen angeht . Zu dieser Zeit nahmen sich zwei meiner Kollegen das Leben .
    So steigerte sich mein Konsum recht bald .
    Die WG hielt nicht lange , also erstmal zurück zu Eltern , naja .
    Von jetzt an gings erst richtig bergab .
    Ich hatte keine Lust mehr irgendwas zu unternehmen , wollt nach Feierabend lieber zu Hause sitzen und mir in ruhe eine rauchen .
    So kam was kommen mußte .
    Meine Freundin verließ mich .
    Also noch weiter zurück ziehen und denn Kummer vergessen .
    Tja und dann kam`s ganz Dicke .
    Mein Vater bekam eine Gehirnblutung , er überlebte aber war nicht mehr der alte , verfiel immer mehr in Depressionen , angestachelt von meiner Mutter die wohl mit der Situation auch überfordert wahr , da ich zu diesem Zeitpunkt auch andere Drogen nahm und ihr wohl auch mehr zur Last fiel als das ich helfen konnte und so kam was kommen mußte .
    Mein Vater nahm sich das Leben , man fand ihn einen Tag vor Heilg Abend .
    Spätestens ab jetzt kann man bei mir von einem Dauerkonsum sprechen .
    Jetzt gings richtig bergab , ein Rausch ging in den anderen über die Probleme mit meiner Mutter wuchsen , jetzt war ich das Opfer ihrer Angriffe , Arbeitsstelle verloren , der Hund von meinem Vater wurd überfahren , dann noch mein Auto geklaut und erfahren das die Frau die ich immer noch liebte an der Nadel hing .
    Wieviel Leid kann ein Mensch ertragen , ich wußte es auch nicht und hatte auch keine Lust mehr es heraus zu finden , denke mal ich muß nicht konkreter werden .
    Naja , ich hab`s überlebt , nach der Trennung von meiner damaligen Freundin folgten also sieben Jahre Einsamkeit , Drogenexesse , lachen und weinen , kurzum ein auf und ab .
    Dann lernte ich eine ganz liebe Frau kennen die keine Drogen nahm , wir wurden ein Paar ich bekam einen tollen Job , alles töffte also .
    Es folgten eigene Wohnung , Lohnkürzung wegen schlechter wirtschaftlicher Lage , 6 Monate Überstd. von 22Uhr bis 15Uhr 6Tage Woche um den Lohnausfall auszugleichen , dann war`s für mich irgendwann zuviel . Bin auf der Autobahn eingeschlafen , Auto Totalschaden , Führerscheinentzug - Arbeitslosigkeit , erstmals wieder Depressive Gedanken .
    Naja , konnte dann wieder bei meinem alten Betrieb anfangen als ich den Führerschein wieder hatte , aber ich hab`s nach neun Monaten versaut , wurde dann Gekündigt .
    Tja , und seitdem geht`s wieder nur bergab .
    Einziger Lichtblick in der Zeit danach war die Schwangerschaft meiner Freundin und die Geburt meines Sohnes .
    Aber auch dieses Glück hab ich nicht halten können , nach 7 Jahren hat mich meine Freundin jetzt vor einem Jahr verlassen .
    Ich wollt mich eigentlich fallen lassen , aber dann kam der Gedanke das ich ja noch soviel mit meinem Sohn erleben will , also kämpfen , neuer Job , eigene Wohnung und versuchen den Kontakt zu meinem Sohn zu halten .
    Klingt soweit ja garnicht schlecht .
    Ersten kommt es anders und zweitens als man denkt .
    Jetzt hat sich mein Chef das Leben genommen weil die Firma Insolvenz anmelden mußte , Arbeitslosigkeit steht also wieder vor der Tür , der Tag beginnt wie er endete
    Tja , das ist meine Geschichte und ich hab darauf echt keine Lust mehr , irgendwann muß es doch auchmal gut sein . So begab ich mich auf die Suche nach Hilfe , da ich weiß das ich es alleine einfach nicht hinbekomme und stieß auf das LdG-Projekt .

    Hoffe das war jetzt nicht zu lang , aber ihr sollt ja auch wissen mit wem ihr zu tun habt gelle , falls Fragen bestehen nur zu .

    Grüße aus dem Schattenreich

  2. #2
    Julchen

    Standard

    Hallo du,

    schön, dass du zu uns gefunden hast, und einen Ausstieg angehen willst

    Ich denke LdG kann ein Schritt weiter sein ... den ersten Schritt hast du ja hinter dir, die Überlegung ein abstinentes Leben zu führen.

    Was machst du denn jetzt gerade wieder einen Job?

    Siehst du deinen Sohn regelmäßig?

    Hast du schon mal dran gedacht eine Therapie zu machen?

    ...kämen sicher noch mehr Fragen, aber ich will anderen ja auch eine Chance geben

    dann leb dich gut ein, und viel Glück mit LdG

    LG Julchen

  3. #3
    Carryon

    Standard

    Hallo,
    was konsumierst Du denn noch zur Zeit falls ich fragen darf?

  4. #4
    Schattenwesen

    Standard

    Hallo Julchen ,

    tja , neuen Job , ne hab ich noch nicht , ehrlich gesagt hab ich mich bisher darum auch noch garnicht gekümmert , sitz den ganzen Tag nur vorm PC , obwohl mich das auch nur noch langweilt . Typisches Kiffersydrom , ich weiß ich sollte aber he , noch bin ich ja nicht arbeitslos , nur freigestellt , aber ich weiß das gibt nix mehr und tue trotzdem nix.
    Meinen Sohn seh ich leider nicht regelmäßig . Meine Ex hat mich in dem Jahr nur einmal mit dem kleinen besucht , ich versuch zumindest zweimal im Monat zu ihm zu fahren , das hat auch ganz gut geklappt , naja jetzt hat meine Ex nen neuen Freund und denn will ich auf keinen Fall sehen den dann kann ich für nix mehr garantieren .
    Jetzt fragst du dich evtl. warum nur zweimal im Monat , naja , war oder bin noch im 3 Schichtsystem am arbeiten und wohne jetzt knapp 50km von meiner Ex entfernt . Verdienst ist auch trotz Schichtarbeit eher mager und wenn ich mal Zeit habe paßt es meistens bei meiner Ex nicht . Aber nächsten Mittwoch 14 Uhr sehe ich ihn .
    Denke mal sie will ihn nur vor mir beschützen , nicht falsch verstehen ich liebe meinen Jungen über alles , weil ich mein Leben einfach nicht in den Griff bekomme . Bin mir da im Moment auch so meine gedanken zu am machen und bin am überlegen ob ich nicht einfach den Kontakt abbrechen lassen . Der Gedanke daran zerreißt mich eigentlich aber ich liebe ihn und will doch nur sein bestes und was kann ich ihm schon zeigen .
    Aber lassen wir das Thema es geht ja um was ganz anderes .
    An eine Therapie gedacht , hm ne also nicht wirklich . Das hier ist jetzt eigentlich das erste Mal das ich überhaupt darüber rede , selbst meine Ex weiß nicht alles , ich tue mich ein wenig schwer damit über mich zu reden .

    Grüße aus dem Schattenreich

    P.S.: Hallo Carryon , THC und mittlerweile wieder Pep , Alkohol ist ein bisl jetzt dazu gekommen aber sonst nix . Ja ich weiß .

  5. #5
    Julchen

    Standard

    Hallo Schattenwesen,

    Pep ein bisserl Alk, und THC hört sich nach gesundem Mischkonsum an ... ich denke mal einen Weg in eine Beratungsstelle suchen, und über eine Therapie nachdenken wäre sicherlich nicht das Schlechteste.

    Ich vertrete die Meinung, dass Väter ein Recht darauf haben ihre Kinder zu sehen, egal, was vorgefallen ist. Aber es muss natürlich gewährleistet sein, dass du gut für den Kleinen sorgen kannst, und das geht eben unter Drogen nicht wirklich.
    Da kann ich deine Ex verstehen, wenn sie sich Sorgen macht, und nicht will, dass der Kleine bei dir ist (sag wie alt ist der?)

    Den Kontakt ganz abbrechen zu lassen halte ich für keine gute Idee, er wird dich vermissen, und nicht verstehen, warum du auf einmal weg geblieben bist.
    Du wirst ihn immer vermissen, an ihn denken, und dir Vorwürfe machen.

    Das du den neuen Freund deiner Ex nicht treffen möchtest, kann ich verstehen...aber da werden sich sicherlich Lösungen finden lassen.

    Nutz doch mal deine Zeit am PC und schau dich nach einem neuen Job um, Gigajob, Stepstone, kann ich beide empfehlen
    Zum einen bleibt einfach am Tag weniger Zeit für Konsum, zum anderen bringt eine Aufgabe im Leben auch einen gewissen Sinn mit.
    Du musst aufstehen, aus dem Haus gehen, deinen Job machen, ergo, kannst du nicht nächtelang peppen, und dich weg knallen.

    Wenn du dir aber gar nicht vorstellen kannst so ein Leben durch zu ziehen, denke ich hast du großen Handlungsbedarf, da wäre der Weg in eine Beratungsstelle eben sinnvoll.

    Thc halte ich persönlich für eine gefährliche Droge, die man aber handeln kann, wenn man vernünftig damit umgehen kann, aber in Verbindung mit Pep und Alk gibt das eine ganz andere Sicht.
    ...und wenn man aus einem suchtbezogenen Konsum kommt braucht es lange Arbeit, bis man die Kontrolle über das Kiffen hat, nur zum Genuss, und nicht im alten Muster - und manchmal ist es dann besser ganz auf Drogen zu verzichten, als sich immer wieder in die Gefahr zu begeben, zurück in den Kreislauf zu rutschen.

    Pep halte ich für eine ganz besonders gefährliche Droge, nicht teuer, schafft ein Gefühl von innerer Stärke, und Zufriedenheit, aber eben nur einen kurzen Moment lang, und dann?
    Druck auf die nächste Line, die ja irgendwann das Gefühl nimmer geben kann.
    Fit, aber trotzdem gesmashed, vom Alk und THC , und den Amphetaminen?
    Ich denke die psychische Abhängigkeit davon ist gravierender, weil du nach dem Konsum doch eine längere Zeit hast, in der Nachwirkungen deutlich zu spüren sind (übergroße Müdigkeit, Depressionen , körperliche Auswirkungen des Pulvers...)

    Alk keine Frage, hat der Teufel gemacht, überall zu haben, immer verfügbar, und macht eben körperlich abhängig!!!

    Du mutest deinem Körper eine Menge zu Pep und Kiffe zusammen kann extreme Kreislaufproblem verursachen, dann noch in Verbindung mit Alk

    Ich rate dir dringend, komm zurück ins Leben, schau was dir wichtig ist, (dein Sohn) und was du dafür tun kannst, es zu erreichen.

    Jeder Vater hat ein gesetzmäßiges Recht sein Kind zu sehen, solange dessen Wohl gewährleistet ist.
    Geh zum Jugendamt und informier dich, notfalls hast du auch die Möglichkeit einen Familienanwalt hinzu zu ziehen.
    Sollte dir dafür die Kohle fehlen, gibts sowas wie Prozesskostenhilfe

    Arbeite an dir, und kämpf

    Viel Kraft
    LG Julchen

  6. #6
    Schattenwesen

    Standard

    Hallo Julchen ,

    das mit dem Pep war eigentlich mehr ein Ausrutscher weil`s mir die Tage echt beschissen ging und ich einfach abschalten mußte .
    Hab das Zeug davor mindestens 7 Jahre nicht mehr genommen und auch keine Probleme da wieder die Nase rauszuhalten .
    Es war halt ein Ausrutscher .
    Aber gleichzeitig erkenn ich auch alte Muster wieder .
    Erst kam jetzt der Alk dazu , dann das Pep .
    Kenn ich doch die Laufbahn , dann müßte ja als nächstes ............
    NEIN keinen Bock drauf !!!!!!!!
    Naja , zu meinem Sohn .
    Der ist jetzt 2 Jahre alt geworden , mein ganzer Stolz .
    Denk jetzt bitte nicht von mir das ich total verpeilt meinen kleinen besuche , ne so nicht . OK , ich hab`s fast noch nie geschafft nicht was zu rauchen wenn ich ihn besucht habe zugegeben .
    Vermissen würde er mich glaube ich nicht , dafür ist der Kontakt mittlerweile schon zu gering geworden , sehe ihn im Moment höchstens mal ein paar Stunden so alle 6 Wochen circa .
    Beim letzten Besuch hab ich`s nur drei Stunden ausgehalten , dann mußte ich fahren , ich mußte weg , keine Ahnung warum obwohl ich ihn doch vermisse .
    Arbeit ...........Ja sollte ich mich drum kümmern , aber ich weiß auch gleichzeitig solange ich mein THC -Problem nicht in den Griff bekomme , ist das alles nur von kurzer Dauer .
    Kontrollierter Konsum wäre ja ein Traum , aber für mich wohl nicht realisierbar .
    Bin da eher so ein " einer geht aber noch " Typ .
    Therapie , hm , wie muß ich mir das vorstellen ???

  7. #7
    Julchen

    Standard

    Der erste Schritt ist entweder in eine Beratungsstelle oder zu deinem Hausarzt, Probleme schildern, und dir Adressen geben lassen, wo du anrufst und Termine ausmachst

    Beratungsstelle wäre vorzuziehen denk ich, weil du da gleich schon Gespräche haben kannst, vllt gibts sogar ne Gruppe oder sowas, auf alle Fälle können die dich auch an Therapiestellen verweisen, die wissen auch ein bisschen was da dann passen würde für eine Therapie , ich hab eine Verhaltensthera hinter mich gebracht und fands passend

    Viel Glück
    LG Julchen

  8. #8
    Schattenwesen

    Standard

    Hm , das mit dem Arzt paßt da muß ich eh heute um 17 Uhr hin , krieg die Ergebnisse von irgend so nem Gesundheitscheck und wollt ihn eh mal darauf ansprechen .
    Naja mal sehen ob ich den Mund aufbekomme .

  9. #9
    Schattenwesen

    Standard

    So komm grad vom Arzt , alle Werte im grünen Bereich , wenn man mal den Blutdruck ausser acht läßt . Aber warum der im Keller ist dürfte ja auch klar sein . Hab ihn mal wegen der Drogengeschichten angesprochen , aber wirklich weiterhelfen konnte er mir da auch nicht , hab nur son Kärtchen bekommen vom Drogen-Notruf .

  10. #10
    Julchen

    Standard

    Versuchs in der Beratungsstelle ... das wird der richtige Weg sein, und versuche mal ob dir unser LdG vllt auch helfen kann, ist ne gute Sache

    Du wirst schon das Richtige tun

    LG Julchen

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