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Thema: Eigene Fortschritte anerkennen...

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  1. #1
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    Standard Eigene Fortschritte anerkennen...

    "Erkennen Sie auch kleine Fortschritte als Ihren persönlichen Erfolg an!"

    ... immer wieder begegnet mir dieser Satz. Und in den seltensten Fällen kann ich wirklich etwas damit anfangen.

    Irgendwie schaff ich's nie - oder nur sehr sehr selten - irgendwelche Fortschritte bei mir zu sehen, auch kaum kleine. Demzufolge stellt sich auch selten das Gefühl von persönlichem Erfolg ein, wie es in diesem Satz so schön heißt.
    Bei anderen Menschen allerdings, fällt mir das viel öfter und schneller/leichter auf, wenn sie sich oder ihr Verhalten irgendwie ändern, etwas dazugelernt haben.

    Wie ist das bei euch?
    Bemerkt ihr auch kleine Fortschritte und erkennt sie an (oder könnt sie anerkennen)?


    Liebe Grüße
    Fibra.

  2. #2
    dauerfehler

    Standard

    selbst wenn ich in irgendeiner weise fortschritte machen würde, wäre ich nicht fähig sie zu erkennen, geschweigedenn sie zu bewerten.

    08/15 standard-routine einfach

  3. #3

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    Hallo Fibra,

    nein, auch ich erkenne keine Fortschritte. Ich seh immer nur wenn es weiter bergab geht, aber bergauf? Eher nicht.

    Aber kann es sein das man einfach verdrängt Fortschritte zu erkennen, das man darüber einfach nicht nachdenkt? Ich meine, man sagt doch immer, man merke sich die negativen Dinge im Leben schneller und lämger als de positiven.
    Vielleicht gibt es da einen zusammenhang. Könnt ich mir zum mindest vorstellen.

    Edit: Rechtschreibfehler bearbeitet

  4. #4
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    Hm, es kommt drauf an. An Tagen, an denen es mir gut geht, da ist es ok, da kann ich meine Fortschritte sehen, da kann ich zurück blicken und sagen: Ja, du hast schon ne ganze Menge geschafft und verbessert, vor allem auch wenn ich es von anderen gesagt bekomme. Aber an Tagen, an denen ich unten bin, da geht das gar nicht, da kann mir wer weiß wer was erzählen, da kann ich nix annehmen und auch selbst überhaupt nicht sehen, dass ich was geschafft habe. Und wenn ich dann daran denke, dass ich es schon mal sehen konnte, kommt mir das wie ne unglaubliche Illusion vor...

    LG
    rose

  5. #5
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    Hi.....

    Ja, diesen Satz hab ich auch schon oft gehört.....und konnte ihn auch oft nicht annerkennen.
    Gelberose hat es schon gut beschrieben.....
    Also, ich hab da in der Kur, wo ich verschiedene Therapeuten hatte, einiges gelernt.

    Das hat was mit dem Selbstbild zu tun. Hat man ein negatives Selbstbild, nimmt man negative Äußerungen als Bestätigung seines Selbstbildes und ist zufrieden.....(das positive hat keinen Raum)
    Derjenige der ein positives Selbstbld hat hat nimmt die positives Äußerungen als positiv und fühlt sich bestätigt. (Das negative wird nicht gehört)
    (Was ich damit sagen will, ist das derjenige, der sich selbst (wie auch immer als negativ einschätzt) keine Fortschritte zuläßt......auch keine kleinen....( Wie mein alleiniger Besuch eines Eiscafes, ich hab es dann gleich, als nicht so wichtig eingestuft, also meinen Erfolg nicht anerkannt)

    Also, irgendwie läuft es immer darauf hinaus wie man sich selbst sieht und annimmt....denn dann kann man auch Erfolge anerkennen,auch wenn sie klein sind.
    Ich find das auch schwer.....aber ich hab irgendwie festgestellt, das das was ich beschrieben hab, es sehr gut trifft.....
    Mag ich mich,kann ich auch erkennen, was gut war....auch wenn es nur kleine Schritte sind....

    Also mögt euch.... nee, echt, ich glaub da kommt es drauf an.....

    lg
    desty

  6. #6

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    dann scheine ich ein positives Selbstbild zu haben, jedenfalls überwiegend. Ich sehe nämlich schon oft auch kleine Erfolge und freu mich dann sehr. Aber das kann ich auch erst richtig seit meiner Thera.

  7. #7
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    Hm... "negativer Verstärker" sozusagen
    Stimmt natürlich. Daran hab ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht.. Oder jedenfalls nicht oft, und wenn doch, dann wollt ich die Erklärung nicht

    Aber im Grunde geht's mir ähnlich, wie gelberose...
    Nur dass ich in 'ner positiven Phase eben alles herunterspiele, so wie du destiny.
    "Kein Ding" oder "Is doch nich so wichtig", "Übertreib mal nich, is nix Großartiges"... ja ja, wer mich bissl kennt, kennt auch diese Sätze von mir.

    (Allerdings fällt's dann den meisten schwer zu unterscheiden, wann ich etwas "nur" herunterspiele und wann ich es damit ernst meine, einfach weil es meine Meinung ist - Weiß grad nicht, wie ich den Unterschied passend erklären soll)

  8. #8

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    Standard Kopf hoch, auch wenn nichts drinn ist

    "selbst wenn ich in irgendeiner weise Fortschritte machen würde, wäre ich nicht fähig sie zu erkennen, geschweigedenn sie zu bewerten."

    Um Fortschritte erkennen zu können, muß man an sie glauben können. Das scheint so, weil ihre Bewertung von unserer Grundstimmung abhängt. Ist diese negativ, so bleibt auch unsere Erwartung, ja unser Erleben überwiegend negativ.

    In so einer Lebensphase erscheint es schwehr durchzuhalten und dem eigenen Handeln einen Sinn zu geben. Als ich trocken wurde, erschien mir mein Leben sinnlos und hoffnungslos verfahren. Fortschritte konnte ich immer nur im Rückblick erkennen und es dauerte lange, bis ich überhaupt wieder darauf vertrauen konnte, daß sich was tut und ich welche mache.

    Dennoch ist so eine pessimistische Lebensphase, als eine Art Läuterung der eigenen Warheit, auch die Voraussetzung für neuen Lebensmut.
    Ohne dieses Fundament bleibt neuer Optimismus aufgesetzt und nicht tragfähig, weil wir ihm nicht trauen können.

    Erst wenn sich unsere Grundstimmung verändert, vielleicht auch nur schwankt, werden wir fähig unsere eigenen Leistungen anzuerkennen.

    Ich erinnere mich, das ich mir mal selbst auf meine Schulter klopfte und zu mir sagte, hast Du gut gemacht.
    Den Grund habe ich heute längst vergessen. Aber bald danach ging es mit meinem Selbstvertrauen spührbar aufwärts.

    Fürchtet euch nicht vor euch selbst, versteckt nicht euer selbst, sondern steht so ehrlich wie möglich zu Euch selbst.

  9. #9
    Mitglied SuS e.V. ModeratorIn
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    Standard

    ja, Fibra da hast du irgendwie recht.....wann ist es echt? Da hab ich auch ein Problem mit...und auch mit der Erklärung....

    Aber ich meine man sollte die Erfolge viel öfter anerkennen.......für den einen ist es "normales Leben" und für den anderen ne "super Leistung"
    das ist es.....
    Nicht mit dem Maßstab messen der die Norm ist...sondern immer gucken was es für einen selbst ist.....

    lg
    desty

  10. #10

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    Standard

    Ich denke auch mal, es liegt vielleicht auch daran, wie jeder einzelne Erfolg interpretiert...

    Für den einen ist es ein kleiner Erfolg, wenn er es schafft aufzustehen und zur Arbeit zu gehen.....für den anderen ist dies kein kleiner Erfolg, sondern schon ein ziemlich großer.......denke mal kommt auf die momentane Stimmungslage oder den Ausprägungsgrad des Krankheitsbildes an.

    Und vielleicht hat es auch was damit zu tun, ob man früher von den Eltern für kleine Dinge, die man erreicht hat, gelobt worden ist...denn das trägt auch viel dazu bei ...

    schelliiee

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