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Thema: Diagnose: Dissoziative Störung

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  1. #11
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    Bisher habe ich die Aufgabe bekommen, darauf zu achten in welchen Situationen mir das passiert. Und das mal aufzuschreiben.
    Das ist auch wirklich sehr wichtig, aber vielleicht schreibst du dazu, was du als letzte Situation noch mitbekommen hast.

    Als ich damals erstemal realisiert hab das ich nicht mehr bei mir bleiben konnte, hat mir es viel geholfen.

    Du lernst dadurch zu erkennen was Auslöser sein kann. Bei mir wars (und ist es heute noch, wenn auch sehr selten) in extremen Angst Situationen. Wenn ich durch irgendwas an etwas erinnert wurde. Ob es Gerüche, Gesten eines Menschen, Aussehen, oder auch einfach Stress verbunden mit Angst (voller Bus, neue Situationen mit Unbeknannten etc.)

    Auch hat es mir sehr geholfen das meine Therapeuten immer wieder gesagt haben, das es ein Schutz ist, weils in dem Moment einfach nicht auszuhalten wäre. Ich hab dadurch ein wenig die Angst verloren und konnte ganz anders reagieren.

    Heute weiß ich und bemerke ich es gut vorher und kann genau das tun, was du nun auch bald kennenlernen wirst. Mich durch Achtsamkeitsübungen gut im Jetzt halten - wie ich es nenne.
    Das ging irgendwann so in mich über das es mir nun oft reicht meine Stand- Sitzposition zu ändern, Räumlichkeiten zu wechseln, oder eben durch bestimmte Körperliche Aktionen wie laufen, leichtes kneifen, auf die Beine klatschen hilt.

    Liebe Grüße

    Bluemchen

  2. #12
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    Hallo Blümchen,

    mir ist auch aufgefallen das mir das häufig passiert wenn ich unter menschen bin und ich mich irgendwie unwohl fühle. Auch wenns Freunde sind, dann wirds mir manchmal irgendwie zu viel.
    Ich hab zwei Freundinnen eingeweiht, vorallem auch damit sie darauf achten können falls ich mal wieder mit einem fremden Mann mitgehe

  3. #13
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    Hi Mirabelle, ich habe dieselbe Diagnose wie Du und bin zur Zeit ambulant bei einem Therapeuten, der sich darauf spezialisiert hat. Ich bin zwar nie so weit weg wie du, sondern weiß immer noch, was ich gemacht habe, aber ich bin trotzdem an der Situation nicht mehr beteiligt. Mir hilft z.b. wenn ich mir dann bewußt Ruhe gönne und etwas schlafe. Aber ich lerne zur Zeit auch Achtsamkeitsübungen und muss sie ständig wiederholen. Ich weiß nun auch, wann sowas eintritt, kann es aber noch nicht beeinflussen, daß es nicht passiert. Wenn mir seelisch etwas zu viel wird, ich extreme Angst vor etwas habe oder ich Gefühle (und das ist der Hauptgrund) verstecke und unterdrücke. Z. B. ich bin mit etwas nicht einverstanden, was mein Gegenüber macht, habe eine andere Meinung, bin sauer oder etwas anders und ich mache aber ihm zuliebe das was er oder sie will und handle gegen meine Gefühle, dann passiert mir das am meisten. Deshalb versuche ich Dinge zu umgehen, die mir nicht gut tun, also auch ruhig mal kräftig streiten, daß die angestauten Gefühle rauskommen. Meist ist es bei mir Wut auf jemanden und die muss raus. Sie kommt noch heftig raus und meine Familie muss sich erst mal daran gewöhnen. Sie versuchen dann mit mir vernünftig über die Sache zu reden, aber das lerne ich auch noch, Dinge angemessen anzusprechen und Konflikte zu lösen. Aber weißt du, was das komische ist, auch wenn ich mal ganz fröhlich bin und richtig ausgelassen passiert mir das, das ich abdrifte. Also auch bei guten Gefühlen. Mein Körper schützt sich dadurch vor Gefühlen, weil die immer so heftig sind. Ist schon eine komische Diagnose. Du wirst sicherlich dir auch einen Notfallkoffer packen müssen. Ein kleines Kistchen, was du immer mitnehmen kannst und wenn du dann soweit bist und bemerkst, wann es los geht, dann kannst du z.b. durch ein scharfes Bonbon oder einen Igelball oder an etwas riechen, was stark ist, dich aus diesem Zustand rausholen. Ganz wichtig ist, nicht zu verharren, sondern dann in Bewegung bleiben und die Situation verändern, sei es nur aus dem Raum rauszugehen. Das hilft meist schon. Wir schaffen das schon. Blümchen hat es auch geschafft, also warum wir nicht.

  4. #14
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    Ich stehe ja auch gerade noch am Anfang.
    Danke für eure Worte, die haben mich doch sehr aufgebaut!
    Mich beschleicht nur immer das blöde Gefühl, als würde mir das alles nichts nützen. Selbst meine Tabletten möchte ich eigentlich garnicht mehr nehmen

  5. #15

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    Hey, so habe ich am Anfang auch gedacht.
    Therapie? Brauche ich nicht.
    Diese Diagnose? Stimmt wahrscheinlich garnicht.
    Tabletten? Geht auch ohne!
    Ich gefährdet? Ach, übertreibt nicht!
    Fortschritte? Nee, die sehe ich nicht, ihr Schleimer!

    Vielleicht kommen dir einige erste Schritte ja bekannt vor, habe ich gestern im Chat auch manchmal mich in deinen Worten gehört. Aber man durchläuft meist diese Phasen nacheinander, so lange, bis man weiter ist, aber erst im Nachhinein sieht man, was man geschafft hat.
    Und sollte das alles doch nichts bringen, dann kannst du es immernoch lassen. Aber deine Tabletten brauchen ca. 4-6 Wochen, bis sie wirken, und die Zeit solltest du dir nehmen!

  6. #16
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    Ja du hast warscheinlich recht Faceless.
    Ich bin immer so furchtbar ungeduldig und kann das alles nicht aushalten. Ich wille n knopf wo ich drauf drücke kann und fertig ist
    Aber bis der erfunden wurde,werden warscheinlich noch Jahrhunderte vergehen.
    Ich hab irgendwie das Gefühl als würde ich total in der Luft hängen,kein vor und kein zurück.
    Ich werd die auf alle fälle auch noch weiter nehmen. Habs so mit der Ärztin besprochen. kanns ja immernoch irgendwann mal sein lassen.
    Vl sollte ich das ganz auch einfach mal entspannter angehen.
    Aber es tut auf alle fälle schon mal gut, zu wissen das ich nicht alleine damit bin und das mich jemand versteht. In meinem Umfeld kann sich keiner dahein versetzen, wenn ich versuche es zu erklären.
    Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und einen guten Start in die nächste Woche!
    lg Mirabelle

  7. #17
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    Ja gib dir da einfach etwas Zeit, gerade was die Medikamente anegeht.

    Das du dich da im Moment so ein wenig fühlst als wenn du in der Luft hängst, denk ich ist nur verständlich, aber ich denke auch es gibt sich, wenn du erstmal auch die richtige Therapie anfangen kannst und die ersten Fortschritte spürst.

    Ist nicht so einfach und gerade am Anfang gehört da schon auch viel Selbstdisziplin dazu um daran zu arbeiten und vor allem auch dran zu bleiben, aber da scheinst du ja gerade recht gut aufgehoben zu sein und kannst es intensiv angehen .

    Wenn du erstmal besser verstehen und es verinnerlichen kannst, hoffe ich das es dir schnell etwas besser gehen wird.

    Schreib einfach wenn dir danach ist. Hier verstehen dich Viele und bist ganz sicher nicht alleine.

    Dir auch einen schönen Wochenstart

    Liebe Grüße

    Bluemchen

  8. #18
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    Ich hab angst , das es mir genau an dieser Selbstdisziplin mangelt und ich das einfach nicht geregelt bekomme. Vielleicht liegt es aber einfach auch nur daran das immoment alles drunter und drüber geht in meinem Kopf und ich alles zu selben Zeit machen will. Irgendwie muss ich mich mal neu strukturieren. Aber nicht mal das bekomm ich gerade hin.
    Alles irgendwie blöd

  9. #19
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    Hallo Mirabelle,

    setz dich da nicht zu sehr unter Druck, auch wenns schwer fällt.
    Natürlich ist bei dir gerade einiges durcheinander. Und das mit dem Strukturieren braucht seine Zeit. Es ist eine ganz neue Situation für dich und da kommen einem nunmal unmengen an Gedanken, Gefühlen und sonst noch was alles in den Kopf.
    Aber das Gute ist, dass du in einer Tagesklinik bist und dort sicher Unterstützung beim Sortieren bekommst. Wenn nicht, dann kannst du ja vielleicht mal bei deinem Therapeuten dort nachfragen und es mal zum Thema machen. Denn es ist für dich ja wichtig und beschäftigt dich sehr. Einiges muss man nun neu überdenken, neu strukturieren, usw. Wichtig ist denke ich, dass du dir da Zeit lässt und nichts überstürzst. Das meiste setzt sich oder wird einem erst klarer, wenn man mal drüber nachdenkt, mal ne Nacht drüber schläft, sich selbst mehr findet, seine Ziele und Wünsche überdenkt, ...

    Kann gut verstehen, dass das nun eine nicht ganz so tolle Situation für dich ist. Und ich kenn das auch, dass man am liebsten gleich alles auf einmal und sofort will.


    Wünsche dir ganz viel Durchhaltevermögen und einen ruhigen Kopf für die Nacht

    Liebe Grüße,
    sunlight

  10. #20
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    Hallo Sunlight,
    vielen Dank für deine lieben Worte!
    Hab mir gerade beim durchlesen überlegt das ich mir das alles mal aufschreibe und mir eine art to Do Liste mache. Und mal gucke was jetzt gerade aktuell ist und was ich am ehesten zuerst bearbeiten sollte.
    Werde morgen mal gleich mit meinem Bezugstherapeuten sprechen und mal sehen was er mir dazu sagt.
    Denn zu der Dissoziativen Störung kommt ja auch noch der verdacht auf Borderline und ich weiß garnicht was am besten zuerst drann kommen soll

    Konntest mich aber gerade ganz gut beruhigen. Ich werde nun zu Bett gehen mit einer feinen Kassette und morgen mal probieren das ganz entspannter und organisierter anzugehen.

    Wünsche euch allen eine gute Nacht. Und werde versuchen euch auf dem laufenden zu halten, so fern es euch interessiert

    liebste grüße Mirabelle

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