Ich habe in anderen Threads gelesen, dass einige von Euch scheinbar auch auf dem Dorf leben und ähnliche Probleme haben, wie ich.
Wollen wir vielleicht darüber reden?
Ich hör mich an wie ein Hippy
Ich habe in anderen Threads gelesen, dass einige von Euch scheinbar auch auf dem Dorf leben und ähnliche Probleme haben, wie ich.
Wollen wir vielleicht darüber reden?
Ich hör mich an wie ein Hippy

Guten Tag gutersmeagol,
jetzt mal ne doofe Frage von mir, aber über was willst du denn da genau reden?
Das wars erstmal schon
lg Zyna

Hallo gutersmeagol,
*mich zyna anschließ*
viel Grüäße
wolfskatze
Es geht vor allem darum, dass auf dem Dorf die Leute gern tratschen.... und kein Verständnis haben.
Ich war ja (als ich mit meiner Gewohnheit aufgehört habe) drei Monate auf der geschlossenen. Es kam mir vor wie eine halbe Ewigkeit, dann war ich in der Tagesklinik. Hab noch in der Stadt gewohnt... dann kam der Tag wo ich ganz offiziell nach Hause zurück gekommen bin.
Da standen ein Nachbar und eine Nachbarin an der Straße. Ich steige aus dem Auto und sag Hallo. Beide antworten nicht, sie schüttelt den Kopf und beide gehen zurück ins Haus. DAS HAT GESCHMERZT.
Dann so Sachen, wiie das meinem besten Freund gesagt wurde, warum er sich denn mit mir abgibt. Ich wäre ja so seltesam und würde ihn ja doch nur in Schwierigkeiten bringen...
Dann dass alle über mein Leben glauben Bescheid zu wissen und darüber tratschen... und es werden auch Dinge verbreitet, die nicht wahr sind... wie zum Beispiel, dass alle glauben, ich wäre schwul... und es ist nicht wahr.
Dann noch allgemeine Sachen... wie das über alle möglichen Bevölkerungsgruppen gelästert wird: Ausländer, Akademiker, Arme, Reiche, Schwule, Leute aus der Stadt, Ostdeutsche und überhaupt alle Leute, die in irgendeiner Art und Weise nicht ins Schema passen.

Hallo gutersmeagol,
es tut mir sehr leid was du in deinem Dorf erleben musst...
Das war ja dann echt heftig beim Nachhausekommen *tröst*
Tja, sicher ein ganz typisches Verhalten von nem bestimmten Menschenschlag in dieser Größe von Ort. Solche gabs, gibts und wirds immer geben, die das für ihr eigenes Ego und Machtgefühl brauchen über andere herzuziehen, alles mitkriegen wollen, Gerüchte in die Welt setzen und natürlich die gängigen Vorurteile am Leben erhalten.
Ich glaub, du kannst nur innerlich die Einstellung haben:"Boh, was seid ihr doch armselig..." und gehst deiner Wege( Braucht man allerdings ein dickes Fell!) o d e r
gehst offensiv damit um, indem du hingehst und denen ruhig aber selbstsicher sagst, was du von ihnen hälst (Braucht man allerdings ein gesundes Selbbewußtsein für)
Ich hab beides nicht und es tut mir dann eine zeitlang weh. Wenn möglich, lass ich mich von andern deswegen trösten und wir schimpfen gemeinsam über die...
ich wünsch mir ganz klar als mein Ziel, die erste Variante...kann noch dauern.
ich weiss es nützt nicht wirklich was, aber bitte lass dir von solchen nicht wehtun! Du gehst so straight deinen Weg und holst dir Hilfe und kümmerst dich um dich/deine Angelegenheiten - da können sich viel ne Scheibe von abschneiden.
Du bist echt stark!
wolfskatze
Vielleicht werde ich eines Tages in die Stadt ziehen. Ich hatte das schon ein Mal fest geplant... aber dann entschied ich mich dagegen. Vielleicht mache ich es eines Tages.
Bei Städten macht mir die Einfachheit an Drogen zu kommen Angst... und die Anonymität.
Ich liebe das Leben auf dem Land. Auch wegen der Landschaft.
Ich verstehe die Leute nicht, warum sie so sind. Ich weiss doch selbst, dass das alles nicht okay war. Man muss mich doch nicht noch zusätzlich runter putzen. eine Zeit lang dachte ich, ich hätte es nicht anders verdient.
Was haben die Leute über dich gesagt? Willst Du das erzählen?

Hallo gutersmeagol,
also die sogenannten Leute im Dörfchen für die ist es halt extrem ungewöhnlich, wenn einer aus "ihren Reihen" da irgendwie anders ist, als sie es als "normal" empfinden. Ich für meinen Teil hab kein Kontakt zu den Leuten. Hab anfangs oft so getan, als wie wenn ich sie grad nicht seh oder nicht erkenne oder so, also hab sie nicht mehr gegrüsst. Nun grüß ich ab u. zu wieder. Aber hier weiß keiner mehr was über mich, geh auch nirgends mehr hier hin, hab ich auch gar kein Bedürfnis, weil ich will viele gar nicht sehen.
Mir ist das einfach zu kleinbürgerlich. Wüßt auch gar nicht mehr, was ich in so Saufkneipen hier noch soll. Rauchen tu ich nimmer und trinken mag ich auch nix. Und dieses blöde Dahergerede da hat mich schon immer oft genervt, aber ich war halt auch in Übung und hab da bei dem Reden auch mitgemacht.
Tja, nur irgendwie kommt das gar nicht so gut an,wenn man dauernd so daherredet. Da fehlts den anderen auch an Respekt mir gegenüber.
Ich hab kein Bedürfnis mehr, mich da reinzusetzen. Ich wüßt nichtmal mehr, was ich reden soll....
Ich mag es nicht besonders, wenn ich in der Stadt von gewissen Leuten erkannt werd, die meinen sie müssten mich in Beschlag nehmen und mich ausfragen...Aber gott sei Dank wend ich das schon oft im Vorfeld ab u. verschwinde schnell *lol*
Also in der Stadt ist es anonymer ja, also aber ich denke, wenn man sich näher kennen würde u. dann wäre das Gerede ähnlich. Aber im Dorf ist es halt schon extrem. Scheins haben die echt nix zu tun...
Ich geb mich halt mit denen nicht mehr ab. Und ich spür auch, wenns echt interessiert u. wer mich nur ausfragen will. Tja leider bleibt halt da fast keiner mehr übrig...zumindest halt im Dörfchen bzw. im angrenzenden Städtchen, da hab ich auch die meisten dick *pfff*
lg
eternal
Fühlst Du Dich denn nicht einsam?
Ich vermisse die Kenipen.. früher war ich ein Kneipenhänger (in meinem "ersten" Leben *lol* Ich teile mein Leben in Vor-H/H/Nach-H ein *lol*). Ich möchte wieder einer werden... aber wahrscheinlich geht das nicht.

Hm, einsam? Naja, ich habe ja noch den ein oder anderen Kontakt, völlig alleine steh ich nicht da. Außerdem bin ich es von Kind an gewöhnt, mich mit mir selber zu beschäftigen. Klar, natürlich würd ich gern mehr rausgehen etc. Aber irgendwie gestaltet sich das zu kompliziert....Und irgendwie mag ich auch gar nicht so recht....
lg
eternal

Als wir nach 2 Jahren provisorischer Selbstständigkeit gebaut haben, höhnten die Leute hinter unserm Rücken: "Guck, wat dien Geld haben, jetzt sindse eingebildet" u n d "Ja, die könn'sich sowat leisten..."
Aber die Wahrheit war, dass wir aus steuerlichen Gründen bauen sollten, dabei bis oben alles finanziert hatten und das tägliche Leben ein Überlebenskampf war jeden Tag und nicht 8 Stunden sondern fast immer 12-14 Stunden plus Wochenende, wo die Kunden dann eben privat klingelten. Klar mussten wir ein "dickes" Auto fahren bzw. eine schwere Maschine haben wegen Anhänger und Materialgewicht. Sowas sehen die Leute nicht. Da wird nur neidisch gehöhnt. Und wenn Urlaub, dann richtig weg. Dann hieß es : "Die können sich das leisten, die sind ja auch selbstständig." Diese Auszeiten waren die einzigen Ruhephasen in 10 Jahren, um Abstand zu kriegen, wieder zueinander zu finden, Privatleben zu haben und aufzutanken.
Mich hat das ganz klar gelehrt, nicht von aussen Dinge, Menschen zu beurteilen/verurteilen. Man hat natürlich einen ersten Eindruck, aber der kann auch ganz falsch sein. Heute lasse ich mir sehr viel Zeit mit Kontakten, bin sehr wählerisch und sehr sehr mißtrauisch von wegen: "der Schein trügt". Für mich zählen heute Taten, dass ich jmd. glaube, was er sagt. Ich habe zuoft zuviel leeres Gerede erlebt.
Liebe grüße
wolfskatze
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