Umfrageergebnis anzeigen: Was schätzt ihr an der virtuellen Form der Selbsthilfe?

Teilnehmer
20. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Anonymität

    16 80,00%
  • Schnelle Hilfe

    8 40,00%
  • Hilfe zu jeder Tageszeit

    6 30,00%
  • Es fällt mir hier leichter mich zu öffnen

    15 75,00%
  • Ich bekomme eine größere Zahl an Antworten und Meinungen zu einem Thema

    10 50,00%
  • Es besteht keine Selbsthilfegruppe in der Nähe meines Wohnortes

    2 10,00%
  • Keine dieser Antworten trifft auf mich zu

    0 0%
Multiple-Choice-Umfrage.
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Ergebnis 1 bis 10 von 20

Thema: Studienumfrage: virtuelle Selbsthilfe

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  1. #1

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    Frage Studienumfrage: virtuelle Selbsthilfe

    Hallo liebe User,

    die Erlaubnis für diesen Thread habe ich bekommen.

    Mein Name ist kamille und ich studiere Soziale Arbeit an der Hochschule in Coburg. Ich beschäftige mich in letzter Zeit sehr intensiv mit dem Thema "Selbsthilfegruppen im Netz" und bin dadurch auf euer Forum gestoßen. Ich wollte nun nicht als getarnte Betroffene hier im Forum herumtigern, sondern mich direkt an Euch wenden.

    Wenn ihr diese Art von Kontakt nicht wünscht, dann lest einfach nicht weiter, ich werde euch nicht belästigen.

    Für alle anderen: Ich habe großes Interesse an eurer Meinung zu der virtuellen Form der Selbsthilfe. Was macht sie für euch so besonders? Welche Erfahrungen habt ihr damit bereits gemacht? Wo lassen sich für euch dabei Vor- oder aber auch Nachteile erkennen? Nutzt ihr auch andere Formen der Hilfe im "realen" Leben?
    Ihr müsst auf keine dieser Fragen antworten, sie sollen euch auch als Anregung dienen, schreibt einfach, was euch einfällt und was ihr preisgeben wollt. Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen.

    Alle Informationen, die ich bekomme, behandle ich mit höchster Vertraulichkeit und dem nötigen Respekt.

    Ich danke Euch schon mal aus ganzen Herzen,

    kamille

  2. #2

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    Hi,

    ich fand die Frage mit der Tageszeit etwas unklar...
    Bezieht sich das auf die Uhrzeit (ob ich hier auch Nachts Rat und Antwort bekomme?)
    oder eher darauf, dass 7 Tage die Woche "geöffnet" ist?

    Im zweiten Fall müßtest du bei dieser - der dritten - Frage eine Stimme dazurechnen...

    LG.Ganesha

  3. #3
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    Stimmt, aber ich hab es trotzdem genommen, weil ich bin ja auch bis 5 Uhr da ... wie letzte Nacht, wo alles schief lief

    Und kamille, ich dachte es geht um direkte Selbsthilfegruppen
    Wir haben ja auch virtuelle SHG's, also wenn da auch noch spezielle Fragen hast, dann kannst mir die per PN schicken oder so - morgen wäre Gruppe und in den Schreibbereich kommst du ja nicht rein.

    LG Franz

  4. #4
    Themenstarter

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    Hallo liebe User,

    @ ganesha: Ja, also ich meinte im Grunde die Hilfe, wann man will, also auch um 5 Uhr in der Früh/Nacht (je nachdem ) aber auch, an jedem Tag, so kann man das auch sehen, also anders als bei einer "realen" SHG, die sich ca. alle 2 Wochen trifft, sondern die Hilfe, die im Forum jeden Tag verfügbar ist. Danke, dass du mich darauf aufmerksam machst.

    @ Franz: Hey, ja ich meinte virtuelle SHG. Das ist ja toll, dass ihr auf dieser Seite so eine Gruppe eingerichtet habt. Ich unterscheide in meiner Arbeit auch zw. der virtuellen Selbsthilfe (alles was hier im Forum abläuft) und den virtuellen Selbsthilfegruppen (also den Chats, die ja ganz ähnliche Kriterien erfüllen, wir "reale SHG". Ich würde Dir da sehr gerne ein paar Fragen stellen! Ich muss nur gleich los, besuche heute Abend eine "reale" SHG und habe morgen Seminar, aber ich werde dir die nächsten Tage Fragen zukommen lassen

    Vielen vielen Dank!!!

    kamille

  5. #5

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    Hi Kamille

    Ja, was ist anders an der virtuellen Hilfe?

    Sie ist eigentlich immer und überall verfügbar....
    Die virtuelle Hilfe ist - aus der Natur heraus - so gestaltet, daß man Probleme teilen und reflektieren kann - mit einem ggf. zeitverzögerten Feedback....
    in diesem Forum "gefällt" mir des weiteren die Altersstruktur - wahrscheinlich zwischen 20 und 50; man merkt es so an bzw. in den Kommentaren. Es gibt ebenso (Anti-) Drogen Chats des Bundesgesundheitsministeriums, die mehr jugendliche Suchtkranke betreuen - z. B. Drugcom. Dort sind dann Sozialpädagogen als Moderatoren im Chat. Hier bei SUS sind es "Betroffene" (Wobei das eine das andere nicht ausschließt!!!)

    lg

    Mickey
    Geändert von Mickey69 (10.11.2010 um 19:03 Uhr)

  6. #6
    Themenstarter

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    Hallo Mickey,

    also, neben dem Vorteil der ständigen Verfügbarkeit, hast du den Vorteil wegen dem Altersdurchschnitt hier genannt. Also du findest das Alter von 20 - 50 gut, weil dann in diesem Forum sowohl junge als auch ältere Menschen (nicht alte! ) miteinander kommunizieren können und dabei durch ihre unterschiedlichen Sichtweisen voneinander profitieren???

    Vielen Dank,

    kamille

  7. #7

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    Hallo Kamille

    Du hast es wissenschaftlich statistisch ausgedrückt, ich würde es pragmatisch sehen. Deine These stimmt nicht so ganz, denn ich möchte nicht aus den Drogenerfahrungen der Jugend lernen. Demgegenüber kann die Jugend von den Älteren lernen - in diese Richtung funktioniert Dein Modell!

    Bevor ich mich hier im SUS-Forum engagiert hatte, war ich mal im DRUGCOM Chat des Bundesgesundheitsministeriums. Dort unterhalten sich 16- jährige über ihre ersten Erfahrungen mit Drogen. Das ganze ist natürlich ebenso kompetent gemacht, aber mitlerweile bin ich Mitte 40 und aus der jugendkulturellen Zielgruppe raus.

    Der Altersdurchschnitt "unter 20" ist wohl gesondert zu betrachten, da dies Heranwachsende ohne gefestigte Zielrichtung sind. So ab 20 ist man (nach herrschender Meinung) erwachsen. Wenngleich - Erwachsene mit Drogenerfahrung sind ebenso unvernünftig.

    Aber mal konkret - Jugendliche mit Drogenproblemen stellen teilweise sehr "naive" Fragen, demgegenüber haben sie noch kein Gespür für die weitreichenden sozialen Folgen des Drogenkonsums. Die Fragen von Jugendlichen (zu Drogen!) sind vielfach informativer Natur und einfach strukturiert.

    Stark simplifiziert ausgedrückt: Wenn sich Jugendliche über Liebe & Emotionen informieren wollen, dann lesen sie die Dr. Sommer - Seiten der BRAVO - aus dem Alter bin ich (leider) raus.

    Viele Grüsse

    Mickey
    Geändert von Mickey69 (11.11.2010 um 19:53 Uhr)

  8. #8

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    huhuuu,

    na dann will ich dir auch mal antworten...

    Was macht sie für euch so besonders?
    besonders an virtuellen hilfen ist für mich, dass keine hemmschwelle da ist, man muss sich nicht dazu durchringen irgendwohin zu gehen (reale SHGs, Therapien,... ) oder anzurufen (Sorgentelefon,...) man kann einfach "rumsurfen" keiner bekommt das mit, und wieder gehen, wenn man genug hat. Keine Verpflichtungen, keine Termine... Natürlich kann sowas im zweifelsfall keine therpaie oder so ersetzen... aber manchmal hilft so ein forum ja dann auch, die angst vor therapien zu nehmen...


    Welche Erfahrungen habt ihr damit bereits gemacht?
    ich persönlich hab durch das Engagement in Foren (nicht hier) die Angst verloren Hilfen in Anspruch zu nehmen, zuzugeben, dass ich auch nicht immer alles hinkriege, akzeptiert, dass das nciht so sein muss... und, was wahrscheinlich am wichtigsten für mich war, durch den Ausstausch Menschen kennengelernt, die auch privat mein Leben bereichert haben.

    Wo lassen sich für euch dabei Vor- oder aber auch Nachteile erkennen?
    darauf kann ich leider auch nur fachlich eingehen, und das wird dir nciht so viel bringen, deshalb lass ichs... (siehe PN)

    Nutzt ihr auch andere Formen der Hilfe im "realen" Leben?
    mittlerweile nciht mehr, früher ja. eben dank der ermutigung anderer forennutzerInnen, die mir Mut gemacht haben beim Therapeuten anzurufen, hinzugehen,... und wenn ich in die situation kommen würde, wieder hilfe zu brauchen, dann wäre es auch kein großes problem mehr mir etsprechende zu suchen...
    Ihr müsst auf keine dieser Fragen antworten, sie sollen euch auch als Anregung dienen, schreibt einfach, was euch einfällt und was ihr preisgeben wollt. Ich würde mich sehr über eure Antworten freuen.

    so, soviel dazu

    lg,
    eni

  9. #9
    Themenstarter

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    Hallo liebe User,

    @ eni: dann kann ein Forum auch eine Art "Übungsplattform" sein, eine Art erste Anlaufstelle um sich ganz unverbindlich Hilfe zu holen (?). Das ist wirklich eine gute Sache, wenn sich die Menschen hier so gegenseitig motivieren (um vlt. Hilfe in Anspruch zu nehmen) aber auch füreinander einfach nur "da" sind, sich gegenseitig aufbauen, man merkt, man ist nicht alleine. Man bekommt mit "Es geht nicht nur mir so".

    Vielen Dank, für die Antworten bisher, ich freue mich sehr auf einen weiteren Austausch,

    kamille

  10. #10

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    @ kamille: ja, so ungefähr mein ich das ein forum kann unverbindlich sein (muss es aber auch nicht, gerade regelmäßig stattfindende virtuelle SHGs haben ja auch eine gewisse verbindlichkeit, sonst würden sie, denke ich, wohl kaum funktionieren.

    ein punkt, den ich bei virtueller selbsthilfe auch noch ganz spannend find, ist, dass in der "forenwelt" auch ziemlich viele therapeutInnen, sozialarbeiterInnen, ... als selbst betroffene herumgeistern. das geht dann, meiner meinung nach über die eigentliche selbsthilfe hinaus, oder handelt es sich immer noch um selbsthilfe, wenn chats o.ä. von "professionellen" moderiert werden?


    lg,
    eni

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