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Thema: Verletzungen in Beziehungen/ Freundschaften

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  1. #11
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    Wenn ich jemandem etwas erzähle, das nicht für andere Ohren bestimmt ist und derjenige sagt, er behält es für sich, dann glaube ich daran. Manchmal geht das über Jahre hinweg gut und man mag diesen Menschen, bringt Gefühle in diese Zwischenmenschliche Beziehung ein. Wenn er das dann aber vor anderen breittritt oder es gegen einen verwendet, dann missbraucht er dieses Vertrauen und da ich ihn gemocht habe und ihm vertraut habe, tut es mir dann weh, wenn er dieses Vertrauen missbraucht hat. Verständlich?

  2. #12
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    Liebe gelberose,

    von deinem letzten Beitrag fühle ich mich persönlich angegriffen, da ich wiederholt geschrieben habe, daß ich Vertrauensbruch komplett nachvollziehen kann und so ein Bruch in meinen Augen auch Konsequenzen haben sollte.

    Bei mir kommt nun - gerade - durch dein "verstanden" an, daß Du meinen Beitrag gar nicht gelesen hast, mir aber klar machen willst, wie "falsch" ich doch liege.

    Hmmm, da haben wir gerade nen kleinen Konflikt.

    Aber den werden wir schon gebacken bekommen
    LG Wolke

  3. #13
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    @Wolke
    Also für mich ist es so, dass ich stark nach der Art der Erwartung differenziere.

    Habe ich eine rein objektbezogene Erwartung an etwas oder jemanden, dann ist das für mich eine Enttäuschung. Enttäuschungen treten permanent auf. Ich freue mich auf schönes Wetter, und es gießt aus vollen Kannen. Naja, Erwartung enttäuscht, Pech gehabt. Emotional bewegt mich das nicht sonderlich.

    Hege ich jedoch eine emotionale Erwartung an irgendjemanden oder irgendwas, kann daraus leicht eine Verletzung entstehen.

    Ein Freund hat eine gewisse Ahnung davon, was mir emotional wichtig ist im Leben. Jeder weiß, wie wichtig mir meine Intimsphäre ist, dass ich ein Geheimniskrämer bin und es mich aus dem Tritt bringt, wenn diese verletzt wird. Lasse ich meinen Freund kurz in meinem Zimmer sitzen, wo auch mein Tagebuch herumliegt, so vertraue ich ihm, dass er respektieren wird, was mir wichtig ist, mache ihm das heilige Geschenk meines Vertrauens. Das er dort sitzt, das Buch offen herumliegt wird so zum vorübergehenden Fundament unserer Freundschaft. Alles Wesen der gesamten Freundschaft kondensiert in diesem Moment in diesem Tagebuch. Ich öffne ihm Tor und Tür zu meiner Verletzlichkeit, zeige mich verwundbar. Ich pelle mich aus meiner Ritterrüstung, lege Schild und Schwert beiseite, beraube mich jeglicher Verteidigungsmöglichkeit. Liest er es, stößt er mir das Schwert zwischen die Rippen und hat vorher noch gewartet, bis ich am verwundbarsten vor ihm sitzen würde... das tut weh.

    Genauso ist es ein Unterschied, ob zwei Freunde um den gleichen Partner buhlen, oder ob mein Freund mir meine Partnerin abwirbt, wohl wissend, wie sehr mich der Verlust der Beziehung schmerzen würde. Das ist vorsätzlich, und so wird mir der Trennungsschmerz vom Freunde und nicht der eigentlichen Trennung zugefügt... ich bin verletzt. Sein Verhalten war selbstsüchtig und obendrein auch noch feige, denn als Freund hätte er sich zurücknehmen können, und wenn er mir in tiefer Freundschaft vertraute, so hätte er mir seine romantischen Gefühle gegenüber meiner Partnerin offenbaren können, sich seinerseits vor mir verletzlich zeigen können, wohl wissend, dass ich ihm nicht schaden würde. (Kennst du das "Il Decamerone" von Giovanni Boccacio? Zum Thema: "Spinelloccio in der Kiste" -> 24. Novelle Da kommt das Wesen einer Freundschaft schön zum Ausdruck.)

    Ach herrjeh, es ist immer so schwer Gefühlsvorgänge wiederzugeben, weil das nur über rationalisieren machbar ist und sich so vom eigentlichen Wesen der Dinge entfernen muss.

  4. #14

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    Wenn man zu oft enttäuscht wird, zu oft verletzt wird oder im Stich gelassen wird, dann fällt es einem schwer sich anderen gegenüber zu öffnen, zumindest mir. Jedes mal wenn man Gefühle gezeigt hat, bedeutete es Schmerz und Erniedrigung, irgend wann zeigt man seine Gefühle nicht mehr, irgend wann kann man sie nicht mehr zeigen. Ich musste viele Jahre als Kind unter professioneller Hilfe lernen wider meine Bedürfnisse zu äußern (wie zb. wenn ich Durst hatte oder etwas haben oder etwas nicht haben wollte), auch den Zugang zu den eigenen Gefühlen musste ich erst wider lernen, meine Gefühle offen zu zeigen schaffe ich bis heute nicht.

    Ich komme mit liebevoller Zuwendung oder ähnlichem nicht gut zurecht, mir ist dabei nicht wohl. Es ist keine direkte Angst , ich weiß nicht was es ist, ich fühle mich verletzlich, angreifbar. Wenn man gehasst wird, wenn einem weh getan wird, man misshandelt wird, dann ist das irgend wie ehrlich und ich kann damit zurechtkommen, ich weiß, dass hört sich dumm an, ist es wohl auch. Aber wenn jemand nett und liebevoll ist, und ich mich "öffne", Gefühle zulasse, sie zeige, und dann "deswegen" erniedrigt und gedemütigt werde, man sich darüber lustig macht, dann ist die emotionale Verletzung größer und schlimmer als wenn man einfach nur gequält und misshandelt wird, da weiß man zumindest wo man steht und man hat diesen "Schutzschild", man lest es nicht an sich ran. Ich meine so was wie eine "Mauer", eine unüberwindbare "Mauer", eine "Mauer" die man irgendwann nicht mehr durchdringen kann, die man nichtmal mehr durchdringen will, da sie einem Schutz bietet, Sicherheit.

    Wenn man als Kind von den Menschen die einen beschützen sollten, die einen lieben sollten, nur Hass und Verachtung erfährt, wenn alle Zuwendung die man bekommt Schmerz ist. Wenn man sich nicht währen kann, wenn man nichts, absolut garnichts tun kann, wenn man diesen "Menschen" ausgeliefert ist, hilflos ist, alleine. Schreien und weinen hilft nichts, es stachelt sie nur noch mehr an, spornt sie zu Höchstleistungen an, macht es nur noch schlimmer. Man kann nichts machen, alles was man macht, macht es nur noch schlimmer, man findet sich damit ab. Dann zieht man sich in sich selbst zurück, man verschließt sich vor der Außenwelt, vor den Schmerzen, den Erniedrigungen, den Misshandlungen. Wenn der Schmerz zu groß wird, dann ist es als wenn man seinen Körper verlest (ich weiß, dass hört sich dämlich an, ist aber so), es ist als wenn man sich selbst von außen beobachten kann, als wenn die Seele den Körper verlassen kann. Wenn sie mit einem fertig sind, wenn sie die Lust verloren haben, dann schmeißen sie einen irgendwo in die Ecke, wie Abfall, mehr ist man ohnehin nicht, Abfall. Und auch wenn man zu seinen Körper, zu sich selbst wider zurück kommt, wenn das Betäubt sein aufhört, man ist innerlich wie "hohl", ein Teil von einem kehrt nicht mehr zurück, ein teil ist dabei gestorben. Manche zerbrechen daran, andere werden zu "hohlen" oder "toten" Persönlichkeiten, bei einigen tritt Hass an die stelle und fühlt die "Leere", gibt Kraft. Kraft zu ertragen, weiter zu "kämpfen", nicht aufzugeben. Es ist sehr schwer wider zu sich selbst zurück zu kommen, sich nicht dem Hass hinzugeben, keine "Dummheiten" zu machen, weiter zu machen.

    Wenn man auf diese weise gelernt hat, dass jede Äußerung von Gefühlen, von Emotionen und von Bedürfnissen, bestraft wird. Wenn man gelernt hat die eigenen Gefühle so tief in sich selbst zu verschließen, zu verstecken, dann verliert man den Bezug zu ihnen. Und selbst wenn man sie wahrnimmt, ist man wie gelähmt, die "Hemmschwelle" ist so hoch, dass man sie nicht zeigen kann, selbst dann wenn man will. Und wenn man sich selbst zwingt, oder sie versucht zumindest auszusprechen, dann kommt dieses Gefühl des betäubt seins, diese innere Leere. Ich weiß nicht wie ich das mit Worten beschreiben soll, alleine das Aussprächen der eigenen Gefühle, bewirkt eine Art "Retraumatisierung", man ist wie gelähmt, wie auf Droge, ich kann das nicht beschreiben. Das unterdrücken der eigenen Gefühle war früher nötig um zu überleben, um nicht zu zerbrechen. Doch es ist sehr schwer wider Zugang zu seinen Gefühlen zu bekommen, diese dann nach außen zu zeigen ist nochmal sehr schwer, man ist fast Apathisch. Ja Apathisch ist das richtige Wort! Mit Worten kann zumindest ich es nicht besser beschreiben.

    Wenn ich jetzt trotzdem jemanden meine Gefühle zeige, und derjenige dies ausnutzt um mir zu schaden oder ähnliches, dann ist das dass schlimmste was man mir antun kann! Ich glaube das mich nur jemand ernsthaft "verletzen" kann, wenn ich dieser Person wirglich vertraue, wenn ich ihr mein Herz öffne, denn nur dann bin ich verletzbar! Alle Anderen können mir nichts mehr antun, da ich sie garnicht nah genug an mich ran lasse, ihnen mein Herz nicht öffne, ihnen nicht vertraue. Also kann nur jemand dem ich vertraue mich auch wirglich enttäuschen, mich verletzen.

    Ich weiß das man das nicht verallgemeinern kann, und das dies bestimmt auch nicht bei jedem zutrifft, vielleicht bin ich auch ein "Sonderfall", wer weiß? Aber ich wollte einfach mal meine Sicht der Dinge darstellen. Ich wollte einfach mal beschreiben warum ich Emotional so verletzlich bin, warum ich Angst habe mich zu öffnen, und was es letztlich für mich bedeutet wenn man dieses Vertrauen ausnutzt. Ich glaube das man (oder zumindest ich) nur von jemanden verletzt werden kann, wenn man dieser Person vertraut, wenn man sich dieser Person gegenüber öffnet. Bei allen Anderen hat man noch diese "Schutzschicht", nur wenn man jemanden vertraut, und deshalb diese "Schutzschicht" öffnet, nur dann kann man meiner Meinung nach wirglich verletzt werden.

    LG

    Bandog

  5. #15

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    Lotte, du bist mit Recht verletzt.
    Wenn mich jemand so derartig unter falschen Tatsachen "hintergeht" und mir eine Scheinwelt vorgaukelt, dann wäre ich auch verletzt.
    Nennt man sowas vorsätzliche Irreführung? Egal, aber es kommt dem schon sehr nahe.

    lg Chinua

  6. #16

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    das schöne Frankenland
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    ich glaub der richtige ausdruck dafür wäre manipulation. aber die sache an sich nervt mich ja shcon gar nicht mehr. ich hab grad einfach an den flashbacks zu knacken.
    aber schön das du mich verstehst!

    lg, lotte

  7. #17
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    Hallo,

    vielen Dank, da waren ja auch ne ganze Menge sehr ausführlich Analysen nun dabei.

    Insbesondere die "emotionale Erwartung" find ich ganz gut geschildert. Nur daß ich da eben dachte, es wäre dann auch leichter - wenn das Gefühl dann schon als "emotionale Erwartung" erkannt ist, sich dann selber nicht mehr so verletzt davon zu fühlen - eben weil es ja dann die "verletzte Erwartung" ist.

    Es tut mir leid, daß der Strang zwischenzeitlich ne gewisse "Frontenbildung" zu haben scheint/schien......aber ...dafür sind wir ja alles nur Menschen.

    Es war nun wirklich nicht meine Absicht hier eine Diskussion im Sinne von: "Welche Verletzungen sind legitim?" loszutreten. Gefühle sind in meinen Augen immer legitim - es geht gar nicht darum, was sei zulässig und was nicht. Da ist ja eh jeder Mensch anders - und jeder reagiert ensprechend der eigenen Natur - und klar, wenn dann noch schlimme Erlebnisse in der "Herkunft" sind, dann kann das ja auch nicht wirklich nachempfunden werden - nur mitgeteilt.

    Also, wenn ich hier Jemandem auf die Füße gestiegen bin: Sorry, das wollte ich nicht.

    LG Wolke

  8. #18
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    wenn das Gefühl dann schon als "emotionale Erwartung" erkannt ist, sich dann selber nicht mehr so verletzt davon zu fühlen - eben weil es ja dann die "verletzte Erwartung" ist.
    Das, ist dann wohl eine Frage der Authentizität. Ein Baum ist ein Baum ist ein Baum. (Obwohl er das natürlich nicht ist, und erst durch die Bezeichnung Baum an Realität gewinnt, aber erst einmal egal.) Bin ich verletzt, bin ich verletzt. So ist da jedenfalls mein Gedankengang dazu. An den Begriff Freund knüpfe ich gewisse Erwartungen, von denen ich glaube, dass ich sie knüpfen kann und darf, sonst würde ich das ja nicht tun. Rangiert ein Mensch nun in dieser Kategorie, und ist die Verletzung der Gefühle, die ich mit diesem Status verknüpfe nicht aushaltbar, so ist's wohl nie ein Freund gewesen. Habe ich aber mit ihm länger als Freund interagiert, so habe ich in dem Moment einem Nicht-Freund früher Dinge anvertraut, mit ihm geteilt, die ich hätte nur mit einem Freund hätte teilen können. Es steht dann halt auch die Frage im Raum, ob das Vertrauen was hier verletzt wurde, auch anderswo verletzt worden ist, vielleicht sogar generell. Und wie soll das zukünftig aussehen. Gewissermaßen hängt man dann auch in der Luft.

    Und, hier genau liegt auch der Punkt, warum ich mir da schon lange keine Illusionen mehr mache, eben ein solch vertrauliches Verhältnis mit niemandem mehr eingehe. ^^

    Es war nun wirklich nicht meine Absicht hier eine Diskussion im Sinne von: "Welche Verletzungen sind legitim?" loszutreten.
    Warum nicht? Über eben jene Fragestellungen bildet man sich auch eine Vorstellung von moralischen Werten, kennt man doch zumeist nur die eigenen und, begrenzt, die seines Umfelds. Ich jedenfalls finde solche Diskussionen spannend, und wenn am Ende vielleicht noch ein kleiner Kern übrig bliebe, den man "allgemeingültig" oder zumindest "diskussionspartnergültig" festhalten könnte, wäre es perfekt.

    LG
    WbD

  9. #19
    Themenstarter

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    Hallo WbD,

    Das, ist dann wohl eine Frage der Authentizität.
    Uiuiui...genau darüber hatte ich letzt mit meinem Freund ne ganz heftige Auseinandersetztung ...dieser Satz von dir ist ziemlich genauso so von ihm auch gekommen ...grins....

    Da ging es darum, daß ich meinte, wenn ich schlechte Laune habe, dann mache ich etwas, um keine schlechte Laune mehr zu haben ....sprich, ich selber greife relativ häufig ein in mein Gefühlsleben und steuere meine Gefühle. Das fand er in großem Maße "verlogen - eben nicht authentisch"

    Hmmmm....und ich war völlig schockiert, da ich selber mich ja nicht als unauthentisch und verlogen wahrnehme. Auf der anderen Seite stimmt das natürlich schon sehr mit dem "Eingreifen"

    Manchmal bin ich neidisch auf die Fähigkeit, die eigenen Befindlichkeiten einfach so direkt hinzunehmen ...ich selber bin ständig am Hinterfragen, Auflösen und gerne auch Loszulassen, bzw zu verändern. Bzw .... genau das ist eben meine "Authentizität" - das bin "Ich" ....aber mit dem Satz sind dann bei mir doch noch mal ein paar Groschen gefallen. Er hat bei dieser Auseinandersetztung zu mir gesagt: "Wenn ich sauer bin, bin ich sauer .....und da hinterfrage ich nicht!"

    Absolut undenkbar für mich .....ok, aber so nähert es sich doch ganz gewaltig, warum mir manche Sachen und Gefühle so fremd sind.

    LG Wolke

  10. #20
    - ModeratorIn
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    Hi Wolke,

    na so dogmatisch sehe ich das jetzt auch nicht, und finde es auf der anderen Seite auch wichtig, sich zu hinterfragen... einfach noch einmal einen Blick auf die Situation zu werfen, vielleicht auch jemanden zu Rate zu ziehen. Ergibt sich ein anderer Blickwinkel auf das Geschehene, dann hat das auch Einfluss auf mein Gefühlsleben und entspricht hier auch wieder meiner Perspektive.

    Da ging es darum, daß ich meinte, wenn ich schlechte Laune habe, dann mache ich etwas, um keine schlechte Laune mehr zu haben
    Das wiederum finde ich auch normal: Ich bin übellaunig, registriere dieses Gefühl und sehe dann zu, etwas zu tun, was mir gut tut, mich wieder auf Vordermann bringt. Will ich jetzt den ganzen Tag Trübsal blasen? Ich bin zwar nicht der Herr meiner Emotionen, wohl aber darüber, was ich aus ihnen mache. Das heißt aber zu guter Letzt, das ich das jeweilige Gefühl angenommen habe, und damit arbeite. ^^
    Für mich gibt es auch keine negativen Gefühle, im Sinne von "will ich nicht"... ich glaube ja, dass es nur eine Frage ist, ob man die jeweilige Emotion in etwas Produktives umsetzt, oder eben nicht. Manchmal werde ich über den Saustall in meiner Schreibstube derart wütend, dass ich stundenlang wutentbrannt putze, dabei fluche, Gott und die Welt verdamme, und mich am Abend über meine blitzeblanke Schreibstube freue.
    Jede Depri ist auch wiederum ein Anlass, mich mal mit lecker Tee zu verwöhnen, mich mit einem guten Buch einzuigeln, oder etwas zu schreiben. So lädt man ab und an auch seine Batterien auf.

    Mangelnde Authentizität wäre für mich etwas in der Art wie: Ein Kleinkram wurmt mich, ich sage mir "ist ja eh nur Kleinkram, und darüber regt _man_ sich nicht auf", und wische das damit vom Tisch, glaube, dass wäre damit gegessen, und pfeife ein Liedchen.

    LG
    WbD

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