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Thema: Innere Abhängigkeit/Klammern

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  1. #1

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    Standard Innere Abhängigkeit/Klammern

    So ein neues Thema meinerseits.
    Ich wollte das heute gar eigentlich nicht mehr schreiben, sondern die kommenden Tage mal. Aber ich merke wie sehr es mich mal wieder beschäftigt. Und da ist das Forum doch die beste Anlaufstelle...

    Es geht um das Thema einer sozusagen inneren Abhängigkeit einer Person über.
    Ich hab zu dem Thema viele Gedanken in meinem Kopf, auch alle sehr durcheinander. Deshalb kann es sein, dass manches vielleicht nicht verständlich ist, oder verwirrend..

    Nunja... hm, wie soll ich es erklären.

    Früher war was so, dass ich in meiner Schulzeit ganz arg an einer Lehrerin geklammert hab. Ich möchte nicht näher drauf eingehen, denn darüber rede ich nicht gern und hab bisher nur mit einem Menschen ansatzweise drüber gesprochen.
    Es belastet mich und ich schäme mich was damals über fast 2-3 Jahre abgelaufen ist.
    Dabei war meine AKtionen meist nicht offentsichtlich.

    Aber es hat sich so angefühlt und ich war froh als ich von der Schule gehen konnte und ich somit keinen Kontakt mehr zud er Lehrerin hatte. Obwohl das auch ein komsiches Gefühl ist...


    Doch mitlerweile weiß ich das es nicht an dieser Person lag, sondern das es auch bei anderen so sein kann.
    Einfach der Drang irgendwie mit ihnen in Kontakt zu stehen.
    Ach ich weiß nicht wie ich das erklären soll.
    Es gibt denke ich zurzeit wieder eine Person, wo ich heimlich und leise Klammer.
    Ich habe - so wie ich das beurteilen würde - wenig Kontakt mit dieser Person. (nennen wir diese Person mal X.)
    Aber trotzdem will ich online sein, wenn X da ist.
    Ich mach mir Gedanken über X.
    Denke was X. denken könnte über Dinge über mich etc
    WIll X. nahe sein und doch weiß ich das ich es nie könnte.
    DAs mein ich auch mit innere Abhänigkeit.

    DAs ist bei weitem nicht so extrem wie damals, aber es is schon recht nervig.
    MEhr Gedanken kann ich nun nich in Worte fassen... aber das reicht fürs erste..

    Nunja,.. kennt ihr das Gefühl von Klammern?
    Wie klammert ihr?
    Was tut ihr dagegen oder nehmt ihr es so hin?


    Vielleicht ist auch Klammern nich das richtige Wort...

    lg Zyna

  2. #2
    dawn

    Standard

    Hallo Zyna!

    Hm, also ich glaube ich kenne ganz gut, was Du versuchst zu erklären.

    Ich kann mich auch kaum an Phasen erinnern, wo es nicht eine Person gab die ich idealisiert hätte. Idealisieren nenne ich das immer. Das hat bei mir auch in der Schule angefangen (ein Lehrer), führte sich durch mein Hobbie reiten (Stallbesitzerin) bis zu irgendwelchen Hiwis an der Uni, die Tutorien geleitet haben. Die Leute waren für mich immer unerreichbar, aber für mich symbolisierten sie irgendwie das Perfekte. Weiß grad auch gar nicht so genau wie ich das erklären soll. Ich habe versuche vor ihnen immer gut da zu stehen, habe gehofft vielleicht sogar eine positive Rückmeldung von ihnen zu bekommen. Und wenn dann mal was kam, dass ich nur mal kurz mit ihnen sprach, dann war das schon total toll und ich hab mich gefreut wie ein Schneekönig.

    Wieso rede ich eigentlich in der Vergangenheit? Ist ja heute eigentlich immer noch so, nur das die Personen schneller wechseln als damals.

    Was ich dagegen mache… Irgendwie habe ich kein Mittel dagegen. Ich versuche mir selber zu sagen, dass das totaler Quatsch ist was ich da gerade mache und das ich mich gefälligst normal verhalten soll, aber es bringt nicht wirklich irgendwas. Ich versuche mich einfach nicht vor demjenigen auch noch lächerlich zu machen. Mehr kann ich nicht tun.

    Weiß nicht, ob Dir das jetzt eine Hilfe war, aber wollte mal meine Gedanken dazu schreiben

    LG
    dawn

  3. #3

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    Standard

    Hi Zyna,

    find ich total gut, dass Du das mal ansprichst! Ich kenn das nämlich bei mir auch sowas. Ich hab immer gern eine Bezugsperson , auf die konzentrier ich mich dann, versuche irgendwie so ne Verbindung herzustellen. Also sowas wie Seelenverwandtschaft, das wär halt toll oder so.
    Ich wollt schon immer ne Freundin ganz für mich allein. Ich weiß nicht, irgendwie hat das immer nur für ne Weile hingehauen. Weil ich glaub, ich war dann früher furchtbar beleidigt, wenn ich gemerkt hab, dass sich diejenige welche für jemand anderen auch noch interessiert....
    Naja, für mich ist es schwierig mit mehreren befreundet zu sein. Vorallem wenn die dann untereinander auch noch befreundet sind da dauerts nicht lang, fühle ich mich wie das 5. Rad...

    Ich glaub man will halt einfach auch mal jemand für sich. Spüren, dass man gemocht wird und angenommen, egal was man tut.

    Ich mag immer noch gern jemand einfach nur für mich... :O
    Naja, aber ich weiß schon, dass das nicht gut ist. Wie ich das aus mir raus krieg weiß ich auch nich...

    naja, soviel mal dazu...

    Interessantes Thema!

    lg

    eternal

  4. #4
    Themenstarter

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    Standard

    Liebe dawn,

    du hast mir deinen Worten Dinge ausgedrückt die genau so sind.
    Das heißt, ... dieses nicht vor dem Menschen schlecht dastehen.
    Ich überlege lange was ich schreiben oder sagen soll, will einfach nicht falsch handeln, oder sprechen.
    Einen für sich unerreichbare Leute ... ja das trifft es.
    Bei mir wechselt das auch ständig.
    Im Realen bekomm ich bei denen dann meistens kein Wort heraus.
    Aber es kam auch schon vor, dass es Personen übers Internet waren...

    Es wechselt einfach so oft, und egal wo ich mich aufhalte, es gibt immer so eine Person.
    Komisch, was?

    Nunja,.. aber die Frage ist ja wieso es so ist...
    Ich will eigentlich nie drüber nachdenken, weil das eine Eigenschaft ist an mir, die dich so richtig beschissen finde...
    Aber damit umgehen kann ich auch nicht richtig.

    HAst du denn für dich herausgefunden, was der Grund sein könnte?

    Acuh was du geschrieben hast, .. dass wenn sich der jemand dann mit die beschäftigt hat, unterhalten etc. dann ist das etwas ganz Besonderes ...
    Das kenn ich auch so...

    Es tut gut das zu hören, dass man nicht alleine dasteht.
    Vielen Dank für deine Gedanken

  5. #5
    Themenstarter

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    Standard

    Guten Abend eternal,

    ja dieses Thema wollte ich schon lange ansprechen,.. aber das irgendwie in Worte zu fassen ist unheimlich scher.
    Erstmal nen Anfang zu finden, ... weil es dreht sich bei mir bei diesem thema immer alles im Kreis.

    Ich hab das Problem mit Freunden auch,..
    Wenn ich meiner Meinung nach ein eFreundin gefunden habe, dann versteif ich mich total auf sie. Will nur mit ihr was machen etc, mit ihr zusammen sein. will nicht das andere sich auch so gut mit ihr verstehen (ohje ... wenn ich sowas schreibe, dann regt es mcih auf das ich so denke aber es is wahrscheinlich wirklich so :O )
    Aber genau diese Verseifung geht nicht gut... warum auch immer.
    Eigentlich ja klar, man geht sichirgendwann selbst auf die Nerven.
    Aber ich denk mir dann immer, dass es ja n toller Mensch meiner Meinung nach ist .. etc etc

    Naja wie du egschireben hast, jemanden für sich zu haben.
    Das ist miener MEinung nach nichts schlimmes, nur es sollte sich im Rahmen halten und diesen Rahmen abzuschätzen und einzuhalten ist schwierig..

    Mit deiner Theorie, dass man angenommen werden möchte.. ja das könnte so sein.
    Aber es gibt doch noch so viele Möglichkeiten, wieso grad diese?

    glg Zyna

  6. #6

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    Hallo Zyna,

    ach ja, ich mein immer mir gehts nur so damit. Red auch normal da gar nicht so drüber....
    Also mein Thera damals hatte gemeint, man sucht sich immer das, was man nie hatte, bzw. dass was einen fehlt!!!
    Vielleicht deshalb??? Ich weiß es nicht, ich kenn das aber auch so, dass mir die Person dann irgendwann auf die Nerven geht. Und ich such mir auch immer ganz komische Leute aus, die ich mag. Am meisten, die bei denen ich beim ersten Augenblick meine, dass die mich eh nicht mögen. Da streng ich mich dann an....Naja, und bei Leuten die was tun für mich, damit komm ich nicht klar, seh immer nen Haken bzw. ich bin dann nicht sehr nett.... :O
    Naja, nur manchmal, nicht andauernd...naja, ist halt komisch das zuzugeben oder so...
    Zu mir war halt nie jemand besonders nett...also ich mein, ich komme besser damit klar, wenn man mich ab und zu bissl runtermacht oder so...Naja, hört sich jetzt komisch an und es fällt mir gar nicht leicht,das zu sagen, aber ist wohl irgendwie so..... :O

    lg

    eternal

  7. #7

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    Hallo liebe zyna !!!

    - Gefühlswirrwarr oder Gefühlsüberflutung
    - Anklammerung und Vermeidung von Alleinsein
    - Die Neigung zu intensiven, aber unbeständigen (wackeligen)
    Beziehungen.
    Diese kann zu wiederholten, emotionalen Krisen führen, d.h.,
    die "Borderliner" geraten in eine Spaltung von Schwarz und Weiß (Gut
    und Böse). Für sie ist es typisch, die Menschen, die ihnen nahe stehen
    (Familie, Verwandte, Freunde etc.), zu verschiedenen Zeiten als zwei
    völlig verschiedene Persönlichkeiten wahrzunehmen. So können sie ein
    und denselben Menschen an einem Tag extrem vergöttern, bzw. als
    Idol darstellen, und ihn an einem anderen Tag hassen, bzw. völlig
    verachten.


    Deine Beschreibung hat mich (wohl nicht in dieser krassen Form!!!)
    aber trotzdem an Borderline Persönlichkeitsmerkmale erinnert.

    Glaub mir - ich habe diese Züge auch ab und an mal. Leider öfter als ich es selber für normal empfinde. Aber der Verstand hat diesbezüglich leider wenig zu melden.

    Jedenfalls kann ich dich verstehen.
    Ist es jemand aus dem Forum (falls du das überhaupt sagen möchtest! vielleicht pn oder so) ?

    Die Lösung des Problem liegt wohl in einem stabilen Selbstwert, so dass es nicht von anderen abhängig ist, wie man sich fühlt. Für einen selbst aber auch für die andere Person wäre dann vieles einfacher.

    Ein gutes kann ich daran vielleicht doch noch finden.
    Dass zwischenmenschliche Bedürfnis und der Wunsch nach Kontakt (auch wenn er teils extrem zu sein scheint) zeugt davon, dass wir irgendwie doch am Leben teilhaben wollen und es auch mit anderen MEnschen teilen.

    So dass waren meine Gedanken...
    LG von der Hermine

    JA : Sehr interessantes Thema...
    P.S. Ich war so lahm mit meinem Text, dass ich all die Wortbeiträge erst nach meinem Posting gelesen habe... :O

  8. #8

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    Standard

    Hallo alle miteinander

    bevor ich wieder alles vergesse:

    Ja, genau, also der Verstand hat da nichts zu melden. Da gehts um die Gefühlswelt und naja die ist da schon recht im Chaos. Ich hab halt das aber auch nie so richtig gelernt, wie man mit Gefühlen klarkommt. Bei mir hieß es immer nur, die allesamt zu verstecken, Gefühle sind Schwäche, du bist angreifbar, zeig jaaaa niemanden Deine Gefühle. Das mache ich auch ungern, also im realen Leben gibts da schon so meine Redeflashs, besonders bei Menschen, die ich mag. Doch am Schluß isses mir eh wieder peinlich, weil ich denk, wie steh ich nun wieder da???

    Boderline hat ja jeder Mensch in sich. Mal mehr oder weniger ausgeprägt, und nicht alles ist gleich Borderline. Ich hab eh so meine Probleme, mit Diagnosen. Mir ist das alles zu pauschal und zu stigmatisierend....So kommts mir zumindest immer vor. Ich bin auch nicht grad in nem Umfeld aufgewachsen, wo psychische Probleme anerkannt werden. Im Gegenteil eher runtergemacht.
    Für die liebe Verwandtschaft ein gefundenes Fressen, ich frag mich oft, was ich da überhaupt an Verwandten hab
    Na egal, nu bin ich abgeschweift.
    Ach ja, mein Thera meinte damals zu mir, wenn ich meine mehr soziale Bindungen hinkriegen würde, würde es mir innerlich besser gehn. Ich bn leider nur immer noch auf Rückzug...Ich glaub ich mein auch immer, wenn ich mir wieder neue Leute suche, dann müßt ich denen alles von mir erzählen und irgendwie überkommt es mich dann auch dann und wann....Naja, ich weiß nicht, ich hab wohl ne extreme Vorstellung von Freundschaft...also so, dass man sich alles erzählt oder so...hmmmm..

    lg

    eternal

  9. #9

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    Standard

    Was für ein Thema:
    so brisant und auch pikant, es hat was von unangenehm und peinlich für mich, aber ich mach das auch so: stell oft jemanden aufn Sockel und himmel ihn dann heimlich an und beim Vergleich mit mir bestätige ich mir dann so ne Art Unfähigkeit und "die kann alles besser". Tja, unserm Selbstwertgefühl tut das sicher nicht gut ganz im Gegenteil.
    Früher wars ein Lehrer, den hab ich erst angehimmelt und dann für mich als Retter ausgesucht und bin sehr oft zu ihm, um mich auszusprechen und er war echt immer für mich dain den schlimmsten Zeiten. Und wenn ich dann in der Schule mit Bauchschmerzen wegen Regel im Krankenzimmer lag und er kam, um mir ne Decke zu bringen hab ichs unendlich genossen. Ist das jetzt peinlich oder schön? Irgendwie beides. Später suchte ich mir wieder einen aus, den ich anhimmelte, aber nicht als Freund oder so, sondern auch als "Retter". Er nahm diese Rolle auch an und so hängte ich mich ne Zeitlang an ihn, besuchte ihn oder rief an bei Krisen zu langen Gesprächen.
    Auch heute mache ich es noch so, dass ich bestimmte Personen einfach höher hinstell, sie idealisiere und mich dann minderwertig finde. Sicher bestätigt man sich damit irgendeine alte von aussen aufgedrückte Bewertung. Mensch, was ist sowas hartneckig. Schnewll denk ich: "die kann alles besser" - "ach so muss man das machen" - immer diese Orientierung zu andern und das eigene Wohlbefinden fühlt sich dann abhängig von deren Gunst.
    und dann auch immer diese Verallgemeinerungen Himmel nochmal wo sind die eigenen Überzeugungen, das eigene Selbstwertgefühl ?
    Ich denk, wenn man versteht, was da abläuft, ist es schon die halbe Miete - meistens merk ichs erst wenn schon passiert ist, aber ich denke es gibt hier kein zu spät!
    Das ist echt ne Lebensaufgabe, dieses typische Idealisieren zu merken und sich dann selber sagen:"Achtung Falle! Ist was Altes! Ich bin genauso wertvoll!Ich hab auch schon super viel geschafft, sonst hätte ich es gar nicht bis hierher geschafft !!"
    Auch sone Eifersucht kenn ich nur zu gut und sie passiert trotzdem ich das weiß, es tut dann innen weh, aber ändern oder abstellen kann ichs auch nicht - höchstens zuordnen.

    Ich beglückwünsche uns alle zu diesem Thema und seinem Prozeß.
    Ganz liebe Grüße an zyna, dawn, eternal und hermine von

    einer gleichgesinnten wolfskatze

  10. #10

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    Standard

    will noch was ergänzen

    @eternal
    Ich glaub ich mein auch immer, wenn ich mir wieder neue Leute suche, dann müßt ich denen alles von mir erzählen und irgendwie überkommt es mich dann auch dann und wann....
    Das Gleiche passiert mir auch schnell und ich muss mich im Kontakt echt zügeln, nicht zuviel erzählen. Komisch, hab auch immer den Drang viel, alles, aktuelles von mir sofort zu erzählen, klar bei Freunden nur, aber auch trotzdem nervt es mich, dass ich mich da so schlecht im Griff hab! denn ich bin auch schon manchesmal auf die Nase gefallen, dass es mir peinlich war, einfach zu privat.)
    Klar hab ich schon überlegt warum ich das mache. Vielleicht hängts damit zusammen, dass seit ich denken kann, ich das Gefühl hab, ich leb nicht lange...und auch glaub ich spielt ne Rolle, dass wenn ich spreche bzw. was von mir erzähle, ich mich dann spür, dass ich existiere (im Gegensatz zu der großen Leere sonst in mir). Weiß jemand was ich mein?

    Liebe Grüße

    wolfskatze

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