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Thema: Er zieht sich immer mehr zurück und meldet sich kaum

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  1. #1

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    Unglücklich Er zieht sich immer mehr zurück und meldet sich kaum

    Hallo ihr lieben,

    ich bin erst seit zwei Monaten mit meinem neuen Freund zusammen. Wir harmonisieren wirklich sehr. Zärtlichkeiten und sex und so weiter ist auch alles kein Problem. Nur seit ca. zwei Wochen zieht er sich mehr und mehr zurück, meldet sich kaum noch bei mir, ist nur noch müde und ist nur noch arbeiten und dann zu hause und dann schlafen. Manchmal sitzt er einfach nur da und ist irgendwie in seiner Traumwelt gefangen. Ich habe auch mit ihm darüber gesprochen. er ist halt beruflich unzufrieden und denkt zuviel über alles nach. ich kenne das problem ja zu gut. Habe ihm nur gesagt, dass sich etwas ändern muss, weil ich einseitige Beziehungen zu genüge hatte und mehr Zusammenhalt brauche, denn sonst wofür eine Beziehung? Er beteuert mir aber, dass es an ihm liegen würde und sich was ändern würde und dass er mich liebt.

    Er war zwei Jahre Single und wurde vorher auch ziemlich verletzt. Kann es sein, dass er nur die Anfangszeit genossen hat, um wieder körperliche Nähe zu spüren und jetzt hat er doch keine Lust mehr? Er meinte, er hat ernsthaftes Interesse an einer Beziehung mit mir, aber von seiner Seite kommt halt kaum etwas. Wie soll ich mich verhalten?

  2. #2

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    Hallo paindrop,

    du schreibst, ihr seid seit 2 Monaten zusammen; Seit wann kennt ihr euch denn?
    ...doch sicher schon länger als 2 Monate, oder?
    Verbringt ihr vieeeel Zeit miteinander oder seht ihr euch 'nur' 3-4x die Woche?

    So wie du das beschreibst, meine ich, dass ihn etwas ziemlich beschäftigt, vielleicht sogar be-drückt?

    "..in seiner Traumwelt gefangen...".
    Hast du das Gefühl, dass er sich wohlfühlt in seiner Traumwelt? Dass er dort (momentan) lieber ist als in der Realität? Dann wäre er nicht 'gefangen', sondern dort als freiwilliger 'Gast'.

    Wie du dich verhalten solltest? ...hm...ich würde ihm etwas Zeit geben.

    Liebe Grüsse

    Gipfel

  3. #3
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    hallo Gipfel! danke für deine Antwort!

    ja wir kennen uns schon etwas länger als zwei monate übers Internet. haben uns aber erst später richtig unterhalten und dann haben wir uns getroffen und es hat sofort gepasst. Wir sehen uns ca. 3 mal die woche und in der Woche auch nur so 1 bis zwei Stunden. Also zu viel mit Sicherheit nicht.

    Wie meinst du das mit dem freiwilligen Gast in der traumwelt? Dass er dann einfach mal abschalten kann kurz oder? Ja, ich gebe ihm Zeit das ist ja klar.

  4. #4

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    Hallo paindrop,

    mit "freiwilligem Gast in der Traumwelt" meinte ich, dass er sich vielleicht bewußt zurückzieht und seinen Träumen nachhängt. Auf diese Weise der Realität entschwindet und in diesem Zustand in einer "Idealwelt" wohnt? (Ich kenne das gut von mir ....)
    -kommen evtl. Drogen bei ihm in Frage?
    Hatte er während eures digitalen Kontaktes auch schon dieses Verhalten oder ist das erst seit ihr euch real kennt und trefft?

    "...und es hat sofort gepasst."
    Hm.... eine ehemalige Nachbarin sagte das mal zu mir;
    Als ich vom Urlaub zurückkam, war sie gerade am Hochzeit-Feiern
    mit einem Ihrer Arbeitskollegen. Beide sagten, "...es hat sofort gepasst."
    Kein Jahr später wurde sie mit Alk-Entzugserscheinungen in`s Spital gebracht und war dort über 3 Wochen.
    Ich fürchte, die Einsamkeit (neben/trotz ihrem Schatz) hat sie kaputtgemacht und ich schätze, sie war damals
    so verzweifelt, dass ihr alles lieber war, als weiterhin alleine zu sein.

    Auf den ersten Blick sieht man etwas, aber um etwas zu erkennen muß man mindestens 2x hinschauen und sicher werdet ihr beide noch einige Zeit brauchen, bis ihr euch wirklich kennengelernt habt.
    Manche leben ein Leben lang nebeneinander ... ohne sich zu kennen.

    Liebe Grüsse
    Gipfel

  5. #5
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    Nein, er nimmt absolut keine Drogen und Alkohol trinkt er selten. Ich bin eher die, die abends aus Einsamkeit wie du sagst "trotz Schatz" trinkt, zwar nicht viel, aber die Menge ist ja egal.Ich habe einige gescheiterte Beziehungen viele Familienprobleme (will da jetzt nicht näher drauf eingehen) hinter mir und versuche mich da irgendwie in meine heile Welt zu trinken.

    Ich würde halt auch mal gerne aufgebaut werden, bin aber selbstverständlich für ihn da und halte zu ihm. Aber irgendwie bin ich total unsicher und habe Angst

  6. #6
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    also ich habe keine Angst vor der Beziehung, sondern dass es nicht klappt. Ich weiß es hört sich blöd an. Er hat ja gesagt, er will das ändern. Ich weiß halt nicht, wie viel Zeit so was dauert, bis man wirklich was in der Richtung ändern kann.

  7. #7

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    Hi paindrop,


    "Ich habe einige gescheiterte Beziehungen viele Familienprobleme (will da jetzt nicht näher drauf eingehen)":
    Das brauchst du nicht; Das kennen jede/r zur Genüge *lach*! ...ist wie im 'richtigen Leben'!

    Sich in seine heile Welt zu träumen ist schön und kostet nix; Sich da hineinzutrinken kann/wird fatale Folgen haben,
    vor allem auf Dauer! Und dann wirds schwierig, wieder auf die günstigere Art dahin zu kommen.

    Deine Angst und deine Unsicherheit kann ich sehr gut verstehen, aber sei mal ehrlich:
    Wie gut lernt man einen Menschen in sooo kurzer Zeit kennen? Vielleicht versprecht ihr euch beide schon nach so
    wenig gemeinsam verbrachter Zeit zuviel?
    Sehnsucht nach DEM/DER Partner/In hat jede/r.
    Guck, ich lebe schon seit vielen Jahren alleine und all` diese Sehnsüchte plagen mich auch.
    Vielleicht liegt darin sogar der Grund für meine dauernden Rückfälle?
    Aber genau DEM Menschen zu begegnen, für den man/frau geboren wurde und mit dem man den Rest des Lebens verbringen
    möchte ist höher als ein Sechser im Lotto zu bewerten. (Und bestimmt auch wertvoller).

    Was du erwartest...erhoffst...dir wünschst ist sicher nicht zuviel!
    Ich denke, ihr braucht einfach Zeit ... und Geduld! Beide!

    Liebe Grüsse

    Gipfel

  8. #8
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    Vielen lieben Dank Gipfel! Du hast mir mit deinen Antworten schon sehr geholfen! Ich kenne das mit der Traumwelt von mir auch sehr gut. Seit ich die Therapie mache, ist das halt zum Glück weniger geworden. Aber dafür hält dann quasi der Alk hin, weil ich das im realen Leben mit der Flucht in die Traumwelt nicht so schaffe.

    An welchen Rückfällen leidest du denn, wenn ich fragen darf?

  9. #9

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    Hallo und guten Morgen, paindrop!

    "Du hast mir mit deinen Antworten schon sehr geholfen! "

    Puh .... ich dachte gestern Abend noch, ich hätte dich durch meine Offenheit vielleicht verletzt!
    Sicher ist die Traumwelt (manchmal) schöner als die Realität, aber genau dieser Realität müssen wir uns eben stellen und einen Weg finden, wie wir damit klarkommen. Jeder für sich! Und die Traumwelt sollte eigentlich nur ein Pool der Ruhe sein, um wieder Kraft für die 'Welt da draussen' sammeln. Und es gibt noch viele viele andere Arten, Ruhe und Kraft zu tanken. Hobbys z. B.! Sinnvolle und angenehme Freizeitgestaltung.
    ...aber was rede ich da! Das muss ich selbst ja auch erstmal alles wieder lernen ...

    Mein Prob ist der Alkohol ... in meiner Vorstellung habe ich bissel was dazu geschrieben. `n bissel! Denn die ganze Geschichte ist natürlich etwas ausführlicher, wie bei jedem anderen auch.
    Aber das sollte ja auch nur zum KURZ vorstellen dienen ...
    Schön dass du nachfragst!

    Liebe Grüsse
    Gipfel

  10. #10
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    nein, du hast mir irgendwie mit deiner Sicht der Dinge geholfen! und vor allem für die Offenheit danke ich dir!

    Ich werde uns einfach zeit geben, und schauen, was sich tut und was nicht.... ohne Druck... dann sieht man, ob man harmonisiert...

    ich werd mir deinen Beitrag gleich mal durchlesen, würd mich sehr interessieren!

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