Ergebnis 1 bis 8 von 8

Thema: Wie setzt man sich eine Thrombosespritze?

Text vergrößern Text verkleinern
  1. #1

    Registriert seit
    16.05.2010
    Ort
    Deutschland/ Norddeutschland
    Alter
    51
    Geschlecht:
    Beiträge
    41

    Standard Wie setzt man sich eine Thrombosespritze?

    Hallo zusammen!

    Lange habe ich nichts von mir hören lassen. Und jetzt muss ich Euch gleich wieder "überfallen".
    Vor ca. 6 Wochen habe ich mir den rechten Fuß und zwei Zehen gebrochen.
    Ich kriege nun täglich seit 4 Wochen Thrombosespritzen.
    Da meine Ärztin meine Angst vor Spritzen kennt, hat sie es durchgesetzt, dass täglich eine Frau von einem Pflegedienst zu mir kommen soll und mir die Spritze setzen soll.
    Doch jeden Mittwoch werde ich vergessen. Ich glaube, dann ist Schichtwechsel. Und die kriegen das dann einfach nicht hin, mir an dem Tag die Spritze zu setzen. Oder, ich muss da hinterher telefonieren.
    Vorgestern habe ich es nicht mehr gemacht. Stattdessen dachte ich mir, ich versuche es doch mal selbst.
    Die Aussicht, nicht mehr von dem Pflegedienst abhängig zu sein, war verführerisch. Leider nicht verführerisch genug. Ich habe es nicht geschafft, mir die Spritze zu setzen. Gestern morgen habe ich den Pflegedienst wieder angerufen und gefragt, ob die es wieder schaffen, mich zu spritzen. Sie meinte, dass sie das möglich machen würde. Wahrscheinlich wieder nur bis zum nächsten Mittwoch.
    Nicht, dass ich da wirklich hinterher wäre. Aber, als ich mich weigerte, mich spritzen zu lassen, bekam ich von jeder Seite zu hören, wie gefährlich das wäre.
    Meiner Hausärztin sollte ich sogar einen Zettel unterschreiben, dass ich die Thrombosespritze ablehne. Aus Angst , vor den Folgen habe ich es nicht getan.
    Obwohl - letztes Jahr habe ich drei Monate strikte Bettruhe gehabt. Konnte und durfte nicht aufstehen. Da ist auch keiner mit einer Thrombosespritze gekommen und ich lebe immer noch. So richtig sehe ich das ja nicht ein und nichts wäre mir lieber, als das die vom Pflegedienst mich jetzt ständig vergessen würden.
    Aber, ich möchte meiner Hausärztin nicht in den Rücken fallen. Die setzt sich so für mich ein, .... .
    Nun ja, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Wie setzt man sich eine Thrombosespritze? Und vor allem, wie verliert man die Angst vor der Spritze? Das ist ja wohl derzeit mein Hauptproblem.
    Ich will einfach unabhängig vom Pflegedienst sein und dazu muss ich lernen, mich selbst zu spritzen Vielleicht könnt Ihr mir dabei helfen. Wer, wenn nicht Ihr?
    Ich bitte Euch, helft mir. Bitte.

  2. #2

    Registriert seit
    16.02.2010
    Ort
    Berlin
    Alter
    52
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.695
    Status
    Mal mehr mal weniger dabei

    Standard

    Halo Dornenvoegel,
    also ich habe eine große WBS-OP hinter mir und muss mir die Thrombosespritzen auch allein verabreichen.
    Okay,also ich hab da jetzt auch wirklich kein Problem damit und kann dir nur sagen das der einstich überhaupt nicht weh tut, da die Nadel ja auch total fein ist.
    Man nimmt dazu eine Speckfalte entweder vom Bauch oder vom Oberschenkel zwischen Daumen und Zeigefinger und pieckst die Spritze genau dort hinein.
    Finde das die blauen Flecke die danach entstehen unangenehmer sind als der pieks ansich.
    Wünsche dir viel glück und den Mut es allein zu machen,ist echt nich schlimm,wirklich!!!
    Auf das du die Angst davor verlierst,l.g. von Hexy

  3. #3

    Registriert seit
    07.01.2006
    Ort
    Hessen
    Alter
    41
    Geschlecht:
    Beiträge
    3.897

    Standard

    hallo Vögelchen,

    mach es, wie Hexy dir erklärt hat, aber achte noch zusätzlich auf die Kanülenspitze. Sie ist abgeschrägt. Diese Schräge muss nach oben, damit es beim Einstich nicht kratzt. Anschließend rate ich dir, alles gaaaaaaaaaanz langsam zu injizieren, dann hast du die größten Chancen darauf, nur wenige blaue Flecken zu bekommen. Ich persönlich finde
    das Spritzen auch nicht schlimm, bin gelernte Arzthelferin und musste mir die Dinger auch schon oft selbst setzen. Ich bin sicher, wenn du dich erst einmal dazu überwinden
    konntest, dass es dir die Male danach relativ leicht fallen wird. Viel Erfolg,

    LG, alive

  4. #4

    Registriert seit
    20.02.2008
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Alter
    51
    Geschlecht:
    Beiträge
    9.822

    Standard

    moin,

    mit den beiden Einträgen vorher passt das genau.
    Das laaaangsam injizieren erspart oft auch den blauen Fleck.
    Ich habe ne echt herbe Abneigung gegen Nadeln - hat mir wohl das Leben gerettet, da ich so ums Drogen spritzen herumkam.
    Nach nem schweren Unfall lag ich lange & setzte mir die Spritze irgendwann selber, weil es einfach die Pfleger entlastete im Krankenhaus...

    LG.Ganesha

  5. #5
    Mitglied SuS e.V. Administrator
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    München - Bayern
    Alter
    46
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.047

    Standard

    Selbst rumdoktern, wenn man so eine Abneigung gegen Spritzen hat, sorry, aber davon halte ich gar nix.

    Eigentlich sollte das ganz einfach sein, die Krankenkasse hat bestimmt mehr Durchsetzungsvermögen. Was sagt die Ärztin dazu?
    So was hab ich ja noch nie gehört, dass der Pflegedienst einen "vergisst"!
    Wo kommen wir da hin? Die haben einen Auftrag und ich möchte nicht wissen was die sagen, sollte eine Thrombose festgestellt werden und die haben teilweise wen "vergessen".

    Warum dir ein Hausarzt eine Unterschrift abverlangt, das ist allerdings auch sehr dubios ... was will die?

    Für Leute die eine Thrombose mit folgender Embolie hatten, da stellt sich die Frage nicht und ich gehe davon aus, wer das verordnet hat, der hatte seine Gründe

    Generell gehts aber nicht mit der Spritze los - es ist ein medizinischer Vorgang und da ist Reinlichkeit mal immer der erste Schritt
    ==> 1. Punkt also immer, desinfizieren!!
    ==> Wie spritze ich richtig – Thrombosespritze

    LG Franz

  6. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    16.05.2010
    Ort
    Deutschland/ Norddeutschland
    Alter
    51
    Geschlecht:
    Beiträge
    41

    Standard

    Hallo zusammen!

    Auch, wenn es die meisten von Euch glauben, dass ich das selber kann, muss ich Euch leider enttäuschen. Ich habe es doch schon versucht. Leider vergeblich.
    Ich habe vor allem angst , was eine Nadel hat. Egal, wozu man es braucht. (Akupunkturnadeln, Spritzen, Blutabnahmen, ect.) Ich schaffe es ja noch nicht einmal, dabei zu zu sehen, wenn andere es bei mir machen. Nein, nein, das funktioniert nicht.

    Zitat Zitat von Franz
    Selbst rumdoktern, wenn man so eine Abneigung gegen Spritzen hat, sorry, aber davon halte ich gar nix.
    Vielen Dank, dafür.

    Zitat Zitat von Franz
    Eigentlich sollte das ganz einfach sein, die Krankenkasse hat bestimmt mehr Durchsetzungsvermögen. Was sagt die Ärztin dazu?
    So was hab ich ja noch nie gehört, dass der Pflegedienst einen "vergisst"!
    Ich habe es noch niemandem erzählt - außer, meinem Bekannten.

    Zitat Zitat von Franz
    Wo kommen wir da hin? Die haben einen Auftrag und ich möchte nicht wissen was die sagen, sollte eine Thrombose festgestellt werden und die haben teilweise wen "vergessen".
    Stimmt. Aber, ich denke mal, wenn es einen Tag mal nicht gemacht wird, hat das sicher noch keine Folgen. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

    Zitat Zitat von Franz
    Warum dir ein Hausarzt eine Unterschrift abverlangt, das ist allerdings auch sehr dubios ... was will die?
    Sich absichern. Ich sollte unterschreiben, dass ich auf eigene Gefahr diese Thrombose spritzen verweigere. Ich kann das schon verstehen, dass die sich absichern will. Sollte mir was passieren, wird jeder gleich die Ärztin fragen, ob sie mir diese Dinge gesetzt hat.

    Zitat Zitat von Franz
    Generell gehts aber nicht mit der Spritze los - es ist ein medizinischer Vorgang und da ist Reinlichkeit mal immer der erste Schritt
    ==> 1. Punkt also immer, desinfizieren!!
    Das solltest Du mal den Frauen vom Pflegedienst sagen. Die sind der Meinung, weil das so "einfache" Spritzen sind und auch nichts zum Desinfizieren dabei liegt, braucht man das nicht. Ich kriege diese Dinger jetzt schon seit ca. 4 Wochen. Und nur im Krankenhaus und bei meiner Hausärztin wurde die Einstichstelle desinfiziert.
    Als ich die Frauen vom Pflegedienst danach fragte, meinten die nur: "Das braucht nicht."
    Und langsam machen die das auch nicht. Rin die Spritze, auf den Stempel drücken, bis alles drin ist, ins Pflegebuch eintragen, dass man da gewesen ist und "Tschüß dann. Bis morgen."

    Naja, ich muss wohl mit all den Unzulänglichkeiten leben. Ich mag gar nicht darüber nach denken, wie lange noch.

    Das Schlimmste war, dass hier plötzlich ein Mann auftauchte, der mich spritzen wollte. Dabei wissen die da, beim Pflegedienst, dass ich als Kind sexuell mißbraucht worden bin und Angst vor fremden Männern in meiner Nähe - und meiner Wohnung - habe. Aber, "man kann's ja mal ausprobieren. Wird schon klappen. Und wenn nicht, haben wir's wenigstens versucht." Aber, ohne mich. Da habe ich vollkommen auf sturr gestellt und wollte mir überhaupt keine Spritzen mehr setzen lassen. Und da kam meine Ärztin und meinte, ich sollte ihr das schriftlich geben, dass ich die Spritzen verweigere.
    Weil ich ihr keinen Ärger machen wollte, habe ich mich dann breit schlagen lassen. Damals dachte ich noch, dass wären zehn Spritzen für zehn Tage. Aber jetzt habe ich schon die 3. Packung bei mir zu hause liegen. *grg* Und es scheint immer noch kein Ende zu nehmen.
    Der Pflegedienst vergisst das ja hin und wieder. Aber, die Ärzte nicht.

  7. #7
    Mitglied SuS e.V. Administrator
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    München - Bayern
    Alter
    46
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.047

    Standard

    Ok, das mit der Ärztin ist klar, ich hab es genau anders rum verstanden - natürlich will die sich so absichern

    Noch keinem gesagt, also das geht nicht
    Von selbst passiert nix, da musst dich schon drum kümmern.
    Wenn du es nicht hin bekommst, dann muss es wer anders regeln - in dem Fall kannst dich gern auch an uns wenden, so nen >Pflegedienst würde4 ich gern mal zurechtweisen!

    Und natürlich musst du jeden Tag gespritzt werden, sonst würde man es ja nicht so verschrieben bekommen!
    Nimm nicht einfach hin, da musst wirklich mal an dich denken und Protest einlegen - es ist deine Gesundheit.
    Wie der Pflegedienst arbeitet, das zeigt doch alles, auch das ein Pfleger unangemeldet kommt.

    LG Franz

  8. #8
    Mitglied SuS e.V. Forenleiterin
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    Ba-Wü
    Alter
    33
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.299
    Status
    *rumwusel*

    Standard

    Hallo Dornenvogel,

    ich schließe mich Franz da an: Mach dem Pflegedienst mal so richtig Druck! So geht das nicht!!!! Dafür sind die ja schließlich da!

    Vielleicht kann dich ja jemand vom Pflegedienst anleiten, wie man sich selbst spritzt? Als ich mit spritzen angefangen habe (Basismedikation bei MS), da hab ich extra ne Krankenschwester beiseite gestellt bekommen, die alles ganz in Ruhe mit mir durchgegangen ist. Die hatte auch Utensilien dabei, an denen ich üben konnte (war so ne Art Schwamm, in den ich wasser injiert habe). Zusätzlich bekam ich einen Injektor, also so ein Ding, bei dem man per Knopfdruck das Einstechen und die Injektion auslöst. Das war für mich sehr hilfreich. Ob es das allerdings auch für Thrombosespritzen gibt, weiß ich nicht... Ansonsten sprich nochmal mit deiner Ärztin, schildere ihr dein Problem, also dass der Pflegedienst mittwochs nicht kommt und vereinbare mit ihr, dass du mittwochs zu ihr in die Praxis kommst und da die Spritze bekommst. Aber selber rumexperimentieren würd ich an deiner Stelle auch nicht!

    Liebe Grüße
    gelberose

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Vater setzt Sohn auf Autobahn aus
    Von dunge im Forum Familie, Freunde und Beziehungen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 21.07.2010, 05:36
  2. Sich distanzieren
    Von Carryon im Forum OFF-TOPIC
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 27.01.2009, 14:04
  3. Er zieht sich immer mehr zurück und meldet sich kaum
    Von paindrop82 im Forum Familie, Freunde und Beziehungen
    Antworten: 28
    Letzter Beitrag: 17.12.2008, 19:16
  4. Wann ist eine ES eine ES?
    Von Zyna im Forum Essstörungen
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 05.01.2007, 00:02

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65