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Thema: Mirtazapin!

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  1. #1
    quellbrunnen

    Ausrufezeichen Mirtazapin!

    seit ca 3 jahren nehme ich mirtazapin 30mg zur nacht ein.
    seitdem konnte ich immer sehr gut schlafen & wurde insgesamt sehr viel ruhiger und entspannter.
    seit über 1 jahr jedoch, leide ich mehr unter diesem medikament, als das es hilft.
    ich habe seit beginn der medikation sage & schreibe 15 Kilo zugenommen!
    leider bin ich mit der zeit nicht nur lethargisch, sondern auch irgendwie "gefühlskalt" geworden.
    vor dem medikament habe ich unter horror einschlafstörungen gelitten & fand nicht selten erst bei tagesanbruch etwas schlaf- ich fühlte mich hundeelend & völlig k.o.

    unheimlich gerne würde ich das mirtazapin absetzen, weil ich mich in meinem körper elendig fühle und meine natürliche energie vermisse..

    allerdings habe ich eine horrorangst vor den "schlaflosen nächten" !

    - hat jemand erfahrung mit mirtazapin ?
    - wie am besten abzusetzen?
    - gute alternativ tip´s ?

    über antworten & ratschläge würde ich mich freuen !

    beste grüße,
    Quellbrunnen

  2. #2

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    hi du

    also ich kann nur pos. über das Medikament sprechen. Nehm es schon länger ich glaub etwa seit 4 Jahren oder so aber nur 15mg zur nacht.
    Ich kann damit schlafen was sehr wichtig für mich ist, ok ich hab über die zeit einiges an gewicht zugenommen aber ob das nur am Medikament liegt weiß ich nicht würd ich jetzt nicht behaupten. Ich nehm zusätzlich noch Seroquel von daher kann ich leider nicht sagen was nun von was kommt.
    Hab das Mirtazapin auch mal weggelassen *lächel* war wie ich finde keine gute Idee weil ich mit den damit aufkommenden depressiven Stimmungsschwankungen echt nicht klar gekommen bin
    Absetzten würd ich nur wenn dein Arzt damit einverstanden ist auf keinen fall alleine das muss bitte immer mit deinem Arzt abgesprochen werden ( meine Meinung)
    ich hab mich am anfang auch wie ferngesteuert gefühlt aber mitlerweile hab ich durchas phasen in denen es mir gut geht bzw ich zumindest stabil und Leistungsfähig bin
    ich wünsch dir viel Erfolg
    lg Arkadia

  3. #3

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    hallo,

    ich kenn mich mit medis etwas aus, weil ich auch selbst schon viele genommen hab, das auch.
    negativ an dem medi ist (meiner meinung nach), dass es eine lange halbwertstzeit hat, so dass du auch immer tagsüber noch was davon hast.
    rein zur schlafförderung nimmst du eigentlich recht viel. es wirkt so, dass es mit einer sehr hohen affinität (anziehungskraft) an bestimmte rezeptoren bindet, die ruhig machen und das einschlafen fördern. sind alle rezeptoren besetzt (ab ca. 7,5 bis 15mg, aber von mensch zu mensch verschieden), dann wirkt ein noradrenalinsteigernder mechanismus.
    d.h. theoretisch, dass eine langsame absenkung bis 7,5mg schlaftechnisch noch ganz gut vertragen werden müsste. danach wird es nicht unbedingt leicht. es gibt aber im notfall andere mittel, die üblicherweise nicht so ins/aufs gewicht schlagen.
    parallel dazu solltest du gucken, wie es um mögliche depressionen steht.

    Teamhinweis von Franz
    Absetzplan und Medikamnetenempfehlung entnommen, nur ein Arzt kann das entscheiden und das sollte immer als erstes da stehen!


    die sollten weniger dzu führen ,dass man an gewicht zulegt, die beiden ersten sogar eher zu gewichtsverlust führen. aber jeder mensch ist anders und so weiß man das nur durch probieren.

    schreib mal, wie dein mögliches absetzen so läuft.
    good luck
    bender
    Geändert von Franz (18.11.2010 um 02:09 Uhr)

  4. #4
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    Hallo quellbrunnen,

    nimmst du das Mirtazapin nur wegen dem Schlafen oder auch als Antideressivum? Auf keinen Fall würde ich rumexperimentieren, ohne mit einem Arzt gesprochen zu haben. Wer verschreibt dir denn das Mirtazapin ? Mit diesem Arzt solltest du dich hinsetzen und ihm von deinen Problemen berichten und mit ihm eine Lösung suchen. Ein neues Medi evtl., wie am besten ausschleichen usw.

    Liebe Grüße
    gelberose

  5. #5

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    Hallo,

    ich habe auch mal Mirtazapin genommen. Ich hatte keinerlei Wirkung und hab es deshalb auch wieder abgesetzt.
    Am besten lässt du es ausschleichen, also immer die Dosis verringern.

    Ich habe danach Lyrica für die Nacht bekommen, mir hat das ebenfalls nicht geholfen. Aber es ist ja auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Hast du das schonmal versucht?

    Gruß,
    Wakening

  6. #6
    Marion

    Standard

    Hallo quellbrunnen,

    ich wäre da auch sehr vorsichtig, ohne mit deinem Arzt zu sprechen das Mirtazapin abzusetzen, gerade wegen der antidepressiven Wirkung. Grundsätzlich würde ich persönlich alle Medikamente, die auf die Psyche wirken und die man über längere Zeit eingenommen hat, nur ausschleichen und niemals abrupt absetzen. Ich finde man sollte dem Hirnstoffwechsel Zeit genug geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.

    Was die Angst vor den schlaflosen Nächten angeht, das kann ich gut verstehen. Ich hatte schon immer Einschlafstörungen. Als mir mal jemand erzählt hat, dass man normalerweise innerhalb von 10 bis 15 Minuten einschläft, hab ich ihn nur dumm angeguckt. Medikamente direkt dagegen hab ich noch nie genommen, aber mit Atosil (Wirkstoff Promethazin) hab ich mal gute Erfahrungen gemacht. Ungefähr eine Stunde nach der Einnahme fallen mir davon die Augen zu. Bei genug Schlaf ist man am nächsten Tag auch wieder fit.

    progressive

  7. #7
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    Der Hersteller sagt:
    Eine schrittweise Beendigung der Behandlung mit Mirtazapin ist notwendig, um Absetzerscheinungen zu vermeiden.
    Obige Absetzempfehlung wurde entnommen, Medikamentenempfehlungen genauso!
    Du solltest mit dem verschreibenden Arzt zusammen überlegen, wie man das Medikament absetzen oder eben gegen ein anderes austauschen kann.

    LG Franz

  8. #8
    quellbrunnen

    Cool

    hallo franz,

    ich habe jetzt 2x vergeblich versucht einen beitrag hier zu schreiben.
    obwohl ich angemeldet war, konnte ich meinen text nicht einfügen- es hieß, ich solle mich "anmelden" & "ich hätte keine berechtigung"..

    why?!

    lg,
    Quellbrunnen*

    ----------Beitrag automatisch hinzugefügt um 14:25 ---------- Vorheriger Beitrag war um 14:25 ----------

    hmmm.. jetzt funktioniert es, aber meine texte sind futsch :-(

    ----------Beitrag automatisch hinzugefügt um 14:45 ---------- Vorheriger Beitrag war um 14:25 ----------

    hallo & einen schönen tag an euch alle!

    herzlichen dank an alle hier, die sich die zeit genommen haben und geantwortet haben !

    ich habe mich jetzt in den letzten 2 tagen ausschließlich mit dem thema mirtazapin beschäftigt & musste feststellen, das ich meiner meinung nach eine viel zu hohe dosis einnehme.
    das medikament habe ich vor 3 jahren bei einem kurzen klinikaufenthalt verschrieben bekommen, die ärztin meinte, das mich das erstmal ein wenig stützen sollte.
    hat es auch!
    nach extrem langer zeit durfte ich erstmal wieder richtig schlafen!
    obwohl mir das dumpfe gefühl am morgen von anfang an nicht gefallen hat, aber die vorteile haben erstmal überwogen.

    durch umzug in eine neue stadt habe ich keinen therapeuten am ort, zumal die therapie auch eigentlich damals beendet war & ich im neuen ort auch keinen bedarf an einer weiteren therapie habe.

    mein jetziger hausarzt hat mir bisher also weiterhin hier das medikament verschrieben, wir sind nie in die details gegangen, weshalb ich genau mirtazapin nehme..

    bis vor einiger zeit war auch soweit alles in ordnung, jedoch verspüre ich halt immer mehr das jetzt die nachteile bei der einnahme überwiegen & ich fühle mich in meinem körper absolut nicht mehr wohl!

    die persönliche situation und mein soziales umfeld haben sich deutlich gebessert & ich führe eigentlich ein gutes leben jetzt..
    was mir anfangs geholfen hat, wird immer mehr zum störfaktor (mirta)

    so, und da ich im grunde in vernünftiges mädchen bin (naja..nicht immer..habe ich mich dazu entschlossen, den sichersten weg zu gehen.

    gleich zu meinem hausarzt und ihn um hilfe & unterstützung bitten.

    ich will das medikament nicht mehr nehmen!

    und freude auf eine erneute positive veränderung in meinem leben ist jetzt größer, als die angst vor dem absetzen/ausschleichen des mirtazapin !

    so, vielen lieben dank & drückt mir bitte die daumen, das es leicht wird :-)
    gern berichte ich über meinen abschied vom mirtazapin ..

    lieben gruß an euch alle,
    quellbrunnen*
    (die sich hier schon wohlfühlt)

    Teamhinweis von Wakening
    Editiert aufgrund eines Doppelposts



    juhuuuuu!!
    mein text is drinnen
    Geändert von Wakening (18.11.2010 um 17:19 Uhr)

  9. #9

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    Standard

    Hallo Quellbrunnen

    habe Deine Beiträge mal quergelesen, und - bist Du schon bei einem Suchtmediziner gewesen???

    Der kennt sich mit sowas aus! Ein Hausarzt ist hier kein Spezialist, zückst einfach nur den Rezeptblock, ist sich jedoch meist nicht der Auswirkungen bewußt. Vielleicht magst ja mal genau beschreiben, wie die Medikamentensucht Dein Verhalten und Deine Psyche beeinflußt? Du hast ja bereits vieles darüber geschrieben, wie sich Dein soziales Umfeld verbessert. Jedenfalls solltest Du beim Absetzen bzw. Ausschleichen einen Spezialisten zu Rate ziehen (Suchtmediziner - findest in GOOGLE für deine Stadt), da unkontrollierte Medikamenten-Cocktails manchmal lebensgefährlich sind! Die viel Mut Kraft und Entschlossenheit auf Deinem Weg!

    G24h - nur für heute

    Mickey

  10. #10
    Marion

    Standard

    Öh.. ich möcht jetzt nicht in quellbrunnens thread eine Grundsatzdiskussion anfangen, aber, Mirtazapin ist ein Antidepressivum und macht nicht süchtig. Es gibt bei manchen Absetzerscheinungen, wie bei den meisten Medikamenten die auf die Psyche wirken. Aber die Einnahme von einem Antidepressivum aus einem medizinischen Grund ist doch weit entfernt von Tablettensucht. Sorry, aber sowas kann ich nie unkommentiert stehenlassen. Antidepressiva sind bei richtiger Indikation ein Segen für einige Menschen, und die sind deswegen nicht tablettensüchtig.

    Wenn Fachmann dann ein Neurologe, leider ist aber auch das kein Garant für wirkliche ärztliche Hilfe, weil auch von denen viele einfach nur den Rezeptblock zücken. Ist immer eine Gratwanderung mit Erfahrungsberichten von anderen im Netz. Letztendlich muss man sich daraus zusammen mit der Aussage eines Arztes aber sowieso seine eigene Meinung bilden.

    Soweit meine Ansicht zu der Thematik, und ich hoff es entsteht jetzt keine Grundsatzdiskussion.

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