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Thema: Tramadol - Entzug

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  1. #1

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    Standard Tramadol - Entzug

    Hallo an Alle hier, bin froh hier zu sein...
    Also meine Sorge ist folgende:
    Musste im Mai an der Hüfte operiert werden und bekam regelmäßig Tramal aus postoperativem Absatzen wurde eine stetige Einnahme, die mir natürlich ein "High-Gefühl" vermittelt hat...daraus folgend bin ich kaum noch vor die Tür gegangen (zur Arbeit natürlich, zum einkaufen etc. auch) und habe den "Rausch" genossen...

    Kurzfassung: Bis Montag waren es ca. 100 Tropfen tgl. +/- 10 Trp. und dazu kam eine fette depressive Verstimmung, die mich dann nur noch heulen lies, weil ich mit mir und meinem Leben mit Tramadol nix mehr anfangen konnte...habe es dann gestern in die Hand genommen und mich meiner Internistin anvertraut...

    Nun nehme ich seit gestern Saroten 25 0-0-1 und Citalopram 10 1-0-0
    Ich soll in der nä Wo, bis nä Dienstag 3 mal 20 Trf. nehmen und b. Bedarf 10 Trf., die ich auch gleich heute Nacht brauchte, weil ich vor Juckreiz bald umgekommen wäre!

    Ich habe die ganze Situation noch nicht klar im Kopf, Fragen quälen mich, wie konnte mir rational denkendem Mensch sowas passieren etc...kennt ihr ja sicher alles auch...

    Nun habe ich mich in diesem Forum angemeldet und wäre für jede Rückmeldung, Tips, Ratschläge etc. dankbar!!! Was kann man in dieser Situation zum Schlafen nehmen, wenn man nicht zur Ruhe kommt?

    Ich freue mich auf Antwort!

    Tattoobabsi

  2. #2
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    Servus Babsi,

    also als erstes mal, du hast eigentlich gar nichts falsch gemacht, daher solltest gleich davon Anstand nehmen, dass du nun Schuld hast.

    Bei solchen OP's muss man Schmerzmittel nehmen, ich bin Schmerzpatient, daher weiß ich, was dauernde Schmerzen bedeuten.
    Ich vermisse eine engmaschige Begleitung durch deine Ärzte, aber da hast nichts drüber geschrieben.
    Die haben da Verantwortung, sollten dich genau beobachten, auch ambulant.

    Der rationale Verstand kann da aber kaum was machen, weil von solchen Medis wird man nun mal unweigerlich körperlich abhängig.
    Dein Verstand führte dich aber nun zur Ärztin, auch hier her, also hast mal die wichtigsten Schritte gemacht.

    Ganz ehrlich, mir kommt die Reduzierung bisserl schnell vor, aber ich weiß jetzt nicht, das die anderen beiden Medikamente bewirken.
    Ich werde da demnächst nochmal drauf zurück kommen ...
    Wie wurden beide Medis von der Internistin begründet?

    Die Depressionen (vermutlich ja ne Episode) halte ich für deine verfassung fast normal. Du beschreibst ha schon, wie sehr du mit dir haderst, an dir zweifelst usw.

    Und ja, das Gefühlt von so manchen Schmerzmitteln sind schon zeitweise angenehm, doch hast ja erkannt, du bist nicht mehr du selbst und musst was ändern!

    LG Franz

  3. #3
    Themenstarter

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    Standard

    Danke für die schnelle Antwort...habe mal eben ne logistische Frage...wo kann ich gleich sehen, was neu gepostet ist und wer auf meinen Beitrag geantwortet hat?
    Nun zum Thema-ich hätte ein Weilchen nach der OP kein Tramal mehr gebraucht, da war dieses "tolle" Gefühl schon da...leider...
    Die Internistin hat mir das Citalopram für meine depressive Episode und das Saroten als "Ersatz" für das Tramal (zur Nacht gegen die Unruhe) verordnet...ich hatte letzte Nacht grausamen Juckreiz...schrecklich...
    Ist es ratsam mal für alle Fälle ein rezeptfreies Mittel, das etwas "beruhigt" zuhause zu haben? Ich lebe in einer WG und bekomme das Tramal zur Zeit zugeteilt...komme bislang (sind ja erst 2 Tage) mit 3 mal 20 Trf. zurecht...würde gerne zwischendurch mal was nehmen um etwas entspannter zu nehmen...ist wahrscheinlich auch schon der falsche Gedanke, oder?
    Ich wurde vor 2 Jahren am Magen operiert und brauche immer mal was gegen Übelkeit, Paspertin oder Vomex , Vomex beruhigt ja auch ein wenig...darf man solch ein Medikament in meiner Situation überhaupt nehmen?

    Danke!

  4. #4
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    Zur ersten Frage ==> Einstellungen und Benutzerprofil
    Zudem sieht man es am Icon vorm Thema, Erklärung findet man ganz unten über die verschiedenen Icons

    Der Gedanke, etwas mehr zu nehmen, das ist nun normal und dürfte sich um Suchtdruck handeln.
    Das wirkt sich zum Teil körperlich aus, aber eben auch psychisch ganz enorm.

    Ich würde keine zusätzlichen Mittel nehmen, es könnte gegenteilig wirken oder bei der Tramaldosierung eh kaum oder eher gar nix helfen.
    Bitte jetzt nur was nehmen, wenn es mit der Ärztin abgesprochen ist, sonst is des alles nix gutes, wenn selbst was zufügst.

    Wegen der Medikamente werd ich mich noch äußern (muss erst mal die gelbe Liste wälzen), aber grundsätzlich musst das mit den behandelnden Ärzten klären.

    Such dir Ablenkung, Beschäftigung, die dir Spaß macht. Körperliche Betätigung, soweit als möglich, also viel frische Luft usw. sollte alles etwas unterstützen ...

    Und deine Stimmungslage sollte sich nicht extrem verschlechtern, klar mal nen Tag, aber nicht längere Zeit - sonst sollte auch therapeutisch was unternommen werden.

    LG Franz

  5. #5

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    Standard

    Vielleicht wenn das Saroten nicht so hilft gegen die Unruhe kann dir deine Ärztin Promazetin (Atosil) verschreiben,das macht kein High Gefühl,aber müde und beruhigt.
    Ich bekam es damals zu meiner Entgiftung.
    Das Tramal ist schon ein schlimmes Medi,es macht sehr schnell abhängig,vor allem wenn man es in unretardierter Form erhält.
    Bin auch Schmerzpatientin und mache auch das Gleiche durch wie du zur Zeit.
    Depressionen und die Schmerzen das ist so schlimm,das ich manchmal aufgeben möchte.

  6. #6
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    Hallo, habe gestern Besuch gehabt und vor lauter Unterhaltung und Ablenkung meine Abenddosis Tramal (20°) vergessen, dann habe ich mein Saroten genommen und bin schnell eingeschlafen, somit stand meine zugeteilte Abenddosis heute morgen noch...meine WG Kollegin, die mir die Medis zuteilt, hat mir dann die vergessenen Trp. von gestern als heutige Morgendosis angerechnet, habe dann heute Mittag wieder Trp genommen und bin nun wieder heute Abend dran---kurz: hatte gestern ohne irgendwelche Symptome einmal meine Dosis ausgesetzt---hat mich ein kleines bißchen stolz gemacht...

    Vielleicht sollte ich nochmal deutlich sagen---Ich bin keine Schmerzpatientin, sonder ich habe dieses Zeug aus reinem "Genuss" genommen...
    Hat Jemand Erfahrung wielange so eine sog. Entgiftung/Entzug dauert? Und danach...nimmt man die Medis weiter? Man darf dann sicher nie nie wieder Opioide oder deren Abkömmlinge nehmen, oder?

    Liebe Grüße, Barbara

  7. #7

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    Hi,

    ich bin damals ans Tramal gekommen, als ich 6 Wochen im Krankenhaus war um meine rechtes Bein ein paar Zentimeter strecken zu lassen.
    Ich hatte damals keine Ahnung, was das für'n Zeugs ist, hatte mich aber gefreut, dass ich 1.keinen Entzug von diversen Pulvern und Opium hatte,
    und das 2. die abendliche Grastüte im Rollstuhl so herrlich reinknallte.

    Ich zahlte meinen Preis dann, als ich wieder zu Hause war & so fertig war, von all den Drogenjahren, dass ich nix mehr nehmen wollte.
    Garnix mehr!

    Kann also zur Entzugsdauer nicht groß was sagen.
    Generell ist mein Erfahrungswert, dass der körperliche Entzug von Opiaten so ca 5-10 Tage dauert, schlimm ist halt die Gier und das schwarze Loch, das das zeugs hinterläßt.
    ich würde dir raten, von JEGLICHER zusätzlichen Einnahme irgendwelcher anderer Sachen abzusehen.
    Das mußt du halt jetzt durchstehen (immer in Rücksprache mit dem Arzt, natürlich)
    Ablenkung hilft, frische Luft und Bewegung natürlich...wie Franz schon schrieb.

    Ich hatte nach meinem Generalentzug bisher noch 3 Op's gehabt
    & konnte in Absprache mit dem Narkosarzt (*lach* die werden immer ganz wach, wenn ich meinen "Werdegang" schildere),
    Vollnarkose (und damit Opiate ) vermeiden.
    Grundsätzlich ist es so, dass wenn man mal "drauf" war, auch eine medizinische Verabreichung das Suchtgedächtnis voll aktiviert.
    Mußt dir vorstellen wie beim Alki oder halt beim Junkie.

    Das Runterdosieren ist prima, vor allem, dass du das Zeugs nicht selbst verwaltest *lach*, naja, ginge ja eh nit gut, was?!
    Ob du die Medis dann weiternimmst, wirste sehen - je nachdem, wie es dir geht, würde ich schauen, dass ich die - Absprache mit dem Arzt, klar -
    dann auch schnell losbekomme.

    Viel Kraft.LG.Ganesha

  8. #8
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    Danke euch allen für die Tips...wisst ihr...es ist zur Zeit so, habe ja mit dem Entgiften am 03.01. gestartet und nehme tgl. 3 mal 20° Tramal ein, erstmal bis Dienstag...dann sehen wir weiter...mein Suchtverlangen ist am Nachmittag am größten (also jetzt!)...Hilfe, wie ätzend...Wenn ich dann am Abend meine Tramaldosis genommen habe weiß ich ja, das das Saroten bald folgt und es ist ok, aber die Zeit von Mittag bis Abend ist so verdammt lang...werde es am Die. mit meiner Internistin besprechen!

    Fange immer an zu frieren, wenn die Zeit nach der Tropfeneinnahme zu lang wird und fühle mich ehlend! So ein Giftzeug...die Gesamtsituation beschäftigt mich sehr, meine Gedanken arbeiten auf Hochtouren, finde schlecht Ruhe...

    Liebe Grüße, tattoobabsi

  9. #9

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    Hi,

    ja übel!
    Gibt es bloß eines: MERKEN !!! Nicht vergessen...
    leg dir ne Decke hin & ganz viel Trotz & Sturheit zum tapfer dranbleiben! LG.Ganesha

  10. #10
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    Standard

    Das is nun immer die große Frage, reduziert man langsamer und eben mit weniger Entzugserscheinungen oder man haut drauf
    Letzteres natürlich auch in Absprache mit einem Doc, wie bereits erwähnt, deine Reduktion is ned besonders langsam.

    Auf der anderen Seite gehts so natürlich schneller, mit Decke und viel Willen.

    Eventuell sollte man eh auf retardierte Medis umstellen, natürlich mit gleichen Einheiten
    Also bei der Ärztin ansprechen ...
    Genauso könnte man überlegen, ob 4 x 15 Tropfen im Moment besser wäre, Zeitabstände sinken, Dosis bleibt.

    Mich würd noch interessieren, wie sich deine Ärztin das mit dem Saroten weiter vorstellt, genauer - wird das nur kurz verabreicht oder eben länger?

    Da es ja schon mal mit Ablenkung und Besucht gut geklappt hat, dich ned immer nur an den Entzug denken lässt, also da weißt ja was zu tun ist
    Lad alle ein, sorge für Ablenkung ...

    LG Franz

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