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Thema: Erfahrungen nach Entzug von Morphin

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  1. #1

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    Standard Erfahrungen nach Entzug von Morphin

    Hallo, wie mir geraten wurde, schreibe ich nun in einem extra Thema meine aktuellen Fragen. Ich soll Ende Juni nochmal in die Klinik und eine Umstellung bzw. Entzug von Oxycodon machen. Ich weiß, man soll selber die Erfahrung machen aber trotzdem würde ich ich freuen, wenn mir jemand seine Erfahrungen schreiben könnte. Im Moment, d. h. seit 6 Wochen nehme ich kein Codein mehr. Die Lust zum nehmen ist aber noch stark vorhanden. Schlimm ist es, dass ich meine Schmerzen nun zur Festmedikation Oxycodon , mit Novalgintabletten bekämpfen soll. Die helfen halt nicht wirklich. Dauert das einfach noch, bis so "einfache" Medikamente wieder greifen oder wie ist das? Muß erst das alte Gift aus dem Körper und dann helfen auch wieder andere? Viele, viele Gedanken gehen mir durch den Kopf und ich hab keine Antwort. Bin dankbar für alle Infos, lg Angsthase

  2. #2
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    Hallo angsthase,

    also, ich persönlich habe keine Erfahrung damit, aber mein Verlobter hat gerade erst einen Morphinentzug gemacht (vor ca. 4 Wochen). Also, bei ihm war es so, dass die Schmerzen während des Entzugs erst einmal stärker geworden und sich nach ca. 4 Wochen etwas eingependelt haben. Seine Ärztin hatte gesagt, dass es ca. ein habes Jahr braucht, bis die Rezeptoren wieder ganz frei sind und somit dann auch andere Medikamente wie eben Novalgin (nimmt er jetzt auch, allerdings als Tropfen, wirken bei ihm momentan aber auch noch nicht so richtig) wieder wirken können.

    Wenn du noch Fragen hast, kannst du ihm auch gerne mal eine PN schreiben, einfach an master-tron.

    Liebe Grüße
    gelberose

  3. #3
    Themenstarter

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    Liebe Gelberose,
    war nun 3 Wochen nicht da, war im Urlaub an der Ostsee. Da geht es mir am Besten. Habe meine Kopfschmerzen gut im Griff und konnte Kraft tanken. Ich habe ja nun nächste Woche den Termin beim Schmerzspezialisten wegen einem erneuten Krankenhausaufenthalt, nachdem ich den letzten bei dem das Codein abgesetzt wurde gut überstanden habe, bei welchem es nun auf die Reduktion bzw. Umstellung von Oxycodon auf ein anders Medikament geschehen soll. Ich habe seit ich aus der Klinik kam, das war mitte März und da hatte ich noch ganz starke Entzugserscheinungen vom Codeinentzug wie, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, Unruhe, Schwitzen, Übelkeit, Schlaflosigkeit. Das habe ich jetzt so seit 2 Wochen etwas im Griff. Nun hast Du mir ja vorgeschlagen, dass ich mich an Deinen Verlobten wenden kann, wenn ich noch Fragen zum Oxycodonentzug habe. Das würde ich gerne tun aber ich weiß leider nicht wie ich in die richtige PN komme, tut mir leid aber ich bin noch nicht so fit hier. Ich danke Dir schon mal im Voraus für Deine Hilfe. Das Morphin nehme ich nun seit 4 Jahren und zwar 40 mg morgens, und 25 mg abends. Tagsüber komme ich nun gut über die Runden. Bei auftretenden Kopfschmerzen ist die Versuchung groß ein Gelonida einzuwerfen, aber ich mache es natürlich nicht. Ich rühre dieses Gift nicht mehr an. Meine Cipralex 20 mg morgens und mein Trimipramin 150 mg abends reichen mir und das Morphin natürlich. Aber jetzt habe ich schon wieder zu viel geschrieben, sorry. Bin halt gerade etwas unsicher was den bevorstehenden Aufenthalt angeht. Wie wird das funktionieren? Vielen Dank nochmal und liebe Grüße und einen schönen Abend, Angsthase

  4. #4
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    Servus angsthase,

    zum schreiben is das Forum ja da, also muss sich keiner entschuldigen, wenn man schreibt - viel war es ja ned

    Hört sich gut an, also wenn es ohne Rückfälle klappt, echt toll.
    Die anhaltenden Entzugserscheinungen sind da nicht gemeint, aber wenn es nun etwas besser wird, dann kann man damit auch leichter umgehen.

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    LG Franz

  5. #5
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    Hallo angsthase,

    hast ja das Postfach von master-tron gefunden. Kann aber sein, dass er erst morgen oder so antwortet, weil er heute ziemlich viel unterwegs ist...

    Sag mal, wenn dir Ostsee so gut tut, wäre es dann vielleicht möglich, dahin umzuziehen?

    Liebe Grüße
    gelberose

  6. #6
    Themenstarter

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    liebe gelberose,
    Mastertron hat mir geantwortet und damit geholfen. Ich war nun heute bei meinem Schmerzspezialisten. Habe mit ihm einen neuen Termin zur Umstellung des Oxycodons vereinbart. Also amulant will er das nicht machen. Nun ist mein Termin, an welchem ich wieder in die Klinik zur Schmerztherapie gehe der 30.06.2011!!! Ich soll mich auf 4 Wochen einstellen. Tja, nun ist es wieder so und ich bin sehr froh obwohl ich natürlich auch Angst habe.....! Alle die zum Thema Morphinentzug was sagen können, bitte melden, liebe Grüße Angsthase

  7. #7
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    Hallo angsthase.
    Dann melde ich mich mal ganz kräftig bei Dir, denn ich habe schon ein paar Opiatentzüge hinter mir, unter anderem auch von Oxicodon.
    Momentan bin ich ohne Opiate , was aber schwierig ist, denn die Schmerzen haben mich wieder voll im Griff.
    Aber die 16 Monate ohne Opiat , mit einem klaren Kopf, möchte ich auf gar keinen Fall missen.
    Wenn Du Fragen hast, scheue Dich nicht, sie auch zu stellen. Dafür ist das Forum gedacht.
    liebe Grüße
    dunge

  8. #8
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    Hallo Dunge,
    danke für Deine Antwort. Jetzt würde mich natürlich interessieren wie das denn in der Klinik abgelaufen ist. Was hast Du als Ersatz bekommen bzw. hast Du überhaupt Ersatz bekommen? Man hat mir gesagt, dass ich wahrscheinlich Aponal bekommen werde. Hoffe mal, dass das alles gut geht. Mächtige Angst habe ich vor einem epileptischen Anfall. Da habe ich jetzt wahrscheinlich schon wieder zuviel im Netz gelesen. Besonders das Formu Ldt informiert da ganz groß. Ich weiß wirklich nicht auf was ich mich gefasst machen muß. Dann natürlich auch die Frage, was mache ich dann mit meinem Kopfschmerzen? Es soll auf 10mg - 10mg Targin umgestellt werden. Es gehen mir halt viele Fragen durch den Kopf. Man hat mir auch gesagt, dass ich, ich bin stationär auf der Neurologischen Akutstation zur Schmerztherapie, soll aber im n der geschlossenen Suchtabteilung auch Gruppen mitmachen. Ich werde natürlich alles tun, damit es voran geht und ein Erfolg wird. Aber nun sage mir doch bitte, sind die ersten Tage die schlimmsten oder wie muß ich mir das vorstellen? Was nimmst Du denn im Moment gegen Deine Schmerzen? Ganz liebe Grüße und vielen Dank schon mal, Angsthase

  9. #9
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    HAllo angsthase
    In den Schmerzkliniken, in denen ich war, lief das eigentlich immer nach einem festen Schema ab.
    Man wurde langsam von dem Morphin reduziert, und hat nebenbei noch gelernt, besser mit den Schmerzen zurecht zu kommen.
    DAs fand ich besonders wichtig, denn so war man abgelenkt und konnte sich gar nicht so sehr auf die Schmerzen und den Entzug konzentrieren.
    Ich bekam bei mehreren Entzügen auch Aponal , aber auch schon Dipiperon , die auch sehr hilfreich waren.
    Was dann mit Deinen Kopfschmerzen ist, ist eine sehr gute Frage. Frage Deinen Arzt doch mal, was er von Amitriptilin hält. Das wird gerade bei Kopfschmerzen gerne eingesetzt, hilft auch oft bei Migräne.
    Ich habe einen ganzen Medikamentencocktail, als reines Schmerzmittel bekomme ich gerade nur Novalgin , habe aber eine psychopharmaka, die auch gegen Schmerzen eingesetzt werden.

    Für mich waren nicht die ersten Tage die schlimmsten, sondern der Zeitpunkt, als das Morphin deutlich reduziert wurde, also so ca. nach 14 Tagen, da kamen dann die ersten Entzugserscheinungen. Aber da reagiert jeder anders. Das wirst Du auf Dich zukommen lassen müssen. Aber Du bist ja in einer Klinik, wo Du rund um ide Uhr überwacht wirst, also Dich in guten Händen befindest.
    Ich hoffe, daß ich Dir etwas weiterhelfen konnte.
    Liebe Grüße
    dunge

  10. #10
    Themenstarter

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    Guten Abend Dunge,
    vielen Dank für Deine Infos. Ich nehme gegen meine generalisierte Angstzuständen und Panikattaken morgens 15 mg Cipralex und abends 125 mg Trimipramin . Ich denke das soll ähnlich dem Amitriptilin sein, weiß es aber nicht genau. Sonst habe ich im Moment gegen meine auftretenden Schmerzspitzen auch nur Novalgin . Die helfen ehrlich gesagt nicht wirklich. Ich kämpfe mich im Moment einfach so durch. Ich will natürlich auch nichts nehmen, was mir nicht gesagt wurde. Vor meinem letzten Klinikaufenthalt in welchem mir ja das Gelonida, sprich Codein entzogen wurde, von dem nahm ich bis 8 Stück am Tag, habe ich ja wie gesagt Gelonida gegen die Schmerzspitzen genommen und auch Tavor wenn ich besonders mies drauf war oder ich mich einer Konfrontation gegenüber sah und Angst hatte. Abends gab es dann noch ne Zopiclon damit ich Ruhe fand. Ja, wie gesagt, dass waren die Medis die ich bis 09.02.11 regelmäßig nahm. Jetzt eben noch das Oxycodon , Trimipramin , Cipralex. Alle anderen Medis habe ich nach dem Aufenthalt ab 11.03. selber abgesetzt. Ich bekam ja auch Lyrika, Fluxi...?, die sind auch alle weg. Aber im Moment geht es nicht so ganz gut, denn ich werde meistens so gegen 3.00 Uhr nachts wach und habe schlimmes ziehen in den Beinen, mir ist übel und ich habe Duchfall. Dann bin ich froh, wenn es 6.00 Uhr ist und ich mein Oxycodon und mein Cipralex nehmen kann. Anschließend, so nach einer Stunde finde ich wieder Schlaf. Tja, das ist so die momentane Situation. Muß ich eigentlich Angst haben vor einem epileptischen Anfall? Hast Du da Erfahrung? Ich freue mich wenn Du mir wieder schreibst. Sag mal, was machst Du wenn Dir die Novalgin nicht helfen? Ich wünsche Dir einen schönen Abend,Angsthase

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