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Thema: Diazepam Entzug

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  1. #1

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    Standard Diazepam Entzug

    Nachdem ich gegoogelt habe und im Forum auch gesucht, bin ich noch nicht klüger geworden.Ich nahm seit mehreren Jahren Diazepam Tabletten.Zwischendurch in 2008 hatte ich einen schweren Autounfall und war entzugslos nach meinem 6 wöchigen Koma.Miese Begleitumstände brachten mich letztendlich wieder zu Dia-Tropfen.Ich wollte nicht mehr so weiterleben und bin seit 1 Monat total clean.In dem Klinikum,in dem ich mich entgiften ließ, sagte man mir,daß es eine Faustregel gäbe.Pro konsumiertem Jahr 1 Monat Entzugszeit.Ich hätte so einiges vor mir.Ist es ratsam,mich auf eine so lange Zeit einzustellen?Wie kommt es dann,daß ich aber nach meinem Koma ohne jegliche Art eines Entzugssymptom auskam?

  2. #2

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    Hi,

    naja - Sucht hat keine eisernen Regeln.
    ich habe dutzende von Malen von x Drogen entzogen ... und jeder Entzug war anders.
    Wenn man den richtigen Monet erwischt, wie es bei dir nach der OP wohl war, dann kann man durchaus mal Glück haben und relativ leicht davonkommen.
    Da du die Sucht dann ja aber wieder aufgefrischt hast, ist es natürlich auch schwerer mit dem aufhören, da es tiefer in deinem System verankert ist.

    Mit den Faustregeln....naja, ist so ne Sache! Sind halt bloß Faustregeln...
    Was ist dein Problem??? Haste noch Entzugserscheinungen oder macht dir das schwarze Loch "danach" zu schaffen???
    Das ist nämlich bei mir immer das wirklich Üble gewesen.

    LG.Ganesha

  3. #3
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    Was ist dein Problem??? Haste noch Entzugserscheinungen oder macht dir das schwarze Loch "danach" zu schaffen???
    Das ist nämlich bei mir immer das wirklich Üble gewesen.
    Es resultiert eigentlich kein Problem.Diese Entzugssymptomatik habe ich mir selbst erschaffen.Ich bin grundsätzlich bereit,damit klarzukommen.Bei diesem heißen Wetter ist der Entzug um einiges härter.Dadurch, daß ich Prioritäten setzen darf, akzeptiere und toleriere ich den Entzug.Ich bin halt sehr neugierig,wie lange ich geduldig sein darf.Durch mein unfallbedingtes Schädelhirntrauma erlebe ich alles um einiges krasser.Alle Nerven in meinem Körper,wirklich fast alle,melden sich.Ich habe bis heute die Kraft,weiter hart an mir zu arbeiten.Vielen Danl für Deine Antwort Ganesha. LG Volker (O..willi)

  4. #4

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    Hallo Willi,

    erst einmal doch klasse, dass Du die Finger seit `nem Monat von dem Mist weglässt.
    Dieses Benzozeug hat´s schon in sich und es braucht wirklich eine Zeit lang, bis es 1. ganz aus dem Körper verschwunden ist und 2. ne ganze Zeit bis Dein Körper aufhört danach zu schreien.
    Nun heißt es ja "nur" (lach) ... wer schreit lauter?

    Setze all Deine Kraft ein, die Du brauchst um der Sucht die kalte Schulter zu zeigen.
    Hast Du denn alles vernichtet, was Du Daheim hattest?
    Nicht das noch irgendwo was rumsteht, das macht es Dir nur noch schwerer.

    Weiß Dein Doc auch Bescheid, dass Du es nimmer haben willst?

    Hm, warum es nach dem Koma "einfacher" war, keine Ahnung. Vielleicht hat Dein Körper danach einfach genug mit anderen Dingen zu tun gehabt und hat das Thema Sucht in den Hintergrund geschoben. Weiß auch nicht.

    Aber Du schaffst das ganz sicher. Wie Du schon sagst: Geduld braucht es - und davon wünsche ich Dir ne ganze Menge. Und viel Kraft und Stursinn.

    Alles Gute Dir,

    Leben

  5. #5
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    Hallo omraiwilli,

    naja, wurde ja eigentlich alles schon gesagt: Jeder Entzug ist anders und jeder mensch reagiert anders bei nem Entzug. Wir sind halt alle Individuen! Und ist es im Endeffekt nicht eigentlich egal, wie lange der Entzug dauert? Durch musst du so oder so, Geduld musst du so oder so haben. Ich persönlich bin eher jemand, der sich aufs schlimmste einstellt, in deinem Fall also eher auf ne längere Zeit, denn wenn es dann doch nicht so lange dauert, bin ich positiv überrascht. Anders rum könnte ich eher den Mut verlieren!

    Liebe Grüße
    gelberose

  6. #6
    -
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    Nach 6 Wochen Koma hast Du 2008 den Hauptteil Deines Entzugs im Koma erlebt...zumindest die schwierigste Phase als Du keine Chance dazu hattest Dich zu fragen...schaff ich das oder brauch ich was...das Koma so schrecklich es fuer Dich gewesen sein mag hat Dir da eine ganze Menge Entzugsproblematik abgenommen die Du einfach nicht bei vollem Bewusstsein erleben musstest...da hast Du etwas aus den Haenden gegeben was Du als "Glueck im Unglueck" haettest nutzen koennen.

    Nach Deiner jetzigen Entzugsbehandlung kannst Du vielleicht den Vorteil haben das Du eine gewisse Zeit clean warst bevor Du Deinen Rueckfall gebaut hast aber das ist nicht sicher...Du musst mit Deiner Sucht leben und der Weg clean zu bleiben der verlaeuft bei jedem anders....weil jeder die Sache anders verpackt und verarbeitet, physisch wie psychisch.

    Es ist schoen zu sehen das Du Dich der Entzugsproblematik stellen willst und seit einem Monat clean bist. Ich wuensche Dir da viel Glueck.

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  7. #7
    Themenstarter

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    Ich danke Euch recht herzlich.So schnell habe ich nicht mit den Antworten gerechnet.Ich bin fast von mir überzeugt,daß ich das Diazepam als vergangene Lektion abhandeln kann.Ein Restrisiko jedoch bleibt mir und das ist gut so.Sonst werde ich noch arrogant.Und diese Eigenschaft liegt mir nicht.Durch meinen Autounfall habe ich an gewisse Charakterstärke zugenommen.Das war so nicht vorher.Ich bin ein Zweckpessimist und lebe danach.So kann irgendwann das Ende dieses Entzugs mich zu einem glücklichen Menschen machen.

  8. #8
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    Na ja arrogant werden muss man ja nicht nur weil man fast ueberzeugt ist.... es ist besser "sicher" zu werden weil man "fest davon ueberzeugt" ist das Diazepam an den Nagel zu haengen. Den Weg dahin solltest Du aber finden..

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  9. #9
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    Ich habe auch 3 Monate gebraucht, um mir darüber klar zu werden.Von Ende April bis Letzten Montag war ich Patient im hiesigen Bezirksklinikum zur Entgiftung und zum Entzug.Den Rest vom Entzug möchte ich gerne schaffen.Im on the way.Mir macht die Sonne besonders zu schaffen dabei.Hoffentlich wirds kühler.Und da durch den Unfall erworbene Schädelhirntrauma komplettiert das ganze.

  10. #10

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    Du liest Dich sehr entschlossen.
    Das ist schön.

    Viiiiiiiiiiiiiiiiel Wasser trinken, gelle??????????
    Das schwemmt zusätzlich die Gifte aus dem Körper.

    Alles Gute Dir,

    Leben

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