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Thema: 1 Jahr geschafft! Wie erhole ich am besten?

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  1. #1

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    Standard 1 Jahr geschafft! Wie erhole ich am besten?

    Hallo zusammen,


    ich habe am 16 Oktober ein Jahr Entzug hinter mir. Ich habe ca. ein Jahr lang (bis zum 16. Oktober 2010) Valium konsumiert. Eine Ärztin verschrieb es mir, aufgrund von Schlafstörungen , ohne mich darauf hinzuweisen, wie leicht es abhängig macht.

    Ich nahm es ungefähr jeden 3. bis 4. Tag in Dosen zwischen 5 und 20mg.

    Ab Oktober 2010 ging ein grässlicher Entzug los. Es war wirklich furchtbar und ich wünsche so etwas niemandem.

    Körperlich ist alles so gut wie durchgestanden. Ich hatte immer so eine Art "nebliges" Gefühl im Kopf, das erst vor 6 Tagen verschwand.

    Jetzt bin ich nur noch nicht so belastbar. Ich bin einfach immer noch sehr schnell erschöpft. Außerdem habe ich hier und da noch ein paar Stimmungstiefs, die aber besser werden.

    Meine Frage, wie lange wird es denn ungefähr dauern, bis ich wieder voll belastbar bin? Bis ich nicht mehr so schnell so müde bin und wieder voll am Leben teilnehmen kann?

    Vielen Dank für´s Lesen!

    Ich würde mich wirklich sehr über Einschätzungen von Erfahrenen Leuten freuen!

    Liebe Grüße!

    Schon vorbei!

  2. #2

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    Standard

    Hi,

    erstmal primna, dass du den Mist los bist.
    Deine Frage läßt sich nicht pauschal beantworten!
    Wenn du zum Beispiel an dem Auslöser für deine Schlafprobleme noch nichts ändern konntest, wird es länger dauern,
    als wenn du das abklären konntest.
    Was immer hilft, ist aktiv zu sein, sich viel zu bewegen, nach vorne zu schauen!
    Schau dich mal hier im Forum um; gerade bei Valium & Co dauert es oft ne recht lange Zeit!
    Kannst aber davon ausgehen, dass die Symptome so nach und nach weiter ausklingen...

    LG.Ganesha

  3. #3
    Themenstarter

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    Standard

    Hallo Ganesha,

    vielen Dank für Deine Antwort!!

    Wenn du zum Beispiel an dem Auslöser für deine Schlafprobleme noch nichts ändern konntest, wird es länger dauern,
    als wenn du das abklären konntest.
    Die Ursache waren hormonelle Schwankungen, die jetzt gut eingestellt sind. Ich bin diesbezüglich in ständiger ärztlicher Berhandlung.


    Ich mache so oft ich kann Sport. Immer mal eine Std. hier und da.

    Allerdings fehlt mir oft auch die Kraft. Weenn ich mich dann dazu zwinge, dauert es einige Tage, bis ich mich wieder erholt habe.

    [QUOTESchau dich mal hier im Forum um; gerade bei Valium & Co dauert es oft ne recht lange Zeit!
    Kannst aber davon ausgehen, dass die Symptome so nach und nach weiter ausklingen...

    ]

    [/QUOTE]

    Das beruhigt mich ein bisschen, weil és für mich schon so klingt, als ob es nicht so etwas besonderes ist, dass man nach einem Jahr noch nicht wieder vollkommen fit ist. Ich mache mir die ganze Zeit Sorgen, dass ich vielleicht dauerhaft so erschöpft bleibe.

    Immerhin hat sich mein gehirn soweit gut erholt. Auch wenn es noch Spielraum nach oben gibt.

    Die Gedächtnisstörungen waren wirklich extrem. Teilweise konnte ich mich gar nicht mehr mit jemandem unterhalten. Die Konzentrationskraft war extrem eingeschränkt. Selbst wenn ich einen Spielfilm im Fernsehen gesehen habe, der mich emotional forderte, fingen meine Muskeln wieder zu zucken an. Ich war mental einfach nur kaputt. Jetzt bin ich, zu sagen wir mal 90%wiederhergestellt.

    Wie sehen das denn andere, die auch Benzoentzüge kennen? Kann es wirklich mehr als ein Jahr dauern?

    vielen Dank für jede Antwort!!

    Schon vorbei!

  4. #4

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    Hi schonvorbei

    Hast ja schon ganz schön was geschafft. Toll.

    Hast Du mal geschaut, wie fit Du schon BIST? Im Vergleich zu vor nem Jahr oder nem halben?
    Sieh Dir die Besserungen an ... und so wird es auch weitergehen. Immer ein bissl mehr.

    Ich bin jetz auch seit genau einem Jahr weg vom Opiat , nach 7 Jahren und Benzos hab ich auch damals geschluckt. Damit hab ich Anfang Januar aufgehört.
    Ich sehe, dass ich schon viel mehr Kraft bekommen habe und meine Konzentration besser geworden ist, die war anfangs fast futsch. Kenne die Symptome sehr sehr gut.

    Wie gane schon sagt:
    Schau nach vorne.

    Und sei geduldig. Wir haben unseren Körper ganz gut geschändet, der braucht bissl Zeit um sich zu regenerieren.

    Liebe Grüße,

    Leben

  5. #5

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    Ich mache so oft ich kann Sport. Immer mal eine Std. hier und da.

    Allerdings fehlt mir oft auch die Kraft. Weenn ich mich dann dazu zwinge, dauert es einige Tage, bis ich mich wieder erholt habe.
    Jaja, wir Extremisten!
    kenne ich von mir auch...
    Als ich nach dem Rauchstop zum Beispiel anfing zu joggen...frag nit: Oft am Rande des Herzschlags!!!
    Großer Fehler!!!
    Meine EX hat mich dann entsprechend zusammengefaltet, gebügelt & mich dann als kuriert entlassen .
    Sport ist klasse, aber wenn du tagelang kaputt bist, machste entschieden was falsch.
    Bitte nicht falsch verstehen, ein anständiger Muskelkater, wenn man sich gut gefordert hat, gehört schonmal dazu.
    Aber das klingt sehr extrem; lieber mal die Sportartwechseln .- gerade, wenn du dich zwingen mußt - eine Stunde stramm spazierengehen zählt auch.
    Hast Luft, Licht & Bewegung...und das hilft!

    LG.gane

  6. #6
    Themenstarter

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    Vielen Dank Euch beiden!!

    Hast Du mal geschaut, wie fit Du schon BIST? Im Vergleich zu vor nem Jahr oder nem halben?
    Sieh Dir die Besserungen an ... und so wird es auch weitergehen. Immer ein bissl mehr.
    Klar! Ich versuche so oft wie möglich zu vergleichen und kann sagen, es wird Monat für Monat besser. Vor einem halben Jahr konnte ich kaum klar denken und mental war ich auch noch viel weniger gefestigt, als jetzt. Trotzdem macht es mich traurig, wenn ich merke, dass vieles eben noch nicht so geht. Gestern bin ich seit langem mal mit 2 Freundinnen einen Abend weg gewesen. Nach ca. 2 Std. war ich so kaputt, dass ich nur noch in mein Bett wollte. Andersrum, wenn ich einige Monate zurückdenke, da konnte ich sicher keine 20 Minuten in einer Bar sitzen und halbwegs konzentriert und wach bleiben. Ich hatte immer so einen Nebel im Kopf. Der ist wenigstens seit ca. einer Woche weg. Das war eine riesen Erleichterung.


    Ihr macht mir Mut!

    Ich möchte trotzdem nochmal ganz genau fragen. Ist es wirklich üblich, nach einem Jahr noch nicht wieder völlig hergestellt zu sein?

    Ich hoffe, ich nerve nicht, mit der Fragerei. Aber ich brauche einfach eine ganz klare Antwort. Bin manchmal ziemlich geschafft und traurig. Ich mache das hier ganz allein. Habe in den ersten "Hektikwochen" des Entzugs meine ganze Wohnung renoviert, weil der Körper einfach keine Ruhe geben wollte. Dafür sieht sie jetzt ziemlich fein aus!

    Jetzt wäre ich aber auch gern endlich wieder "normal"!

    Meint Ihr, ich darf mich in den kommenden Wochen auf "Normalität" freuen?

  7. #7

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    Ist es wirklich üblich, nach einem Jahr noch nicht wieder völlig hergestellt zu sein?
    Ich denke schon - zumindest bin ich auch noch total schlapp und kraftlos und so. Aber schon viiiiiiiiiiiel besser als vor nem Jahr.

    Hast Du mal ne Blutuntersuchung gemacht beim Doc?
    Vielleicht fehlt Dir ja was. Eisen oder son Kram.
    Kann ja sein.

    Sei geduldig.

    Und nerven ... das tust Du ganz ganz ganz ganz sicher nicht.

    Liebe Grüße,

    Leben

  8. #8

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    Standard

    Ich denke schon, dass es "Normal" ist.
    Da ja Bewegung und Fortschritt bei dir geht, würde ich mir keine großen Gedanken machen.
    vergiß es nicht, damit es dir nicht wieder passiert, das ist wichtig, aber ich finde nicht, dass du dich übermäßig sorgen solltest.
    Gehe - wie Leben schon schrieb - wirklich mal zum Doc, lasse dich gründlich durchchecken.

    Lies mal hier im Forum bei anderen, wie es denen so ergeht, das hat mir geholfen!
    Einfach mal rechts oben im Suchfeld "Valium" "Benzos" Medikamentensucht" eingeben & dich durch die Beiträge lesen...

    LG.Gane

  9. #9
    Themenstarter

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    Vielen, vielen, vielen Dank!!

    da bin ich jetzt aber wirklich beruhigt!

    zumindest bin ich auch noch total schlapp und kraftlos und so. Aber schon viiiiiiiiiiiel besser als vor nem Jahr.
    Ja, so würde ich das bei mir auch beschreiben. Geduld ist hier wohl das Zauberwort. Immerhin ist ein Jahr geschafft.

    Ich danke Euch. Jetzt ist mir etwas leichter ums Herz. Ich habe mir solche Sorgen gemacht, dass das irgendwie ein Zeichen für einen besonderen Schaden ist.

    Danke auch für die lieben Worte, dass ich Euch mit der Fragerei nicht auf den Wecker gehe. So eine Situation macht ganz schön ängstlich. Das wisst Ihr ja vielleicht auch.

    Vielen, lieben Dank nochmals!!! Ich werde hier mal ein bisschen mitlesen und ggf. mitschreiben.

    Liebe Grüße!

  10. #10

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    hallo,
    mich würde mal interessieren, was mit deinen hormonen nicht in ordnung war.
    meinst du z. b. östrogene oder schilddrüse oder was anderes?

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