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Thema: Antidepressiva während der Suchttherapie?

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  1. #1

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    Standard Antidepressiva während der Suchttherapie?

    Hallo,

    seit längerem beschäftigt mich etwas, wo ich gern Eure Meinungen zu erfahren würde um eine Entscheidung treffen zu können.

    Ich hole mal ein bischen aus, damit auch klar wird, was ich überhaupt möchte *schäm*
    Als ich damals in der psychosomatischen Klinik langsam von den Benzo ´s und Schmerzmitteln entzug, bekam ich nebenbei noch Abilify und Melperon , wegen der Persönlichkeitsstörung etc. Die Ärztin und die Psychologen dort sahen es eben getrennt, die Sucht und die PS. Für mich hatte es auch nicht unbedingt was mit Sucht zu tun, das ich weiterhin Medikamente nahm, den erstens war es unter aufsicht und zweitens bin ich auch nach der Entlassung vorsichtig damit ungegangen.
    Nun habe ich eine ambulante Suchttherapie angefangen und man wünschtedoch, das ich auch mit dem Abilify und Melperon aufhören sollte. Melperon habe ich mit dem Arzt durchgesprochen, war kein Problem, auch für mich nicht. Aber das Abilify sollte ich doch bitte weiterhin nehmen, wenigstens in der ersten Phase der Therapie , denn es werden ja auch Trauma etc. angesprochen, es handelt sich ja nicht nur um die sucht , so die aussage der Ärztin. Lange Rede kurzer Sinn, in der Gruppe wurde es vom Therapeuten angesprochen, was ich denn jetzt nun machen würde und ich bin eingeknickt und habe nachgegeben, von Heute auf Morgen aufgehört damit (was auch ein Fehler war, denn so geht es ja auch nicht! Ist aber meine Schuld). Letzte Woche war ich wieder in der Institutsambulanz und habe es der Ärztin gebeichtet, das ich ohne ihr Wissen aufgehört habe, gegen die Absprache. Begeistert war sich nicht - im Gegenteil = Verständlich!

    Mir geht es damit schon lange nicht mehr gut und die alten Verhaltensweisen, das Misstrauen etc. sind alle wieder da, ich komme da nicht gegenan und jede Woche nach der Gruppe kommt wieder ein Stücken dazu, der Berg häuft sich wieder.... Klar könnte ich das nochmal in der Gruppe ansprechen, doch ich weiß ja wie es endet, ein anderes Mitglied hat vor kurzem das gleiche gefragt. Mir fehlt der Mut, für mich da einzustehen.

    Was würdet Ihr machen? Die Ärztin steht hinter mir, wenn es wieder zu heftig wird, würde sie mich nicht hängen lassen sondern dann wieder damit anfange, aber eben NUR mit ihrer Absprache! Kann ich gut nachvollziehen und annehmen.

    Klar kann ich auch die Therapeuten verstehen, denn man setzt sich täglich mit dem alten Muster auseinander, es wird täglich die gleiche (süchtige) Handlung ausgeführt und so ist der WEg auch nicht weit zu den anderen Medikamenten. Verstehen kann ich vom Verstand beide Seiten, doch ich merke ich komm so nicht klar.

    Weiß nicht weiter.....

  2. #2
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    Ich denke, dass es ganz ganz wichtig ist, dass du für DICH eine Entscheidung triffst, dass du heraus findest, was für DICH das beste ist, womit du dich am wohlsten fühlst, unabhängig erstmal von Therapeutund Ärztin! Wenn du die Entscheidung kennst, wenn du weißt, was für DICH gut und richtig ist, dann kannst du auch dahinter stehen!

    Wünsch dir ganz viel Kraft!

    Liebe Grüße
    rose

  3. #3
    Themenstarter

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    Vom Gefühl her habe ich die Entscheidung schon lange, das ich die Medikamente zurückmöchte, doch der Verstand warnt mich davor, was ist wenn es der erste Schritt zurück in die Sucht ist?

    Ja - es ist wichtig hinter der eigenen Entscheidung zu stehen, denn nur so kann man auch da-zu-stehen!

    Es ist nur so, sind die Therapeuten der Suchtgruppe dagegen und ich würde es trotzdem nehmen, weil ich es für RICHTIG halten, kann ich aus der Gruppe fliegen und muss vielleicht auch die Kosten die entstanden sind zahlen.

    Werde mich mal an eine Pro/Contra Liste machen, dann kann ich das auch zur Gruppe mitnehmen, das ist erstmal das einzige, was ich machen kann und werde!

  4. #4
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    Und du kannst nochmal ganz deutlich klar machen, weshalb es für dich wichtig ist und dass du dir Gefahr bewusst bist und dich dabei ärztlich begleiten lässt, die auch von deinem Suchtproblem weiß. Du bist da in der Gruppe, um mit genau so etwas umzugehen zu lernen! Ich weiß ja nicht, aber wenn du dich mit den Therapeuten darüber unterhälst und es gut klar machen und dahinter stehen kannst, dann haben sie ja vielleicht Verständnis? Die Idee mit der Pro-Contra-Liste finde ich sehr gut, denn das wird der Gruppe zeigen, dass du dir da durchaus Gedanken drüber machst und somit auch die Suchtgefahr etwas verringerst, weil du dir ganz bewusst bist, was du tust!

    Liebe Grüße
    rose

  5. #5
    Themenstarter

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    Danke fürs Mut machen!
    Ich denke auch, in einem vernünftigen Gespräch kann man es eventuell klären, wenn die Therapeuten merken, das ich mich wirklich mit der Sucht beschäftige. Habe mir gerade gedacht, es könnte auch gut sein, wenn sich die Ärztin der Ambulanz und die Therapeuten mal telefonisch verständigen.

    Vielleicht geht es ja anderen aus der Gruppe genauso, wäer ja eigentlich für diese Woche ein Gruppenthema Mal sehen ob Maus den Mund aufbekommt

  6. #6

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    hey Maus ...

    ich würde versuchen den berg nicht größer werden zu lassen ... versuche dich mitzuteilen ... rede darüber was du denkst von der gruppe wie du dich fühlst in der gruppe ... habe ich auch getan ....nur so kannst du vertrauen finden ... halte nicht zurück mit deiner meinung ...

    rede nochmal mit deiner bezugstherapeuten .... versuche rauszufinden was für dich das beste ist !

    lg pukke

  7. #7
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    Hallo Zaubermaus,
    die Idee dass sich die Ärztin und die Therapeuten untereinander verständigen, finde ich sehr gut.
    Bei mir haben sich die Beiden ausgetauscht, sind in Kontakt.
    Der Vorschlag kam übrigens von meinem Arzt.
    Hab bisher gute Erfahrung damit gemacht, und brauch nicht jedesmal alles doppelt erzählen.
    Gruppenthema.... lass es raus, bevor es dich erdrückt
    Liebe Grüße
    Nebula
    Geändert von nebula (27.01.2009 um 11:08 Uhr) Grund: Tippfehler

  8. #8
    Themenstarter

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    Puh - tolle Reaktionen von Euch, danke!
    Werde mal bis Donnerstag eine Pro/Contraliste erstellen.

    Gruppenthema - find ich auch nur wie fang ich an? Ach da finde ich schon ne Lösung (Hoff ich)
    Geändert von Zaubermaus (27.01.2009 um 11:17 Uhr)

  9. #9
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    Wie würdet Ihr denn entscheiden?
    Falsche Frage! Nee, im Ernst, das wird dir nicht weiter helfen, selbst wenn jemand deine Frage beantwortet!!! Schua, jeder ist anders und für jemand anderes würde es richtig sein, die Medis weg zu lassen, aber ganz ehrlich hilft dir das bei der Entscheidung, was für DICH richtig ist???

  10. #10
    Themenstarter

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    Nein Rose, wirklich helfen würde es mir wirklich nicht
    Es sind ja bei jedem andere "Faktoren"

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