@ Kassandra: Man darf nicht vergessen, wie unterschiedlich die Begriffe "Selbstbewusstsein", "Selbstwertgefühl" oder auch "Selbstsicherheit" gebraucht und interpretiert werden. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sagen zunächst erst mal gar nichts über eine Qualität aus - es ist beinahe wie mit der Aufschrift, die man auf vielen Billigweinen sieht: Qualitätswein geographischer Herkunft = Wein irgendeiner Qualität, der irgendwo her kommt.
Zudem spielt auch die Ehrlichkeit eine erhebliche Rolle: Natürlich kann ich ein mangelhaftes Selbstwertgefühl mit einem gefakten Selbstbewusstsein überspielen (was wohl auch oft gemacht wird), aber dann ist es schließlich kein echtes Selbstbewusstsein. Ich persönlich weiß, was ich kann und was nicht, behaupte also, dass ich über ein gesundes Selbstwertgefühl verfüge. Nur lasse ich das ungern raushängen. Die Welt ist überfüllt mit lauter (vermeintlichen) Supermännern und toughen Frauen - da halte ich´s lieber mit dem Understatement.
Nur: Mangelt es mir deshalb an Selbstbewusstsein?! Denn das Bewusstsein ist ja vorhanden, nur trage ich es nicht zur Schau. Übrigens mache ich immer häufiger die Erfahrung, dass einem "Nettigkeit" als Schwäche ausgelegt und diese dann ausgenutzt wird. Wer frech durch´s Leben poltert, gilt allgemein als selbstbewusst (=> Wertewandel), obwohl ich da eher asoziale Tendenzen erkenne ...
Gruß, Paule




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halte ich in dem Zusammenhang für unpassend................



