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Thema: prostitution

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  1. #11

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    Ein interessantes Thema...
    Ich bin in sexueller Hinsicht auch eher devot, denke aber, dass diese Machtspielchen im Bett wenig mit einer Misshandlung zu tun haben, da man sie ja selber will. Dagegen kann ich mir nicht vorstellen, dass man bei einer wirklichen Misshandlung wirklich Befriedigung findet, oder? Der Wille, sich hinzugeben, muss schon irgendwie existieren!
    Auch sollte man beachten, dass man dieses unterwürfige Verhalten zwar im Sexleben mag, es dennoch nicht unbedingt auf das ganze Leben übertragen haben möchte. Oder will jemand, dass ständig befohlen wird, den ganzen Haushalt zu schmeißen, oder jegliche Drecksarbeit zu machen?
    Nein, eher nicht. Daher halte ich dieses Verhalten wirklich für eine sexuelle Neigung. Das bedeutet jedoch noch immer nicht, dass diese keine bestimmte Ursprünge in der Kindheit hat. Ich wüsste bei mir zwar keine bzw. habe keine Ahnung, warum die Schläge meiner Eltern mich dazu treiben, auch beim Sex geschlagen oder unterworfen worden zu sein, aber ich denke, dass muss jeder für sich selber herausfinden...

    Waren meine Worte und Gedanken halbwegs verständlich? Ich hoffe es und wünsche eine gute Nacht.

  2. #12

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    nein natürlich haben diese Machtspielchen im Bett nichts -absolut nichts mit einem Missbrauch zu tun!!!!!

    Aber vielleicht ist es vertraut? Ach ich weiß auch nicht ob das irgendwie miteinander zu tun hat aber interessant finde ich es auch!!!!

  3. #13

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    Zitat Zitat von DeVita Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht ist es vertraut? Ach ich weiß auch nicht ob das irgendwie miteinander zu tun hat
    Also da kann ich (zum Glück) nicht mitreden, ich merke bei mir jedoch, dass ich regelrecht wollte, dass mein Freund mich lieber schlägt, um mir seinen Missmut zu zeigen, als dass er mich mit Worten verletzt (hat er aber nie getan, also die Schläge). Ich weiß nicht, warum ich das wollte, aber vielleicht wirklich, weil es vertraut ist, weil ich die Probleme in meiner Kindheit auch durch Schläge übermittelt bekam...
    Zum Einen hasst man diese Erlebnisse, zum Anderen kann man mit etwas anderem garnicht umgehen... Schon komisch!

  4. #14

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    hey....

    ich denke auch nicht, dass "machtspielchen"; sm etc etwas mit missbrauch zu tun hat - sofern es denn beide wollen.

    in meinem fall ist es aber so, dass ich den missbrauch möchte. es geht mir dabei eben nicht um sex, befriedigung oder irgendwas dergleichen. es geht mir schlecht dabei, es törnt mich auf keinen fall an und meist nagt der kram noch lange in mir.
    das bescheuerte an der sache ist halt wirklich, dass ich es trotzdem .... will? brauche? keine ahnung, jedenfalls gibt es diese leise sehnsucht in mir danach, misshandelt zu werden, um dieses gefühl wieder zu bekommen, dass ich bei den vergewaltigungen hatte.
    also behaupte ich, ich würde auf sowas stehen - was ich nicht tue - um irgendwen dazu zu kriegen, mich zu misshandeln. ich würde nie behaupten, von diesen personen misshandelt worden zu sein - schließlich habe ich sie dazu angestiftet. die frage ist nur warum, wo es mir offensichtlich nichts bringt.

    wollte die problematik nur nochmal verdeutlichen. bei mir geht es nicht um sm ...

    gruß cripple

  5. #15
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    danke für eure antworten, war ziemlich lange weg - ferien - deswegen die verspätung.
    dadurch, dass ihr von euch erzählt habt, fühle ich mich schon sehr viel besser. ziemlich ich-bezogen, aber soll einfach ein nettes feedback sein.
    meine fragestellung, hat das was mit missbrauch zu tun, war blöd gestellt. ich meinte und das habt ihr mir auch teilweise beantwortet, ob ein früher passierter missbrauch damit zu tun haben kann. igendwie tut er das wohl. (?!)
    wenn ich mich prostituiere, würde ich das keinesfalls als missbrauch bezeichnen, das ist ja gewollt. inwiefern das wieder in das opferbild passt, ist eine andere sache.
    aber es gibt ja auch "normale" (bescheuert, ich meine, menschen ohne psychische probleme) menschen, die masochsistische tendenzen haben. gibt es dafür immer tiefer liegende gründe? oder ist das überhaupt vielleicht einfach eine - wieder das nicht so passende wort - "normale" spielart?
    was meint ihr?
    liebe grüße

  6. #16
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    tut mir leid, habe nicht kapiert, dass es da zwei seiten gibt.
    das geschlagenwerden wollen kenne ich genau so von meinem exfreund auch, wie du es beschreibst, faceless. ich weiß, dass ich als kind sehr selten mal geschlagen wurde, es jedoch schon als 7-jährige toll fand, im spiel von freunden übers knie gelegt zu werden. spricht also alles für genetische veranlagung, oder?
    crippled plaything, wenn du es wieder erleben willst, ist dir auch egal, was passiert?
    da es mir in bezug auf das auf den strich gehen genauso geht - hasse es, mich, mache es trotzdem und es hängt mir lange nach - fällt mir retraumatisierung dazu ein. bist du eigentlich in therapie ?
    klar, wie svv , aber ist doch bescheuert, dass man dafür sorgt, dass man wieder was hat, wovon man "traumatisiert" ist. irgendwie macht es die wiederholung ja nicht besser, nur gewöhnt man sich vielleicht mehr daran.
    um dieses verhalten zu beenden, schrieb fibra, wären ihr freunde eine sehr große unterstützung gewesen. aber wohin mit der sucht nach misshandlung, gefahr, sexueller demütigung? und ist die überhaupt ein problem?

  7. #17

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    hi camille....

    ich leide selber unter dieser sache und unter dem zwang, es haben zu müssen.... ich lebe in einer festen beziehung, und mein partner hält nichts von sm - musste natürlich schonmal anfragen......
    versuche das in den griff zu bekommen, da ich meinen partner auf keinen fall betrügen und dadurch verlieren will...obwohl ich mir manchmal wünschte, er würde es einfach machen, damit ich für den moment diesen zwang befriedigen kann.
    eigentlich sollte ich froh darüber sein, einen partner zu haben, der mich von sich aus nicht schlagen oder missbrauchen möchte. meist bin ich´s. manchmal aber wünschte ich, er würde mich wie dreck behandeln. warum weiß ich nicht.

    ich bin nur ambulant in therapie wegen meiner schizophrenie; meine ärztin in der tagesklinik sagte mir, dass es zum damaligen zeitpunkt keinen sinn gemacht hätte, diese sachen aufzuarbeiten, da ich einen schub hatte. habe aber vor, meinen arzt darauf anzusprechen, da die erinnerungen an den missbrauch zur zeit immer wieder hochkommen....

    ich verstehe das alles selber nicht......

    gruß cripple

  8. #18
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    hi plaything,
    wenn ich deinen beitrag so lese kommt es mir so vor, als ob das eben einfach ne neigung ist, mit der man klar kommen muss. du berichtest zwar auch von früheren schlechten erfahrungen,aber sagst, dass du nicht genau weißt, ob das was damit zu tun hat.
    vielleicht sind wir einfach so, egal weshalb?
    betrügst du deinen freund dann trotzdem?
    lieben gruß

  9. #19
    Carryon

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    Hallo in die Runde,
    ich denke schon das SM eben einfach eine Neigung ist. Allerdings sehe ich das wiederum anderst wenn früher ein Missbrauch geschehen ist. Derjenige der einen Missbraucht hat hat gab in dem Moment ja das Gefühl das man völlig ausgeliefert ist, wehrlos und benutzt werden kann wie man will, eben wie ein Stück dreck. Vielleicht bleibt so was hängen bis man selbst irgendwann davon überzeugt ist Dreck zu sein. Um die Bestätigung dafür zu erhalten lässt man sich immer wieder so behandeln. Ganz schlimm finde ich es wenn man es eigentlich gar nicht will, also eigentlich überhaupt nicht auf SM steht, es aber trotzdem immer wieder tun *muss* aus einem Zwang heraus. Aber woher und wieso???? Keinen Plan. Ich wurde niemals sexuell missbraucht und habe auch hin und wieder SM Gedanken. Von einer Freundin weis ich das Sie darauf steht wenn Ihr Partner sie beschimpft und eine Vergewaltigung *spielt* Auch Sie hatte nie einen Missbrauch. Und auch ansonsten ist Sie ganz *normal* (wie doof hört sich das denn an??) Also ich meine damit, Sie geht total liebevoll mit Ihrem Freund um und er mit Ihr auch, aber eben im Bett nicht.

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