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Thema: prostitution

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  1. #1

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    Standard prostitution

    hey ihr alle,

    bin relativ neu hier und hab mich erstmal durch die vielen unterschiedlichen beiträge gelesen. wahnsinn, wie vielschichtig ihr hier schreibt.

    da ich noch nicht in das missbrauchsforum kann - warnung, wahrscheinlich passt dieser beitrag eher dahin - hier eine frage:

    kennt jemand das sich prostituieren aus selbstverletzender motivation? klar wird geld für drogen gebraucht, aber in erster linie geht es darum, sich wie dreck zu verhalten / behandeln lassen / fühlen.

    vielen dank für eure rückmeldungen,
    liebe grüße, camille

  2. #2

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    Warum interessiert dich das Thema, betrifft es dich denn persönlich?

    LG, alive

  3. #3
    Themenstarter

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    Standard

    ja, bis vor zwei wochen war das ein absturz-standard-programm von mir.

    würde mich genauso interessieren, wie angehörige etc. damit umgehen. bei mir weiß es -außer meiner therapeutin - niemand.

  4. #4
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    Vielleicht nicht in dem Ausmaß, wie du es erfragst... Aber die erste Zeit, in der ich sexuelle Erfahrungen gemacht habe, war schon in diese Richtung orientiert, ja.
    Ich redete mir ein, dass Sex etc. mein Bedürfnis nach Nähe stillen würden. Auch wenn ich genau wusste, dass es mir damit letztlich nur noch schlechter geht - und es schließlich im Schneiden etc. endet. Eine Zeit lang konnte ich verbrennen und schneiden lassen, aber stattdessen verlagerte sich das SVV dann eben auf diesen Bereich. Die Phase hielt nicht besonders lange an - zum Glück.

  5. #5
    Themenstarter

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    danke für deine antwort. dein nähe suchen klingt sehr vertraut. war es dir egal, was passiert oder hast du versucht, die kontrolle zu behalten?

    woher kommt diese lust sich benutzen zu lassen? irgendwas muss mir doch daran gefallen, sonst würde ich es nicht immer wieder tun. ist das die lust am schmerz?

    findest du, dass dieses verhalten mit missbrauch zu tun hat?

    hm, ziemlich viele fragen, hoffe, niemanden damit in irgendwelche abgründe zu stürzen.
    liebe grüße

  6. #6
    Mitglied SuS e.V. Forenleiterin
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    Zitat Zitat von camille Beitrag anzeigen
    [...] dein nähe suchen klingt sehr vertraut. war es dir egal, was passiert oder hast du versucht, die kontrolle zu behalten?
    Naja, ich hab' auch noch einige andere Dinge gesucht, neben Nähe waren das beispielsweise Anerkennung, Zuneigung..
    Was passiert, war mir egal. Ich habe mich in diese Situationen begeben, weil ich dachte diese Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Obwohl mir klar war, dass es genau das Gegenteil bewirkt. Ich hab' mich einfach irgendwann "ausgeklinkt" aus den Momenten, bin abgedriftet ins Nichts, hab' nicht mehr gespürt und auch nicht mehr normal intensiv mitbekommen, was um mich herum und mit mir passiert.

    Zitat Zitat von camille Beitrag anzeigen
    woher kommt diese lust sich benutzen zu lassen? irgendwas muss mir doch daran gefallen, sonst würde ich es nicht immer wieder tun. ist das die lust am schmerz?
    Naja, ich habe da wahrscheinlich eine eher seltene Meinung dazu - Aber wie du anfangs schon geschrieben hast, ich sehe mein Verhalten da als Selbstverletzung. Körperlicher Schmerz hat mir wahrscheinlich irgendwann nicht mehr ausgereicht, sodass psychischer Schmerz dazukommen musste?! Und ich mir beides eben selbst zugefügt habe.

    Zitat Zitat von camille Beitrag anzeigen
    findest du, dass dieses verhalten mit missbrauch zu tun hat?
    Wie gesagt, ich kann nur für mich reden und die Fragen so beantworten, wie ich es für mich sehe! Das kann bei jedem anders sein!
    Jein, ich seh' es teilweise als Missbrauch an. Ich hab's selbst so gewollt, hab Dinge dafür getan, dass es so passierte, etc.
    Gewollter Missbrauch als Form von SVV vielleicht? Ich weiß nicht, wie ich es bezeichnen soll.

  7. #7
    Themenstarter

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    hi fibra,
    danke für deine antwort! weil ich dieses thema zum ersten mal anspreche, freue ich mich, dass es dir anscheinend ähnlich ging - nur egoistischerweise, wenn ich an dich denke, finde ich es traurig - und dass du meine svv -theorie bestätigst, zumindest was dein empfinden betrifft, finde ich toll. ich kenne aus unterschiedlichen therapien eher die ablehnende haltung den tätern/männern gegenüber und habe ziemliche skrupel gehabt, das hier zu äußern. typisch opfermäßig, dabei will ich doch aus der rollle raus.
    hat dir irgendwas - außer deinem exfreund - geholfen, aus diesem verhalten rauszukommen? hast du - wenns zu persönlich wird, musst du auf keinen fall antworten - masochistische tendenzen? ich komme mir so krank und ekelhaft vor, so "ich suche mir ein forum, wo sie mir sagen, dass das "normal krank" ist". dieses widerliche genießen der demütigung, was allen emanzipationspamphleten widerspricht (es steht nur für eine bescheuerte person) und nur einen teil der svv -haltung wiedergibt. wieso finde ich mich im nachhinein mutig, genauso wie abstoßend?
    dauernd der gedanke an meinen kleinen (6 jahre jüngeren) bruder und an das, was passsiert ist, wogegen ich mich in meiner erstarrung nicht gewehrt habe(warum nicht?). ich bin einfach das allerletzte.
    tut mir leid, wegen diesem plakatsatz.
    vielleicht will ich nur irgendwen finden, der sagt, ach, das ist ja noch gar nichts... oder okay, das hat alles seine gründe.
    ist es das sich wieder im eklig sein bestätigen?
    fröhliche weihnachtsgrüße

  8. #8
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    Langsam hab' beim Lesen das Gefühl, dass unsere Erfahrungen doch gar nicht so ähnlich sind. In meinem Hintergrund gibt es keine Missbrauchserfahrungen - und ich denke, und wahrscheinlich ist es das, was die Therapeuten dir da auch gesagt haben, das macht einen Unterschied aus.

    Inwiefern findest du dich denn mutig? Kannst den Satz "im nachhinein mutig genauso wie abstoßend" noch ein wenig genauer erklären? Worauf der sich bezieht?

    Was mir geholfen hat aus dem Verhalten rauszukommen? Hm, gute Frage, im Prinzip würd' ich sagen, dass es mir am meisten geholfen hat akzeptiert zu werden. Vorallem von meinem Freund und Freunden, die mir letztlich zeigten, dass sie mich mögen, wie ich bin und dass es eben auch Alternativen zu meinem Verhalten gibt.
    Ich hab' ehrlich gesagt noch nie drüber nachgedacht, ob ich masochistische Tendenzen habe. Ausschließen kann ich es natürlich erst, wenn ich es sicher weiß und eben ausgetestet habe. Vielleicht? Vielleicht ist SVV ja schon ein Anzeichen dafür?

  9. #9

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    hi...
    ich klinke mich mal ein.

    ich wurde in meiner jugend sexuell missbraucht und habe danach auch immer wieder ähnliche situationen gesucht, um dieses gefühl des "dreckigseins" zu bekommen. ich habe mich mit fremden männern getroffen und ich habe auch meinen früheren partnern gesagt, dass ich masochistin sei und beim sex gedemütigt werden wolle.sex war für mich ohnehin ein notwendiges übel, aber so bekam ich wenigstens wieder dieses gefühl dabei.

    ich bin auch der ansicht, dass das etwas mit svv zu tun hat. aber missbrauch....? ich habe es so gewollt; die männer waren für mich mittel zum zweck. ich brauchte die bestätigung, nichts wert zu sein, hässlich zu sein, dreckig....
    alles, was ich bezüglich mir selbst im kopf hatte wurde so bestätigt - und irgendwie fühlte es sich "richtig" an....

    naja, ich hoffe dass mein beitrag irgendwie weiterhilft, wollte nur mal erwähnen, dass ich sowas auch kenne....

    gruß cripple

  10. #10

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    Standard

    Hallo...

    Ich möchte auch kurz dazu etwas sagen.

    Mir geht es ähnlich im sexuellen Bereich und mir wurde auch schon gesagt ich sei sexuell gesehen devot. Allerdings bin ich mir auch überhaupt nicht sicher ob das "einfach" eine sexuelle Neigung ist oder tiefere Gründe hat.
    Das Thema interessiert mich sehr, suche aber schon lange nach Antworten

    Lg DeVita

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