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Thema: Ende vom Leben

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  1. #1
    Carryon

    Standard Ende vom Leben

    Keine Ahnung wieso, aber heute bin ich in Grübellaune, ich hoffe ich nerve euch damit nicht zu sehr *g.
    Also, mich hat neulich eine Patientin gefragt wie ich mir den Tod vorstelle, bzw was danach kommt. Ich selber vergleiche das für mich immer mit einer Vollnarkose. Wenn man aufwacht ist unter Umständen eine menge Zeit vergangen, im normalfall hat man das aber gar nicht wahrgenommen. Wenn man es genau betrachtet hat man eigentlich gar nichts wahrgenommen. So stelle ich mir den tod vor. Zeit spielt keine Rolle, die *Seele* befindet sich einfach in einem leeren Raum aber auch das spielt keine Rolle da man es ja nicht wahrnimmt. Naja, vielleicht ist das auch nur ein Wunschtraum von mir. Viele Menschen berichten ja auf Nahtoderfahrungen, auch meine Mutter hatte so etwas wohl schon mal erlebt nach einer Lungenembolie. Früher hatte Sie große Angst vor dem Sterben, dannach nicht mehr. Ich glaube nicht wirklich an dieses Licht. Vielmehr glaube ich das eigene Unterbewustsein gaukelt es einem vor, denn so soll es ja angeblich ablaufen. Aber wie dem auch sei, die hauptsache ist ja das es Menschen die Angst davor nimmt. Ich glaube wir haben vor allem Angst davor weil wir es eben nicht wissen. Und alles unbekannte macht eben Angst . Ich finde es unvorstellbar nicht mehr an diesem Leben teilzuhaben. Trotzdem trifft es jeden. Und nach einiger Zeit erinnert sich niemand mehr. Was für einen Sinn macht das Leben dann? Und vor allem: muss es immer einen Sinn geben??? Mich würde jetzt mal wirklich interessieren wie Ihr euch das nach dem Tod vorstellt. An was glaubt Ihr? Wie geht es weiter? Geht es weiter? Erzählt mal!

  2. #2

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    Hey Carry,

    also ich glaube schon an das Licht und ich denke, dass nach dem Tod die Seele als eine Art Engel existiert die die Menschen, die man sehr gern hatte bewacht, quasi zum Schutzengel der Lebenden wird. Denn denk mal nach, wie oft steckte man schon in einer Situation, die man hätte nicht überleben können unter normalen Umständen oder wusste nicht ein noch aus und dann klappte es doch wie ein Wunder... Erinner dich mal an eine solche Situation und versuch dich noch einmal hineinzuversetzen, was hast du in dem Moment gefühlt, als du es doch geschafft hast?

  3. #3

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    Nun, ich glaube nicht einmal daran, dass es eine Seele gibt. Ich stelle mir immer vor, es gäbe eine, um mir Hoffnung zu machen, aber im Grunde glaube ich nur an viele kleine Synapsen in unseren Gehirnen, die uns eine Seele ersetzen.
    Daher glaube ich auch nicht, dass eine Seele in einem leeren Raum schwebt. Ich glaube allgemein nicht an leere Räume, denn überall muss etwas sein, und selbst ein vakuumgefüllter Raum ist ja mit Leere gefühlt . Es gibt also selbst dort eine "erdrückende" Schwärze, die mir persönlich Angst macht. Da will ich nach dem Tod nicht sein!
    Ich glaube auch nicht an den Himmel, alleine, weil ich mir nicht vorstellen kann, wie all die vielen toten Menschen vor uns an einem Ort sein sollen. Muss ja ein ziemliches Gedränge und Unverständnis herrschen dort, find ich auch nicht so prickelnd!
    Woran glaube ich also? Ja, die Sache mit dem blendenden Licht find ich toll, könnt mir schon vorstellen, dass das Hirn als letzte Regung noch diese Helligkeit fühlt, sozusagen als Halluzination . Und danach ist es tot. Aus. Finito. Was kommt dann? Nichts. Tierchen, die einen zersetzen, und eine Leere, die wir nicht mehr wahrnehmen. Da ist nichts mehr. Ruhe. Unendliche Ruhe, die wir nie fühlen konnten, nach der wir aber immer gestrebt haben. Und nun endlich haben wir sie. Eigentlich zufriedenstellend, aber wir merken es ja eh nicht mehr.

    Ich stell mir den Tod schön vor, kann es garnicht abwarten...

  4. #4

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    oh faceless, du kannst es nicht abwarten, hast aber Angst vor der erdrückenden Schwärze... Warum glaubst du nicht an eine Seele? Woher kommt diese Einstellung? Die Ruhe finden wir ja alle früher oder später, aber sollte man nicht vorher jede Hürde meistern, auch wenn es noch so schwer ist, damit man sich die Ruhe verdient hat? Hast du nichts, woran du wirklich glauben kannst? Mich berührt das irgendwie sehr

  5. #5

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    Das mit der Schwärze... Ich habe Angst vor der Schwärze, wenn meine Seele darin rumschwirren muss, aber nicht, wenn ich sie ja doch nicht mehr mitbekomme.
    Ich merke zwar auch die Ruhe nicht mehr, aber ich freue mich dennoch auf sie. Ich bin froh, wenn mein Leben zu Ende ist, da will ich doch nicht auch noch eine andere Form des Lebens dranhängen - Nein danke!
    Ich glaube nicht an die Seele, weil ich nur an Dinge glaube, die erklärbar und logisch sind (was nicht heißt, dass ich sie zwangsläufig erklären könnte). Wo sollte die Seele sitzen? Ist doch nirgendwo Platz mehr im Körper! Alles braucht eine Struktur und eine Form, hat die Seele anscheinend nicht, also gibt es sie für mich nicht. Ich brauche sie auch nicht, hab ja mein Gehirn, was alles steuert!

    Ich stimme dir jedoch zu, dass man sich vorher im Leben bewähren sollte, um die Ruhe auch zu verdienen. Das versuche ich ja auch irgendwie - schließlich lebe ich noch! Aber vor einer Party freut man sich auch auf die Party, verdient sie sich jedoch auch, indem man vorher aufräumt. Trotzdem würde man gerne darauf verzichten und malt sich schonmal aus, wie es wird.
    Nur, um meine Gedanken mal zu verdeutlichen

  6. #6

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    und es ist gut, dass du lebst!! Du beweist ja, in dem du deine Gedanken und Gefühle hier niederschreibst, dass du doch noch nicht soweit bist, um die Ruhe zu erleben! Das ist auch richtig so. Die Seele, ja, kannst du dich an einen Moment erinnern, in dem du irgendetwas gefühlt hast oder dir etwas widerfahren ist, dass du mit dem Verstand nicht erklären konntest? Hast du nichts erlebt, dass dich erstaunt und verwundert hat? Die Seele ist ja auch kein Organ in unserem Körper, sie ist nicht sichtbar, will dennoch dafür sorgen, dass wir uns in einem Gleichgewicht der Ordnung und Zufriedenheit befinden. Sobald diese Ordnung und Harmonie gestört ist, ist es ein Hilfeschrei der Seele. Wie du siehst, hast ja auch du nicht aufgegeben, sondern dir einen Weg zum Austausch gesucht...

  7. #7

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    Hallo


    Ich habe auch Nahtoderfahrung. Dieses weiße Licht gibt es wirklich.
    Ob es ne Halluzination ist oder was auch immer ich weiß es nicht.

    Mhm ich glaube an Wiedergeburt. Dessen bin ich mir ganz sicher.
    Es stirbt nur der Körper eine Hülle, die Seele lebt weiter.
    Ich befasse mich viel mit dem sterben und todsein.. manchmal fast zuviel. Lese da grad ein tolles Buch.

    LG nf

  8. #8

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    Natürlich, jeder erlebt Dinge, die er nicht versteht. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass es Zufälle und Glück gibt, die nun einmal viel öfter eintreten, als man glaubt. Da wird man fast von einer Straßenbahn überfahren, weil man in Gedanken ist, aber kurz vorher fällt einem das Eis runter und man bleibt kurz stehen, überlebt kurz. Und da soll der Schutzengel mir das Eis aus der Hand gerissen haben, damit ich überlebe? Nette Geschichte, ich glaube dennoch nicht daran.
    Ich finde es aber schön, dass ihr daraus Kraft schöpfen könnt, beneide euch sogar darum. Aber ich kann mir sowas einfach nicht einreden, geschweige denn einfach überzeugt davon sein.
    Nun, ich habe zur Zeit und auch sonst oft das Gefühl, dass ich nur noch eine Hülle bin. Innerlich leer. Wo ist in dieser Zeit die Seele? Ausgewandert? Schlafend? Oder einfach nur keinen Bock? Find ich nicht OK, dass sie mich dann, wenn ich sie am Meisten brauche, im Stich lässt. Also selbst wenn es sie gibt, dann verleugne ich sie!

  9. #9

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    Vielleicht lässt sie dich nicht im Stich.. vielleicht trägt sie dich die ganze zeit, damit es dir nicht noch schwerer fällt.
    is nur nen gedankengang..

    da gibts eine schöne geschichte.


    lg nf

  10. #10
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    Also, ich hab das mal verschoben, weil ich find es nicht als OT, meiner Meinung gehört es eben hier her

    Gute Frage, die ja mal grundsätzlich unterschieden wird, ob man gläubig ist oder nicht - mal unabhängig vom Glauben.

    Nahtoderlebnisse könnte ich sicher auch ein paar vorweisen, aber eben nicht in der Form, Licht oder ähnliches. Bei mir ist es aber auch vorgekommen, dass das berühmte schnelle Ablaufen des bisherigen Lebens abgegangen ist.

    Auf der anderen Seite denke ich schon, irgendwas ist da bestimmend, wobei man selbst seinen Weg auch entscheidet.
    Wenn man paarmal was überlebt, wo die Ärzte den Kopf schüttel oder eben aufgegeben haben, dann verstärkt sich mein Glaube insoweit, dass man bestimmte Punkte/Aufgaben zu durchlaufen hat oder zumindest soll.

    Was aber nach dem Tod ist, das kann ich nicht sagen und will es mir auch gar nicht vorstellen. Dazu bin ich viel zu beschäftigt, erstmal diesen Abschnitt hinzubekommen, der eben jetzt das Leben ist.
    Ich würd mal sagen, mein Glaube ist ein Mischmasch aller Weltreligionen - aber weder eine fliegende Seele, noch ne richtige Wiedergeburt kann ich mir vorstellen.

    LG Franz

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