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Thema: Ein kurzer Einblick in mein Leben ...

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  1. #1

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    11.10.2009
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    Unglücklich Ein kurzer Einblick in mein Leben ...

    EDIT: die Überschrift passt nicht ganz, denn sooo klein ist der Einblick doch nicht geworden...

    Hallo zusammen,

    Vielleicht hat ja einer von euch ein paar Ideen, wie ich das anpacken könnte. Jedenfalls muss ich mir nun mal was von der Seele reden, denn es wird Zeit für mich endlich einen entgültigen, neuen Abschnitt in meinem Leben zu öffnen und endlich, für das erste mal in meinem Leben NORMAL zu sein um endlich fähig sein zu können an Karriere und Liebe/Familie zu denken.

    Vieles davon wissen nichtmal meine engsten Freunde, noch Verwandte, weil es mir einfach zu peinlich wäre, mit jemandem "live" über bestimmte Dinge detailiert zu reden. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass ich jemals jemandem anvertrauen werde, was ich mir hier bei euch von der Seele reden möchte. Vielleicht sind ja auch welche unter euch, die mein Leben nachvollziehen können und etwas mit mir teilen möchten - ich bin für alles offen, was Dich und mich nach vorne bringt!

    Zu meiner Situation:
    Ich bin anfang 30, männl., vollzeit Berufstätig (noch) + (ohne die Möglichkeit einer Pause / eines Urlaubs von mehr als 2-3 Wochen), wohne bei Frankfurt am Main und habe ein ausgeprägtes Suchtproblem. Dieses möchte ich jedoch bekämpfen und habe im Laufe der letzten 15 "Sucht-Jahre" den ein oder anderen Teil-Erfolg im alleingang erzielen könne. Jedoch waren das oft nur
    größere Pausen und/oder Suchtverschiebungen. Mir ist bewusst, dass ich ein generelles Problem mit dem Thema "Sucht" habe, das ich angehen muss.


    Ich habe mit ca. 12 angefangen zu rauchen und Alkohol zu trinken. Alkohol jedoch nie in besonderem Umfang, der für einen 12-16 jährigen derzeit Ungewöhnlich gewesen wäre. Danach war Alkohol nie ein großes Thema mehr. Mit 15/16 habe ich angefangen zu kiffen , was ich im Grunde bis heute täglich mache (ausser 2x einer Pause von einem Jahr und einmal einer Pause von 1,5
    Jahren). Früher allerdings habe ich tägl. locker 5g weggeraucht, wenn nicht mehr. Und das in extrem großen Glasbongs. Mit 16 bis etwa 25 habe ich viele chemische Drogen genommen, wie XTC und Speed . Beides eher am Wochenende. Speed wurde dann allerdings auch 2, oder 3 mal zum Dauerproblem (Erinnere mich nichtmehr an alles), wo ich jeweils ca. 1 Jahr fast täglich 1-3g Speed genommen habe. (immer Nasal). Zw. 16 und 25 noch ab und zu Kokain oder LSD /Pilze... beides sehr sehr selten, wobei Kokain für mich besonders gefährlich ist, aber glücklicherweise zu teuer. Auch die ein oder andere Biodroge wie Pilze, Kakteen, irgendwelche Slavias,Kräuter, etc habe ich auch "getestet". Seit nun etwa 5 Jahren nehme ich keinerlei Dinge mehr,
    ausser Cannabis und eben einer "neuen" Sache. Auch das Zigaretten rauchen habe ich vor 4 Jahren erfolgreich aufgegeben. Allerdings kommt nun durch meinen mehrfachen Bandscheibenvorfall (2 mal operiert und nun doch wieder Probleme ) und den damit einhergehenden leichteren Zugriff auf besondere Medikamente eine neue Sucht dazu... ich nehme nun seit ca. 2 Jahren täglich
    Tramal ... ca. 100-400mg, je nach Tag und Schmerzen. Das mit den Schmerzen ist (meistens) keine Ausrede, da ich zb. in dieser Sekunde Rückenschmerzen habe, obwohl ich heute morgen 200mg genommen habe. (Komme um eine OP früher oder später wohl nicht vorbei). Somit ist es für mich mit dem Tramal doppelt schwer aufzuhören. Wenn ich mal einen Tag garkeine Lust auf dieses
    Medikament habe, habe ich sehr oft, wenn nicht fast immer, leider echte Schmerzen, welche mich dann doch dazu bewegen zum Mittel zu greifen. Sicherlich könnte ich durch eine Behandlung und Sport hier einiges machen, doch leider bin ich durch meinen Job im Grund 5 Tage die Woche 99,9% nur für die Arbeit am Leben. (Stichwort"IT" ... wenn arbeit gibt, gibts arbeit, da lässt sich leider nicht viel durchplanen).

    Aktuell:
    Mein Kiff-Rythmus ist im Grunde immer der selbe. Abends nach der Arbeit anfangen... bis ich dann ins Bett komme sind meist ca. 1-2g weg. (vor der Arbeit rauche ich nichtmehr seit ich 22 bin). Am Wochenende sind es ca. 3-4g am Tag. Tramal nehme ich tägl. zw. 100 und 400mg. Diese letzten beiden Suchtstoffe in meinem Leben möchte ich nun auchnoch loswerden... wenn auch das mit dem Tramal erstmal keine Priorität hat, da ich zu 100% zusehen muss, dass mein Rücken gesund wird, da ich sonst so oder so auf Schmerzmittel angewiesen sein werde - ohne ist das arbeiten nichtmehr möglich und der Verlust würde mein Leben komplett zerstören, da dies mein letzter Anker ins echte Leben ist.

    Die Folgen von all dem sind und waren:
    Probleme mit der Polizeit sind ja schon fast "Ehrensache"... sowohl Kauf, als auch Verkauf.. Diebstahl...usw. Ich habe psychische Probleme, welche schonmal so stark waren, dass ich - zumindest glaube ich das - eine Panikattacke hatte, was absolut nicht toll war. Nun bin ich antriebslos (auch ohne kiffen , nurnoch mit Tramal habe ich Energie auch mal das Haus zu
    verlassen um zb einkaufen zu gehen) habe ich ständiges Zittern, Unsicherheit, Zuckungen, ab und an Sprachprobleme, Unbehagen in fast allen Situationen in denen ich nicht alleine bin... totaler Verlust des normalen sozialen Lebens (Einkapselung)... hocke privat nun auch nurnoch am PC seit ca.5 Jahren und habe meine Leben nun komplett online... was mir ein bisschen Sicherheit gibt. "Draussen" habe ich speziel in neuen Situationen oder unter Stress sehr oft Probleme und Angst . (An eine Beziehnung ist garnicht zu denken (so GERN ich meine Liebe auch verschenken würde), da das rausgehen heissen würde und
    letztendlich Konfrontation mit einer echten Frau!!! Ha... schön wärs... no chance. "Glücklicherweise" ist meine Angst über meine Gesundeheit mitlerweile so groß, dass ich mich nichtmehr trauen würde, irgendwas zu nehmen, ausser Cannabis oder Tramal , da ich ernsthaft glaube, dass mein Herz und/oder meine Psyche einen Kick von Koks , Pepp, Pillen oder LSD nichtmehr verkraften würde. Bin mir fast sicher, das wäre mein Ticket in die geschlossene oder den Sarg... früher oder später. Ich habe auch überhauptkein Selbstbewusstsein mehr und fühle mich ständig mies, ungeliebt, hässlich (was mich die Drogen auch gemacht haben), etc. etc... nicht gerade ein toller Start ins Nachtleben eines normalen Freitag Abends... da zock' ich lieber nen Spiel, da sehen alle gleich Scheisse aus. Körperlich, neben der Bandscheibe - ist meine Lunge bestimmt nichtmehr die beste (oft Bronchitis, eitrige Bronchitis), habe Herzprobleme (keine Ahnung ob echt oder psychisch), die mal soweit gingen, dass ich sehr sehr krasse Rythmusstörungen hatte über 2-3 Tage. (Habe auch heute noch regelmässig Herzstechen und ein komisches Gefühl in der Brust...allerdings oft so schnell oder subtil, dass ich nichtmehr weiß, ob das echt ist. Ein Arzt, welcher mein Herz mit Ultraschall ansah fand nix, Belastungstest auch nix... Langzeit EKG bin ich schon nichtmehr hin zur Behandlung...aus Angst vorm Ergebnis... Paradox² ich weiß...willkommen in meiner Welt. Allerdings habe ich schonmeistens "im Stillstand" einen Puls wie bei normalen Menschen beim Joggen...sogar im Bett ist die Frequenz oft wie als würde ich durch die Stadt laufen. Wie gesagt, keine Ahnung ob das psychisch ist oder nicht, glaube nicht wirklich, dass das mein Kopf ist, aber wer weiß. Durch den ganzen Chemodreck habe ich auch ziemliche Zahnprobleme bekommen. Mitlerweile sind 2 Backenzähne gezogen, einer kommt noch raus, viele andere müssen gebohrt werden... wenn da nur nicht die Angst wäre. Ja und der Rest schaut auch nicht gerade gesund aus... Braun war ich das letzte mal... äh... keine Ahnung, vergessen. Finanziell schaut es besonders gruselig aus. Ich habe seit meiner frühen Jugend viele Dummheiten gemacht, die sehr sehr teuer waren. Ich habe immernoch runde 15.000€ Schulden, konnte immerhin schon runde 7.000 ab-arbeiten - immerhin. Wären die Beschaffungskosten von rund 300-400€ pro Monat (im Idealfall) nicht, würde ich von diesem Berg natürlich noch schneller runterkommen und könnte mir vielleicht sogar mal einen Urlaub leisten - was meinem Kopf auch mal helfen würde.... ausser Arbeit... Drogen... Drogen nehmen um arbeiten zu können... arbeiten um Drogen kaufen zu können... Drogen nehmen um von der Arbeit (und dem miesrablen Leben) abschalten zu können ... ist nichtmehr viel über in meinem Leben und das bisschen Geld was ich verdiene, geht nun in Drogen und Wohnung und Schulden, wenn was übrig bleibt, kaufe ich sinnlosen Scheiss, damit ich mich nen Tag lang besser fühle ... auch eine Art sein Geld rauszuschmeissen.

    Zusammenfassend:
    Ich war durch dieses Leben schonmal an einem Punkt, an dem ich regelmässig des nachts alleine durch die (fremde) Großstadt lief um Zigarettenstummel zu sammeln, damit ich überhaupt was Tabakmässiges hatte. Essen... naja... ein paar leere Flaschen gesammelt und dann reichts fürn Fladenbrot. War absolut alleine in dieser Großstadt! (Es gab EINE Person, mit der ich Kontakt hatte... meinen Dealer, der genau so kaputt war wie ich). Es kam ausserdem aus Geldnot zu ein paar "Begegnungen", die mir jetzt so peinlich sind, dass ich heulen könnte. Das besonders kranke daran ist, dass ich sogar mal eine solche Begegnungem suchte, weil ich so alleine war... (das war dann wohl der tiefste Tiefpunkt, meines "Lebens"). Zu allem überfluss hab ich Idiot die einzige Person, die an mich glaubte (derzeit meine Freundin, zu welcher ich in die Großstadt am Arsch der Welt zog) vergrault und kannte dort sonst niemanden. Hatte bevor ich in diese Stadt zog gutes Übergewicht und war an diesem Punkt so
    untergewichtig, dass mein Arzt später, als ich die Notbremse zog und zu Mama viele hundert km in die 2z. Whg zog, mal meinte, ich sähe Magersüchtig aus. Zu dieser Zeit war ich jeden Tag so drauf, dass ich mitunter nichtmehr wusste ob es Tag oder nacht ist, oder welcher Tag oder Monat... noch wusste ich wie lange ich schonwieder wach war... 2-3 Nächte hintereinander waren die Regel vor jedem Crash. An die Rekorde erinnere ich mich nurnoch Bruchstückhaft. Der Hauptbahnhof war fast mein Zuhause...bzw. alle Bahnhöfe im Umfeld. Hatte ca. 40 mal Schwarztickets gesammelt... keine Ahnung warum die mich bis heute nicht kontaktieren. (Evntl. weil anderes Bundesland). Eines Abends fand ich mal eine Tabakpackung am HBF... mit ca. 2g Schore (Heroin) drinn... zum Glück war ich zu doof das zu rauchen und hatte keinen Kick! Darüber bin ich nun zwar weg und habe nun wieder übergewicht (auch nicht so geil), aber die Zeit hängt mir immérnoch im Hinterkopf, nach nun ca. 7 Jahren. Das war echt schlimm. War nichtmal in der Lage mir Hilfe zu holen und wenn man dann auf einmal von Leuten über die Straße als "Scheiss Junky" angeschriehen wird, kommt man dann doch ins grübeln... und das von Pepp und Pillen. Ich habe viel erlebt, was ich lieber nicht erlebt hätte, einiges davon war so schlimm für mich, dass ich es garnichtmehr aus dem Kopf bekomme, sogar dafür bezahlen würde, es vergessen zu können...weniges war so toll, dass ich darüber schwärmen möchte - war eh immernur das gleiche... total zerbombt irgendwo irgendwas machen... immer extatisch und total verpeilt. Meine "Freunde" bestanden genau die Hälfte meines Lebens aus Losern, Dealern, Kriminellen, Junkys in irgendeiner Art und vielen vielen armen Seelen, denen es mitunter noch vieeeeel schlechter erging und ergeht als mir. Ich betrachte mich selber als halbwegs intelligenten Menschen, mit viel potential... im inneren glaube ich, ich kann fast alles erreichen... wenn da nur nicht der große Junky in mir wäre,
    der faule, bequeme Arsch, der es immer wieder schaft, sich selber irgendeinen Scheiss einzureden und einen Grund zu finden, doch zuhause zu bleiben und sich zu rauchend und rauschend vor dem PC zu verkriechen. Mich selbst so betrachtend zerreisst mich der Gedanke, was ich hätte erreichen können. Ich komme aus einer Familie, die sich immer um mich gesorgt hat (habe sie nur nicht gelassen), Geld war nie ein großes Thema, kam auf eine gute Schule... tja, so kanns gehen.

    Danke fürs zuhören / zulesen ... musste einfach mal raus, da ich sonst keine Gelegenheit finde, bzw. niemanden sonst im Umfeld habe, der die Tiefe meiner Probleme fassen könnte. Tut gut - Danke!

    Euer Sadguy


    PS: der Text hat bestimmt ne Menge Fehler ... bitte seid nachsichtig ;-)
    Geändert von SadGuy (11.10.2009 um 18:26 Uhr)

  2. #2

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    Standard

    hallo Sadguy,

    puh, ein sehr langer Text von dir. Ich rate dir als erstes zu einem Termin bei einer Suchtberatungsstelle. Du wirst wohl irgendwann in eine Entgiftung gehen, wenn du wirklich clean werden und bleiben möchtest mit anschließender Therapie . Dein kompletter Konsum hat eine Ursache: du bist süchtig. Deshalb hörst du auch mit einer Sache auf und landest dann bei einer anderen. Deine Gewichtsprobleme haben gewiss auch damit zu tun. Was deine Gesundheit angeht, kann ich dir natürlich nichts sagen, weil ich kein Arzt bin.

    LG, alive

  3. #3
    Kassandra

    Standard

    Hi Sadguy!

    Puh, echt lang......
    Ich mach's kurz, bin aus gegebenem Anlass ziemlich durch den Wind.

    Ich schließe mich alive an; 1. Schritt Suchtberatung, ähm, gibt da eine in der Innenstadt, die genau auf Deinen Cocktail zugeschnitten ist, komme grad leider nicht auf die Straßes.o.
    Dann würde ich Dir, was die Suchtberatung ohnehin machen wird, zu einer stationären LZT raten, um auch endlich aus Deiner Isolation rauszukommen. Der Austausch mit anderen is ungemein wichtig und wird Dir gut tun.
    Kopf hoch, Deine Chancen stehen nicht schlecht, den Ausstieg zu stemmen. Du bist noch jung, da steht Dir noch alles offen.

    Lg,
    Kassi

  4. #4
    Carryon

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    Lol, bis dann Traminator

  5. #5
    Themenstarter

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    Standard

    guten Abend ihr Leudz ...

    ... hehe, ja ich weiß, saulang, aber das sind Gedanken, die haben sich nun über viele viele Jahre angestaut und mussten abruppt raus... unsortiert und weitgehend unzensiert *g* Sorry dafür.

    ... und erstmal Danke für die Antworten. Bin für jeden Kommentar dankbar, weil ich wirklich neugierig bin, wie andere meine Situation so betrachten. Ich glaube, für andere ist das oft einfacher, da man selber ja dann doch oft durch irgendwelche anderen Dinge beeinflusst oder gar geblendet wird.

    Also eine Therapie würde mir wirklich gut tun glaube ich. Nicht nur wegen der Sucht . Allerdings ist das echt sone Sache... gibts sowas denn für die Abendstunden oder am Wochenende? Mehr wie 2 Wochen am Stück sind nicht drinn - zumindest nicht bis mitte 2010, sollte ich meinen Job bis dahin behalten (was ein mind. genauso wichtiges Ziel ist, wie die Suchtbekämpfung)

    ... und wie ist das eigentlich ... wie komme ich überhaupt an so eine Behandlung ran? Und wie bezahlt man sowas? Kasse??? Und gibts es sowas auch für arme Leute wie mich (*g*), ohne dass man direkt in so einer Gruppensitzung sein persönlichstes preisgeben muss...wie im TV?? Ihr seht, ich habe wirklich garkeine Ahnung...

    @ Carryon: ... hehe, ja das war das Highlight meines Abends ...
    Geändert von SadGuy (11.10.2009 um 20:39 Uhr)

  6. #6

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    Mehr wie 2 Wochen am Stück sind nicht drinn - zumindest nicht bis mitte 2010
    Vorher wirst du dann wohl kaum was in Richtung Entgiftung und LZT machen können.

    Geh erst mal zur Beratungsstelle, dort bekommst du sehr gute Infos, wie du was genau wo machen kannst. Je nachdem, welche Thera du machen willst, wird sie von deiner Krankenkasse oder dem Rentenversicherungsträger gezahlt.

    LG, alive

    PS: Ich hau mich jetzt vor die Glotze

  7. #7
    Verlorene Seele

    Standard

    Es ist doch ok, musst dich dafür nicht entschuldigen. Hier geht es vielen so dass einfach alles raus muss und ob des alles ein zusammenhang hat ist auch nicht bei jedem so. Man möchte einfach die ganze Luft drausen haben und dafür brauchst dich echt nicht zu entschuldigen!

    Na klar gibt es solche Therapien, gibt es ein Zi (Zentralinstitut für Seelisch kranke Menschen) in deiner nähe? Wenn ja, dann informier dich mal da. Oder bei ein Betreutes Wohnen, es gibt mehrere möglichkeiten sich zu informieren !

    Wie ich schon oben schrieb, kannst dich in einem Zi schlau machen und wenn du sowas nicht hast gibts du in Google dein Wohnort ein und Therapeuten, dann rufst du halt mal ein paar stück an und informierst dich so. Die Krankenkasse zahlt dass, da musst du nur zahlen wenn du einfach nicht erscheinst trotz Termin, doer die 10 € Praxisgebühr (wenn kein Überweisungsschein hast). Also ich bin gering Verdienerin und habe auch eine Therapie , muss aber noch zur Krankenkasse und denen zeigen wie wenig ich verdien, so dass die mir dann auch noch die 10 € zahlt und die Medikamente. Also ums Geld brauchst dir keine sorgen zu machen . So Gruppentherapien bekommt man nicht einfach so, es ist eine Einzelsitzung, nur du und der/die Therapeut /in. Dafür sind ja wir da, um andere zu helfen !

    Lg
    Nessy

  8. #8

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    Hi Sadguy
    Also ne teraphie übernimmt die rentenversicherung wenn sie beantragt ist und ein Sozialbericht (macht zum Beispiel die Suchtberatung) erstellt ist.
    Wenn du jetzt sagst du kannst das nicht wegen deiner Arbeit machen,denk mal nach wie lang das noch gutgehen soll.
    Und wenn dein Chef was taugt unterstützt er dich sogar in deinen Bemühungen wieder ein strukturiertes Leben ohne bestimmung durch kiff und so zu führen.
    Ich seh da sehr viele parallen zu mir und kann dich wenn du willst auch noch n bischen zum Thema Langzeit aufklären.
    Ich hab übrigens auch n bandscheibenvorfall im lenden bereich und vier operierte und versteifte Halswirbel.Also hoch de Arsch und denk mal vor allem an dich und dann irgendwann mal an den Job
    Gruss
    Zausel

  9. #9
    Themenstarter

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    Werde mich die Woche mal nach so einem Zi, Beratungsstellen etc. umschaun!

    Ganz lieben Dank. Auch die Hilfe, die an mich bereits ausserhalb des Forums nur durch diesen Post herangetragen wurde ist überwältigend für mich. Muss ich erstmal verarbeiten und drüber schlafen

    hau' mich jetzt auch vor die Glotze ... bis morgen in "alter frische"
    Geändert von SadGuy (11.10.2009 um 21:04 Uhr)

  10. #10
    Themenstarter

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    hallo zusammen,

    tja, man muss das leben einfach lieben ... ungerechtfertigt ( wirklich! ) wurde ich heute für den rest meiner urlaubstage und überstunden "freigestellt" ... auf gut deutsch, man hat mich gefeuert! ich kann es nicht fassen ... jeder, dem ich davon heute auf der arbeit noch erzählen konnte, konnte es nicht fassen. anfechten zwecklos - kommt von ganz oben ... ich bin so down, wie schon lange nichtmehr. so blöd das klingen mag, dieser job war das erste mal in meinem ganzen leben, dass ich ohne drogen den großteil meines tages hinter mich bringen konnte und dabei sogar spass hatte - der job war echt ok, nicht unbedingt gut bezahlt, aber ich habe mich tatsächlich wohl gefühlt - nicht zuletzt, weil ich dort ein paar wirklich tolle leute kennengelernt habe! war das erste mal, dass ich freude an leistung hatte und mich selber motivieren konnte richtig gas zu geben und extrapunkte zu sammeln, ü-stunden zu kloppen, etc. etc. ... und jetzt sowas. ich weiß nicht, ob ich noch die kraft habe jetzt nochmal in ein neues umfeld zu kommen... mich dort zu beweisen und vor allem dort anschluss zu finden und durchzuhalten... wie stehen denn schon die chancen, dass ich nun direkt wieder was finde... und wie stehen die chancen, dass ich wieder was finde, wo ich mich wohl fühle???...... scheisse!... ... man könnte nun natürlich meinen, dass ich jetzt wenigstens zeit für eine therapie hätte - always look on the bright side - aber ich kann es mir nicht leisten, keine arbeit zu haben, da mich die laufenden kosten inkl. schuldentilgung sonst auffressen und ich dann totsicher wieder in den selben mist reinrutsche, wie damals. wunderbare situation. ich hab richtig schiss vor dem was jetzt kommt ..... ich will versuchen stark zu sein ... aber ich bin auch realist und weiß, daß die chancen nicht gut stehen. den plan, mein leben giftfrei zu machen werde ich wohl verschieben müssen... und die uhr tickt weiter
    Geändert von SadGuy (13.10.2009 um 16:53 Uhr)

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