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Thema: Ab wann ist ein Leben zu schützen?

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  1. #81

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    Nein, es ist auch möglich wenn man psychisch krank ist Kindern alles mit auf den weg zu geben. das möcht ich mit meinem statement nicht auschließen sonst würde ich mich selber damit auschließen.
    Es kommt aber immer drauf an, ob man sich selbst reflektieren kann, ob man an sich arbeitet oder ob man sich seiner Krankheit hingibt und nichts dagegen unternimmt.

    Rückfälle können immer passieren, genauso wie "gesunde" menschen während sie Kinder haben in eine Krise schlittern können.

    Es kommt aber dann drauf an was ich dagegen tue um mein Kind zu schützen.

    Ein Kind kann nicht einfach entscheiden zu gehen, wenn es ihm zuviel wird. Nur ich kann mein Kind vor den Folgen meiner Krankheit schützen die diese hinterlassen KANN.

    Wie ich damit umgehe ist entscheidend und nicht ob ich "normal" bin oder nicht..

    eh versteht ihr was ich meine ?

  2. #82
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    Jup future, ich denke ich verstehe was du meinst und das trifft auch ziemlich gut meine Meinung darüber.

    Bin mal gespannt, ob da noch mehr Meinungen zu kommen


    @ det: Es stimmt schon, dass du dich diese Dinge selbst gefragt hast und keine feststehende Aussage damit getroffen hast. So hab ich es auch aufgenommen. Ich hatte nur auch das Gefühl, dass du für dich (und du betonst ja, dass es aus deiner Sicht so ist - was ich ganz gut finde ) denkst, dass so jemand dann egoistisch handelt. Und da ich denke, dass das für dich nicht moralisch ist, hast du dir am Ende die Antwort eigentlich selbst gegeben, bzw. da dann eben eine Aussage gemacht. Was natürlich nicht falsch ist, aber worauf natürlich Reaktionen kommen, auch wenn alive´s Zitat die Frage beinhaltete.


    Liebe Grüße,
    sunlight

  3. #83

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    @Fritz: In deinem Posting sehe ich eine Frage und eine Aussage. Die Aussage lautet: "Ich habe mich bewusst gegen Kinder entschieden". Die Frage hingegen war schon provozierend: "Ist es moralisch ok, nicht abzutreiben?".

    Ich störe mich gewaltig an dem Wort "moralisch": Was genau ist das eigentlich für eine Moral? Ich kann mir eine ganze Reihe von sehr konkreten persönlichen Gründen vorstellen, die jemanden zu einer Abtreibung bringen - ganz gleich woran ich da denke, es sind immer tiefste persönliche Krisen, immer eine schwere Entscheidung, und immer der letzte Ausweg (der letzte Ausweg ist nie der Beste). Da ist "Moral" etwas fernes, abstraktes, etwas über das man hätte nachdenken sollen, bevor man nun zwischen einer Reihe schlechter Möglichkeiten entscheiden muss.

    Wenn man keine Kinder haben möchte (oder schlimmer noch: es als Gefahr betrachtet, selbst Kinder in die Welt zu setzen), kann man sich als Mann sehr einfach die Samenleiter durchtrennen lassen. Hier beginnt vielleicht der Punkt, an dem man mit "Moral" argumentieren kann: Es ist moralisch in Ordnung, unnötige Abtreibungen zu vermeiden.

    Kurzum: Moral funktioniert schlecht, wenn ein Kind unterwegs ist. Als Mann funktioniert Moral schon doppelt schlecht, weil man sich noch relativ einfach vor den Konsequenzen drücken kann.
    Geändert von cloneboy (14.12.2009 um 11:18 Uhr)

  4. #84

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    @Fritz, ja zum Teil ist ersichtlich, dass du von dir schreibst, zu einem anderen Teil ist das für mich aber nicht sicher. Da Schwangerschaft gerade ein sehr aktuelles Thema bei mir ist, liegt es sicherlich auch auf der Hand, dass ich da empfindlich reagiere.

  5. #85
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    Ich möchte auch noch mal betonen, daß psyschich kranke sehr gute Eltern sein können. Ob man es gut ist hängt nicht von der Krankheit ab. Dann hätte ich meine beiden Kinder auch nicht haben dürfen.
    Ich habe ihnen sehr viel Liebe mit auf den Weg gegeben, gerade auch deshalb, weil ich die Erfahrung von liebevollen Eltern nicht hatte. Ich schäme mich zwar, daß ich eine zeitlang oft im Krankenhaus war und nicht für sie da sein konnte, aber sie sind trotzdem gut aufgewachsen. Mal abgesehen davon, daß wir uns scheiden lassen haben. Aber das kommt auch bei gesunden vor.
    Als junges Mädchen hätte ich ein Kind nicht aufziehen können, die Umstände waren katastrophal und wie gesagt meine Schuld. Und jetzt würde ich es nicht machen, weil ich dem Kind nicht gerecht werden könnte mit meiner Erkrankung. Ich !!! würde es nicht packen, deshalb halte ich aber psyschich kranke für sehr wohl als gute Eltern. Vom Herzen her bin ich gegen Abtreibungen und es tut mir weh, wenn ich an die eigene Erfahrung denke, sehr weh. Vom Kopf kann ich nachvollziehen, warum manche Frauen sich für eine Abtreibung entscheiden. Könnte ich es rückgängig machen, hätte ich es damals doch gern in eine Adoptivfamilie gegeben. Und ich bin erst psyschich krank geworden, da waren meine beiden Kinder schon auf der Welt, 5 und 3 Jahre alt. Konnte man auch nicht vorhersehen. Ich habe aber das beste draus gemacht. Ich schwanke hin und her zwischen mich schuldig fühlen und doch das richtige getan zu haben. Bin ganz durcheinander.

  6. #86

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    p.s.: Noch etwas sehr persönliches dazu: Ich habe Abtreibungen früher eher liberal und offen gegenüber gestanden. Seit ich bei der ersten Ultraschalluntersuchung dort etwas lebendiges im Bauch meiner Frau gesehen habe, hat sich meine Meinung darüber schlagartig geändert. Ich denke, ich werde nie mehr eine Abtreibung als eine Möglichkeit unter vielen betrachten und wünsche mir, niemals in so einem Entscheidungsdilemma stecken zu müssen. Es ist einfach zuviel Leben da...
    Geändert von cloneboy (14.12.2009 um 11:32 Uhr)

  7. #87
    Kassandra

    Standard

    Meistens wird der moralische Hammer, den Frauen gegenüber geschwungen, die sich für einen Abbruch entschieden haben oder sich nur dafür aussprechen oder einsetzen.
    Die Erfahrungen habe ich selbst auf Demos gemacht, ähnlich wie Future das mit diesem 'bigotten Lebensrettertrupp' beschrieben hat. Nur das ich nicht auf dem Weg zum Abbruch war und mich entsprechend wehren konnte......,anyway.
    Für mich schwingt gerade bei so Extremreaktionen eine Riesenportion Heuchelei mit.

    Jedenfalls finde ich es in beiden Fällen völlig daneben, mit moralisch verschnürten Argumenten zu hantieren, um dem Ganzen einen nachhaltigeren Anstrich zu verleihen.
    So wie ich Fritz verstanden habe, wollte er genau diesen Umstand deutlich machen.

    Alive, Du wirst sicherlich eine gute Mutter, da bin ich fest von überzeugt.
    Und ja, man muß sicherlich nicht maximal stabil sein, um trotzdem eine gute Mutter sein zu können.
    Ich, für mich persönlich, habe mir das nicht zugetraut, hat sicherlich auch mit einem gewissen Anspruchsdenken zu tun, und dabei rede ich sicherlich nicht von materiellen Dingen, auch wenn das natürlich auch eine gewisse Rolle spielt.

    Wie gesagt, das muß in letzter Konsequenz jede Frau für sich entscheiden.
    Deswegen ist das hart erkämpfte Selbstbestimmungsrecht der Frau so wichtig und unbedingt erhaltenswert, auch wenn da eine politische Richtung zu gerne wieder dran rumsägen würde.

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe wurde die 'Fristenregelung' erst '76/78(weiß nich mehr genau) gesetzlich verankert. Mich wundert teilweise schon sehr, wo das ganze Bewußtsein von früher geblieben ist Aber gut, dat wird zu 'off'

  8. #88
    fritz_the_cat

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    ok, ok, letztes statement von mir in diesem threat. Klar war das ein Hammer, so wie ich es geschrieben habe. Aber das waren Fragen, die ich mir selbst gestellt habe und die ich genauso beschrieben habe, wir sie mir durch den Kopf gingen. Darf ich nicht mal mehr von mir etwas schreiben, weil irgendein hyperempfindliches Seelchen nicht vernünftig lesen kann und das prompt auf sich bezieht, obwohl ich ausdrücklich nur von mir geschrieben habe? Mann, ich bin inzwischen echt geladen und ich reiße mich gerade sehr zusammen um nicht das zu schreiben, was mir durch den Kopf geht. Ich stelle mit Grausen fest, wieviele Leute das einfach überlesen, daß ich nur von mir gesprochen habe. Da muß ich mich doch fragen, was für eine Art der Kommunikation sie normalerweise pflegen, wenn sie komplette Sätze einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

    Und ja, ich nehme eine moralische Wertung vor - aber von meinen eigenen Handlungen und auf Grund meiner moralischen Vorstellungen und ob jemand sich an dem Wort "moralisch" stört ist mir sch...egal. Schließlich spreche ich über meine Handlungen und Gedanken.


    Die einzige Aussage ist die, die ich zum Schluß machte: Wenn jemand sich aus seinen moralischen Gründen gegen eine Schwangerschaftsunterbrechung entscheidet, obwohl sie in einer dramatischen psychischen Situation steckt und eine Versorgung des Kindes in den Sternen steht, dann habe ich für diese Art von Moral keinerlei Verständnis. Eine Moral, die sich schon vor der Geburt die Option offenhält, das Kind wegzugeben, ist für mich keine. So darüber könnt ihr euch gern wieder ereifern, das ist mir sowas von egal.

    det

  9. #89
    Kassandra

    Standard

    Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
    Zitat Zitat von cloneboy
    "Ist es moralisch ok, nicht abzutreiben?".
    Das hat Fritz nirgends in diesem Wortlaut geschrieben, das ist ein völlig verdrehter, aus dem Zusammenhang gerissener Zusammenschnitt.

    Halte das für unangebracht, damit zu argumentieren.

    Ich habe versucht das in meinem letzten Beitrag zu erklären wie es bei mir ankam.
    Naja, da meine Beiträge von denen meisten hier eh überlesen werden, kann ich mir weiteres ohnehin sparen
    Meistens wird der moralische Hammer, den Frauen gegenüber geschwungen, die sich für einen Abbruch entschieden haben oder sich nur dafür aussprechen oder einsetzen.
    Komischerweise regt sich da meistens niemand drüber auf. ich meine jetzt auch gar nicht (nur) das Forum. Allenfalls kommt die Bemerkung: "Grundsätzlich bin ich gegen einen Abbruch, aber das muß jeder für sich entscheiden."
    Das ist weiß Gott auch nicht einfach, sich das immer wieder als Betroffene anzuhören. Gut, is halt so.
    Was anderes hat Fritz allerdings auch nicht gemacht, nur umgekehrt, und wenigstens mit Begründung.

    Aber ich wollte eh' meine Klappe halten Interessiert sowieso niemanden.
    Mittlerweile geht mir das Ganze hier dermaßen an die Nieren, daß ich mich hier erstmal ausklinke

  10. #90
    Mitglied SuS e.V.
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    Eieiei, also langsam sollte es hier wirklich mal gut sein.

    det, wenn du wütend bist, in Ordnung - du kannst das ganze auch erst mal stehen lassen, ne Nacht drüber schlafen und morgen dein Statement dazu geben, bevor du anfängst Leute als hyperempfindliche Seelchen zu betiteln.

    Und Kassi, es ist ganz gewiss nicht so, dass es niemanden interessiert was du schreibst.
    Nur ich habe das Gefühl, dass sich auf det und seine Meinung eingeschossen wurde (oder auch generell auf das Gezicke hier) und da gehen andere Aussagen schneller mal unter. Future und ich hatten auch neue Aspekte eingeworfen, die nicht wirklich weiter aufgegriffen wurden (wobei, doch von Tine ) - also nimm das nicht persönlich. Das macht hier bestimmt keiner mit Absicht.


    Wenn das hier allerdings so weiter geht denke ich mal stark darüber nach, ob es hilfreich wäre hier mal für ein zwei Tage ne Zwangspause einzulegen und den Thread für diese Zeit zu schließen, damit mal wieder Ruhe einkehrt und das ganze sacken kann.
    Vielleicht kann man danach neu - und angemessener - miteinander schreiben?

    Ich kann verstehen, dass das einigen hier sehr nah geht und ich kanns auch verstehen, wenn´s jemandem zuviel wird und er aufgrund der Thematik hier erst mal nicht weiter schreiben möchte. Aber ich finde es doch sehr schade, wenn manch einer hier nicht mehr schreiben möchte, weil man sich missverstanden fühlt, der Ton nicht passt oder sonst was.
    Sowas sollte sich doch eigentlich vermeiden lassen.

    Man muss ja auch nicht jede Aussage bis ins kleinste Detail ausdiskutieren - sonst einfach mal stehen lassen und auf Meinungen der anderen eingehen.


    Also dann, ich hoffe wirklich nun wirds hier friedlicher.

    Liebe Grüße,
    sunlight

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