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Thema: Ein Zuhause

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  1. #1

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    Standard Ein Zuhause

    Mich würde mal interessieren, was für euch eine Wohnung / ein Zimmer zu einem Zuhause macht.
    Was ist es, dass wir es uns heimisch fühlen lässt?
    Was muss eine Wohnung / ein Zimmer haben oder wie muss es aussehen, damit es ein Zuhause ist?
    Sind es mehr materielle Dinge oder immaterielle Erinnerungen, die einen Ort zu einem Zuhause machen?

  2. #2

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    hm...ein zuhause...*grübel* da fällt mir nur ein "my home is my castle"
    erstmal muss es ein geschütztes rückzugsgebiet sein, also wenn die türe zu ist,muss sie auch zu sein.
    kissen und decken, ist mir persönlich auch sehr wichtig und kerzen, keine kalten räume und nicht eng und dunkel.
    ein garten, balkon oder terasse ist auch ganz etwas feines.
    alles muss irgendwie zusammen passen, farblich gesehen.
    ne seperate küche und ein seperates schlafzimmer finde ich auch wichtig.

    aber wie kommst du auf diese frage?
    renovierst du???

  3. #3

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    Ich habe festgestellt, dass ich mich erst seit meiner Thera zuhause wohl fühlen kann, also seitdem ich mich mit mir selbst wohl fühle

    Angenehme Farben sind mir wichtig, sowie Kuschelecken, schöne Beleuchtung und persönliche Dinge. Ansonsten schließe ich mich Hexe an, dass die eigenen 4 Wände geschützt sein müssen, Sicherheit bieten müssen.

  4. #4
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    Ich finde diese Frage sehr schön, zuhause habe ich mich irgendwie noch nie so richtig gefühlt.
    Ich bin ja ein paar Jahre im Kinderheim gewesen und da habe ich mich wohl gefühlt. Die Woche über war ich da und nur samstangs und sonntags "zuhause" bei meinem Vati. Kindergarten dasselbe nur die Wochenenden zuhause. Aber ich habe mich in der Woche in den Heimen mehr zuhause gefühlt. Auch in der Schule tagsüber habe ich mich wohler gefühlt, immer eine Menge Kinder um mich drumherum. Selbst als ich ein Jahr im Krankenhaus war, fühlte ich mich dort als Kind mehr zuhause, als bei meinem Vater und Oma.
    Seit 5 Jahren wohne ich nun bei meinem 2. Mann. Es war erst komisch, da ich die Nachfolge antrat für die Frau, die hier 25 Jahre gewohnt hat. Vieles war ein paar Jahre noch, wie in seiner 1. Ehe. So langsam ist es aber unser zuhause geworden, wir haben alte Möbel durch "unsere" ersetzt und ich durfte mich austoben mit den Farben an den Wänden. Habe mir eine rote Wand in der stube gewünscht und Fachwerk aufgemalt. Dieses Jahr war nun das Bad dran. Das durfte ich voll und ganz selbst gestalten. Das ist so anders als normale Bäder, auch Fachwerk und der Boden nur aus Fliesenresten als Mosaik. Ich liebe es kitschig mit Engelsfiguren und viel Kerzen und habe mir ein großes rotes Sofa gewünscht. Das Gefühl zuhause kommt so langsam. Alles ist nun von der 1. Frau verschwunden. Und trotzdem, wenn es mir schlecht geht, dann möchte ich regelmäßig nach Hause, wenn ich dann weine, aber hier ist mein Zuhause. Das Gefühl, nach dem ich mich sehne kann ich nicht beschreiben.
    Ich denke, ich werde es im Laufe meiner Therapie finden, das Gefühl "zuhause zu sein, so wie Alive es beschrieben hat, denn wenn ich in mir selber Ruhe finde, dann kann ich glaube ich mich überall zuhause fühlen. Aber es muss ein Platz sein, mit viel Kerzenschein und jetzt zu Weihnachten mit meiner Krippe und den vielem Kitsch, den ich so liebe.
    Und ich habe hier mein eigenes Zimmer, wo der Computer steht und meine Tiere um mich herum sind. Und ganz besonders zuhause fühl ich mich, wenn unsere Kinder alle da sind.
    Ich denke, ich bin zuhause angekommen. Es sind so viele kleine Dinge, die mein zuhause schön machen. Nichts materielles. Eine Fotowand mit allen Menschen, die mir wichtig sind, ob sie nun leben oder schon tod sind. Diese Fotowand gehört ganz wichtig zu meinem zuhause.

    Und in diesem Forum fühle ich mich seelisch zuhause. Was will ich mehr?

  5. #5
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    Warum ich das Thema aufgegriffen habe?
    Seit ich nur noch auf dem Papier Vollzeit bei meinen Eltern wohne, habe ich eigentlich keinen Ort mehr, den ich noch Zuhause nenne könnte. Ich habe mich einfach gefragt, woran das liegt. Zum Teil sicherlich, weil ich ständig umziehe und mittlerweile in der 6. Wohnung innerhalb von 3 Jahren wohne. Zum Teil aber wohl auch, weil mir in den Wohnungen in der Regel nichts gehört, außer dem Kram, den ich in meinen Rucksack und meinen Koffer packen kann und mit in die nächste Wohnung nehmen kann, sprich Kleidung, Studiumsunterlagen, mein Brettchen und Messer und meine Postkarten.
    Da habe ich mich einfach gefragt, was macht für andere 'Zuhause' aus und wann fühlt man sich zu Hause.

    Ihr habt mich sehr nachdenklich gemacht. Ich habe es bisher immer hauptsächlich daran fest gemacht, dass mir in den Wohnungen nichts gehört, ich nichts verändern darf (außer der Anordnung der Möbel, wo's möglich ist) und auch nie lange genug da wohne, um mich heimisch zu fühlen.
    Aber vielleicht ist's auch wesentlich mehr, vor allem das Gefühl, sich sicher zu fühlen. Vielleicht fehlt mir das die ganze Zeit, weil, jetzt, wo ich so drüber nachdenke, habe ich mich eigentlich in noch keiner Wohnung so richtig sicher gefühlt.

    Find die bisherigen Meinungen sehr interessant und aufschlussreich. Danke!
    Würd mich aber freuen, noch mehr Meinungen zu hören.

  6. #6

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    hallo wattwurm, das ist ja mal interessant.warum ziehst du denn ständig um? weil du dich nicht sicher und wohl fühlst?warum versuchst du es nicht mal mit einer eigenen wohnung?also ich würde niemals ein heimisches gefühl bekommen wenn ich zu jemanden ziehe, für mich gibt es nur entweder eine eigene wohnung oder in einer beziehung zusammen eine gemeinsame wohnung suchen.
    ich denke es liegt auch daran nichts eigenes zu haben.man fühlt sich so als wenn man irgendwie immer fragen muss...und selbst wenn das nicht ist,ist es auch ein sehr schönes gefühl etwas eigenes geschaffen zu haben.
    bin mal mit jemanden zusammen gezogen,der ein eigenes haus besass,mit garten und allem schnick schnack habe dort 5 jahre gelebt, mich aber nie zu hause gefühlt, also ich verstehe dich.

  7. #7
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    Na, zu jemandem ziehe ich nicht. Ich wohn schon alleine, aber eben immer möbliert und in ner WG. Eine Wohnung für mich ganz alleine fänd ich grässlich, weil ich dann vor Einsamkeit vergehen würde und wahrscheinlich bald den Ofen personalisieren würde und mit ihm angeregte Gespräche über das Wetter halten würde.
    Bei mir ging's leider immer nicht anders, weil ich entweder aus der Wohnung raus musste, die Wohnung grässlich war oder ich einen neuen Job hatte/ wo anders studiert habe. Tja, deshalb wird's mit ner eigenen Wohnung auch mindestens in den nächsten 2 Jahren nix werden. Aber ich werd's überleben, Zeit ist schließlich, zum Glück, vergänglich.

  8. #8
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    Weißt Du Watt wurm, du kannst dich auch zuhause fühlen, auch wenn dir da nichts gehört, außer den Sachen aus dem Rucksack. Stell Dir Kerzen auf, Bilder von Menschen, die du magst. Ein schönes Kissen (da gibt es so einige, mit schönen Sprüchen drauf) Ein schönes Kuscheltier im Bett. Ich hab überall kleine Schäfchen und ein ganz großes. Eine Decke, die du magst. Das Zuhause muss nicht das Elternhaus sein, sondern der Platz, an dem du gerade lebst und an den du es dir gemütlich machst. Und jetzt zu Weihnachten, mach Dir eine Lichter-kette übers Bett und Licht ans Fenster. Das hebt bei mir um die Weihnachtszeit immer die Stimmung.

  9. #9
    Carryon

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    Für mich ist Zuhause gar kein Ort sondern ein Gefühl. Ich bin dort Zuhause wo ich liebe Menschen um mich habe die mich mögen und die ich mag. Das letzte mal als ich mich richtig zuhause gefühlt habe war in der Reha. Alle kümmerten sich so lieb um mich, es wurde aufeinander Rücksicht genommen. Ich wollte dort gar nicht mehr weg. War dann auch ziemlich unglücklich wieder alleine daheim zu sein, konnte ja noch wochenlang nicht arbeiten und niemand ausser mir da. Zuhause ist für mich also gar nichts materielles. Sicher kann man sein Herz an das ein oder andere Erinnerungsstück hängen...aber ein Zuhause ist viel mehr. Vor einigen Jahren hatte ich einen Wohnungsbrand (Kühlschrank, Kabelbrand), alles, wirklich alles wurde dadurch zerstört. Ich konnte kein einziges Stück retten und hatte wirklich nur noch das was ich anhatte. Meine damals beste Freundin nahm dann die Kinder und mich auf. Wir wohnten dann also zu fünft in einer kleinen Wohnung. Zusammen mit nem Hund und ner Katze. Es war wirklich sehr eng und ich schlief auf dem Boden. Bis ich ein meine Wohnung wieder einziehn konnte vergingen vier Monate. Erst war ich so glücklich endlich wieder ein eigenes Dach über den Kopf zu haben, aber zuhause habe ich mich dort nie wieder gefühlt. Das mag sich jetzt vielleicht etwas abgedroschen anhören...doch wenn ich manchmal ganz schlimme Zukunfstängste habe, (Arbeit, Geld, Wohnung usw usw) und mir vorstelle das ich nochmal alles verlieren könnte stelle ich mir vor das ganz egal was passiert, egal wie schlecht es mir mal gehn wird, solange ich mit meinem Mann zusammen sein darf schlaf ich auch unter der Brücke. Zuhause ist wo er ist. Zuhause ist wo mein Herz glücklich ist.

  10. #10
    elastic

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    es gibt da so ein sprüchle" home is where your heart is."

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