Hi Leute, ich könnte nur noch heulen.
Mein Sohn, gerade 2 Jahre geworden, geht seit 4 Monaten von 8-15 Uhr zu einer Tagesmutter, die noch 3 weitere Kinder betreut. Bisher lief alles gut, mein Mann geht arbeiten und ich kann in der Zeit Haushalt, Papierkram, etc erledigen. Da ich in Methadon-Substitution bin und tgl zur Apotheke muss, war es für uns eine gute Möglichkeit, unseren Alltag streßfreier zu gestalten. Ich konnte mich ab 15 Uhr ganz auf mein Kind einlassen. Ich hatee das Gefühl, dass ich ausgeglichener bin und das auf meinen Sohn positiv abfärbt.
Nunja, seit Januar fiehl die Tagesmutter öfter krankheitsbedingt aus, dass irgendwas nicht stimmt, war mir klar, als sie für sich im Beisein der Kinder einen RTW rief, weil sie dachte, sie hätte einen Herzinfark. Hatte sie natürlich nicht, sie ist Ende 20. Da war mir klar, dass sie psy. Probleme hat. Ich hoffe, es würde sich bessern.
Am Sonntag abend wurden wir per SMS!!! informiert, dass sie für eine Woche krank sei, heute rief uns ihre Mutter an, teilte uns mit, dass sie bis Ende Februar krankgeschrieben ist. Die Mutter wollte das Telefonat mit "Am Freitag teile ich ihnen mit, wie es weiter geht" beenden. Ich hakte sofort nach: "Wie?", sie meinen doch eher "OB es weitergeht". Ja, dass meinte sie, am Freitag erfahren wir, ob unsere Tagesmutter ihren Job aufgibt.
Ich hab mich sofort in die Spur gesetzt, alle umliegenden Tagesmütter/ und Väter abtelefoniert. Bei zwein konnte ich einen Kennlern-Termin vereinbaren, ob wir da einen Platz bekommen, steht in den Sternen.
Ich war so sauer, fühle mch so verarscht und im Stich gelassen. Habe dann beim Jugendamt, dem Träger der Tagesmütter, angerufen. Es greift bis Ende Februr ein "Notprogramm", man bot mir an, meinen Sohn in der Zeit bei einen Tagesvater unterzubringen. Ich nehme das Angebot an, trotzdem zweifel ich, ob ich richtig handel. Wenn ich den ganzen Tag mit meinem Sohn alleine bin, fühle ich mich unausgeglichen, die Stunden bei der Tagesmutter liessen mich kraft tanken und mein Sohn hatte Kontakt zu Gleichaltrigen.
Ich bin so fassungslos, ich weiß nicht, was ab März wird. Sage mir ja immer, ich muss nicht arbeiten, wie geht es nur den anderen Muttis, die stehn ja noch schlimmer da.
Es gibt kaum Betreuungsplätze, im Normalfall suchtman ja schon ein Jahr vorher. Die Wahrscheinlichkeit, meinen Sohn im Stadtviertel woanders unterzubringen, ist fast aussichtslos. Mich hat so alles so überrollt. Klar, ich habe heute meine Angst
überwunden, bei Ämtern und fremden Menschen anzurufen, um Hilfe zu bitten. Ich hoffe so sehr, dass sich eine neue Tür öffnet, wenn sich die alte schließt.
Musste mir das nur mal von der Seele schreiben, vielleicht kann sich jemand in meine Situation versetzen.
Kullerbunt





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LG, Carmen
