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Thema: wieviel tod verträgt ein mensch ohne trauer

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  1. #1

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    Standard wieviel tod verträgt ein mensch ohne trauer

    hallo zusammen,

    ich weiß nicht wo das hingehört, deshalb schreib ich es hierher.
    wenn es hier nicht hingehört bitte verschieben..


    wieder hat der tod zugeschlagen und ich kann wieder nicht heulen.
    es zermürbt mich und macht mich fertig.
    das 3 familienmitglider in 1 jahr und 2 liebe hunde.
    ich will trauern und weinen, aber es geht nicht.
    was mach ich falsch?
    warum kann ich nicht trauern?

    das letzte mal wo ich um einen toten menschen geweint habe war aus schock vor seinen suizid den ich miterleben mußte. das war 1991.
    seid dem kann ich nicht mehr trauern.

    oh man warum ist jetzt keiner da im forum.
    ich brauche jemanden zum reden.

    eisi

  2. #2

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    Hi traurige eisbaerin,


    muss denn Trauer immer mit Traurigkeit und Weinen verbunden sein?
    Ich glaube nicht.

    oh man warum ist jetzt keiner da im forum.
    ich brauche jemanden zum reden.
    ....kann auch eine Form der Trauer sein - glaub ich


    Gruß
    Dry
    Geändert von dry68 (30.01.2012 um 08:52 Uhr)

  3. #3
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    Hallo liebe traurige Eisbärin,

    vielleicht waren das soviele, schwere Verluste für dich in dem einen Jahr, das du jetzt in so einer Art Schockstarre bist und das erst so nach und nach herauslassen wirst können? Allerdings gibt es ja wie dry auch sagt, verschiedene Arten Trauer auszuleben.

    Ist ein schwieriges Thema für mich, ich weine tendenziell eher schnell. Vielleicht kommt hier ja noch was.
    Alles Gute für dich!!

    Liebe Grüße, Thymia

  4. #4
    Themenstarter

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    hallo,

    ich weine fast nie wenn jemand gestorben ist.
    ich schaffe nicht mal den schritt in die 1 trauerstufe.

    ich hab nur über tote hunde und haustiere getrauert, aber nicht immer.
    1x hab ich vor trauer und wut geheult, aber auch mehr weil ich unter schock stand. da hab ich den sm eines bekannten live mitbekommen ( er hat sie auf die gleise gestellt und ich wollte ihn abhalten, was mir nicht gelang.

    mir gehts sehr miess und ich fühle mich leer und wie ein verräter. ich leide wie ein gequältes tier und kann nichts machen.

    ich hasse mich dafür.

    eisi

  5. #5

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    also nochmal....
    ich weine fast nie wenn jemand gestorben ist.
    ich schaffe nicht mal den schritt in die 1 trauerstufe.
    WAS genau ist für dich denn die "erste Trauerstufe"??...
    Davon hab ich noch nie was gehört!?!...
    Gibt es da eine festgelegte Reihenflolge?....
    Das einzige, was ich in diese Richtung kenne, ist eine "angeordnete Trauer"...gibts oft in Diktaturen, wenn ein großer Staatsmann gestorben ist.

    Ist aber die echte Trauer nicht ganz individuell?
    Ich glaub, der eine zieht sich zum trauern zurück...möchte für sich alleine sein! Der andere braucht Menschen um sich...der Dritte zeigt gar keine Veränderung nach außen.


    Es soll sogar Länder geben, da wird überhaupt nicht getrauert - jedenfalls nicht so, wie das bei uns üblich ist?!? Da machen Leute die ein Fest. Die "Zurückgebliebenen" sind davon überzeugt, dass es dem Verstorbenen jetzt besser geht...dass er "nur" in eine schönere Welt gegangen ist.

    Überall gleich ist m.E. nur eines am Tod eines Nahestehenden. Und zwar die Machtlosigkeit - Das Unumkehrbare - der Verlust!

    ...und warum soll sich das für Dich nicht....
    mir gehts sehr miess und ich fühle mich leer und wie ein verräter. ich leide wie ein gequältes tier und kann nichts machen.

    ich hasse mich dafür.
    ...so anfühlen?

    ***

    Ich schätze mal, genau das ist deine Art zu trauern!


    Gruß
    Dry
    Geändert von dry68 (30.01.2012 um 16:21 Uhr)

  6. #6

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    Hallo Eisi,
    erstmal tut mir das wirklich verdammt leid. sowas sollte ien Mensch nicht erleben müssen. Was deine Gefühle angeht: ich kann das sehr gut verstehen. Hatte zwar bisher nur einen Todesfall der mich wirklich mitgenommen hat bzw wo ich alt genug war zu verstehen was da los war. Aber da ging es mir ähnlich. Ich war damals 16 und eine Freundin ist mit 13 an einem Gehirntumor gestorben. Ich war total schockiert und auch nicht in der Lage zu weinen weil ich das Ganze erst sehr viel später wirklich begriffen hab. In dem Moment fühlt man sich einfach ohnmächtig und dem gestorbenen gegenüber wie ein Verräter, wei lman denkt, das weinen zum Trauern gehört. Tut es vielleicht auch. Aber es gibt Menschen (mich eingeshclossen), die können nicht weinen. Aber ich finde, deshalb leide ich nicht weniger. im Genegteil, mir gehts hundeelend aber ich kann es nicht raus lassen. Ist das so in etwa deine Situation? Ich dneke, das weinen ist etwas, was es dem Leidenden bzw Trauernden einfacher macht. Ich wünsch dir alles Gute und hoffe, dass du bald über das Erlebte weg kommst. Gib dir Zeit.

    Liebe Grüße,
    Lotte

  7. #7
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    Ich finde auch, dass einem keiner vorschreiben kann, wie man trauern sollte. Denn Trauer empfindet jeder anders, und somit können sich auch die Arten, wie man trauert, entsprechend unterscheiden.
    Wenn du nicht weinen kannst, dann ist das vielleicht nicht dein Weg deine Traurigkeit zu zeigen.
    Woher kommt denn dein "Ich muss weinen um zu trauern"-Gefühl?
    Geändert von .fibra. (30.01.2012 um 18:42 Uhr)

  8. #8
    Themenstarter

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    1. Phase: Nicht-wahr-haben-wollen
    Merkmale: Diese Phase ist vor allem dadurch gekennzeichnet, den Tod eines Nahestehenden zu verleugnen. Betroffene haben das Gefühl zu träumen. Gefühle großer Ohnmacht kennzeichnen diesen Zustand, was sich durch Starre und Empfindungslosigkeit ausdrückt. Die Realitätsflucht wird für die Betroffenen der einzig mögliche Ausweg. Eine direkte Konfrontation mit dem Tod ist in dieser Phase noch nicht möglich.
    Diese Phase kann je nach Fall und indiviueller Persönlichkeit stark variieren und eine Zeitpsanne von Tage oder Wochen bis hin zu Monaten umfassen.

    2. Phase: Aufbrechen chaotischer Emotionen
    In dieser Phase spürt der Trauernde schließlich seine Gefühle. Dabei überfluten ihn die verschiedensten Emotionen förmlich. Wut, Zorn, manchmal auch (Selbst)Hass, Schmerz, Schuldgefühlen und Ängste, sowie die Suche nach Schuldigen (muss keine reale Person sein, sondern kann auch Gott, das Schicksal oder das Universum/Leben im allgemeinen sein) sind typisch für diese Phase.

    3. Phase: Suchen, Sich-finden und Sich-trennen
    In der Erinnerung wird das gemeinsame Leben mit dem Verstorbenen noch einmal durchlebt. Allmählich unternimmt der Hinterbliebene erste Schritte in eine Welt, in der der Verstorbene nicht mehr vorhanden ist. Am Ende dieser Phase akzeptiert der Betroffene den Verlust.

    4. Phase: Das finden eines neuen Welt - und Selbstbezuges
    In dieser Phase geht es letzlich um den finalen Schritt des Loslösens. Das heißt, die Trauer wurde verarbeitet, der Tod des Nahestehenden akzeptiert. Nach dem der Betroffene sich innerlich verabschiedet hat, ist der Loslassens-Prozess beendet. Nun kann der Betroffene sich wieder auf seine Umwelt fokussieren und sich innerlich auf neue Bindungen und Menschen einlassen.

    Quelle: Katharina Enneking, "Trauerphase und Trauerbewältigung", http://www.purovivo.de/todesfall/tra...erbewaeltigung, 30.01.2012








    hallo dry68

    hab mal den text zu den trauerphasen kopiert.
    ich hoffe deine fragen sind beantworte


    ...und warum soll sich das für Dich nicht.... mir gehts sehr miess und ich fühle mich leer und wie ein verräter. ich leide wie ein gequältes tier und kann nichts machen.

    ...so anfühlen?
    weil es sich mies anfühlt.
    es ist nicht meine art so zu trauern. ich kann nicht trauern

    ----------Beitrag automatisch hinzugefügt um 19:42 ---------- Vorheriger Beitrag war um 19:33 ----------

    hi lottekind ,

    genau so ist es. ich kann es nicht rauslassen.



    hi fibra,
    Woher kommt denn dein "Ich muss weinen um zu trauern"-Gefühl?
    weil das so gehört.
    ich hab aber nicht das gefühl zu weinen.ich fühle mich nur mies und irgendwie wie ein verräter weil ich nicht trauern kann. ich will nicht wahr haben das die lebewesen sterben und nicht mehr da sind zum reden bzw. kuscheln.

    bei leuten die ich nicht so mag ist das ok wenn ich nicht trauere. finde ich.
    aber von sehr lieben menschen und tieren kein abschied zu nehmen und es zuverarbeiten ist hart und fies. es tut weh bis ins unendliche. und das macht mich so fertig.
    ich fühle mich wie eine verräterin, weil ich nicht loslassen kann.

    eisi
    Geändert von .fibra. (30.01.2012 um 20:13 Uhr) Grund: Zitat angepasst

  9. #9
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    ich hab mum vorhin zum zug gebracht,denn sie fährt zur beerdigung . ist ja ihre mutter gewesen.
    ich hab ihr für oma einen brief und blumen mitgegeben, die sie für mich ins grab legen soll.
    beim schreiben des kl. briefes hatte ich einen dicken klos im hals gehabt und war traurig.
    ich hab den brief mehrfach gelesen. ich hätte noch soviel mehr schreiben können, aber das ging nicht , denn der zettel war zu kein.
    ich werde morgen, wenn die beerdigung ist hier in die kirche gehen , und ein licht anzünden und für sie beten. mehr kann ich nicht tun. ich hab mit mum auch nochmal über oma geredet. es hat mich nur noch trauriger gemacht und das reden fiel mir schwer.

    ich weiß, das es das beste ist für oma, denn nun muß sie sich nicht mehr ärgern lassen und hat ihren frieden.

    ich frage mich, wieso so ein guter,lieber mensch so gequelt werden muß von ihren eigenen kindern. das hat sie nicht verdient. sie war immer da, hat ihre bedürfnisse immer hinten angestellt, nur damit es anderen gut geht.
    warum muß man an ihr scheinerschießungen durchführen, sie demütigen, sie beklauen und ihrer freiheit berauben. WARUM???????

  10. #10
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    Naja, wie gesagt, ich finde nicht, dass es so gehört.
    Ich glaube, sowas bekommt man beigebracht.
    Aber wie du damit umgehst, dass du nicht so trauerst, wie du es von dir verlangst, ist natürlich deine Sache. Ich finde, du solltest dir da keine Vorwürfe machen. Versuch deine Gefühle so hinzunehmen, wie sie sind und kommen, und sie vor allem zu aktzeptieren!

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