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Thema: was ist das?

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  1. #1

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    Standard was ist das?

    Hallo zusammen.
    ich habe seit einiger Zeit immer wieder emotionale Einbrüche, bei denen ich teils regelrecht absürze. In den Situationen geht überhaupt nichts mehr, ich sitz da, starr die Wand an und würd am liebsten laut nach Hilfe schreien. Irgendwann kommt dann noch SVV dazu und alles wird noch schlimmer.
    Das Ganze schaukelt sich seit ca. 3 Jahren immer weiter hoch und wird noch extremer wenn ich mich sowieso schon in Stresssituationen befinde wie zum Beispiel Prüfungsphasen in der Uni.
    Seit 9 Monaten führe ich wieder eine feste Beziehung mit einem wunderbaren und einzigartigen Menschen, der auf mich eingeht und versucht mich zu verstehen und alles für mich tut. Allerdings fang ich seit dem in diesen Absturzsituationen an an allem zu zweifeln, auch daran, dass ich ihn wirklich liebe. Das macht dann alles noch um ein Vielfaches schlimmer. Wahscheinlich bin ich aufgrund meiner vorherigen Beziehungen völlig Beziehungsgestört. Ich würde ihn niemals gegen wen anders eintauschen wollen. Wir haben darüber auch gesprochen und er will mir helfen und hat das alles ganz gut aufgenommen.
    Mitlerweile ist es so weit, dass ich in solchen Sitautionen den Drang habe, irgendwelche Grenzerfahrungen zu erleben um meinen Kopf wieder klar zu kriegen. Außerdem bin ich in der letzten Zeit extrem anfällig für merkwürdige Unfälle. Das macht mir zugegeben doch Sorgen.
    Eine Freundin von mir meinte, ich sollte mal abklären ob es sich dabei nicht eventuell um Borderline handelt. Ich glaub das zwar nicht oder will es zumindest nicht wahr haben.
    Hat damit jemand Erfahrung? Ich weiß dass es über das Internet natürlich nicht angebracht oder möglich ist eine Diagnose zu stellen. Hätte nur gern mal eine Meinung von jemnadem, der damit selber Erfahrung hat.
    Liebe Grüße und schönen Sonntag,
    Lotte

  2. #2

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    Standard

    hi lottekind
    richtig ist, wie du sagst, hier kann man keine diagnose stellen.
    wissen willst du es ja ... und wichtig ist es auch, denn es schränkt dich ein und macht dir probleme.
    und offenbar wird es immer schwieriger im alltag.
    lass es abklären. keine angst ! du bist ja nicht alleine.
    kopf in den sand hilft nicht!
    viel glück
    doris

  3. #3
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    Standard

    Hallo Doris,
    erstmal danke für deine Antwort.
    Im moment geht es grad einigermaßen gut, wenn ich irgendwann den Mut finden sollte das klären zu lassen, werd ich das tun.
    Ich hab einfach Angst , das eine Diagnose alles verändern würde.
    Jetzt geh ich erstmal Klausr schreiben.
    Liebe Grüße,
    Lotte

  4. #4

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    Standard

    Zitat Zitat von lottekind Beitrag anzeigen
    Ich hab einfach Angst , das eine Diagnose alles verändern würde.
    klar... kann ich verstehen.
    vielleicht erstmal die klausuren hinter dich bringen und dann dich trauen?

    ich wünsch dir was
    doris

  5. #5
    Themenstarter

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    ja das war auch mein Plan. Hab noch so ein bisschen die Hoffnung, dass es sich danach ohne den Stress von selber erledigt... Ich weiß, das is naiv.
    Hast du sonst generell Erfahrung mit Borderline?
    Liebe Grüße, Lotte

  6. #6
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    Hallo lottekind,

    ja, eine Diagnose kann nur ein Arzt stellen. Hier wird dir keiner was dazu sagen können oder wollen. Vor was hast du genau Angst ? Wenn die Diagnose gestellt werden würde, was würde sich denn dann verändern? Eigentlich doch gar nichts oder? Nur dass manche Dinge einen Namen bekommen haben und dass du aktiv was dagegen tun kannst, nämlich ne spezielle Therapie . Es kann dir also nur helfen. Aber erstmal die Klausuren und dann würd ich es schon abklären lassen.

    Liebe Grüße
    gelberose

  7. #7

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    Standard

    hi lotte

    ich habe keine erfahrung mit borderline.
    aber erfahrung mit immer wiederkehrenden schwierigen grenzwertigen zuständen schon.
    die erfahrung, jahrleang "herumgekrebst" zu haben, nicht fisch nicht fleisch, alles so schwer, trotz besten willens, es (mein leben) "gut" zu machen. und es nicht zu schaffen, froh damit zu sein.
    und dann die erfahrung, dass therapie viel helfen kann.
    therapie kann dir helfen zu verstehen, warum du solche zustände hast, und zu lernen, wie du sie bewältigen kannst. nicht mehr, nicht weniger.
    dass es nicht hart ist, behauptet wohl keiner. darum auch der rat, das mit den klausuren erstmal zu erledigen. was aber auch nicht ewig dauern sollte (denn klausuren oder dann später andere "prüfungssituationen" gibt es immer im leben).

    der springende punkt ist, dass das "von selbst erledigen" einfach so nicht geht. je länger du wartest, desto schwieriger wirds wohl...

    der ehrlichkeit halber: ich habe selber mehr als 10 jahre verstreichen lassen zwischen dem moment, wo ich zum ersten mal dachte, eine therapie könnte mir vielleicht helfen, und dem moment, wo ich zum telefonhörer gegriffen habe. habe immer gedacht, ich kriege das schon irgendwie alleine hin, ich arbeite ja dran, ich denke viel nach, ich rede drüber, ich suche ventile, wo ich die probleme rauslassen kann.
    letztlich habe ich mich doch immer wieder an dem punkt gefunden, wo alles immer noch genauso schwer war, wie vorher oder sogar noch schwieriger, weil sich die lebensumstände in der zwischenzeit geändert hatten. ich hatte mich nur im kreis gedreht, und dabei auch noch verausgabt.

    naja. meine philosophie geht in richtung '"nichts bereuen, alles hat seinen wert und seinen grund" - aber ich denke doch heute, ich hätte mir viele schwierigkeiten ersparen oder erleichtern können, wenn ich es nicht so lange herausgezögert hätte. und ausgelernt habe ich jetzt noch lange nicht. aber ich bin unsäglich froh, diese therapie gemacht zu haben, und ich denke, ich werde sie bald auch wieder aufnehmen, denn zu klären gibts noch einiges.

    und schliesslich bist du ja auch hier hergekommen, weil du hilfe suchst, oder?

    alles beste!
    doris
    Geändert von doris day (23.07.2010 um 01:24 Uhr)

  8. #8
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    Hi lottekind,

    an was machst das deine Freundin denn fest, dass se annimmt, du hättest Borderline?

    In wie weit kennst du dich mit Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) aus?
    Gleich mal vorweg, egal was mal für eine Diagnose herauskommen mag - was es ist, das ist nicht so wichtig, wie man damit umgeht, dass sollte zählen

    Aber wie die beiden vor mir schon schreiben, es sollte abgeklärt werden.
    Es sollte auch für deine Beziehung wichtig sein und wenn du deinen Freund so liebst, dann werdet ihr das zusammen auch durchstehen.

    LG Franz

  9. #9
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    Hallo ihr!
    endlich Wochenende...
    Danke für eure Antworten, is ganz gut mal mit jemandem zu diskutieren.
    @Franz: ich selber kenn mich mit Borderline überhaupt nicht aus, ich hab mich da, bis ich drauf angesprochen worden bin auch nie wirklich mit beschäftigt.
    Sie meinte, so wie ich schreibe bzw reden wenns mir grad mal wieder absolut dreckig geht, könnte man drauf rückschließen dass es das sein könnte.
    Zum einen war da eben die Sache mit dem Beziehungskram, wobei ich eher glaube, dass ich aufgrund meiner vorherigen Beziehung und des damaligen Verhalten meines Ex einfach Beziehungsgestört bin.
    Sie meinte auch noch was vonwegen schwarz-weiß-denken, was wohl heißt, dass in den Zeiten wo es mir gut geht ich total euphorisch bin und mir nichts die Laune vermiesen kann, wenn ich dann aber abstürze dann gleich so, dass es mehrere Tage dauert bis ich überhaupt wieder eingeschränkt Handlungsfähig bin. Natürlich jammer ich dann rum das alles scheiße ist.
    Dazu kommt noch das SVV was in den letzten Wochen in verschiedenen Formen immer mal wieder Überhand nimmt. Und zum Schluss hab ich oft einen ziemlich großen Drang nach Grenzerfahrungen, das liegt wohl auch an meinem Sport (klettern/Bergsteigen) und daran, dass ich das nur einmal im Jahr im Urlaub richtig ausleben kann. Das wird immer schlimmer wenn ich mich eben wie im Moment "eingesperrt" fühle, das heißt den ganzen Tag lernen, lernen, lernen.. Alledings bin ich in der Vergangenheit aufgrund dieses "Adrenalindurst" auch schon in Situationen geraten, wo ich Glück hatte dass mir und den Leuten um mich rum nichts passiert ist. Teilweise waren da auch Drogen im Spiel, das hab ich aber vor einem Jahr komplett eingestellt.
    Ich weiß nicht ob das das war, was du wissen wolltest^^

    So, nach 5 von 7 Prüfungen werd ich jetzt erstmal schlafen gehen und heut nachmittag endlich mal wieder an die frische Luft!
    Liebe Grüße,
    Lotte

  10. #10

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    Du sagst, dass es dir derzeit einigermaßen gut geht und du hoffst, dass alles sich von alleine auflöst. Das hoffen wir wahrscheinlich alle und glauben, wenn mal alles besser läuft auch gerne, dass alles vorbei ist.
    Es ist hart, aber das ist oft nicht so. Wenns einem gut geht, dann gibt es irgendwelche Pfeiler dafür, an denen er sich festhalten kann, um nicht zu fallen. Bei manchen ist eine Depression beendet, wenn es Frühling wird und die Sonne scheint. In diesem Fall ist es aber wahrscheinlich, dass die Depression im Herbst wieder kommt und sich ein Kreislauf ergibt.
    Therapie ist aber oft dann am erfolgreichsten, wenn es einem gut geht, da man da besser an längerfristigen Problemen arbeiten kann und weniger von akuten Notfällen zurückgeworfen wird.
    Was ich damit sagen will ist: Warte nicht, bis es dir wieder schlechter geht, sondern nutze die Zeit, um dich - am besten mit Hilfe einer Therapie - zu stabilisieren und nicht erst in das nächste Loch zu fallen, denn es ist schwieriger, aus dem Loch zu krabbeln als auf der Erdoberfläche zu bleiben.
    Außerdem gibt es eh meist Wartezeiten von mehreren Monaten beim Therapeuten, also ruf so bald wie möglich an. Solltest du in zwei Monaten keine Lust mehr darauf haben, dann machst du eben keinen Termin aus, wenn du in der Warteliste weitergekommen bist.


    Und bevor du fragst : Ich habe selber die Diagnose Borderline und weiß aus Erfahrung, dass Therapie anstrengend sein kann, jedoch ein guter Stützpfeiler ist, der mich das ein oder andere Mal vor tiefen Schlaglöchern bewahrt hat

    Viel Glück dir,
    FaceLess

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