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Thema: Wie äußert sich eure Verhaltensstörung?

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  1. #11
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    Hallo Tadl,

    oh, da ich im Umzugsstress war, ist dein Beitrag hier irgendwie an mir vorüber gegangen! Ganz großes Sorry!!!!!!!!

    Ja, Ängste kenn ich auch. Vor allem Verlustängste und Kalsutrophobie. In engen Räumen und wenn dann noch viele Menschen um mich herum sind, das halt ich kaum aus. Ich muss immer das Gefühl haben, ich kann jederzeit raus und weg, mein "Fluchtweg" ist mir nicht versperrt, dann geht es.

    Hast du denn mal Therapie gemacht, Tadl? Also z.B. eine Verhaltenstherapie ? Selbst analysieren und so ist zwar immer gut, aber oft steht man sich dabei etwas selbst im Weg und braucht eine objektive professionelle Meinung von außen, die gewisse Anstöße gibt...

    Liebe Grüße
    gelberose

  2. #12

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    Hallo gelbe Rose guten Abend,

    ja ich habe die Diagnose "gemischte schizoaffektive Störung " seit 2007 nach einer langen Zeit der Krisen. Meine aktuelle Verhaltensstörung besteht seit 2009, nachdem ich einen Rückfall erlitten hatte. nennen wir es Episode, vorrangig depressiv . Vielleicht auch psychotische Episode. War dann stationär aufgenommen worden.

    Seit dieser Zeit habe ich Zwangsgedanken. Mein verhalten hat sich dahin gegend verändert dass ich die Nähe von Mann und Frau GEDANKLICH schwer ertragen kann. Ich versuche dann mir immer zu sagen, Nein es passiert nichts, Alles ist in Ordnung. Das sind aggressive Zwangsgedanken. Ich bin aber von meiner Natur her ein friedliebender Mensch. Pflege meine wenigen Freundschaften. In der Öffentlichkeit habe ich das nicht so ausgeprägt oder wenn viele Menshcen da sind. Nur wenn ich allein mit dieser Personj bin im Auto oder in einer Wohnung. Es ist schrecklich. Seit 2 Jahren habe ich das jetzt. Mein Gesprächstherapeut sagte mir könne eine Verhaltenstherapie helfen. Stehe auch auf einer 6 Monatigen Warteliste. Bin im September dran. Habe es auch meinem Psychiater erzählt, dass es mir sorgen bereitet. Er hatte mir auch erklärt was es ist aber ich ahtt es nicht verstanden. Vielleicht sollte er mir das aufschreiben? lächel.....Kennst Du so etwas?......als ich 2009 diesen Rückfall hatte, da ich die Tabletten abgesetzt hatte, kam ich von jetzt auf in einen Wahnzustand (Psychotischer Panikanfall) so kann ich es erklären. Ich mußte die Wohnung verlassen, den Ort wo ich diese Wahn/Panikattacke erlitten hatte.....Habe keine Hallus, keine Stimmenhören. Fühle mich soweit gut, habe leichte Antriebsschwierigkeiten morgens, ansonsten fühle ich mich nicht depressiv . Nehme Amisulprid und ein Antidepressivum (leichte Dosis). Ich hatte auch eine Zeit lang Ängste vor großen SCHLACHTERMESSER. Habe in meiner Wohnung keine großen Messer. Ich DENKE dann oft ich könnte wieder in einen Wahnzustand geraten wie damals und könnte in DIESEM Zustand dann ausrasten. Es sind Zwangsgedanken auch manchmal leichte Zwangsimpulse mit aggressiven Ausdrücken. Ich denke diese aggressive Sätze dann. Aber es ist selten aber es beschäftigt mich täglich........Kannst Du einen Teil nachvollziehen Gelberose????.....Mir fehlt auf jeden Fall Sport, eine intakte Beziehung, finanzielle Stärke.......Ich hatte vor kurzem noch eine Geliebschaft zu einer ungebundenen Frau. Sie wollte nur Sex ab und wann wie sie wollte. Ich hatte sie empfangen bei mir zu Hause, nachdem wir uns wenige Male außerhalb getroffen haben. Während der Zärtlichkeiten war ich meist im Element und ABGELENKT. Aber zwischendurch kam dann der Gedanke/Impuls "jetzt oder nie" und ich DENKE dann schnell darauf "dann lieber nie".....Ich bin innerlich dann so angespannt und bin froh wenn sie dann meine alte Wohnung verlassen hat. ICH war dann wieder in Sicherheit. Ich bin jetzt umgezogen und fühle mich hier recht wohl. Was hat mir das nur zu sagen? Was kann der Verhaltenstherapeut bewirken? Es sind bestimmt auch manche LEBENSTHEMEN anzugehen. So wie meine gescheiterte Ehe 2007, meine Kindheit und der Tod meiner Mutter 1999, mein aktueller Stress auf Arbeit (bin seit 10-2010 krank geschrieben) Ich bin bereit für eine Therapie . Ich habe aber auch während der Sitzung mit meinem Gesprächstherapeuten manchmal diese GEDANKEN/IMPULSE ich könnte ihm jetzt was antun. Zwinge mich aber dann innerlich von diesem Impuls wegzukommen.

    Der bisherige Therapeut war fachlich nicht geschult. Hatte sich nur ERKUNDIGT und sagte eine Tiefenpsychologische Behandlung wäre nicht anzuraten da dadurch ggf. eine Psychose ausbrechen kann. Manchmal bin ich echt ratlos. Ich sage mir immer wieder es sind nur Zwangsgedanken....Du kennst doch die Erzählungen von den Müttern, die Angst haben Ihren Kindern was anzutun. Sie verstecken alle Messer usw.......so oder so ähnlich geht es mir. So meine Gute jetzt bin ich auf Deine Antwort gespannt. Wünsche Dir einen schönen Abend noch und bis bald.

    lg Optimist

  3. #13
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    Hallo Optimist,

    Ja, ein Stück weit kann ich es nachvollziehen. Den ich gehöre zu denen, die Angst haben, sie würden ihren Kindern etwas antun. Deswegen hab ich keine. Denn ich weiß, auch wenn ich keine Messer hätte, ich hätte andere Möglichkeiten, ihnen was anzutun. Und deswegen vermeide ich das, in dem ich keine habe. (Ist nicht der einzige Grund, aber mit der bedeutendste).

    Tja, was kannst du tun... Ich denke, der Schritt in Richtung Verhaltenstherapie ist auf alle Fälle ein guter. Und wenn du dann stabiler bist, dann kannst du vielleicht auch über eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie nachdenken, denn wie du schon gesagt hast, es sind einige Dinge, die in dir noch verarbeitet werden müssen und dazu ist eine Verhaltensthera nicht unbedingt geeignet.

    Mir fehlt auf jeden Fall Sport, eine intakte Beziehung, finanzielle Stärke
    Nun, zumindest das mit dem Sport ließe sich ja ändern, oder?

    Liebe Grüße
    gelberose

  4. #14

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    Hallo an alle,

    Ich habe 2 Verhaltensstörungen wobei es auch nur eine sein könnte. So genau konnte mir das noch niemand sagen trotz Behandlung. Beide sind mir selbst nicht aufgefallen bzw. haben mich nicht weiter gestört. Ich habe bereits gelesen, dass gelberose ebenfalls furchtbare Wutanfälle bekommt. So etwas habe ich auch. Meine damalige Psychologin beschrieb es als eine Art Berserkereffekt. Mein einziges Ziel in so einer Rage ist, wenn sie von anderen Menschen ausgelöst wird diese verbal wirklich "zunichte" zu machen. Sind es Menschen die mich eigentlich gar nicht interessieren auch körperlich zu verletzen. Es kommt zum Glück nicht besonders häufig vor, dass mich Menschen, die mir egal sind so auf die Palme bringen. Sind es Gegenstände die mich in irgendeiner Art und Weise aufregen sind diese danach nicht selten kaputt (z.b. PC's, die nicht machen, was ich will; Schlüssel, die nicht ins Schloss wollen; Sachen, die ich hervorholen will, allerdings sich nicht einfach hervorholen lassen etc.). Autoaggressiv werde ich in dem Falle eigentlich nicht, es sei denn man zählt Verletzungen dazu, die bei der Zerstörungswut entstehen.

    Mein zweites Verhaltensporblem oder das einzig wahre (wie gesagt niemand weiß es genau) ist ein schon relativ stark ausgeprägter Narzissmus. Ich wurde von meiner Mutter und ein paar Freunden im Endeffekt darauf hingewiesen und habe mich jetzt nach 2 Jahren entschieden, zu versuchen etwas dagegen zu unternehmen. Es wird immer schlimmer. Ich manipuliere mich selbst und vor allem andere. Bei allem was ich sage oder mache, will ich im Endeffekt einen eigenen Nutzen daraus ziehen. Ich habe keinerlei ernsthaftes Mitgefühl. Das geht bei banalen Sachen los wie emotionale Szenen in Büchern oder Filmen, geht weiter bei z.B. den Kindern in Afrika (es ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal was da passiert). Weiter gehts mit lokaleren Problemen wie Arbeitslose in Deutschland, die sich wirklich um einen Job bemühen. Diese sind mir genauso egal. Das heftigste ist für mich auch gleichzeitig mein Wachrüttler gewesen. Deswegen bin ich hier jetzt angemeldet. Kürzlich ist mein Großvater verstorben, dem ich eigentlich sehr nahe stand. Auf seiner Beerdigung habe ich all diese Menschen gesehen in ihrer Trauer. Ich saß mittendrin und habe gar nichts gefühlt. Ich war nicht traurig, nicht fröhlich, ich war einfach nur da. Mir würden auch jetzt noch keine tröstenden Worte für meine Großmutter einfallen.
    Ich hoffe ihr könnt euch ein kleines Bild davon machen (irgendwie).

    Ps: Achja, falls es jemanden interessiert oder nützt. ich bin 21 Jahre alt und Student.

  5. #15
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    Hi Asator,

    die Wutanfälle gegenüber Gegenständen hatte ich früher einmal auch regelmäßig.

    Andere Fragen: Wie kommst du jetzt auf Narzissmus und wie geht's dir mit diesem Gedanken? Wie war dein Verhältnis zu deinem Großvater? Was hat er dir bedeutet? Und zu guter letzt: Wie läuft's im Studium?

    Vielleicht magst du ja ein Postfach oder ein eigenes Thema erstellen?

    LG
    WrongByDesign

  6. #16
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    Hallo Asator,

    vielleicht ist deine Gefühlslosigkeit eine Art Schutzmechanismus? Hast du mit deiner Mutter schon mal drüber gesprochen, ob es in deiner Kindheit/Jugend Schlüsselerlebnisse gab, die dazu geführt haben könnten, dass du dir so einen emotionslosen Panzer um dich gebaut hast?

    Hast du schon konkrete Ideen, was du gegen deine Probleme tun kannst?

    Liebe Grüße
    gelberose

  7. #17

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    Hallo rose,

    Die Möglichkeit dazu besteht natürlich. Ich habe mit meienr Mutter lange über soetwas gesprochen. Wir kamen aber beide zu dem Schluss, dass ich keine schwere Kindheit hatte. In den prägenden Zeiten der Grundschule beispielsweise ist mir alles zugeflogen. ich hatte genug Freunde und kam mit meinen Eltern gut klar. Allerdings sind wir oft umgezogen und ich musste ständig neue Leute kennenlernen. Evtl. hängt das ein wenig damit zusammen.

    Und nein, leider hab ich noch keine konkreten Pläne, da ich ja so genau nichtmal weiß, was es ist

    so far
    Asator

  8. #18
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    Ok, dann sollte wohl der erste Schritt sein, eine genaue Diagnose zu bekommen, sprich der Gang zu Profis. Denn erst wenn ganz klar eine Diagnose gestellt worden ist, kann dir geholfen werden!

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