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Thema: PTBS durch Amoklauf event. triggernd

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  1. #11

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    Schön, daß Du hierhergefunden hast!

    Hast Du schon mal dran gedacht, daß Du hier auch ein Postfach eröffnen könntest. Da ist dann Platz für alles mögliche, für Verarbeitung und ebenso für ganz erfreuliche Nachrichten. Jetzt sind wir ja auch schon ganz schön abgeschweift vom ursprünglichen Anliegen.

    Am Ende traut sich keiner mehr was zu Thema Trauma -Verarbeitung zu schreiben, weil wir jetzt schon so weit in deine "Herkunft" eingetaucht sind.

    Es ist bestimmt ein sehr schwerer Weg, dich da von all diesen Prägungen zu befreien. Stück für Stück. In kleinen Schritten.

    LG Wolke

  2. #12
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    Ich besitze eine Gedenkecke wo Bilder von meiner Oma und meiner besten Freundin hängen. Dort zünde ich jeden Tag eine Kerze an, setze mich davor und rede mit den beiden. Das hilft mir sehr mit dem Verlust klar zu kommen. Vielleicht wäre es gut, wenn ich diese Gedenkecke auch für die Opfer des Amoklaufes nehme. Vielleicht hilft es mir in dem Punkt auch.

    Was meint ihr, könnte das gut sein oder wäre das eine zu heftige Konfrontation? Ich bin mir gerade sehr unsicher.

  3. #13
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    Ich denke, einen Versuch wäre das auf alle Fälle wert! Wenn du merkst, es wird zu heftig, kannst du die Ecke ja wieder abbauen! Aber ansich finde ich das eine gute Idee!

  4. #14
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    Ohje, das war bestimmt ganz furchtbar schrecklich, bei soetwas mit dabei sein zu müssen.

    Ich persönlich finde aber das Verhalten deiner Eltern, speziell bei diesem Fall, als auch insgesamt bedeutend schrecklicher, und kann absolut nicht nachvollziehen, was du von denen noch erwartest?

    Das ist auch keine Frage von schlechten Menschen oder nicht, sondern einfach von schlechtem Verhalten. Klar hat jeder seine Probleme und sein Säckerl mit sich rumzuschleppen, was aber nicht heißt, dass ich hinnehmen muss, dass man mich schlecht behandelt.

    Meiner Meinung nach, ist die Hoffnung die du mit deinen Eltern da verknüpfst einfach nur naiv und hat etwas von Selbstkasteiung... warum sollten sie denn plötzlich einen liebevollen Umgang mit dir pflegen? So mir-nichts-dir-nichts ändert sich niemand von heute auf morgen.

    Wenn ich an deiner Stelle wäre, und einem beinahe endlosen Alptraum entflohen wäre, würde ich die mit dem Arsch nicht mehr anschauen und wäre furchtbar wütend. Ich persönlich empfinde ja eine gehörige Portion Wut als bedeutend bessere Basis, mit der man auch besser arbeiten kann.

    LG
    WbD

  5. #15
    Themenstarter

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    Das ist nicht so einfach. Es sind meine Eltern. Ja vielleicht bin ich naiv und auch dumm, ich erwarte auch nicht, dass sie mich liebevoll behandeln. Mir würde es schon viel bedeuten, wenn sie mich neutral behandeln.

    Hab meine Gedenkecke jetzt erweitert und habe schon eine Kerze angezündet. Das war echt schwierig. Ich werde mal die nächsten Tage beobachten ob es gut für mich ist.

  6. #16
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    Das ist nicht so einfach. Es sind meine Eltern. Ja vielleicht bin ich naiv und auch dumm, ich erwarte auch nicht, dass sie mich liebevoll behandeln.
    Naiv hat nichts mit dumm zu tun. Das würde ich nie schreiben. Auch, weil bei dieser Angelegenheit Dummheit überhaupt keine Rolle spielt.

    Ach weißt du, ich kann das so einfach schreiben, weil ich dieses "Aber es sind doch immerhin meine Eltern"-Geplänkel auch viele Jahre mit meinen Erzeugern gespielt habe. Ich musste da beileibe keine ähnlichen Verletzungen ertragen wie du das musstest, kann dir aber versichern, dass meine ungerechtfertigten Hoffnungen nur den Weg zur nächsten Enttäuschung ebneten, und mir die Opferrolle ganz gut zu Gesicht stand. Jaja, ist doch das einzige Stück Familie was ich so habe... etwas Ähnliches habe ich die letzten Monate gerade noch einmal mit meinem Bruder durchgespielt, und unter absolutem Unwohlsein, Drama und Uneinigkeit mit mir selbst die entsprechenden Konsequenzen gezogen.

    Ich bin seinerzeit mit einer Scheißwut in die Therapie gegangen und habe mit meinem kompletten Umfeld einen radikalen Bruch vollzogen, um mich anschließend wieder an jene annähern zu können, bei denen ich das wollte und konnte, und dieses Mal auf einer anderen Basis. Sind nicht viele übrig geblieben, und das war und ist auch gut so.
    Die Position des Opfers ist eine ganz bequeme, und vor sich selbst eine wunderbare Ausrede für allerlei Sachen. Das man dafür auch Täter in seinem Umfeld braucht, ist mir damals schmerzlich bewusst geworden.

    Mir würde es schon viel bedeuten, wenn sie mich neutral behandeln.
    Und? Was wäre denn dann? Was würde das ändern, und wie sähe denn Neutralität aus? Wie muss ich mir das denn vorstellen und was wünschst du dir denn wirklich von denen?

  7. #17
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    Ich habe den Kontakt zu ihnen eingeschränkt und durch den Umzug besteht der Kontakt hauptsächlich über das Telefon. Jeder sagt mir, ich soll den Kontakt abbrechen, meine Thera, meine Betreuerin, meine Ärztin. Ich kann es aber nicht so einfach. Vom Kopf her weiß ich das alles, ich weiß auch, dass sich wahrscheinlich nie eine gesunde Beziehung entwickelt. Ich weiß auch, dass ich eigentlich Wut empfinden müsste, aber mein Gefühl ist anders. Ich hänge gefühlsmäßig an meinen Eltern und ich bin nicht wütend auf sie. Ich arbeite an mir und vielleicht wird durch meine Schritte dieser Bruch kommen, wer weiß. Ich habe sonst niemanden außer dem Therapeutennetzwerk.

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