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Thema: habe ich eine psychose?

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  1. #1

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    Standard habe ich eine psychose?

    Hallo,

    ich weiß nicht, wie ich anfangen soll, aber in letzter Zeit hat sich sehr vieles in mir drinnen auf seltsame Weise verändert... und das macht mir Angst . Zu meiner Vorgeschichte: Ich habe in den letzten zwei Jahren sehr viel mit Psychopharmaka und Drogen herumexperimentiert, und manchmal bin ich während eines Stimulanzientrips in so komische Zustände gekommen, in denen mir alles plötzlich fremdartig vorkam, unwirklich, meine Gedanken zu rasen begannen und alles wirr und durcheinander war... Mir machten diese Zustände so eine Angst , dass ich vor lauter Panik nicht mehr still sitzen konnte. Meistens vergingen diese Zustände wieder nach Abklingen des Rausches.
    Ich nehme jetzt seit einem über einem Jahr keine Drogen mehr und trotzdem fühlte ich mich zeitweise immer mal wieder "drauf". Die Derealisationen und Depersonalisationen wurden im Laufe der Zeit immer schlimmer, genauso wie die Konzentrationsstörungen, diese paranoiden Ängste... das Gefühl, den Bezug zur Wirklichkeit zu verlieren... Ich fühle mich wie auf einem Speed - Trip , der einfach nicht aufhört.
    Ich kann seit Wochen kaum mehr essen und schlafen, kann nicht mehr still sitzen. Die Angstzustände eskalieren zunehmend und ich traue mich kaum mehr das Haus zu verlassen.
    Ich bin jetzt schon den 3. Tag nicht in der Arbeit und hoffe inständig, dass ich bald wieder fit werde, denn ich will meinen Job nicht verlieren. Aber so kann ich nicht arbeiten - ich kann mich kaum mehr auf ein normales Gespräch konzentrieren, ganz abgesehen davon, mich zu artikulieren.
    Ich habe massive Gedächtnisstörungen und in meinem Kopf ist alles durcheinander - ich habe wirklich das Gefühl, nun vollkommen den Verstand verloren zu haben. Es ist mir alles so fremd geworden, alles ist so weit weg von mir - ich fühle mich wie in Watte gepackt, auch hat sich meine Optik und Akkustik total verändert. Ich bin viel licht- und geräuschempfindlicher geworden. Ich wünsche mir so sehr dass das aufhört, denn ich habe wirklich das Gefühl langsam durchzudrehen...
    Kann mir jemand helfen und sagen, was das ist? Kennt hier jemand solche Zustände? Bitte helft mir, ich weiß nicht mehr weiter...

  2. #2

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    Standard

    hallo Stella,

    ich kenne sowas auch, bei mir war es, als ich noch drauf war. In der Entgiftung bekam ich dann Zyprexa deshalb verordnet und nach ein paar Tagen herrschte dann absolute Ruhe in meinem Kopf. Ich kann dir deshalb nur raten, unbedingt mal zu einem Neurologen zu gehen.

    LG, alive

  3. #3
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    Hallo Stella, ich habe keinerlei Drogen genommen und kenne aber diese Zustände auch. Sie sind Dissoziationen und kommen von meiner Seele. Ich denke, du solltest ein Medikament dafür nehmen. Zyprexa kenne ich auch, hat mir auch geholen, nur der Zuckerhaushalt war bei mir da durcheinander. Nun bekomme ich Zeldox , ist aus der selben Medikamentengruppe wie Zyprexa und genau gegen solche Zustände. Das in Watte gepackt und alles weit weg kenneich nur zu gut. Mit Medikamenten habe ich das nicht mehr so oft. Ich denke, wie Alive schon sagte, kann dir ein Neurologe weiterhelfen und vielleicht noch eine ambulante Therapie , der sich auf solche Zustände spezialisiert hat und z.b. auch mit Skills arbeitet. Ich wünsche Dir, daß du die Ruhe dann wieder findest. Hoffe mal nicht, daß das so von alleine weg geht. Laß dich doch erst mal krank schreiben und in Ruhe gesund werden. Klar, willst du deine Arbeit nicht verlieren, aber die Gesundheit geht vor. Ich habe meinen Job damals aufgegeben und bin inzwischen berentet. Das soll dir aber keine Angst machen. Will dir nur sagen, auch das wäre keine Katastrophe. Erst mal musst du unbedingt zur Ruhe kommen. Kannst du nicht für ein paar Tage ins Krankenhaus in eine Psychiatrie. Mir hat das damals gut getan, endlich zur Ruhe zu kommen.

  4. #4
    Carryon

    Standard

    Hi Stella,
    ich hatte erst vor kurzem so nen Zustand, meine Medis entwickelten ne Wechselwirkung. War kurz davor mich selbst einzuweisen, kann mir also gut vorstellen wie es Dir geht. Das schwierigste überhaupt wird es sein Dich aufzuraffen und zum Neuro zu gehn, das ist alles jetzt sehr viel Stress für Dich und kaum überwindbar, ich weis. Aber Du musst wirklich versuchen Deine Kräfte zu bündeln und den Neuro aufzusuchen, es wird Dir ganz bestimmt helfen. SO kann und darf es nicht weitergehn, eben auch wegen Deinem Job. LG, Carry

  5. #5
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    Also ist es eurer Meinung nach schon ein psychotischer Zustand, den ich da hab??
    Ich muss zu meiner Schande auch gestehen, dass ich in letzter Zeit wieder sehr viel "rumexperimentiert" habe mit Tabletten. Dadurch ging es mir zunehmend schlechter. Auch körperlich. Ich habe mir dann wieder Benzos verschreiben lassen und in einer Woche eine N2-Packung Diazepam und in der nächsten Woche eine N2-Packung Tavor komplett aufgebraucht. Da ich Panik vor einem Entzug hatte, hatte ich mir dann auch noch einen halben Streifen Rohypnol besorgt. Letzte Woche am Dienstag habe ich die letzte Tablette (1 mg Rohypnol ) genommen und zwei Tage später ging der ganze Zirkus los. Das heißt, ich war komplette drei Wochen permanent auf Benzos . Ich habe dann, als diese komischen Zustände anfingen, etwas gegoogelt, aber nichts gefunden, was für eine Entzugssymptomatik sprechen würde. Benzos machen angeblich erst nach mehreren Wochen abhängig, aber nicht nach so kurzer Zeit!
    In den ersten Tagen nach meinem Missbrauch hatte ich auch Schmerzen und Schweißausbrüche, konnte kaum schlafen. Momentan ist mir noch sehr schwindelig und ich kann immer noch kaum was essen. Kann das auch daran liegen? Ich wollte es erst gar nicht schreiben, weil es mir sehr peinlich ist, dass ich schon wieder rückfällig geworden bin.
    Aber angefangen hat es während meiner Krisenintervention um Silvester herum, als ich im Krankenhaus mit Tavor behandelt wurde. Als ich rauskam, bildete ich mir ein, eine leichte Tavorentzugssymptomatik zu haben, aber meine Ärzte meinten, nach zwei Wochen könne das unmöglich sein...
    Also dachte ich, es läge an mir und meiner Erkrankung, und ich ließ mir daraufhin "als Bedarf" Diazepam verschreiben. Damit hatte ich mich natürlich wieder selbst verarscht. Sich als Süchtiger Benzos "auf Bedarf" verordnen zu lassen.... *lach*
    Was sagt ihr dazu?
    Geändert von stella_83 (01.03.2010 um 12:23 Uhr)

  6. #6
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    Hi, ich denke, daß du in kurzer Zeit eine zu hohe Dosis Tavor und Diazepam genommen hast und Dein Körper jetzt verrückt spielt, weil er es nicht mehr bekommt und du hast es bestimmt unregelmäßig genommen, und der Bedarf war sicherlich zu oft. Du hättest die Dosis wieder langsam verringern müssen. Nimmst du denn noch welche zur Zeit? Falls ja, dann sprich mit deinem Arzt, daß ihr verringern könnt und daß du eventuell dann dieses Zyprexa , was Alive schrieb, verschrieben bekommt. Vielleicht hilft dir das dann. Ist nicht gut, so herumexperimentieren. ich nehme seit 2 Jahren regelmäßig Tavor , mittags 1 mg und abends 0,5 mg. Aber ich trau mich auch nicht, runterzugehen, aber rauf geh ich auch nicht. Auch nicht bei Bedarf.

  7. #7
    Themenstarter

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    Ja, mit diesem Absturz habe ich wohl meine Hirnchemie völlig ruiniert... Hab in letzter Zeit auch nicht wenig gebechert, eben wegen dieser Zustände.
    Ich weiß nicht, warum ich ständig auf mich selber reinfalle!? Wieso kann ich nicht einfach von allem die Finger lassen? Und jedesmal geht es mir beschissen hinterher und jedesmal sag ich mir NIEWIEDER! und dann greife ich doch wieder zu! Irgendwie scheint mich das Gift magnetisch anzuziehen. Oder es fehlt mir einfach an Intelligenz. Wahrscheinlich hab ich mir in der letzten Zeit meinen ganzen Verstand weggeballert...

    Wegen Zyprexa : Ich nehme 25 - 50 mg Seroquel am Abend. Das ist ja auch ein hochpotentes Neuroleptikum. Das könnte ja auch etwas helfen, oder?

  8. #8
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    Da reagiert jeder anders. Ich habe seroquel mal nicht vertragen. Habe abends welche bekommen und habe nur geschlafen, noch den ganzen nächsten Tag und war durcheinander und hab nichts richtig mitbekommen, habe aber auch schon gehört, daß es anderen damit gut ging. Das muss ausprobiert werden. Es muss auch abgeklärt werden, ob es von den Medis kommt oder wie bei mir einfach psyschich bedingt ist. Ich habe solche Zustände und hatte sie früher auch ohne irgendwelche Medizin genommen zu haben.

  9. #9
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    Ich habe mir auch schon überlegt, ob es vielleicht die Nebenwirkungen vom Seroquel sind. Bekomme nämlich neuerdings etwa 1/2 - 3/4 std nach Einnahme Herzrasen und ein Engegefühl in der Brust. Ich werde extrem unruhig und bald darauf setzt der sedierende Effekt ein und ich schlafe ein. Vielleicht kommt der permanente Schwindel ja auch vom Seroquel???
    Vielleicht vertrage ich das Seroquel ja auch nicht. Wie war es denn bei dir? Woran hast du gemerkt, dass du's nicht verträgst?

  10. #10

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    hi Stella,

    ich wollte damit übrigens nicht sagen, dass Zyprexa das Mittel der Wahl ist. Es kommt ja darauf an, was genau mit dir los ist. Dazu brauchst du wirklich einen Arzt. Bitte keine Selbstversuche. Ich war damals auch u. a. auf Benzos , denen ich viel Übles zutraue. Ich glaube nicht, dass es stimmt, dass man erst nach ein paar Wochen abhängig von ihnen wird. Wenn der Körper das Zeug kennt, erkennt er es auch sofort wieder und reagiert entsprechend. Jede einzelne Pille kann da gefährlich sein.

    LG, alive

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