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Thema: nicht mehr makellos

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  1. #1
    vaijda

    Standard nicht mehr makellos

    hallo leute

    nun ist eine zeit vergangen,seit ich das letzte mal ins forum geschaut habe.ich glaube,es war so,dass die seite umgebaut wurde und ich plötzlich nicht mehr rein kam.aber egal.

    damals erzählte ich euch(einige erinnern sich vielleicht),dass ich mir eine kamera bestellen wollte.
    doch dabei war immer entscheident,wie ich diese bestellung ausführe.also die art und weise.wie ihr euch vielleicht erinnert,habe ich eine zwangsneurose.

    also,ich weiß jetzt garnicht recht,wie ich das erklären soll.
    ich war nicht in der lage,sie zu bestellen.ich tat es und bestellete sie immer wieder ab,weil die ausführung für meinen kopf nicht richtig war.

    dann sagte ich meinem freund,er solle dies übernehmen und mir das teil besorgen,doch als ich dies zu ihm sagte,hatte ich meinen linken arm dichter an meinem körper dran als den rechten und der lnike arm stand auf einmal unter einen totalen anspannung,was in meinem kranken kopf nun zur folge hatte,dass ich sozusagen aus der körperlichen ballance kam und die kamera für mich nicht mehr makellos ist.
    obwohl ich doch genau weiß,selbst wenn ich einen kopfstand bei der bestellung gemacht hätte,so verändert es die kamera doch nichtund meinen körper doch auch nicht.
    ich hatte dann überlegt,sie wieder abzubestellen,was ich aber bis heute noch nicht tat,weil..........wie oft soll ich das noch tun?und so bekomme ich sie dann nie..............nun bilde ich mir ein,die ganze sache ist nun nicht mehr perfekt und ich freue mich überhaupt nicht mehr und es kann passieren,dass ich jetzt viel geld dafür bezahlt habe und sie hier nur in den ecken liegt.........diese kamera wird nicht mehr hergestellt und ist nur noch sehr schwer zu bekommen.ich werde sie nun zugeschickt bekommen und stehe diesbezüglich unter druck,möchte mich am liebsten wieder davon befreien und doch wünsche ich sie mir so sehr.......

    ich weiß nicht,ob ich das jetzt alles so gut erklären konnte.es klingt alles so schwachsinnig..........
    kennt das irgend jemand von euch auch oder hat ähnliches?ich weiß garnicht wie ich mich verhalten soll.meine ärztin kann mir da auch nicht wirklich einen rat geben.....ist denn die kamera wirklich jetzt nicht mehr perfekt?oder hat die ganze sache nun einenmakel?ich versteh mich selbst nichtmehr........was sagt ihr dazu? lg badu

  2. #2

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    Standard

    Hallo badu!

    Vielleicht will man immer das haben, was man gerade nicht hat? Warum auch immer das dann so ist. Und sobald man das dann hat, wirds uninteressant, bzw. man will wieder irgendetwas anderes. Somit ist man immer auf der Suche....nach was super tollem...

    Ich kenn das auch, dass ich Sachen möchte, und wenn ich sie mir dann kauf, dann denk ich mir, hätte es nicht noch was schöneres gegeben, oder was besseres? Naja, bei mir ist es dann eher so, dass ich beim Einkaufen davorsteh und mich nicht entscheiden kann....Naja, und dann geh ich wieder....
    Ist kein angenehmes Gefühl. Sobald ich das merk, brech ich das normalerweise ab, weil da macht sich son komisches Gefühl dann breit "Soll ich das nun kaufen? "Ist das andere nicht besser?" Und lauter so Fragen....

    lg

    eternal

  3. #3

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    Standard

    hallo Badu,

    es ist für andere Menschen, ohne Zwangsneurose, sicherlich sehr schwer nachzuvollziehen, was du mit der Reinheit meinst.

    Was könnte denn schlimmes passieren, wenn du die Dinge nicht so ausführst, wie du es deiner Meinung nach tun solltest?

    Du sagtest ja selbst, dass du es nicht immer so hinbekommst, wie du es willst. Ist dir bisher etwas dabei passiert?

    LG, alive

  4. #4
    vaijda

    Standard

    hallöchen

    also,was die entscheidung betrifft..........
    ich habe mich ganz klar entschieden...........eben für genau diese und für mich ist keine schöner,keine besser.es war liebe auf den ersten blick und das bis heute.kein zweifel.
    ich stellte mir die frage eben auch nie,ob es noch etwas besseres gibt.ich will sie soooooooooooo sehr.sie ist,wenn man sie sieht so makellos.einen makel bekam sie nur für mich und durch mich,weil ich sie eben nicht auf die richtige weise bestellt habe,ob wohl ich weiß,dass dies total schwachsinnig ist.

    naja,und wenn eben die ausführung dessen,was ich tun will nicht richtig ist,so weiß ich,dass ich nicht sterbe oder krank werde oder mich infiziere oder welche art von vermutungen hinter den meißten zwangsneurosen eben stecken.und doch kannich mich nicht wehren.ich fühle ich mit diesen dingen dann eben nicht mehr wohl,bin unzufrieden und habe einen ständigen inneren druck in mir.......schon,wenn ich morgens aufwache sind diese schrecklichen gedanken da und suchen mich reglerecht heim.

    unsere therapeuten ier im forum habenmir zu einer therapie geraten,doch das hat mir leider auch nichts gebracht,mir nicht helfen können.
    es hat keine besserung gegeben.

    vielleicht fühle ich mich selbst un unperfekt........ups,das wort hab ich glaube ich eben erfunden,grins........und denke unterbewußt,dass diese kamera nur zu einem perfekten menschen paßt.....wennihr sie seht,sie ist so perfekt.das ist wahnsinn.schaut doch mal im netz nach der sony r1.....sieist wunderschön und für mich einfach das größte.............

    vielleicht komme ich auch immer wieder indiese psychischen bedrängnisse,weil ich mich ständig auf menschen oder auf eine beziehung mit menschen einlasse,die mir nicht gut tun.wißt ihr.ich glaube heute,ich habe immer wieder menschen in mein leben gelassen,die zwar gesagt haben,dass sie mich lieben oder das sie es gut und ehrlich mit mir meinen,aber eigendlich nur ihre eigenen vorteile gesehen haben und im grunde ihres wesen gnadenlose egoisten wahren.

    genauso sagt mir mein freun,dass andere vonmir denke,ich sei krank und gestört und solle mich untersuchen lassen,andere lachen schon über mich undich könne mich nirgends mehr sehen lassen.ichmeine,und das von einem menchen,dermitmir zusammen ist?

    da kann doch was nicht stimmen oder sehe ich das falsch?ich versteh garnicht,welche absicht seinerseits dahintersteckt,wenn er mir sowas sagt.punkt 1 glaube ich das garnicht mal,das andere so reden und wenn dann nicht über mich,sondern über ihn.

    ich schrieb hier bereits in einem anderen thread über meine beziehung in der wir immer wieder zusammen und wieder auseinander sind.........ich schrieb,dass er 44 jahre alt ist und in diesem alter noch bei seinen eltern wohnt und in der zeit in der wir zusammen sind dann immer bei mir........und ich glaube eben,dass all dies zu meiner psychischen befindlichkeit negative auswirkungen hat und das nicht zu wenig.

    vielleicht brauche ich genau aus diesem grund meine zwangsneurose,da sie sich unter anderem auch so auswirkt,dass ich mich von niemandem körperlich berühren lasse.

    hätte ich die neurose nicht würde ich die menschen sozusagen pur an meine seele lassen.ich glaube heute dass ich sie genau aus diesem grund brauche.da ich es nicht schaffe diese menschen von mir fern zu halten,tut meine neurose dies für mich.

    vielleicht habe ich unter anderem dies bezüglich etwas sehr wichtiges für mich erkannt.im großen und ganzen bin ich ratlos und fühle mich so wehrlos.entschuldigt,wenn mein geschriebenes etwas verwirrend klingt,aber besser kann ich es nicht erklären.

    lg badu

  5. #5
    udo
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    Hallo Badu!

    Dass ich weiß, was genau du mit dem Gefühl der plötzlichen Makelhaftigkeit meinst, will ich nicht behaupten, weil so was ja bei jedem irgendwie anders ist. Aber ich hab auch 'ne Zwangsneurose und kenne leider zur Genüge, wie einen plötzlich bei irgendwas ein "komisches Gefühl" überfällt. Und das Gefühl was "nicht auf die richtige Art" gemacht zu haben, das Gefühl, dass Sachen sich "falsch" anfühlen. Leider eben auch bei Sachen, auf die man sich eigentlich freut und die einem wichtig sind. Oft gerade sogar genau deswegen, wie ich bei mir gemerkt hab'. Weil ich wenn ich schon so Angst hab' oder nur dran denk', dass ein komisches Gefühl oder so kommen könnte, dann ist das natürlich auch so. Selbsterfüllende Prophezeiung quasi. Und natürlich ist grad da auch mehr Angst vor dem Gefühl da, wo's einem besonders ungelegen ist.

    Könnt sowas bei dir mit der Kamera auch mitgespielt haben? Hast du irgendwie schon drauf gewartet, dass so was passiert und dieses Gefühl des Makels kommt?

    Wie du dich trotzdem auf die Kamera freuen kannst? Ich weiß es auch nicht recht. Hab' so Sachen, bei denen hab' ich immer noch ein mulmiges Gefühl und muss mich voll zwingen bzw immer wieder überwinden die herzunehmen, obwohl's schon Jahre her ist, dass was damit war.
    Das bleibt aber vermutlich immer letztlich übrig, bei Zwangsneurosen. Etwas trotz Angst /komsichem Gefühl/... zu tun, weil jedes Mal, wenn man dem nachgibt, wird's ein Stückerl fester und stärker. Zumindest meine Erfahrung. Drum zumindest der Rat, zu versuchen gar nicht erst anzufangen, die Kamera ins Eck zu legen. Weiß aber, dass das leider nicht so einfach funktioniert, diese Gefühle zu ignorieren/loszuwerden, wenn sie mal da sind.

    Würd' denn von der Kamera für dich jetzt so was wie ein Gefühl der Bedrohung ausgehen, nachdem du das nicht richtig gemacht hast? Was würde für dich passieren, wenn du sie trotz Makel benutzen würdest?

    Würd' dir echt gern helfen, weil ich weiß, wie schlimm das ist. Aber ich such selber zur Zeit nach einem Weg aus meinem ganzen Scheiß (tschuldigung!) und kann nicht wirklich mit 'ner tauglichen "Lösung" für dich aufwarten.

    Vielleicht hilft's dir ja wenigstens bissl, dass ich, zumindest ansatzweise, meine nachvollziehen zu können, wie's dir mit der Sache geht.

    Beste Grüße,

    Udo

  6. #6
    vaijda

    Standard

    hallo udo
    oh,schön,dass endlich mal jemand da ist,derdiese problematik am eigenen körpererfährt,denn für menschen,die keine zwangsneurose haben ist es ja doch fast unmöglich nachzufühlen wovon zwangsneurotiker erzählen.

    ja,ich glaube du hast recht,wenn du sagst,gerade bei den dingen,die einem besonders wichtig sind ist die ganze geschichte amschwierigsten.diese kamera ist für mich das größte,also sehr wichtig.desweiteren habe ich dasselbe problem in meinem haus.
    ich bin beim bauen und egal wie gut die maurer auch sind,ich scheine mir ständig etwas einzubilden.dies scheint nicht zu stimmen und das andere auch nicht,obwohl,wennich mir da ergebnis,also das,was sichtbar ist ansehe,dann ist es mehr als ausreichend.also wirklich gut,doch ich sage immer,auch das was man nicht sieht.also as,was darunter liegt.der gesamte aufbau des ganzen muß ebenfalls stimmig sein,obwohl ich weiß,dass es einem normal denkenden menschen zum beispiel sch... egalwäre.....sieht man ja nicht,sagen die dann.......ich verstehe nicht,warum das fü rmich so wichtig zu sein scheint.

    zitat:Hab' so Sachen, bei denen hab' ich immer noch ein mulmiges Gefühl und muss mich voll zwingen bzw immer wieder überwinden die herzunehmen, obwohl's schon Jahre her ist, dass was damit war.

    das kenne ich auch.es hört einfach nicht auf.einmal auf die falsche art gemacht=mangelhaft.
    bleibt mangelhaft.ich dachte......mal auf die sogenannte verhaltenstherapie zurückzuführen.......

    beispiel:berühre,was du nicht berühren willst und erkenne,dir passiert nichts und der druck läßt nach......

    ich weiß,dass mir nichts passiert.ich fall nicht tot um und ich glaube auch nicht,dass wenn ich es alles normal mache,das mir dann was passiert.jedenfalls ist mir das nicht bewußt.

    ich habe lange überlegt die kamera wieder zurück zu schicken,aber bei der nächsten bestellung würde es wohl kaum perfekter sein,zumal ich mich nicht mal in er lage fühle sie noch einmal zubestellen.sie ist noch nicht da,aber,ob ich sie behalten kann weiß ich noch nicht.ich hoffe es wirklich und ich hoffe,dass diese einbildung aufhört.ich hab die kamera ja bis heute nicht mal berührt.also,was soll damit sein,frag ich mich immer.

    wie lange leidest du denn schon unter der krankheit,wenn ich fragen darf?
    und was hast du bisher unternommen,damit es dir besser geht?
    ich habe bei mir bemerkt,dass alles schlimmer wird,wenn ichmich gestresst fühle.dann geht auf einmal garnichts mehr.

    ich war etwa 8 mal in stationärer therapie und habe unzählige medis bekommen,deren namen ich heute schon vergessen habe.ich glaube,dass man einfach gegendieses leiden noch nicht wirklich etwas gefunden hat.bei den meißten medis,so kann ich mich erinnernnhatte ich schlimme nebenwirkungen,sonst aber auch nichts.......

    ich schiebe das ganze schon zu einem großen teil auf ein ungleichgewicht im gehirn.so wie,wenn man magenschmerzen hat,eine erhöhte magensäure schuld sein kann.so in etwa stell ich mir das im gehirn auch vor.doch da die ärzte eigendlich keine genauen untersuchungen machen ,was z.b. das blutbild betrifft(immer nur standart),aber doch medis verschreiben,so machen sie halt auch nur versuchungenmit einem......im sinne von......mal sehn ob dies wirkt,oder das...............ich denke,dass die medizin in diesem bereich noch nicht recht einen weg gefunden hat.was meinst du denn dazu?

    oh je,schon wieder hab ich sooooooooo viel geschrieben,grins.

    lg badu

  7. #7
    vaijda

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    zitat:beispiel:berühre,was du nicht berühren willst und erkenne,dir passiert nichts und der druck läßt nach......

    das blöde ist....mag sein,dass der druck nachläßt,aber immer dieser bleibende beigeschmack der bleibt und alles mangelhaft macht,stört mich doch sehr........es ist mir dann,als würde so eine gewisse schwere auf diesen dingen liegen.....

    lg badu

  8. #8
    udo
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    Hi Badu.

    Klar darfst du fragen. Muss dich aber mit der Antwort noch bissl vertrösten. Hab die Woche einfach zuviel um die Ohren, um in Ruhe zu schreiben.

    Gruß,

    Udo

  9. #9
    udo
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    Hallo Badu!

    Tut mir leid, dass du so lange auf Antwort warten musstest. War die Woche ziemlich im Prüfungsstress (heute Klausur) und zum Überdruß hat mich dann auch noch 'ne hübsche Erkältung/Husten-Kombination zeitweise niedergestreckt.

    Hab' meine Probleme seit gut 12 Jahren, fing zum Ende der 4.Klasse hin an. Kam dann bald in stationäre Behandlung für ein dreivierteltes Jahr und später nochmal, als es "wieder" ausbrach, und danach noch lange Zeit ambulant (zur "Rückfallprophylaxe" vermutlich). Diese Zeit und "Therapie" mach' ich irgendwie mitverantwortlich für die Art, wie's mit mir weiterging, insbesondere dass sich alles nur mehr und mehr steigerte. Wär ansonsten vielleicht ähnlich gekommen, wer weiß, aber 'ne sinnvolle Behandlung damals hätte alles vielleicht im Keime erstickt. War aber lediglich bissl Dressur und letztlich hab' ich nur "gelernt" alles nach innen zu verlagern bzw unauffällig zu tun oder wenn ich alleine war und nach außen heile Welt zu spielen, damit ich dieser verhassten Institution entkommen kann und keiner mich in meinen Sachen stört. Nur wurde die Art, wie ich mich zu dieser ganzen Aktion zwang, eine Art gedanklicher Zwänge und "Auswege", letztlich der Grundstein für sein Fortbestehen, lediglich in anderer Form. Hat also alles mehr geschadet denn geholfen.

    Im Gegensatz zu dir hatte und habe ich Angst , dass durch das, was ich tue/sage/denke/..., mit mir, anderen und der Welt um mich herum etwas passiert. Aber nie etwas fassbares, dessen nicht-Eintreten zu beweisen wäre, indem ich mich dem aussetzen würde. Es bleibt ungreifbar. Ist aber für mich fast greifbar vorhanden, nur ein Wissen meinerseits, ein Gefühl der Bedrohung und des Bösen, dass ich danach mit bestimmten oder allen Sachen um mich herum verbinde. Das Gefühl einer anderen Wirklichkeit und ein Gefühl des Bösen.

    War nicht die ganze Zeit gleich schlimm, so wellenförmig durch die Jahre wurde es schlimmer und besser. Zeitweise blieb lediglich ein gewisser "Grundstock", der relativ "Routine" war und mich vermeintlich kaum behinderte. Konnte auch mein Leben so "gut" leben, zu Schule gehen etc., keiner merkte etwas und ich dachte alles im Griff zu haben. War aber nicht dauerhaft so, dann mit der Zeit vor dem Wechsel zur Uni fiel ich wieder mit unvermittelter Härte in den SCH* zurück. Fing mich dann zwar, trotz nach ein paar Stunden gescheitertem Therapieversuch (diesmal ohne VOrgaukeln, bin einfach nicht mehr hin, weil die Angst zu groß war) so weit, dass ich doch zur Uni konnte, aber es blieb größ0tenteils auf erhöhtem Niveau und dieses Jahr geriet ich an einen Punkt, an dem ich endgültig einsehen musste, dass es so nicht weitergeht. Nicht aus rationaler Überlegung, sondern nur aus blanker Angst heraus, was mir den Mut der Verzweiflung gab, mit all dem zum ersten Mal komplett aus mir herauszugehen.
    (Die Details sind zu kompliziert, um sie hier reinzupacken.)

    Naja, und momentan versuche ich einen Therapieplatz zu finden, damit ich vielleciht mal an das rankomme, was die ganze Sache eigentlich auslöst. Ich weiß, dass dabei Verlust-, Zukunftsängste und die Angst vor dem Tod und dem, was (vielleicht) danach kommt, eine große Rolle spielen, soviel wurde mir inzwischen zwar klar, aber ändern tut dieses blanke Wissen alleine auch nichts. Dafür hat sich alles schon allein zu sehr "eingelebt".
    Außerdem bekomm' ich so vielleicht auch raus, ob sich da inzwischen nicht noch mehr entwickelt hatt', was ich oft das Gefühl hatte/habe.

    Also Medikamente hab' ich keine genommen. Sollte ich mal, in der Phase vor der Uni, aber die kamen von dem Therapeuten, vor dem ich auch Angst hatte, also auch vor den Medikamenten. Also hab' keine Erfahrung diesbezüglich.
    Hab' dieses Jahr mal in Selbstmedikation so leichte pflanzliche Beruhigungsmittel ausprobiert, als es so schlimm wurde, aber das war nicht wirklich was. Oder ich hab' zu früh wieder damit aufgehört.
    Glaube auch nicht, dass die mir helfen würden, weil zwar die Angst der Auslöser ist, aber sich aus dem ganzen über die Jahre ein Gedankengebäude entwickelt hat, dass zu sehr "rational/durchdacht" ist, als dass es so leicht beeinflussbar wäre.

    Was du schilderst mit Stressphasen kommt mir bekannt vor. Da ist man ja als Normalmensch auch weniger belastbar und dann schlägt sowas vermutlich einfach mehr durch. Oder es ist eine Art Stressabwehr des Körpers, besser Kopfes, weil der Stress ja dann erstmal in den Hintergrund tritt, man quasi von der Neurose "abgelenkt" wird. (Mindert den Stress aber i.d.R. wenig, also dumme Abwehr. Trotzdem vielleicht ein Mitgrund.)

    Was ich mache, damit's besser wird?
    Um meine Gedanken und Ängste zu unterdrücken hilft oft Ablenkung mit anderen Sachen, mich auf was anderes zu konzentrieren. Nimmt dem Hirn einfach die Kapazitäten dafür alles immer und immer wieder durchzugehen und "Auswege zu suchen", um dabei noch tiefer reinzurutschen. Zumindest in der Phase, wo was anderes mehr Aufmerksamkeit erfordert, rücken die Gedanken und Gefühle erstmal weg, allerdings sind sie meist wieder hinterher da, sobald ich mich an die Situation vorher erinnere.
    Bis vor Kurzem hab' ich die Spannung/Angst/Gefühl/whatever immer durch "Nachgeben" gelöst. Mit dem Aushalten hab' ich nicht viel/so gutwie keine Erfahrung. Aber ich hab' gemerkt, je mehr ich drüber nachdenke oder wenn ich überhaupt anfange drüber anchzudenken, dann rutsch ich in mein Gedankensystem und denke nur noch entsprechend und dann wieder rauszukommen ist hart. Das Beste wäre, sich zu zwingen, ganz "normal" drüber zu gehen, 'ne Art Gedankenblockade, die die Gedanken nur nach vorne richtet ("nein, ich denk' da jetzt gar nicht erst drüber nach, ich mach jetzt folgendes mit ganzer Konzentration"), nicht aber zurück auf die Situation, so dass man die gleich wieder vergisst. Hat mal so ansatzweise funktioniert, aber dazu sind die Gedanken normal viel zu schnell und das Gedächtnis einfach zu gut.

    Die kurzfristig wirkungsvollste Methode ist leider einfach das "dem Zwang nachgeben", nur leider die langfristig fälscheste, weil sich alles mit jedem Mal tierfer und tiefer festsetzt. Ich frag' mich, ob ich nach all den Jahren des Nachgebens und Denkens in diesen Schemata überhaupt mal wieder normal denken kann.

    Langfristig muss man's Aushalten, da führt trotz allem kein Weg vorbei, denke ich. Nur, wie du ja auch sagst, das Wissen und Gefühl bleibt über Jahre. Aber ich finde es wird leichter die Sachen trotzdem zu nutzen oder so, je öfter man es tut. Auch wenn das Gefühl immer noch da ist, mir mulmig wird, ich mcih wieder an die Situation erninnert fühle, etc...
    Nur WIE man das Aushalten machen soll, NICHT OB, das ist halt die Frage. Weil falsch oder inkonsequent gemacht, veschlimmert's alles nur.

    Darum auch zu deiner Kamera (und dann geb' ich mal Ruhe für heute *g*): Vermutlich hast du schon zuviel über die ganze Sache nachgedacht, als dass dir diese Kamera spontan wieder makellos erscheinen wird, wenn du sie in der Hand hälst. Allein schon, weil du nach dem Gefühl suchen wirst. Aber durch eine Neubestellung wird's vermutlich wieder nicht anders laufen, dafür bist du vermutlich schon zu sehr drauf sensibilisiert. Man wartet ja dann irgendwie schon gerade drauf, zumindest geht's mir so, was die ganze Sache mit recht großer Zuverlässigkeit eintreten lässt. (Wenn's bei dir anders ist, und eine Neubestellung reele Chancen hat, dann o.k.. Ist zwar ein Nachgeben gegenüber dem Zwang (was man ja laut Konditionierungstheorie nicht machen sollte), aber wenn dir die so viel bedeutet, wie es klingt, dann hilft sie dir vieleicht nachher eher, dass dir's allgemein besser geht.)
    Also hilft vermutlich nur Aushalten des Gefühls und trotzdem die Benutzung der Kamera. Aber ob du das kannst, musst du selber fühlen. Und ich weiß, wie hart das ist, soll also kein neunmalkluges "da muss man halt durch"-Gequatsche sein. Entscheid dich für eine Seite, Kamera ja, dann hernehmen und nicht weglegen, gar nicht erst, am besten auspacken und losknipsen. Oder Kamera nein, dann abbestellen.

    So, damit wäre auch ein anderes, zwar nciht krankhaftes, aber doch recht manifestes Problem von mir offenbart, nämlich dass ich mich manchmal einfach nicht kurzfassen kann. Entweder ich sag gar nichts, oder zu viel.

    Hm, hast du bei deinen diversen Therapien auch verschiedene Therapietypen ausprobiert? Erscheinen dir da welche besonders tauglich? Nachdem's nicht dauerhaft geholfen aht, eine blöde Frage, sit mir klar, aber was erschien dir noch am hilfreichsten?
    Steht zwar für mich momentan fest, dass ich 'ne tiefenpsychologische probieren werde, sollte ich einen Platz finden, aber würd' mich interessieren.

    Mit besten Grüßen,

    Udo

  10. #10
    vaijda

    Standard

    hallo udo
    zuerst einmal möchte ich dir sagen,dass ich auf jeden fall schonmal froh bin jemanden gefunden zu haben,der so in etwa nachvollziehen kann,wovon ich rede,denn,wie schon gesagt,für jemanden der das nicht hat,so glaube ich,ist es fast unmöglich zu begreifen und hört sich einfach nur lächerlich an.
    grins,du sagts,du schreibst zu viel......also entweder garnichts oder unendlich viel.als ich das las mußte ich grinsen,denn wie du siehst bin ich genauso,lol.aber,ich finde das ganz ok.fühl dich ganz frei und sei einfach wie du bist.ich bin auf jeden fall gespannt,ob es dir besser geht,wenn du wieder eine therapie angefangen hast.ich weiß jetzt nicht mehr genau,ob ich das oben schon geschrieben habe.ich habe etwa 7-8tstationäre therapien gemacht.naja,und hätten sie geholfen,wäre ich wahrscheinlich ehernicht in diesem forum oder vielleicht um anderen möglicherweise helfen zu können.ich bin heute auch wieder extrem unkonzentriert.ich hatte heute schon wieder so ein erlebnis.ich habe einen schrank bestellt und bilde mir nun wieder ein,es war auf die falsche weise.
    und nun verfolgtmich dieser gedanke mal wieder und ich überlege hin und her,wie ich diesen druck los bekomme.es ist genau,wie die geschichte mit der kamera.dasselbe problem.die kamera ist noch nicht da.bin am überlegen sie wieder zu verkaufen,aber,wenn ich diese dinge immer so mache,werde ich ja nie zu etwas kommen,werde immer verzichten und mein leben ist noch weniger lebenswert.dann versuche ich wieder diese gedanken zu verdrängen.naja,das schaffe ich für 5 min vielleicht.vielleicht ist es so,dass man einfach aufhören soll zu kämpfen,sich nicht mehr wehren,vielleicht sollte ich mich ergeben und heute einfach ins bett gehen,weil ich ja eh wehrlos bin und alles laufen lassen.
    vielleicht wäre das ja garkein aufegeben in diesemsinne,sonder der richtige weg.ich habe bei mir das gefühl,dass hier echt garnichts mehr geht.heute,die geschichte mit dem schrank.ich glaube,ich habe mir heute auch zuviel zugemutet den ganzen tag lang.ich schffe es einfach nicht meine ziele niedriger zu setzen und bemerke es nicht mal,wenn ich überfordert bin.selbst wenn iches bemerke,so hanle ich nicht und ruhe mich nicht aus.

    mit medikamenten habe ich leider keine so guten erfahrungen machen können.sie haben bezüglich meines problems nichts bewirkt.aber immerhin hatte ich klasse nebenwirkungen,uff.

    das war jetzt mein galgenhumor,grins.bei einem medikament konnte ich nur noch alles verschwommen sehen,bei nem anderen kaum noch laufen,weil meine beine mich nicht mehr halten konnten.

    ja.......fragen sie ihren arzt oder apotheker.........hab ich gemacht und ich bekam gesagt,dass sich diese zustände zeigten,da ich kurz vor meiner klinischen entlassung stehe und einfach angst habe nach hause zu gehen.ich hab die echt für blöd gehalten und denen sollte ich vertrauen?

    weil ich angst habe nach hause zu gehen werden meine pupilen riesen groß,ich sehe alles nur noch veschwommen und kann kaum noch laufen?naja,ich habe den müll zu hause selbstständig abgesetzt und diese nebenwirkungen hörten auf.von wegen angst nach hause zu gehen........es gab ein medikament,welches mich psychisch etwas stabiler gemacht hat und mir damals,als alles begann das leben gerettet hat. imap heißt es und ein antidepressiva glaube ich.damals hatte ich eben auch noch mit schweren depressionen zu tun.

    vor einer weile nahm ich es zu stabilisieren auch wieder,aber ich sitz ja schon wieder in der sch........anbei...dieses medikament sollte nicht länger als 6 wochen verabreiht werden.manche ärzte wissen das scheinbar nämlich nicht.es macht anhängig.ich werde also die tage zu meiner ärztin gehen und mich wieder zur neurologin überweisen lassen.mal sehen wie schön die nächsten nebenwirkungen werden.....sorry,ich kann nicht anders.ich weiß,man merkt in meinenzeilen meinen frust auf die ärzte.aber ich habe in einer therapie gelernt,man soll seine wut nicht in sich hineinfressen.ich glaube ich habe sehr sehr viel wut in mirzuder ich keinen rechten zugang habe und wenn unterdrücke ich sie aus rücksicht auf andere.übrigens,wie schon geagt hatte ich so einige therapeuten.es gab nur einen einziegen,der zugang zu mir hatte und dies war wie ein wunder.ihm war sein psychologisches tallent in die wiege gelegt.nach genau diesem bin ich jetzt auf er suche.ich bin so oft aus therapiesitzungen heraus gegangen und nichts ist hängen geblieben.ich konnte hinterher nicht einmal mehr sagen,worüber in meiner therapiestunde geredet wurde.

    es war alles wie weg geblasen und das brachte mich zum verzweifeln.es war,als wäre ich nie in einer therapiesitzung gewesen.ich schob das immer auf mich selbst,doch durch zufall hatte ich bei eben diesem oben erwähnten therapeuten eine vertretungsstunde und alles schien mir so klar und ich konnte alles worüber wir geredet hatte deutlich wieder geben.ich war wie befreit und fühlte mich viel besser.es schien nicht mehr alles so ausweglos.ich will damit sagen,dass e wirklich sehr wichtig ist,dass du einen guten draht zu deinem therapeuten hast.lg badu

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