Also ich finde manche Dinge von dir Carl etwas pauschalisiert.
Klar hast schon in den Dingen recht was in stadionären Kliniken passiert,wo der Patient erstmal total entmündigt wird die erste Zeit.
Ausgangssperre,Besuchersperre ja stimmt ist die ersten Wochen so.
Aber das dient dazu um sich auf sich selbst zu besinnen und zur Ruhe erstmal zu kommen. Finde ich ja auch garnicht so verkehrt.
Das mit Kaffee und Nikotinverzicht habe ich so noch nie erlebt. Wir konnten immer rauchen und Kaffee trinken,in den Pausen zwischen durch.
Manche waren dann nur noch am Kaffee trinken und rauchen.
Das Thema Suchtverlagerung wurde auch immer in den Therapien angesprochen.
Nur leider ist die Theorie das Wissen und die Praxis dann drausen,zweierlei.
Klar weiß ich,das ich immer gefährdet bin in eine Suchtverlagerung zu fallen und das war bei mir auch sehr oft der Fall,von Ess Sucht, Kaufsucht, Tablettensucht,war bei mir alles drin.
Das dumme ist,man merkt es erst,also ich merkte es erst als es schon zu spät war und ich wieder in einer neuen Suchtgefangen war.
Leider gibt es keine positive Suchtund Sport usw. kann böse enden,wenn man sein Maß nicht mehr kennt. Und seinen Körper mißachtet und seine Signale.
Es ist sehr schwer,die Grenzen zu ziehen und mit sich behutsam umzugehen,auf sich zu achten,wo schade ich jetzt wieder mir selbst usw.
Denn Selbstzerstörung habe ich genug betrieben in meiner Suchtphase.
Was die Therapeuten betrifft. Es stimmt nicht,bei mir zumindest nicht,das mir diese zu verstehen geben,das mein Umfeld daran schuld war an meiner Sucht.
Es ist mit ein Grund,aber letztendlich habe ich einen freien Willen Nein zu sagen und niemand kann mich zu was zwingen,was ich nicht will.
Zuallererst muss man dann sein Umfeld hinterfragen,Freundschaften,Beziehungen ändern sich,aber das ist letztendlich auch nicht nur negativ.
Vieles hat mir ja auch geschadet in dieser Richtung,falsche Freunde,familiäre Beziehungen.
Und da ist es für mich letztendlich doch wichtig,ihnen Grenzen aufzuzeigen,das ich mich von ihnen nicht mehr verletzen lasse usw.
Das ist gesunder Egoismus und muss sein,sonst kann ich es nicht schaffen trocken zu bleiben. Natürlich ist auch hier wieder das richtige Maß zu finden und zwar,wo bin ich jetzt egoistisch um mich zu bereichern,oder wo muss ich egoistisch sein,um mir nicht selbst zu schaden. Diese Unterscheidung halte ich für sehr wichtig.
Beispiel ich hatte mal eine Freundin,die war alkoholkrank,weil sie in einer kaputten,Alkoholikerfamilie aufwuchs.
Als sie trocken wérden wollte,hat sich ihre Familie ihr in den Weg gestellt und sie runter gezogen. Man hat auf sie keine Rücksicht genommen. Bei jeden Treffen tranken die Eltern und zogen sie seelisch mit runter,weil sie ihr auch ständig Schuldgefühle machten.
Bei diesen Eltern hätte sie nie eine Chance gehabt trocken zu bleiben.
Denn die Eltern von ihr waren nicht gewillt etwas zu verändern.
Sie hätte sich also von ihnen distanzieren müssen. Gesunder Egoismus eben und Selbstschutz.
Sie konnte das aber aus Liebe zu ihren Eltern nicht. Und die Folge war sie wurde wieder rückfällig,sichlimmer denn je.
Bei unseren letzten Telefonat,sagte sie mir,sie wolle nicht mehr leben.
Ich habe ihr immer wieder versucht zu helfen,das sie weg zieht,in ein betreutes Wohnen usw. Sie konnte sich aber nicht lösen von ihrer Familie.
Jetzt ist sie tot. Sie hat sich vor 2 Monaten das Leben genommen.
Sie hat es leider nicht geschafft,sich von ihrer Familie zu lösen und etwas egoistischer zu werden. Sie hat aus Liebe zu ihrer Familie lieber ihr Leben gegeben.
Das meine ich damit,das es wichtig ist zu unterscheiden,wo muss ich an mich denken und es ist alle Mal besser ein gesunder Oberegoist zu werden,als sein Leben wegen anderen wegzuwerfen die einen nicht gut tun und einen im Kreislauf der Suchtfesthalten.
Meine Meinung.






Zitieren

, außerdem bin ich eh im Urlaub, was schreib ich hier überhaupt



ich tret dem Suchtteufel gewaltig in den Allerwertesten... 

und das hab ich auch geschafft 





