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Thema: Ausschleichen meiner Codein Sucht

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  1. #1

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    Standard Ausschleichen meiner Codein Sucht

    Wie vielleicht schon einige von euch wissen,bin ich Codeinabhängig seit mehreren Jahren schon und zwar von Paracetamol mit Codein .

    Ich habe jetzt eine Ärztin kennengelernt wir sind Freundinnen geworden.
    Sie will mir dabei helfen. Sie hat mir gesagt,das eine Entgiftung über 3 Woche wenig bringt.
    Da die seelische Abhängigkeit das größere Problem ist.
    Ich habe schon sehr viele Versuche unternommen,davon loszukommen.
    Aber nach mehreren Monaten fehlte mir das Codein sosehr,das ich wieder rückfällig wurde.

    Nun habe ich das Problem,das ich wenn ich kein Codein mehr habe körperl. und seel.Entzugserscheinungen bekomme. Depressionen usw.
    Sie hat zu mir gesagt die Ärztin mit der ich befreundet bin,das so ein Entzug mindestens ein halbes Jahr dauert.

    Und ich langsam ausgeschlichen werden müsse.
    Sie verschreibt mir wöchentlich 2 Packungen Tabletten wo ich am Tag 10 Tabletten Codein nehmen soll.

    Dann wollen wir wöchentlich damit runter dosieren.
    Ich muss wöchentlich mein Blutbild untersuchen lassen bei ihr usw.
    Sie ist wirklich eine sehr gute Ärztin und macht alles sehr gewissenhaft.

    Mein Problem ist nur das,ich nicht ehrlich ihr gegenüber sein kann.
    Kaum habe ich die 2 Schachteln Codein Tabletten in den Händen,nehme ich 10 bis 15 Stück auf einmal,statt drei mal tägl. 3 Tabletten.

    Ich kann das einfach nicht,ich möchte diesen Flash spüren und das geht bei nur 3 Tabletten nicht.

    Ich weiß nicht,sie tut soviel für mich und ich habe das Gefühl sie auszunutzen für meine Sucht .
    Sie will mir ja eigentlich helfen davon loszukommen und es auszuschleichen.

    Was soll ich tun? Ehrlich ihr gegenüber sein? Dann ist das aber ein Vertrauensbruch und ich kriege von ihr vielleicht garnichts mehr.

    Sie hat so schon beträchtliche Einbuße in ihren ärztlichen Budget.
    Ich weiß nicht wie es weiter gehen soll.
    Auf der einen Seite möchte ich davon los kommen,auf der anderen Seite habe ich wahnsinnige Angst das diese Depressionen wieder kommen.

    Mir helfen leider keine Antidepressivas.
    Was würdet ihr machen?

  2. #2
    still life

    Standard

    hi du,
    mensch, das ist ja blöd irgendwie...
    das erste, was mir auffiel war:
    Zitat Zitat von Mona41 Beitrag anzeigen
    Was soll ich tun? Ehrlich ihr gegenüber sein? Dann ist das aber ein Vertrauensbruch.
    der vertrauensbruch passiert ja schon bzw. es ist eigentlich erst dann einer, wenn du es ihr *nicht* sagst. wenn du ehrlich bist, ist das alles andere als ein vertrauensbruch...
    hast du schon verschiedene antidepressiva probiert?
    könntest du nicht in einem stationären rahmen entziehen?
    hast du psychotherapeutische unterstützung?
    und noch was... ich halte es irgendwie für nicht so gut, dass du mit der ärztin befreundet bist, ich würde das mit einem/-r anderen arzt/ärztin machen. für eure freundschaft kann das nicht gut sein. für dich mag es auf den ersten blick einfacher sein, aber wie du ja merkst, nutzt du das ja (natürlich!!) nur aus.

  3. #3
    Julchen

    Standard

    Soll ich dir was sagen, es IST Vertrauensbruch, und es ist Sucht ....

    Sucht ist eine Krankheit, alleine damit fertig werden, gerade wenn auch eine körperliche Abhängigkeit besteht, sehe ich als recht schwierig an.

    Dafür gibt es Entgiftungsstationen, mit anschließender Reha ....

    Ich würde dir raten sei ehrlich zu deiner Ärztin, die ja auch deine Freundin ist. Sorry aber im Moment ist sie deine Dealerin

    Gesteh dir deine Sucht ein, und nimm Hilfe an....

    Offenheit ist der erste Schritt, Richtung Therapie


    Viel Glück dir

    LG Julchen

  4. #4

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    Hi Mona,

    eigentlich wollte ich erst mal meinen Beitrag auffrischen, aber dann bin ich auf diesen hier gestoßen...

    Glaub mir - Du wirst es alleine zuhause nicht schaffen !

    Wie Du aus meinem Thread weißt, habe ich mich vor 3 Wochen in Richtung Entgiftung verabschiedet.
    Meine Tagesdosis lag bei 40 - 50 Tabletten Paracetamol/Codein.

    Ich bin nun seit 20 Tagen ohne Paracetamol/Codein und mir geht es prima. Das Codein wurde sofort
    abgesetzt und durch Subutex ersetzt. Subutex wurde in 10 Tagen runterdosiert bis auf 0,
    d. h. ich nehme keinerlei Stoff mehr.

    ABER = der körperliche Entzug war (trotz weiterer Medikamente) nicht ohne!!! Ich hatte 5 echt
    schlimme Tage, mit einigen körperlichen Problemen. Aber ohne stationäre Aufnahme und
    ständige Kontrolle wäre das so nicht gegangen.

    Ohne Dich enttäuschen zu wollen, der von Dir beschriebene Weg wird scheitern!
    Schon jetzt bist Du nicht ehrlich zu Deiner Ärztin und Dir selbst - wie soll das ohne professionelle Hilfe klappen?

    Such Dir eine entsprechende Klinik, dann hast Du eine echte Chance erst einmal körperlich die Sucht
    zu besiegen!!! Doch das ist erst der erste und leichtere Schritt, danach geht es an die Ursachenforschung
    und die psychische Herausforderung der Suchtbekämpfung...

    Den letzten Schritt habe ich in den kommenden Jahren auch noch zu bewältigen!!!

  5. #5

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    Da kann ich mich nur anschließen!
    Du belügst eine Freundin, die für dich an die Grenzen dessen geht, was ihr Beruf ihr ermöglicht...

    Sei ehrlich zu dir & hör auf Ipie.
    Manchmal muß man erkennen, dass es ALLEINE nicht mehr geht...

    LG.Ganesha

  6. #6

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    Standard

    ich würde hier aber nich irgendwie raten sich auf was anderes einstellen zu lassen. das gilt es als sehr differenziert zu betrachten. hier z.b wird bei einer codein reduktion unter keinen umständen der welt auf subutex umgestellt.. wer das macht dem wird von den ärzten hier z.b der vogel gezeigt, weil man der ansicht ist, dass buprenophin viel viel stärker ist als bestimmte codein mengen und codein nach vielen studien, von den nebenwirkungen eines als der best zu reduzierenden medikamente gilt.

    ich würd dir raten dich wirklich bei einem facharzt für suchterkrankungen beraten zu lassen, mit welchem medikament man am besten runterdosieren könnte.

    bei mir wurde das thema z.b mit subutex zu reduzieren, schleunigst verworfen und ich bin heute sehr froh drum.

    und übrigens brauchst du einen arzt oder ne ärztin zwar deines vertrauens aber keine freundin! diese wird dich nie wirklich objektiv behandeln können und das ist aber ein wesentlicher bestandteil beim kampf gegen die sucht .

    und bitte hier keine wege schon vorab zum scheitern verurteilen. find ich nicht ok.. nicht jeder geht auf eine stationäre entgiftung und dann wird am am ende der gedanken der reduktion ohne irgendetwas probiert zu haben verworfen.

    es ist nicht jeder mensch gleich.

    future
    Geändert von Future (29.03.2010 um 22:46 Uhr)

  7. #7
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    Erstmal vielen Dank euch allen für euere Antworten.
    Also ich habe mit ihr gesprochen und sie war mir in keinster Weise böse.

    Da meine Ärztin selbst suchtkrank ist,zwar nicht von Medikamenten,weiß sie ganz genau,wie ein Süchtiger tickt.
    Und sie sagte mir auch,das sie mit mir einen Weg finden wird.

    Ich habe ihr auch gesagt,das ich die Tabletten immer auf einmal nehme,nicht drei mal am Tag,sondern 10 bis 20 Stück am Tag.
    Sie sagte mir wichtig ist,das ich jetzt erstmal in einen sogenannten Tagebuch regelmäßig festhalte,wieviel Tabletten ich täglich brauche um mich einigermaßen wohl zu fühlen.

    Dann wollen wir das nehmen zum Ausschleichen. Also runter über einen längeren Zeitraum mit dem Codein .

    Am Anfang wöchentlich halbe bis eine Tablette weniger usw.

    Sie will mich auch vom Paracetamol comp.Stada umstellen,da das Paracetamol sehr die Leber und die Nieren angreift und zwar auf Tillidin oder Tramadol .

    Das Tillidin hat einen Vorteil es hat einen Antagonisten oder wie das heißt,der macht bei einer Überdosierung das Codein unwirksam.
    Ich kann es also nicht mehr überdosieren,weil es nichts bringt.

    Und das Tramadol ist stärker und lässt sich besser ab dosieren.
    Ich vertraue ihr da voll und ganz,da ich ja weiß,das sie meine vielleicht letzte Chance ist.
    Ich habe auch schon Entgiftungen hinter mir auch stadionäre Langzeittherapie.
    Ich bin aber dann vom Alkohol in eine Suchtverlagerung Medikamente, Bullimie gefallen.

    Nie wieder Langzeit Therapie .
    Wo ich mich allenfalls anfreunden würde,ist eine Tagesklinik und wenn das jetzt nicht klappt nochmal zur Suchtberatungsstelle und zur Entgiftung.

    Meine Ärztin sagte mir auch,das es bei der Entgiftung zum größten Teil um Einsparen der Kosten geht,nicht um einen Patienten wirklich zu helfen.
    Es wird viel zu schnell dort runter dosiert,das kann nicht gut sein.

    Spätestens wenn man wieder paar Wochen draußen ist,kommt der Flatter Mann.
    Eine Opiat Sucht ist nämlich nicht einfach mal so nebenbei aus der Welt geschafft.

    Ja und ich vertraue ihr voll und ganz. Sie hat auch ganz andere Möglichkeiten als die in den Kliniken,die sich an ihren Plan halten müssen.
    Dealerin das Wort finde ich nicht so gut, denn sie bereichert sich weder an mir noch versucht sie mir zu schaden.
    Was Dealer ja vorangangig tun,also das Wort verbitte ich mir doch schon.

    Jeder muss seinen Weg selbst ausprobieren,der ihm hilft.
    Und Ipie ich finde es nicht gut,dein Pauschal Urteil, das ich scheitern werde.

    Erstens kennst du mich und meine Lebensgeschichte nicht wirklich,dann weißt du nicht welchen Antrieb und Willen,sowie Leidensdruck ich in mir habe.
    Du steckst nicht in mir drinnen um zu beurteilen,das ich scheitern werde.

    Aber trotzdem vielen Dank für deine Hilfe,es sind ja deine Erfahrungen.
    Aber bitte nicht für mich sprechen,das mag ich nicht.

  8. #8

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    Liebe Mona,
    du hast schon recht das jeder seinen eigenen für sich selbst am sinnvollsten Weg aus der Sucht finden sollte. bei jedem Menschen ist das anders. Wichtig ist nur, sich selbst nicht zu belügen, denn so kommt man sicherlich nicht heraus. Da du Entgiftungen abgebrochen hast, ist vielleicht das Ausschleichen der richtige Weg für Dich. Ich wünsche es Dir
    Viel Glück,
    HexeLakritze.

  9. #9

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    stop stop stop...

    kein opiatantagonist !!! willst dich umbringen ? auf ein medikament was ein opiatantagonist ist opiate nehmen kann zu lebensgefährlichen schweren entzugsymptomen und somit auch zum tod führen.

    aso langsam frag ich mich irgendwie.. schon..

  10. #10

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    moment...hab`ich da jetzt etwas falsch verstanden? Das folgte doch auf ärztliche anweisung...?

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