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Thema: Angst vom Umstieg auf Subutex

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  1. #1

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    Standard Angst vom Umstieg auf Subutex

    Also ich war 5 Wochen rückfällig (nach 1,5 Jahren clean). Fand das Rückfall auch nicht so dramatisch, weil es für mich die einzige Möglichkeit war, die Sui-Gedanken zu stoppen.
    Habe auch ganz schnell mich wieder substituieren lassen, vor allem weil ich auf H zu Panikattaken neige (ist was Neues, hatte ich früher nicht. Ich denke, es hat mit schlechten Gewissen zutun).
    Seit Mitte März bekomme ich also Methadon , habe mich runterdosiert und bin beikonsumfrei. Ich habe mir dann vorgenommen, auf Subutex umzusteigen und dann so langsam mich runter zu dosieren, auf Subutex ist es sehr leicht und ich spüre keine Affe. Habe ich von 1,5 Jahren auch so gemacht.
    Aber da ist auch mein Hauptproblem versteckt: von 1,5 Jahren habe ich bei Umstellung von Metha auf Subu richtig heftige Entzug gehabt, obwohl ich 32 Stunden gewartet habe. Ein Turbo-Entzug war es, ich habe es durchgehalten und war mir sicher, nie wirder H anzufassen, weil die Affe so heftig war. Nun ja, H habe ich angefasst und zum Glück wieder gelassen, aber ich habe jetzt Höllenangst von Umstellung, obwohl es mir klar ist, dass Langzeitsubsti nicht mein Ding ist, gerade die Langzeitsubsti mit Metha.
    Ich bin schläfrig, an eine Vollzeitstelle ist nicht zu denken, ich treibe kein Sport, gehe kaum Weg, treffe mich kaum mit cleanen Bekannten, da ich ab und zu einschlafen könnte und sie nicht wissen, dass ich substituiert bin. Wenn es PSB-Leute nicht gebe, wäre ich vereinsamt.
    Aber gerade da in PSB sehe ich, wo es enden kann, ich sehe eigentlich fitte Leute, die seit 10 Jahren und länger in Substi sind und es genau wissen, das sie es nicht schaffen, davon weg zu kommen. Ich bekomme dann Angst , auch auf Metha kleben zu bleiben und ich weiss eigentlich, dass es Zeit ist, umzusteigen.
    Noch dazu macht Metha mich antriebschwach und ich wirke auf Leute depressiv (fühle mich aber nicht depressiv ). Ich bewerbe mich nicht, ich schlafe 12 Stunden pro Tag und ich weiss, wenn ich bei Metha bleibe, wird sich daran nix ändern, auch in 2 Jahren nix. Die körperliche Problemchen, wie Schwitzen und schwächere Libido, erwähne ich gar nicht, da ich es nicht so dramatisch finde. Dramatisch ist, dass ich mein Leben verpenne.
    Also ich muss umsteigen, wenn ich nochmal aktiv leben will. Aber ich habe so ein Angst von Turbo-Affen, dass ich es jedes mal von mir herschiebe. Ich fänge an, positive Seiten an Metha zu suchen: mein Gesicht ist frischer, da ich viel schlafe, ich leide nicht an meiner Arbeitslösigkeit, ich habe keine Regel und sehr wenig Appetit, habe gut abgenommen. Und wenn ich mich lange genug damit beschäftige, kann ich mich mit der Idee anfreunden, länger, sogar Jahre auf Metha zu bleiben. Vor allem, dann bekomme ich endlich Tace Home: ich fand es so ätzend, dass ich nie Take Home bekam, obwohl ich nie Beikonsum hatte, sondern einfach nur weil ich zu kurz substituiert war.
    Auch denke ich daran, mich höher zu stufen, es ist kinderleicht wieder 4 ml zu bekommen
    Und dann werde ich wutend auf mich, weil ich durch mein Rückfall wahrscheinlich wirklich die Chance verspielt habe, clean zu leben, weil ich Angst von Turbo-Entzug habe und wahrscheinlich jahrelang auf Metha bleibe.
    Eigentlich ist mir klar, dass ich als Langzeitsubsti auf Metha nicht glücklich sein kann, es ist so ein Halbschlaf.

  2. #2

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    Habe nie substituioniert, aber mal in Indien einem Kumpel geholfen, vom Methadon runterzukommen...Meine Fresse!
    Felis, was soll ich dir schreiben: Du siehst ja bereits alle Aspekte, finde ich.

    Kann dir nur raten: gehe es an, so schnell wie möglich, bevor dir das Zaudern den Mumm raubt!

    Wünsche dir haufenweise Power, Stärke und Sturheit. LG.Ganesha

  3. #3

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    Was sagt denn dein Substi Artzt dazu? Hast Du mal mit ihm darüber gesprochen? Mein Freund hat immer gesagt der Metha-Entzug ist der schlimmste von allem...wir hatten damals einen sehr guten Arzt.

  4. #4

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    Hallo Felis,

    ich wurde auch ein paar Mal von Metha auf Subutex umgestellt. Ich hatte da nie einen Turboaffen. Es hat einfach ein bissl länger gedauert, bis ich die ausreichende Dosierung hatte, weshalb es mir anfangs (also in den ersten Stunden) nicht so super ging, aber ein richtiger Entzug war das auf keinen Fall. Hast du denn in den 36 Stunden, die du gewartet hattest, irgendwas anderes konsumiert? Was hatte dir denn dein Arzt dazu gesagt, warum es dir beim letzten Mal so schlecht ging? Vielleicht verträgst du Subutex einfach nicht so gut, ist das möglich? Eine andere Erklärung hab ich leider auch nicht

    Ich finde es übrigens eine großartige Leistung von dir, dass du so lange clean warst. Mach dich bitte nicht fertig deshalb. Es ist passiert und du hast sofort alles daran gesetzt, um aus der Situation wieder raus zu kommen und das ist das Wichtigste, was zählt. Ich bin sicher, dass du es diesmal auch wieder rasch packen wirst.

    Viel Erfolg und ganz liebe Grüße, alive

  5. #5
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    @alive
    Ich vertrage Subus eigentlich gut, nur die Umstellung ist schwerig. Danach geht es und ich bin dann fit wie die Turnschuh.
    Konsumiert habe ich in diese 36 Stunden nix, wahrscheinlich muss ich länger warten.


    Das Problem ist, das je länger ich daran denke, umso verlöckender ist die Vorstellung auf Metha zu bleiben.
    Und nur mein Verstand sagt mir, das es falsch ist, weil es nach 1 Jahr auch nicht leichter wird.

  6. #6

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    Hm, das finde ich schon komisch. 36 Stunden sollten eigentlich wirklich ausreichend sein. Auf wieviel Metha warst/sollst du denn bei der Umstellung sein?

  7. #7
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    Auf 3 ml

  8. #8

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    Hm, das ist ja eigentlich schon optimal. Rede mal mit deinem Arzt darüber, vielleicht hat er eine Idee, woran es liegen könnte, dass du so arge Probleme bei der Umstellung hast. Vielleicht klappt es ja besser, wenn du vorher eine andere Methadosis hattest, weil dein Körper anders funktioniert, als bei den meisten Leuten.

  9. #9
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    Ja, ich muss um jeden Fall es zügig machen: je länger ich dabei bin, umso mehr Argumente für Bleiben auf Methi finde ich.
    Und ich glaube, wenn ich es in nächsten Monate nicht schafe, schafe ich es in übersehebare Zukunft nicht.

  10. #10
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    Also habe mich doch dazu entschieden, umzusteigen.
    Je länger ich damit warte, umso schlimmer wird es.

    Methadon hat mir über die erste Zeit sehr geholfen, ich bekamwieder den Abstand von der Szene. Und nach den hecktischen Leben mit H tut die Ruhe auf Methadon richtig gut, ich habe 14 Stunden geschlafen und es richtig genossen.

    Aber letzte Wochen merkte ich immer mehr, dass mir Metha mehr stört als hilft. Die Antriblösigkeit führt dazu, dass ich nur die bitter Nötigste tuh. Ich hänge nur zu Hause ab, habe keinerlei Bedürfnis, mit anderen Menschen was zu machen. In Gegenteil, die Menschen nerven mich, die Telefonanrufe stören mir. Am liebsten wäre ich 24 Stunden alleine hier in meinem "Gruft". Ist eigentlich nicht schlimm, aber auf die Dauer kann das mich in eine Situation bringen, wo ich total vereinsamt und arbeitslos (habe logischeweise mich auch nicht beworben, bin ich auf Metha unfähig 8 Stunden zu arbeiten) in meiner Bude von mir hin vegetiere. Habe bei PSB reichlich Menschen kennengelernt, die so leben, schon seitJahren, einige mehr als 15 Jahren. Noch dazu merkte ich, dass ich leicht depressiv werde.

    Also habe ich gestern um 15:30 Uhr meine letzte Metha-Dosis genommen und bin immer noch nicht entzügig. In Gegenteil, ich merke, dass ich aktiver werde, lebendiger.
    Also veruche ich 48 Stunden zu warten

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