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Thema: 3 Rückfälle und ein Leben voller Scherben

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  1. #1

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    Standard 3 Rückfälle und ein Leben voller Scherben

    Alles begann wieder mit einem Rezept über Lorazepam und Rivotril . Und ich war wieder so naiv zu glauben, ich hätte alles unter Kontrolle. Als könnte ich die Medimente nur in Akutsituationen nehmen und dananch wieder aufhören. Ich war so stolz auf mich, weil es anfags so gut geklappt hat, doch leider interpretierte ich jedes noch so kleiner Problemchen als Notsituation und dann war es wieder so weit - ich war sofort wieder mittendrinn. Daraufhin begann ich wieder Alkohol zu trinken und zu kiffen und bildete mir ein mein Umfeld würde von all dem nichts merken.
    Als mein Freund davon mitbekam, sagte er mir, ich soll meine Koffer packen, denn er kann mich nicht länger ertragen. Ich sagte ihm, Rückfälle kämen immer vor, aber meinte, er hätte nicht mehr die Kraft dazu, an einen simplen einen Rückfall zu glauben, denn seiner Meinung nach bin und bleibe ich eine Süchtige, die lügt und deren man nicht mehr vertrauen kann. Ich würde ihn kaputt machen mit diesem ganzen Mist und daher machte Schluss mit den Worten, ich solle mich niewieder bei ihm melden.
    Habe mir grad wieder eine Rivotril eingeworfen, weil ich nicht wahrhaben will, dass jetzt alles zwischen uns - die ganzen zehn Jahre - aus sein soll. Aber selbst die Tablette änder nichts an meiner Wirklichkeit. Sobald ich wieder runter komme, wird mich dieser Schmerz übermannen und dann weiß ich nicht was dann passiert... Ich glaub ich pack das nicht. Er ist immer mein fester Anker gewesen und die Liebe meines Lebens...
    Ich fühle mich wie der letzte Versager und so, als hätte ich jeden Boden unter den Füßen verloren. Dieser Mensch war mein ein und alles - ich wollte mit ihm zusammen alt werden!
    Aber wieder mach ich alles kaputt und ich kann meinen Selbsthass kaum mehr ertragen.
    Ich bin ein niemand - eine einzige Erbärmliche Gestalt...
    Geändert von stella_83 (27.10.2011 um 12:25 Uhr)

  2. #2

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    Du bist keine erbärmliche Gestalt und du bist kein Niemand.
    Du bist suchtkrank und hast es eben noch nicht ganz gelernt, damit umzugehen.

    Auch wenn es schwer ist, haue dir nicht gleich wieder was rein, sondern nutze die Schockenergie jetzt & gehe es wieder an.
    Wir können die Suchtmittel nicht kontrollieren, das ist wahr!
    Aber wir können lernen, UNS zu kontrollieren.

    Viel Kraft.LG.Gane

  3. #3

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    Och Mensch - mach Dich nicht fertig.
    Dadurch bist Du kein schlechter Mensch.

    Wie gane schon sagt, nutze es für Dich.
    Du hast es doch schon einmal geschafft, und Du schaffst es auch wieder. Ganz sicher.
    Die Erkenntnis was ein einziges Mistrezept auslösen kann ... nutze auch diese, nie mehr ein solches Rezept anzunehmen.
    Hey - ich wünsche Dir ganz viel Mut und Kraft.

    Alles Liebe,

    Leben

  4. #4

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    Hallo Stella,

    als erstes gibts ein großes Paket Kraft. Und als zweites ein Paket Mut.

    Da hat die Sucht mal richtig viel kaputt gemacht. Verständlich ist vieles.....aber das nützt dir jetzt ja gar nichts.

    Meine Mutter hat für solche Situationen ein Bild, daß mir mal in so einer Komplett-Zusammenbruchs-Sache sehr geholfen hat.
    "Wenn es dir den Boden unter den Füßen wegzieht, und du ganz tief fällst, dann falle, falle, falle.....bis du unten angekommen bist. Bleib solange liegen, bis du dich wieder bewegen kannst, und dann setzt dich langsam auf, sortier die Knochen neu und steht wieder auf"

    Wo kannst Du denn jetzt hin? Hast du noch ne eigene Wohnung?

    Auf jeden Fall wird sich die Erde weiterdrehen. Hab Mut.

    Ganz liebe Grüße
    Wolke

  5. #5
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    Wieso kann ich nicht einmal ganz sterben anstatt jeden Tag ein Stückchen mehr? Ich habe keine Kraft mehr, habe kaum mehr Kraft zum Atmen. Mein Leben ist ein Trümmerhaufen, ich kann, will nicht mehr. Habe es satt zu kämpfen, gegen diese verdammte Sucht - letztlich ist immer sie es, die gewinnt. Bitte lieber Gott, lass mich sterben... Ich kann das alles nicht mehr ertragen...

  6. #6
    uwe53

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    moin stella,

    mein gott, du bist 30 jahre jünger als ich und willst schon sterben.
    da fängt das leben doch erst an.
    nun ist es so, als ich noch entzügig war, hatte ich auch solche gedanken. glaube mir, das vergeht, das muß man aushalten können.
    betrachte doch mal diese krankheit als dein schicksal. mir hat diese denke geholfen. die sucht gehörte einfach zu meinem leben dazu. du mußt lernen damit zu leben, besiegen kann man eine sucht niemals.

    lg uwe

  7. #7

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    Liebe Stella,

    bitte gib nicht auf.
    Lass das blos nicht zu.
    Dieses blöde Zeug hat schon genug kaputt gemacht - lass es nicht zu, dass es Dich ganz kaputt macht.
    In der Verfassung in der Du gerade bist, sollte man nicht alleine sein.
    Kannst Du zu Deinen Eltern? Freunden?
    Hast Du einen Therapeuten, den Du schnell aufsuchen kannst?
    Lass Dir bitte helfen, aber gebe NICHT auf. Das darfst Du nicht zulassen.
    Jetzt erst recht Stella - jetzt erst recht. Kämpfe - für DICH. Das solltest Du Dir wert sein. Du wirst es schaffen, ganz bestimmt.
    Bitte lass Dir helfen, hörst Du??????????????

    Fühl Dich lieb in den Arm genommen, wenn ich darf.

    Leben

  8. #8
    Themenstarter

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    Ich war gerade dabei mein Leben neu zu orden, hatte eben erst die mpu bestanden, hatte aufgehört zu rauchen und bin jeden tag joggen gegangen. ich dachte ich könnte jetzt endlich ein neues kapitel aufschlagen und alles was früher war vergessen.

    ich war sogar in der arbeit völlig breit und jeder hat es mitbekommen, ich muss sogar selbstgespräche geführt haben und habe leute gesehen, die gar nicht hier waren, hatte akkustische halluzinationen. und ich war so naiv zu glauben, dass mit der bestandenen mpu alles besser wird.
    jetzt bin ich nicht nur meinen freund los sondern auch meinen job. und das alles nur weil ich die finger einfach nicht vom gift lassen kann.
    ich weiß nicht mehr was ich machen soll, sitze total apathisch rum, habe schüttelfrost, 2 tagen nichts mehr gegessen und heule fast ununterbrochen.
    warum darf es mir nicht auch mal gut gehen - vor einer woche noch war ich zum ersten mal in meinem leben beinahe glücklich. und jetzt...
    es ist doch wirklich erstaunlich wie nah glück und schmerz beieinander liegen...
    Geändert von stella_83 (28.10.2011 um 10:23 Uhr)

  9. #9

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    versuche einfach nicht so melancholisch zu sein.
    anstatt traurige lieder zu hören etc. lenke deine gedanken auf lustige und fröhliche sachen. tanze einfach im zimmer ein wenig und hebe deine moral damit.
    evt. hilft dir das dich wieder an deine zuvor gesteckten ziele zu erinnern.
    Deee Lite - Groove is in the Heart (Music Video) - YouTube

    "laterne"

  10. #10

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    Hallo Stella,

    was war denn konkret vor einer Woche ...als Du beinahe glücklich warst?

    Bei Job und Freund - ja, das tut jetzt akut weh. Aber es ist eine Chance. Eine Chance vom Leben: es ruft: "halt ein und ändere etwas" ...so, wie es jetzt ist, macht dich dein Umgang mit der Sucht unglücklich. (klar - jede Sucht macht unglücklich und kaputt - aber die Momente, in denen man das realisiert sind nicht so häufig)

    Du bist jung....und du hast noch viel Zeit für neue Wege. Auch du kannst die Sucht überwinden udn lernen mit der Sucht zu leben. Du kannst Dir auch dabei helfen lassen.

    Ich weiß, Liebeskummer tut verdammt weh.

    (Schau doch zumindest, daß Du genug Wasser trinkst, ja?)

    LG Wolke

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