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Thema: Tramal

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  1. #1
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    Standard Tramal

    Hallo meine lieben!

    Seit Sonntag bin ich nun fest mit meinem Freund zusammen. An diesem Tag habe ich ihn mit Überzuckerung ins Krankenhaus bringen lassen (ein paar Stunden später wär er laut Notarzt tot gewesen). Auslöser für die Überzuckerung war, dass er sich ständig übergeben hat und trotzdem weiterhin Insulin gespritzt hat, viel zu viel also im Endeffekt. Übergeben hat er sich, weil er sich komplett mit Tramaltropfen zugedröhnt hat.
    Dazu muss ich sagen, dass mein Freund seit über 11 Jahren nach einem Sportunfall im Rollstuhl sitzt und seither immer sehr starke Rücken- und Kreuzschmerzen hat. Dafür hat er dann damals auch die Tramaltropfen verschrieben bekommen, die er seither (also seit über 11Jahren nun) nimmt. Er ist also schwer abhängig von diesem Zeug.
    Er sieht nun aber ein, dass es so nicht weiter gehen kann, will unbedingt weg von dem Zeug. Was ich sehr gut finde. Eine sehr gute Freundin von ihm meinte, das wäre reine Willenskraft, dass er damit, wenn er es nur will, von heute auf morgen damit aufhören könnte. Das klingt mir ein wenig zu einfach bei Opiaten, aber ich hab ja nun wirklich keine Ahnung... Er meint, dass das nicht von heute auf morgen gehen kann, dass er langsam runterdosieren muss, erst mal von Tropfen auf Tabletten umsteigen, etc.
    Wer von euch hat denn Erfahrung damit? Hat nun mein Freund oder seine Bekannte Recht? Und vor allem: Was kann ich tun, um ihn bei der ganzen Sache bestmöglich zu unterstützen?

    Danke schon mal für eure Antworten!

    Liebe Grüße
    rose

  2. #2

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    Von heute auf Morgen wir es sehr sehr schmerzhaft, deine Freund ist ja öffentsichtlich nicht gesund körperlich und deswegen wäre vom kalten Entzug abzuraten.

    Am besten er dosiert sich runter, Absprache mit Arzt wäre sehr ratsam

  3. #3

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    Wie wärs, ihr klärt das mit seinem Arzt ab? Es gibt auch spezielle Schmerzambulanzen die genau für solche Patienten gedacht sind, die chronische Schmerzen haben. Eventuell wäre ein Besuch in einer solchen auch angebracht? Dort könnte er auch neu eingestellt werden, denn ich vermute ( ich kann mich irren, bin nur Laie ) das er nicht ganz auf Schmerzmittel verzichten kann wenn er chronische Schmerzen hat.

    Ach ja, Glückwunsch zu deinem Freund.

  4. #4

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    da kann ich mich Gia nur anschliessen. Evtl. wäre sogar ne Entgiftung in ner Klinik angebracht.

  5. #5
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    Könnt ihr da eine empfehlen? Ich hab gehört, in Mainz soll eine sein, der sehr gut ist...

  6. #6

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    Ach ja, Glückwunsch zu deinem Freundsmile .
    ich mich Marvin sehr gerne anschließe....

    ****

    als ich 2002 den Bandscheibenvorfall hatte, musste ich auch TRAMAL nehmen.
    Hilft bedingt, ist aber wirklich ein Sauzeug...

    Zum Glück wurde ich operiert, sonst wäre ich bestimmt abhängig geworden.

    Mehr kann ich dir leider nicht dazu sagen, liebe rose

  7. #7

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    Wenn er solange schon das Zeug schon nimmt, käme nur ein Entzug im KH in frage. Die medi ist hoch süchtigmachen und von heute auf morgen geht es schon gar nicht. Es wird sehr schwer werden. Sei dann einfach bei Ihm und unterstütze ihn, geb ihm Mut und Hoffnung. Es wird ein schwerer, langer Weg werden, und er wird es bestimmt schaffen.

    Ich mußte Tramal auch längen Zeitraum nehmen und hatte troz langsames runterdosieren arge Probleme gehabt. Aber ich habs geschaft. Nehme es nur noch in Notfällen und dann auch nicht länger wie 3 Tage.

    viel glück euch beiden und ihr schaft es zusammen.

  8. #8

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    Ich denke ( mal wieder unter Vorbehalt ) das ein ambulanter Entzug doch möglich sein sollte. Er ist zwar abhängig, aber nicht aus einem Grund wie ein Drogenabhängiger davon abhängig ist. Er hat ja eine ganz andere Motivation damit aufzuhören. Und hatte auch eine andere Motivation damit anzufangen. Nämlich nicht seine Gefühle, sein Denken betäuben, sondern Schmerzen ausschalten. Naja, ich würde das Ganze mit einem Spezialisten besprechen. Also jemanden, der sich mit Schmerzmedikamenten wirklich auskennt.

  9. #9

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    Er ist zwar abhängig, aber nicht aus einem Grund wie ein Drogenabhängiger davon abhängig ist
    Da bin ich mir nicht sicher. Anfangs hat er es sicherlich nur wegen den Schmerzen genommen, aber ich könnte mir vorstellen, dass er es mittlerweile nicht nur deshalb nimmt. Er ist seit langer Zeit im Rolli und achtet nicht auf sich, was seine Gesundheit angeht. Ich halte es für möglich, dass er sich damit teilweise einfach nur zudröhnen will, um nichts mehr mitzubekommen.

    Liebe Rose, du fragst, was du tun kannst. Es ist ganz wichtig, dass du nicht versuchst, ihm alles abzunehmen. Wenn er süchtig sein sollte, muss er Verantwortung für sich selbst übernehmen und nicht andere machen lassen. Lass ihn selbst nach ner Klinik suchen. Das ist für ihn der erste Schritt aus der Abhängigkeit raus, den du nicht für ihn gehen kannst.

    LG, alive

  10. #10
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    Ja, alive, du hast wohl recht... Er hat auch schon gemeint, in Mainz gäbe es eine gute Klinik... Ich fühle mich halt nur ziemlich hilflos, weil was solche Sachen angeht bin ich halt extrem behütet aufgewachsen, außer hier im Forum bin ich mit so etwas noch nie konfrontiert worden. Ich habe einfach keine Ahnung was richtig und was falsch ist. Ich meine klar, ich werde ihm so gut ich kann immer wieder Mut machen und ihn, so lange es für mich tragbar ist, nicht im Stich lassen, aber ich weiß halt nicht, ob das genug ist!
    Ich denke auch, dass er süchtig ist nach xdem Zeug, er sagt es ja auch selbst! Was ich schon mal sehr gut finde, ich meine, dass er das so klar erkennen und eingestehen kann. Denn ich glaube, dann hat er auch wirklich eine Chance, davon los zu kommen.

    Danke für eure Meinungen und Antworten! Tut mir sehr gut!
    Liebe Grüße
    rose

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