hi ikke,
wie kamst du denn auf die Idee, einen Entzug von Codeinganz im Alleingang und kalt zu starten? Ich hab bisher noch nie gehört, dass jemand es auf diesem Weg geschafft hat. Warum gehst du nicht in eine Klinik dazu?
LG, alive

hi ikke,
wie kamst du denn auf die Idee, einen Entzug von Codeinganz im Alleingang und kalt zu starten? Ich hab bisher noch nie gehört, dass jemand es auf diesem Weg geschafft hat. Warum gehst du nicht in eine Klinik dazu?
LG, alive

Naja, würde sich schon abieten, aber für mich kommt so eine Klinik nur noch im äussersten Notfall in Frage! Bei meiner letzten Entgiftung in so einer Einrichtung habe ich genug negativ Erfahrungen gesammelt, das reicht mir für ein Leben!
Zuhause hat man einfach seine Ruhe, da muss man wenigstens nicht an diesen bekloppten Aktivitäten und blödsinnigen Gruppengespräche teilnehmen und man muss auch nicht tägliche diese entwürdigenden Urinkontrollen über sich ergehen lassen. Auch nervig emfand ich wie manche Pfleger einen von oben herab behandeln, sowas brauche ich kein zweites mal.
Bei meiner Substitution werde ich ja eigentlich langsam auf Null runterdosiert, nur gestern habe ich mir eben eingebildet das die Dosis vielleicht schon so gering sein könnte das ich jetzt auch aprubt absetzen kann und das war eben falsch gedacht. Haben dich Entgiftungseinrichtungen nicht genervt? Ich könnte jetzt im Nachhinein fast nur schlechtes darüber sagen.

hi Ikke,
doch klar, hat es mich auch total genervt, wochenlang in 'ner Entgiftung zu sein. Ich habe auch oft versucht, allein zuhause zu entziehen. Allerdings nie von Methadonoder Codein
. Das hätte ich nicht geschafft. Natürlich gibt es genug Dinge, die gegen eine Entgiftungseinrichtung sprechen - aber mal ganz ehrlich - eigentlich sind diese Gründe doch meist nur vorgeschoben, weil man sich eben doch noch nicht so ganz sicher damit ist, ob man wirklich schon so weit ist, dass man ganz auf Drogen verzichten kann/will.
LG, alive

Ich kann schon verstehen, wenn man nicht im Krankenhaus entziehen will. Ich fand es dort auch ätzend, vor allem das Eingesperrtsein.
Klar, kann man das auch ambuland schaffen, ich habe das auch zu Hause geschafft, aber dann muss man sich viel Zeit lassen und es gaanz laangsam eingehen lassen.
Bei mir dauerte es dann ca. 4 Monate, obwohl ich nur kurz drauf war.
Wenn du schnell willst, dann muss du schon ins KH, schnell und zu Hause geht beide nicht

Habt Ihr eigentlich Erfahrungen mit Subutex? In der Klinik in der ich war, war eine die hat von Schore entgiftet und hat sich zum runterdosieren auf Subutex
umstellen lassen. Die meinte das der Entzug davon am leichtesten klappen soll, wobei das natürlich immer im Auge des Betrachters liegt.
Ich will diese Einrichtungen nicht schlechter machen wie die sind, genau genommen ist es nämlich schon praktisch. Man ist unter Beobachtung und sollte es doch zu Komplikationen kommen hat man sofort Hilfe vor Ort. Auch gut ist das man dort den Entzug nur ganz leicht mitbekommt, man wird ja über ein paar Wochen langsam runterdosiert, dann sind die Schmerzen zwar auch vorhanden aber nicht so schlimm wie beim kalten Entgiften. Naja, wer weiß, vielleicht werde ich das Ende meiner Substitution ja doch noch in so einer Klinik machen, weiß man ja nie. So, schönes We noch, muss mir jetzt den Samstags Film ansehen![]()

Ich hab gute Erfahrungen mit Subutexgemacht. Man muss sich aber erstmal daran gewöhnen, da auf einmal die innere Wärme fehlt, die man sonst von Opiaten gewohnt ist.

Mein Hausarzt hat gestern, nach 8 Jahre Substitution, überraschend die Behandlung einstellen müssen. Ein paar Tage zuvor war anscheinend die Staatsanwaltschaft in seiner Praxis, hat Datenträger, Akten und eben alles was mit Substitution zutun hat einkassiert, dabei hat sich dann herausgestellt das er gar kein Suchtarzt ist....
Da war meine Freude natürlich kaum zu bremsen, mit einem Überweisungsschein für die MethadonSchwerpunktpraxis und einem Einlieferungsschein fürs Krankenhaus stand ich nach ein paar aufbauenden Worte draussen in der Kälte. Das wars wohl! Man muss dazu sagen dass ich mit DHC
Saft substituiert wurde und den bekommt man in der Regel nicht noch mal, und schon garnich in einer dieser staatlichen Methadon
Praxen. Trotzdem bin ich dann dort hingelatsch, was bleibt einem auch schon anderes groß an Auswahlmöglichkeiten.
In der Praxis saßen dann auch schon ein paar echt kaputte Typen, in dem Moment ist mir schlagartig klar geworden wie gut ich es die letzten Jahre hatte, bitter bitter! Die Zeit bei meinem Arzt wird nicht gerechnet, wenn ich ins MethadonProgramm gehe muss ich nach 8 Jahren Substitution nochmals ganz bei Null anfangen, sprich täglich die Ration abholen, mal ganz abgesehen von den 20 - 25 pro Woche, die ich als Arbeitsloser nicht habe... Das staatliche Substitutions Programm stinkt! Das dachte ich mir dann auch gleich als ich am Klo Urin ablassen sollte, hat natürlich nicht geklappt, dann wars auch schon 12Uhr und die haben mich einfach rausgeschmissen. "Das machen wir am Montag in aller Ruhe...", damit hat die die Tür hinter mir zugemacht.
Tja, ich will nicht ins MethadonProgramm, Methadon
mag ja manchen Leuten helfen, ich kann’s nicht ab! Ich hab auch keine Lust dort jetzt bis Juni jeden Tag einzulaufen, dabei knöpfe ich nur wieder neue Kontakte und werde schwer Rückfällig. Das Leben stinkt!
Kurzum, ich bin mehr oder weniger zum Entzug gezwungen, eine Woche vor Weihnachten, Prima! Das kleine bisschen Codeinwas ich noch zuhause habe, hab ich jetzt einfach mal Rationiert, wenn ich sparsam bin reichts noch für ein paar tage, zumindest wenn’s ganz schlecht geht. Scheissdreck! Ich habe mir in den letzten Wochen oft Gedanken übers Entgiften gemacht und bin eigentlich auch bereit dazu aber so aprubt, das Nervt! Gestern Nacht ging dann auch schön der Entzug los, Beine schmerzen, Unruhe, mir ist kalt und mein Magen rumort. Gott sei Dank muss ich momentan nicht arbeiten! Hab mich dann bis heute um 8h gezwungen nichts zu nehmen und dann nur eine minimale Ration gegen den Schmerz, hat gewirkt. Ich glaub ich packs und wenn’s nicht hinhaut...., tja? Am Ende der Woche sollten die Schmerzen wohl kleines bisschen gelindert sein, ich denke einfach trotz der relativ kleinen Dosis muss mein Körper sich einfach nur umstellen, und so soll ich dann Weihnachten bei meiner Familie einlaufen, hurra. Das Leben stinkt!

Heute ist Tag 3 runterdosieren und ich spüre den Entzug massiv. Gestern wars allerdings schlimmer. Ich hoffe nur das sich der Körper jetzt nicht an diese geringe Dosis gewöhnt und dass ich dann beim Absetzen dieser minimal Rationen nochmals herbe Entzug zu spüren bekomme, naja, mal abwarten!
Jetzt bloß nicht aufgeben ikke, ich wünsch Dir ganz viel Kraft weiterhin. Ist ne scheiß Situation in die Du da geraten bist. Leider hab ich gar keine guten Worte gerade, schick Dir aber ne Portion Kraft rüber.
LG Kitsune

Tag 4, ich bekomme die Entzugsschmerzen in den Beinen erst nach Einnahme der minimalen DihydrocodeinDosis, was ich mir momentan nicht erklären kann? Danke kitsune, ich bleib auf jedenfall dabei!
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