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Thema: Alkohol und Einsamkeit

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  1. #11

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    Hey Nico,

    Wie Geht's bei dir?

    Interessiert. Ganesha.

  2. #12
    Xerxes

    Standard

    Hallo Nico, hallo zusammen,
    jeder der erkennt dass er ein Suchtproblem hat, ist eigentlich auf dem richtigen Weg. Es fehlt nur noch die Konsequenz daraus – und dieser Schritt wird m. E. meist überstürzt angegangen. Zwischen dem erkennen und dem Handeln muss die Klärung kommen „warum“ greife ich zu diesen Drogen!

    Ich habe als 7 jähriger angefangen zu trinken und erst vor 2 Jahren (mit 47) urplötzlich „von heute auf morgen“ damit aufgehört! Ich habe 40 Jahre lang zum Teil heftig Alk konsumiert. In all den Jahren habe ich nie verschwiegen, dass ich Alk trinke, im Gegenteil, ich stand zu meiner Sucht . Allerdings sah ich es nicht als Abhängigkeit an, sondern eher ein Mittel zum Zweck. Erst nach dem mich meine Familie ohne Vorwarnung verlassen hatte (nicht wegen dem Alk – meine Frau trank ja selbst) bin ich nachdenklich geworden und habe verschiedene Ärzte aufgesucht. Mit dem Alleine sein war auch der Drang nach Alk verschwunden! Viele Menschen trinken weil sie alleine sind, ……ich trank weil ich nicht alleine sein durfte und daran sind Psychologen und Ärzte Schuld, weil die damals nicht erkannt hatten, dass ich autistisch veranlagt bin – gut, damals in den 60ern war Autismus noch nicht so bekannt. Ich wurde mit 6/7 Jahren in Heime für psychisch auffällige Kinder „umgepolt“, mit dem Erfolg, dass ich den Weg in die Gesellschaft suchte – aber nie richtig fand! Der Alk sollte mir dabei helfen. Ich muss dazu sagen, dass ich nie geraucht habe oder andere Drogen nahm – nur ALK!

    Heute weiß ich, dass mit der „Umschulung“ meiner kindlichen Psyche die Alk-Karriere begonnen hatte und erst mit der Erkenntnis endete, das ich ein Asperger Autist bin! Seitdem lebe ich in meiner selbst gewählte Isolation und bin rundum zufrieden! Ich habe über Jahre versucht in die Gesellschaft der „normalen“ aufgenommen zu werden und es nie geschafft, erst die Einsamkeit machte mich frei von der Sucht die eigentlich keine war. Aber auch alle psychosomatischen Beschwerden wie Hypertonie oder Kälteallergie waren urplötzlich verschwundenJ! Heute weiß man ja auch, dass Linkshänder – die auf rechts umgeschult wurden – riesige psychische Probleme haben. Erst mit der Rückschulung sind diese Macken verschwunden.

    Lange Rede keinen Sinn: Jeder muss für sich heraus finden, was ihn am Leben stört. Oder besser gesagt: An seinem Leben hindert – dann ist der Weg aus der Sucht frei!
    Ich erhebe keinen Anspruch auf die Richtigkeit meiner „These“, sie soll nur zum nachdenken anregen!

    Dir Nico - und natürlich allen anderen - viel Erfolg

    Xerxes

  3. #13

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    Hallo Xerxes,

    Ich hoffe, es ist okay, wenn ich - mal wieder - sage, daß es doch irgendwie lustig ist, was das Leben für merkwürdige Wege geht...Oder nicht ?!!
    Bin auch trockener Alki - hab seit ca. 1997 nix mehr getrunken - aber sowas hab ich jetzt noch nicht gehört...

    Wie du sagst:Jeder muss für sich heraus finden, was ihn am Leben stört. Oder besser gesagt: An seinem Leben hindert – dann ist der Weg aus der Sucht frei!

    Ich wünsch dir alles Gute für deinen Weg...Ganesha.

  4. #14
    Xerxes

    Standard

    Zitat Zitat von ganesha Beitrag anzeigen
    Hallo Xerxes,


    Wie du sagst:Jeder muss für sich heraus finden, was ihn am Leben stört. Oder besser gesagt: An seinem Leben hindert – dann ist der Weg aus der Sucht frei!

    Ich wünsch dir alles Gute für deinen Weg...Ganesha.
    Hi Ganesha,

    zuerst Merci für dein Zuspruch, bin immer noch am aufarbeiten meiner Vergangenheit!

    .....und folgende Anmerkung:
    Nicht jeder kann und wird es alleine schaffen, evtl. erreicht man sogar das Gegenteil. Denn man kann sich auch schnell etwas einreden, das gar nicht existiert - und schon sitzt man wieder in der Falle ......

    also, im zweifesfalle immer Hilfe in Anspruch nehmen!

    Gruß Xerxes

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