Hallo Gird,
ein paar Worte zur biologischen Erklärung:
Du hast die Welt nie wirklich so wahrgenommen, wie sie tatsächlich ist. Dies ist bedingt durch ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn zwischen
Dopamin 
und
Serotonin 
. Durch die Drogen wird enorm viel
Dopamin 
freigesetzt, das der Körper durch entsprechende Gegenmaßnahmen (das
Serotonin 
) wieder ins Gleichgewicht bringt.
Hört man mit den Drogen auf, endet auch der dauernde Dopaminrausch im Kopf - der Körper aber kann nicht so schnell umschalten und produziert weiter große Mengen
Serotonin 
.
Tja...
Dopamin 
ist der "Glücklichmacher", weshalb man am Anfang der Grogenkarriere dieses "Hochgefühl", die tolle Laune, gute Stimmung spürt. Leider hält das nicht lange an und der Körper gewöhnt sich daran - man wird süchtig.
Serotonin 
ist nun der "Unglücklichmacher". Nun, wo du die Drogen aufgegeben hast, überwiegt der Unglücklichmacher im Gehirn - du bist
Depressiv 
, die Welt ist sch*iße, alle wollen dir nur schlimmes.
DAS IST EINE ILLUSION - so wie die Drogen dir eine Rosarote Brille aufgesetzt haben, damit du die schllimmen und bösen Dinge nicht wirklich wahrnimmst (und die Drogen gehören da halt dazu), hast du nun eine graue Brille auf. Die Welt ist noch immer so wie immer und hat sich nicht verändert. DU hast dich verändert.
Es dauert eine Weile, bis sich dieses Ungleichgewicht wieder eingependelt hat. Wichtig ist dabei eine Erkenntnis:
Das Ganze ist nicht, weil du nicht mehr konsumierst! Du hast das Problem, weil du es mal getan hast.
Wutausbrüche, Gereiztheit, "abgenervt sein", Müdigkeit,
Depressionen 
etcpp sind ganz normale psychische Entzugserscheinungen. Durch die Drogen war der Mensch, der du wirklich bist, gar nicht da. Der kommt erst jetzt zum Vorschein und muß lernen, mit sich selbst klarzukommen. Ich vergleiche das gern mit der Pubertät, wo sich auch das ganze Gefühlsleben dramatisch verändert und man lernen muß, mit sich klarzukommen. Nichts anderes, wenn auch deutlich schwächer, passiert da jetzt mit Dir.
Wie di siehst: Ist es ein normaler, wenn auch sehr schemerzhafter Prozeß der WiederSelbstfindung!
Gehe viel spazieren: Luft und Licht helfen gegen
Depressionen 
und Antriebslosigkeit!
Mach nen VHS (Volkshochschule) Kurs mit:
Yoga 
,
QiGong 
...Du lernst dort neue Leute kennen & alle, die dort hingehen, haben auch irgendein Problem mit sich.
Die Atemtechniken, die die dort lernst, helfen gegen Gierattacken & du lernst, das Leben mit etwas anderen Augen zu betrachten....
Lies & schreibe weiter hier, das hilft!
Und alles geht: Ich habe über Jahrzehnte ALLES konsumiert, und hab seit 8 Jahren keine harten Sachen & seit über 6 Monaten kein Kiff/Kippen konsumiert...
Einfach stur NEIN sagen zu dem ganzen Dreck; ein bissel was tun & auch die Zeit hilft dir dabei!
Mach's gut...Es lohnt sich! Power: Ganesha