Seite 1 von 41 1 2 3 11 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 404

Thema: Alkohol - Angst vor dem Absturz

Text vergrößern Text verkleinern
  1. #1

    Registriert seit
    22.10.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Alter
    29
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.785

    Standard Alkohol - Angst vor dem Absturz

    Hallo zusammen!

    schon mal vielen Dank an die, die diesen Beitrag lesen.

    Ich fasse mich so kurz wie möglich.

    also, ich bin 26. Meine Mutter war alleinerziehend. Sie ist Borderliner und Alkoholikerin. Zu Hause war die Hölle. Meinen Vater habe ich erst mit 19kennengelernt, wir haben uns sofort super verstanden. Wir hatten 1 1/2 Jahre eine super schöne Zeit, dann erkrankte er leider an einem Gehirntumor und vertstarb daran. Familienhalt habe ich nicht außer meiner Mutter. Mit 19 bin ich zu Hause ausgezogen.

    So das Problem ist, dass ich schon mit 16/17 versucht habe, mit Alkohol meine Schmerzen, die meine Mutter mir zugefügt hat, wenn sie getrunken hat, zu ertränken. Das ist ein Teufelskreis, aus dem ich nicht mehr rauskomme. Ich trinke tagsüber keinen Alkohol , gehe in Vollzeit arbeiten. Aber jedesmal wenn ich nach Hause komme, hab ich in mir den Zwang, etwas zu trinken. Rotwein, kein Schnaps oder so. Aber ich komme davon nicht mehr los, jeden morgen wache ich auf und mir ist richtig übel, aber ich habe Angst , den ALkohol wegzulassen. Ich habe Angst , große Angst . Ich weiß nicht, wie ich diesen Teufelskreis unterbrechen kann.

    Habt ihr eine Idee?

  2. #2
    Mitglied SuS e.V. Forenleiterin
    Registriert seit
    03.07.2005
    Ort
    Ba-Wü
    Alter
    33
    Geschlecht:
    Beiträge
    21.299
    Status
    *rumwusel*

    Standard

    Hallo paindrop,

    also ich denke mal, dass du es erkannt hast, dass du ein Problem hast, ist schon mal sehr viel wert.

    Mach dich doch mal kundig, ob es bei dir in der Nähe eine Selbsthilfegruppe gibt, an der du teilnehmen kannst.

    Ansonsten wäre vielleicht auch eine Therapie nicht schlecht, einfach auch damit du deine Vergangenheit bearbeiten kannst und andere Möglichkeiten als den Alk findest, damit umzugehen.

    Ich wünsch dir ganz viel Kraft und starken Willen!

    Liebe Grüße
    rose

  3. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    22.10.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Alter
    29
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.785

    Standard

    Hallo Gelbe Rose,

    vielen Dank für deine Nachricht. Ich mache schon eine Therapie , aber dieser Zwang hört nicht auf. Ich bin nicht sturzbetrunken oder so, aber ich bilde mir ein, dass ich nur schlafen kann, wenn ich was getrunken habe. So wie das bei meiner Mutter angefangen hat. Ich habe Angst davor, dass ich genauso abrutsche wie sie damals.

    Es ist ein Albtraum .

  4. #4
    Julchen

    Standard

    Hallo raindrop,

    ich finde gut, dass du selber siehst, dass der Alk kein Lösungsweg darstellt...ich denke auch das Beste wäre, du würdest dich an eine Beratungsstelle wenden.
    Die können dir weiter helfen, Gespräche, Vermittlung von Therapie und/oder Selbsthilfegruppen.

    Es ist schwierig alleine den Ausstieg zu finden, zumal du schreibst, du hast Angst davor den Alk weg zu lassen.

    Was würde passieren?

    Was wäre, wenn du dich nach der Arbeit mit Freunden treffen würdest, dir eine Möglichkeit suchst, dich körperlich zu betätigen?

    Aber du kennst ja den Auslöser, und ich persönlich denke, die Schmerzen, und Verzweiflung die hochkommen würden, an den Abenden wo es ruhig wird, und du dich nicht mehr ablenken kannst, musst du bearbeiten, und andere Wege finden mit deiner Vergangenheit klar zu kommen.

    Wünsch dir Kraft, auf deinem Weg, den du mit deinem Beitrag hier angefangen hast zu gehen

    Es kann Hilfe dabei geben, aber gehen musst du ihn alleine

    Wünsch dir was
    LG Julchen

    Ps hab grad deinen Beitrag gelesen, weiß deine Thera, dass du jeden Abend trinkst?

  5. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    22.10.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Alter
    29
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.785

    Standard

    vielen dank julchen!

    Mein Therapeut weiß das nicht. Ich rede mit ihm über meine Vergangenheit und über meine SElbstmordversuche und so weiter. das hilft mir auch, den Tag zu überstehen.genau das Problem ist nicht, dass ich mich nicht ablenke und so weiter ich unternehme relativ viel und bin viel unter Menschen. Aber sobald ich zu Hause bin, zack bummm muss ich trinken. Auch wenn nur wenig aber sonst bin ich total nervös und so. WEnn ich woanders bin, denke ich gar nicht ans trinken und ich habe mich unter Kontrolle.

    Aber sobald ich zu Hause bin, fängt mein Kopf an, zu spinnen...

  6. #6
    Julchen

    Standard

    ich kenne das ... aber es ist auch klar, wenn du unterwegs bist, musst du nicht bei dir sein, du bist abgelenkt.
    Wieder daheim, alleine bricht dann alles wieder auf dich ein.

    Ich denke der erste Schritt sollte sein, dass du ehrlich in Therapie über dein Problem sprichst.
    Es sollte nicht so sein, dass du die Tage nur überstehen kannst, sondern, dass sich aktiv etwas verändert.

    Hast du schonmal über die Möglichkeit einerstationären Therapie nachgedacht

    schönen, alkfreien Abend wünsch ich dir

    Bevor es über dich hereinstürzt schau doch einfach ins Forum rein, abends ist auch der Chat oft besetzt, vllt hilft dir das ja stark zu bleiben, und deine Nervosität auch ohne Alk zu überwinden

    LG Julchen

  7. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    22.10.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Alter
    29
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.785

    Standard

    Ja, ich habe voll Angst davor, meinem Therapeuten das zu sagen, dann fühl ich mich irgendwie wie eine Versagerin und ich wollte es mir bisher auch nie eingestehen, dass ich sobald ich alleine bin, meine Gedanken nicht unter Kontrolle habe oder einfach dieses Gefühl bekomme, dass ich etwas trinken muss. Das ist echt shit

    Eine stationäre Therapie , ja da habe ich schon drüber nachgedacht. Aber ich bin mir nicht ganz sicher.

    Vielen lieben Dank für die Hilfe. Es ist wirklich so ein scheiß zeug alkohol . Ich weiß ja, wie meine Mutter dadurch geworden ist. Unkontrolliert agressiv beleidigend zerstörerisch hysterisch gewalttätig psychische gewaltausübung

    Ich will auf keinen Fall so werden...

  8. #8
    Julchen

    Standard

    So nochmal Ich

    Versager? Warum....weil du ehrlich bist, und dir ein Problem eingestehst?

    Ich empfinde es eher so, dass solche Leute Versager sind, die einfach den Kopf in den Sand stecken, und nichts verändern wollen

    Sprich mit ihm, auch über eine stationäre Thera...Alk hat der Teufel gemacht, diese Meinung teile ich mit anderen

    Wovor hast du Angst , was soll passieren, außer dass du vllt ne Menge harte Arbeit reinstecken musst, ins Unternehmen ICH ...je aber das machen wir alle hier.

    Wäre schön, eine gute Fee würde kommen und schwupidu sind alle Probleme weg ... nö leider, das wird nicht klappen

    So nun lass ich dich aber in Ruhe .... schönen Abend dir

    Julchen

  9. #9

    Registriert seit
    20.02.2008
    Ort
    Rheinland-Pfalz
    Alter
    51
    Geschlecht:
    Beiträge
    9.822

    Standard

    Hallo; niemand ist ein "Versager", weil er einsieht, dass er ein Problem hat und sogar dran geht, es zu ändern!
    Das meiste wurde ja schon geschrieben; mir fällt spontan noch ein, dass dir ev auch mit einer WG geholfen wäre.
    Du wärst nicht ganz alleine, müßtest dich aber doch weiterhin immer wieder mit dir selbst auseinandersetzen...

    Wünsch dir viel Kraft. Ich kenn das Teufelszeug auch & bin jetzt gut 10 Jahre trocken.Es geht also doch!

    LG.Ganesha.

  10. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    22.10.2008
    Ort
    irgendwo in NRW
    Alter
    29
    Geschlecht:
    Beiträge
    1.785

    Standard

    Vielen Dank Ganesha ja, ich arbeite schon seit längerem an mir und mache immer weiter. Das mit der WG hört sich wirklich nicht schlecht an, ich werd mir das mal durch den Kopf gehen lassen. Ich setze mich wirklich ständig mit mir auseinander, aber manchmal will es einfach nicht vorwärts gehen, ich weiß, dass das normal ist, aber es ist doch manchmal zum verzweifeln.

    Wie hast du es denn geschafft, davon loszukommen? Herzlichen Glückwunsch dazu, 10 Jahre ist wirlich klasse, und wie geht es dir jetzt was hat sich verändert, seit dem du aufgehört hast, zu trinken?

Seite 1 von 41 1 2 3 11 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. alkohol...
    Von Nirvana im Forum Stoffgebundene Süchte
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 18.02.2008, 10:35
  2. Der Alkohol
    Von blank im Forum Stoffgebundene Süchte
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 28.01.2008, 20:04
  3. alkohol -ssvv
    Von tweety1967 im Forum Selbstverletzendes Verhalten
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 12.03.2007, 15:15
  4. Alkohol ... regelmäßig ...
    Von Dirty im Forum Stoffgebundene Süchte
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 11.09.2005, 23:06
  5. Sehnsucht nach Absturz
    Von Felis im Forum Meinungen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 30.07.2005, 12:25

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65